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Samstag, 25. Januar 2014

Die gestörte Hochzeitsnacht (1950)

Curd Jürgens, Ilse Werner

Gute Nacht, Mary ist eine deutsche Literaturverfilmung von Helmut Weiss aus dem Jahr 1950. Sie beruht auf dem Theaterstück Is Your Honeymoon Really Necessary? von E. Vivian Tidmarsh und lief auch unter dem Titel Die gestörte Hochzeitsnacht in den Kinos.

Handlung:

Der Industrielle Lawrence Vinning ist erst wenige Wochen von seiner ersten Frau Yvonne geschieden, als er Mary heiratet. Auf eine Hochzeitsreise verzichten beide, befürchtet Mary doch, dass sie unterwegs eine der zahlreichen Liebschaften ihres Mannes treffen könnten. Stattdessen begeben sie sich auf Lawrences Landgut, wo sich Mary für die Hochzeitsnacht umkleidet. Die Angestellten des Hauses haben zur neuen Ehe ihres Arbeitgebers unterschiedliche Meinungen: Stubenmädchen Betty mag die neue Ms. Winning, Köchin Ann ist der ersten Ehefrau treu ergeben und kocht zum Protest für die Angestellten prompt das Lieblingsessen der ersten Frau, während Diener Hammok beide Ehefrauen ablehnt.
Bevor Lawrence sich ins Schlafgemach begeben kann, erscheint unerwartet Besuch: Yvonne steht vor der Tür und eröffnet Lawrence, dass sie möglicherweise gar nicht geschieden sind, da ihre Anwälte von der Gültigkeit der Scheidungsurkunde, die Lawrence ihr postalisch zustellen ließ, nicht überzeugt sind: Lawrence hat die Scheidung nicht in England, sondern in Amerika eingereicht. Möglicherweise habe Lawrence mit seiner zweiten Ehe daher Bigamie begangen. Sie verlangt von ihm 3000 Pfund Abfindung, sonst werde sie das Haus nicht verlassen. Da Lawrence kaum Bargeld im Haus hat und die Banken an Wochenende geschlossen sind, wird Yvonne notgedrungen in ihr altes Zimmer einquartiert, das genau neben dem Schlafzimmer der Brautleute liegt...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Helmut Weiss
Drehbuch     Maria von der Osten-Sacken, Peter Francke
Produktion     Hans Tost für Dornas-Film
Musik     Adolf Steimel
Kamera     Erich Claunigk
Schnitt     Anneliese Schönnenbeck

Besetzung:

    Curd Jürgens: Lawrence Vinning
    Ilse Werner: Mary
    Susanne von Almassy: Yvonne
    Paul Dahlke: Hammok
    Hubert von Meyerinck: Frank Betterton
    Eva Immermann: Ann
    Eva Schorling: Betty
    Rolf Pinegger: Tompson
    Rudolf Vogel: Higgs

Gute Nacht, Mary wurde unter dem Arbeitstitel Gute Nacht, Gloria unter anderem an der Isar gedreht. Die Kostüme schuf Charlotte Flemming, das Szenenbild stammt von Fritz Lück und Hans Sohnle. Der Film erlebte am 28. September 1950 in den Stuttgarter Planie-Lichtspielen seine Filmpremiere.

Ilse Werner und Curd Jürgens singen im Film die Lieder Diese Nacht ist die Nacht meiner Träume und Wir beide sind ein Ehepaar. Die Schlagertexte schrieb Hans Fritz Beckmann.

http://dfiles.eu/files/db2idsysb

Montag, 1. Juli 2013

Das Kind der Donau (1950)


Kind der Donau ist ein österreichischer Musikfilm von Georg Jacoby aus dem Jahr 1950. Es war der erste österreichische Farbfilm. In Deutschland lief der Film auch unter dem Verleihtitel Das Kind der Donau.

Handlung:

Die drei Freunde Georg, Heinrich und Oskar ziehen an der Donau entlang und suchen eine Bleibe für den Sommer. Nachdem ein ums andere Mal weder Vermieterin noch Zimmerpreis ihren Vorstellungen entsprechen, lässt sich Schriftsteller Georg allein auf ein altes Donauschiff übersetzen, das verlassen scheint. Heinrich und Oskar kehren währenddessen in eine unweit gelegene Gaststätte ein, in der sie die junge Marika tanzen sehen und ihren Liedern lauschen. Beide planen bereits, aus ihr einen Star zu machen, ist der eine doch Schlagertexter und der andere Bühnenbauer.

Georg hat unterdessen auf dem Kahn ein Bett gefunden und wundert sich, als nachts mit einem Mal Marika vor ihm steht und ihn unsanft weckt. Sie lebt auf dem Schiff, das einst ihrem Vater gehörte. Sie weist Georg in die kleine Kabine, in der der Freund ihres verstorbenen Vaters, Christoph, früher nächtigte. Georg und Marika verstehen sich gut, bis Georg eines nachts wegbleibt und erst am frühen Morgen zurück auf das Schiff kommt. Während Marika denkt, er sei bummeln gewesen, hat sich Georg in Wirklichkeit bei einer Zeitung beworben und wurde in die Nachtschicht zum Zeitungsverpacken eingeteilt. Er plant, Marika mit dem Geld ihren größten Traum zu erfüllen: das Schiff wieder flott zu kriegen und wie früher die Donau entlang fahren zu können...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Georg Jacoby
Drehbuch     Friedrich Schreyvogel, Georg Jacoby
Produktion     Karl Brenneis für Nova-Film, Wien-Film
Musik     Nico Dostal
Kamera     Walter Riml, Hanns König
Schnitt     Paula Dworak, Leontine Klicka

Besetzung:

    Marika Rökk: Marika
    Fred Liewehr: Georg
    Harry Fuß: Heinrich
    Fritz Muliar: Oskar
    Joseph Egger: Christoph
    Annie Rosar: Frau Kovacs
    Helli Servi: Edith
    Nadja Tiller: Schauspielerin
    Erich Auer: Tenor
    Karl Skraup: Redakteur

Kind der Donau wurde 1949 im Wiener Atelier Rosenhügel und in Linz gedreht. Das Atelier Rosenhügel stand zu dieser Zeit unter sowjetischer Generaldirektion und Kontrolle.

Zum Teil wurde für den Film Material genutzt, das noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs 1944 aufgenommen wurde. Die Uraufführung des Films fand am 18. August 1950 in Wien statt. In der BRD lief der Film am 24. Februar 1951 an.

Der Film wurde in Agfacolor gedreht und war der erste Farbfilm der österreichischen Filmgeschichte. Marika Rökk hatte bereits im ersten deutschen Farbfilm Frauen sind doch bessere Diplomaten die Hauptrolle innegehabt.

Die Filmmusik stammte von Nico Dostal, die Liedtexte schrieb Erich Meder. Begleitet wurden die Titel von den Wiener Symphonikern. In Tanzszenen sind Mitglieder des Wiener Staatsopernballetts zu sehen.

http://dfiles.eu/files/ryhckf9p9

Freitag, 14. Juni 2013

Wer fuhr den grauen Ford? (1950)


Wer fuhr den grauen Ford? ist eine 1950 gedrehte Verfilmung eines tatsächlichen Postraubs. Die Produktion war die einzige Regiearbeit von Otto Wernicke, der mitspielt als Kriminalkommissar Thieme.

Handlung:

Die Handlung spielt im Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in der Zeit kurz vor Gründung der Bundesrepublik. Penny, Heiner und der „Chef“, drei junge Männer, die noch aus Soldatenzeiten in der Wehrmacht miteinander befreundet sind, betreiben eine Spedition. Diese dient jedoch lediglich zur Tarnung ihrer kriminellen Taten. Regelmäßig werden auf den noch leeren Autobahnen Lkw der Großhändler durch (im Film am Anfang gezeigtes) „Lkw-Springen“ ausgeraubt und die erbeutete Ware verkauft.
Als Penny sich in die Buchhändlerin Renate Münster verliebt, entschließt er sich, aus der Bande auszusteigen. Obwohl der „Chef“ ein gewisses Verständnis für Penny hat, will er ihn nur gehen lassen, wenn er zuvor bei einem letzten, spektakulärem Überfall mitmacht. Der Raubüberfall auf Postgelder, die mit einem Lkw befördert werden, wird perfekt geplant und mit Hilfe eines gestohlenen grauen Fords durchgeführt...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Max Diekhout, Otto Wernicke
Drehbuch     Otto Wernicke, Kurt Joachim Fischer
Produktion     Pfeiffer Filmproduktion (Produktionsleiter: Karl Ritter)
Musik     Emil Ferstl
Kamera     Paul Pfeiffer
Schnitt     Walter Boos

Besetzung:

    Otto Wernicke: Kriminalkommissar Thieme
    Ruth Hambrock: Renate Münster
    Erich Schulz : Peter „Penny“
    Ursula Herking: Hertha Sattler, Kriminalassistentin
    Til Kiwe: Polizeirat Proske
    Hilde Sessak: Kellnerin bei Edu Schröder
    Marianne Gerzner: Rosl
    Günther Erich Marsch: Jonny Dempf
    Wolfgang Neuss: Uwe Lauterbach „Chef"
    Dieter Sommer: Franz Heiner
    Walter Vits-Mühlen: Nelson, US-Kriminalkommissar
    Walter Pott: Edu Schröder, Wirt
    Abi von Haase: Gillhausen, Kriminalassistent

Der Film basiert auf einem tatsächlich ausgeführten Postraub aus dem Jahr 1949 in Mannheim. Dieser Überfall wurde von Günther Hörner, einem der größten Gauner der frühen Nachkriegszeit und seinen Mitstreitern, den Gebrüdern Stuck, Peter Breuning und Robert Panko alias „Knabenschuh“ begangen. Bei diesem Postraub, der im Film fast komplett nach den Tatsachen dargestellt wurde, wurden tatsächlich "nur" 160.000 Mark erbeutet, was nach damaligen Verhältnissen aber immer noch eine gigantische Summe war und somit in ganz Westdeutschland für Aufsehen sorgte. Da der Postraub so erfolgreich begangen wurde und Begehensweisen der sonst eher in den USA tätigen Gangsterbanden benutzt wurden, vermutete der im besetzten Deutschland zuständige US-Major von der Criminal-Investigation-Division der Besatzungstruppe, die Täter könnten eigentlich nur aus dem für seine Gangster berühmten Chicago und somit aus der Besatzungsarmee stammen. Zusätzlich hatten die Täter zuvor in Zwingenberg (Bergstraße) den roten Chevrolet eines US-Leutnants als Fluchtfahrzeug gestohlen. Weil dieser Wagen aber eine Panne hatte, stahlen sie demselben Leutnant ein paar Tage später seinen grauen Ford Modell 48 mit US-C-Kennzeichen der Besatzungstruppen. In diesem Ford warteten die Täter, die durch einen Informanten genau über den Zeitplan des Geldtransportes und die Summe des transportierten Geldes informiert waren, vor dem Postamt am Mannheimer Hauptbahnhof. Als der Geldtransporter um die Ecke der Schloßstraße bog, schnitten die Posträuber ihm mit dem grauen Ford den Weg ab und zwangen ihn so zum Anhalten. Sie bedrohten die Beamten mit ihren amerikanischen Pistolen und entrissen ihnen die Geldsäcke. Eine sofortige Verfolgung blieb zunächst wirkungslos, der Fluchtwagen wurde später leer und vermeintlich ohne Spuren aufgefunden, nicht weit von der Stelle, wo zuvor der rote Chevrolet abgestellt wurde. Panko wurde 1950, kurz nach seinem 22. Geburtstag, zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

http://dfiles.eu/files/qufp773f0