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Freitag, 10. Januar 2014

Der Greifer (1957)

Siegfried Lowitz, Hans Albers

Der Greifer ist ein deutscher Kriminalfilm aus dem Jahr 1958, der unter der Regie von Eugen York entstand. Die Uraufführung fand am 20. März 1958 im Ufa–Palast in Köln statt.

Handlung:

Otto Dennert, auch „Der Greifer“ genannt, ist Kommissar der Mordkommission bei der Kriminalpolizei in Essen. Der Greifer ist wegen seiner unkonventionellen Methoden und seinen Kontakten zur sogenannten Unterwelt bekannt. Er steht kurz vor seiner Pensionierung, als die Stadt von einer Serie von Frauenmorden erschüttert wird. Während seiner Ermittlungen in dem Fall erreicht er die Altersgrenze und wird pensioniert. Dr. Schreiber wird sein Nachfolger und ermittelt nun zusammen mit Harry Dennert („Dennert Zwo“), Otto Dennerts Sohn, gegen den Frauenmörder. Dennert ist von deren Erfolg nicht überzeugt, zumal er bereits einen Verdacht hegt. Mit Hilfe seiner ihm zugewandten Bekannten aus dem kriminellen Milieu versucht er auch im Ruhestand den Frauenmörder zu fassen.
Dann erlebt Ursula Brandt, die neue Freundin von Harry Dennert, einen Überfall des Frauenmörders...

Altersfreigabe FSK 16

Stab:

Regie Eugen York
Drehbuch Curt J. Braun
Produktion Kurt Ulrich Film GmbH (Kurt Ulrich)
Musik Hans-Martin Majewski
Kamera Ekkehard Kyrath
Schnitt Ingrid Wacker

Besetzung:

 Hans Albers: Otto Friedrich Dennert, Kriminaloberkommissar
 Hansjörg Felmy: Harry Dennert
 Susanne Cramer: Ursula Brandt
 Horst Frank: Josef Schmitz
 Mady Rahl: Toni
 Werner Peters: Mücke
 Siegfried Lowitz: Dr. Schreiber
 Maria Sebaldt: Kriminalassistentin
 Ernst Stankovski: Willi Goede
 Agnes Windeck: Frau Schmitz
 Carsta Löck
 Lia Eibenschütz: Frau Mertens
 Karl Hellmer: Karl Mertens
 Herbert Hübner: Polizeipräsident
 Else Reval
 Fritz Wagner: Emil
 Reinhard Kolldehoff: Willy
 Hans Schwarz
 Hanita Hallan
 Georg Gütlich
 Bärbel Wycisk: Evchen
 Panos Papadopulos: Heini, der Taschendieb
 Joachim Röcker: Tankwart

Siegfried Lowitz wurde später die Hauptrolle in der Reihe Der Alte spielen.

http://dfiles.eu/files/bsjb55787

Mittwoch, 1. Januar 2014

Die Sünderin (1951)

Gustav Fröhlich, Hildegard Knef

Die Sünderin ist ein deutscher Film aus dem Jahr 1951. Er war auch wegen des nachfolgenden Skandals der Durchbruch der Schauspielerin Hildegard Knef. Der Film feierte seine Erstaufführung am 18. Januar 1951.

Handlung:

Die Handlung dreht sich um das Zusammenleben der Prostituierten Marina mit ihrem Freund, einem Maler. Marinas Mutter betrog ihren Stiefvater, der später von der Gestapo verhaftet wurde; sie selbst wurde vom Stiefbruder verführt und wird Zeugin des Mordes an ihrer Freundin.
Im Laufe des Films verliebt sich Marina in einen Maler, der an einem Gehirntumor erkrankt ist. Um die Operation zu finanzieren, versucht sie, wieder ihrem alten Gewerbe nachzugehen...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Willi Forst
Drehbuch Willi Forst, Georg Marischka, Gerhard Menzel
Produktion Rolf Meyer, Helmuth Volmer
Musik Theo Mackeben
Kamera Václav Vich
Schnitt Max Brenner

Besetzung:

 Hildegard Knef: Marina
 Gustav Fröhlich: Alexander
 Änne Bruck: Marinas Mutter
 Wera Frydtberg: Kollegin
 Robert Meyn: Marinas Stiefvater
 Jochen-Wolfgang Meyn: Marinas Stiefbruder
 Andreas Wolf: Arzt

Ursprünglich wollte Willi Forst in Marina eine moderne, sündige Maria Magdalena präsentieren, verzichtete aber auf Anraten der kirchlichen Filmreferenten Anton Kochs (katholisch) und Werner Hess (evangelisch) auf den religiösen Aspekt und arbeitete das Drehbuch grundlegend um. Die neue Fassung führte er im November 1950 Kochs und einem evangelischen Geistlichen vor. Beide waren auch davon nicht angetan, lehnten den Film aber nicht grundlegend ab.
Wenige Tage vor der für den 18. Januar vorgesehenen Filmpremiere reichte der Herzog-Filmverleih den Streifen bei der FSK ein und erhielt unerwartet am 15. Januar drei Tage vor der Premiere die Nachricht von der einstimmigen Verweigerung der Freigabe. Die sechs Prüfer, darunter eine Frau, hielten es für nicht hinnehmbar, dass Marina „die Prostituierung als einen selbstverständlichen Ausweg aus ihrer menschlichen und wirtschaftlichen Notlage wählt. “Weiterhin werde Selbstmord und die Tötung auf Verlangen „als Selbstverständlichkeit und einzig richtiger Ausweg hingestellt“ und könne so „als Ideal erscheinen und zur Nachahmung anreizen.“ Dabei kritisierte der Ausschuss außerdem, es werde nicht genügend deutlich, dass Marina ein Versprechen einhalte und somit Tötung auf Verlangen vorliege.
Die Vertreter der Produktions- und der Verleihfirma setzten umgehend eine Krisensitzung am 16. Januar durch. Dabei äußerte Willi Forst, sein Film sei ein Kunstwerk und er fasse die Entscheidung des Ausschusses als persönliche Beleidigung auf. Er verlangte völlige Revision der Entscheidung, andernfalls werde er an die Presse gehen. Als die FSK-Vertreter seine Forderung ablehnten, verließ er die Besprechung. Produzent Rolf Meyer drohte, das FSK-Urteil zu übergehen und die FSK, die ja nicht auf gesetzlicher Grundlage, sondern nur aufgrund brancheninterner Absprache arbeitete, damit bloßzustellen.
Daraufhin legte die SPIO für den Morgen des 18. Januars eine Krisensitzung des Hauptausschusses fest, die SPIO-Präsident Ludwig Fasler leitete. Besonders der Vertreter der Hamburger Kultusbehörde kritisierte die Kirchenvertreter wegen ihrer Bedenken. Nach eineinhalbstündiger Diskussion über die mögliche schädliche Wirkung des Films wurde mit 9:4 Stimmen die Freigabe des Films beschlossen. Es wurde lediglich der Filmfirma empfohlen, Änderungen an zwei Aussagen Marinas vorzunehmen.
Wegen angeblicher Glorifizierung der Prostitution, der Sterbehilfe (angeblich bejahte der Streifen die Euthanasie) und des Suizids verweigerte die Kirche die weitere Mitarbeit an der FSK. Schon am Tag nach der entscheidenden Hauptausschusssitzung, die zur Freigabe des Films geführt hatte, trat der evangelische Filmbeauftragte Werner Hess mit der Begründung zurück, er könne einem Gremium, das derart entsittlichende Filme freigebe, nicht länger angehören. Daraufhin zog auch die Katholische Kirche ihren Vertreter aus der FSK ab. Bereits wenige Tage später einigten sich Länder, Filmwirtschaft und Kirchen jedoch über die weitere Zusammenarbeit in der FSK.

Der Film wurde Anlass eines Skandals und war monatelang Thema in Zeitungen und Zeitschriften. Schon in der ersten Woche nach der Premiere gab es vereinzelte Demonstrationen, darunter in Osnabrück. Anfang Februar rief der katholische Film-Dienst alle Katholiken zum Boykott der Sünderin auf. Das Kinoprogramm der meisten Städte erreichte der Film erst im Februar und März. Bei seinem Erscheinen wiederholten vielfach örtliche Honoratioren den Boykottaufruf.
Der Erzbischof von Köln, Kardinal Joseph Frings, verurteilte den Film in einem Hirtenbrief, der Ende Februar beim Anlaufen des Films in Köln verlesen wurde. Priester warfen Stinkbomben in Kinos, und Politiker verteilten Flugblätter mit Texten wie „Die Sünderin – Ein Faustschlag ins Gesicht jeder anständigen deutschen Frau! Hurerei und Selbstmord! Sollen das die Ideale eines Volkes sein?“.

Aufführungsverbote und die öffentliche Verurteilung von den Kanzeln verhalf dem Streifen zum großen Publikumserfolg. In größeren Städten wurden Diskussionsveranstaltungen organisiert, und es bildeten sich Aktionskomitees gegen den Film. Die größten Demonstrationen mit über 1000 Teilnehmern gab es nach Angaben des katholischen Film-Dienstes in Düsseldorf, Köln, Oberhausen, Ulm und Regensburg. In Regensburg kam es zu einer dreitägigen heftigen Auseinandersetzung zwischen Filmgegnern, Filmbefürwortern und der Polizei, wobei Stinkbomben auf der einen und Wasserwerfer auf der anderen Seite eingesetzt wurden.

Die Rheinische Post fragte am 5. März 1951 hinsichtlich der Situation in Köln: „Muß Polizei einen Schundfilm schützen?“ Da alle Versuche, ein Aufführungsverbot zu bewirken, vergeblich gewesen seien, könne nur eine „machtvolle Demonstration des Willens der gesund empfindenden Bevölkerung“ helfen. In einem Duisburger Kino setzten, wie die Rheinische Post am 21. März 1951 berichtete, Filmgegner weiße Mäuse gegen die Sünderin ein, um eine Panik hervorzurufen.

Schon im Sommer 1951 verschwand der Film aus den Kinos. Die evangelische Filmgilde und die katholische Filmliga erhielten in der Folge des Skandals großen Zulauf. Im Oktober 1951 forderten die katholischen deutschen Bischöfe in einem Hirtenwort ausdrücklich alle Katholiken auf, der Filmliga beizutreten, weil viele von ihnen dem Film gegenüber noch nicht die notwendige Sicherheit und Selbständigkeit gewonnen hätten. Binnen eines Jahres folgten über eineinhalb Millionen Katholiken diesem Aufruf und verpflichteten sich als Mitglieder der Filmliga, nur vom Film-Dienst mit den Bewertungen „1“ oder „2“ empfohlene Filme zu besuchen.

Der erste Nachkriegsfilm Willi Forsts wurde zum größten Skandal des deutschen Films. Gerade die  Proteste kirchlicher und politischer Kreise machten ‚Die Sünderin‘ zum Kassenerfolg.“

Entgegen verbreiteter Meinung war es nicht die Nacktszene Hildegard Knefs, gegen die sich der Protest richtete. Die Annahme, dass die Kirchen gegen die wenige Sekunden lang zu sehenden Brüste der Schauspielerin zu Felde gezogen seien, ist zwar aus dem heutigen Mythos Sünderin nicht wegzudenken, entbehrt aber jeder Grundlage. Erst Ende der 1960er Jahre wurde diese Verbindung hergestellt. So berichtete Bild am 26. Juni 1969, wegen der nur eine Sekunde nackt zu sehenden Hildegard Knef sei von Kirchenkanzeln gegen den Sittenverfall gewettert worden.

Im Jahr 1954 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass auch die Freiheit des Films durch das Grundgesetz geschützt sei und die Polizei ihn keinesfalls zensieren dürfe. Die Freiheit der Kunst nach Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG unterliegt nicht den Schranken der allgemeinen Gesetze im Sinne des Art. 5 Abs. 2 GG, besonders nicht der polizeilichen Generalermächtigung.

http://dfiles.eu/files/w0mmdtypw

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Wenn die Abendglocken läuten (1951)

Willy Birgel, Hans Holt

Wenn die Abendglocken läuten ist ein deutsches Liebesmelodram von Alfred Braun aus dem Jahr 1951.

Handlung:

Michael Storm und Rosemarie Brenda sind zusammen aufgewachsen. Sie planen schon als Jugendliche ihre gemeinsame Zukunft, auch wenn Lehrerssohn Michael gesellschaftlich nicht auf einer Stufe mit Gutsbesitzerstochter Rosemarie steht. Eines Tages rettet Michael die übermütige Rosemarie, als sie in den reißenden Mühlbach stürzt. Gutsherr Brenda zeigt sich erkenntlich, indem er dem musikalischen Michael ein Musikstudium finanziert. Das Studium bedeutet auch Abschied von Rosemarie, doch beide versprechen aneinander zu denken, wenn die Abendglocken läuten.
Michael besucht zunächst hin und wieder sein Heimatdorf, bleibt jedoch schließlich mehr als ein Jahr fern, da er sein Studium ernst nimmt. Er kehrt nach längerer Zeit anlässlich Rosemaries Geburtstag in sein Dorf zurück, auch wenn sein Vater ihm davon abrät, unangemeldet bei den Brendas zu erscheinen. Tatsächlich sorgt sein Besuch für wenig Freude. Rosemarie ist zwar glücklich, ihn zu sehen, doch haben ihre Eltern längst den reichen Nachbarn und ehemaligen Turnierreiter Albrecht Finke als zukünftigen Mann Rosemaries ausgewählt. Er soll der Familie nicht zuletzt aus der finanziellen Not helfen, die es ihr auch unmöglich macht, Michael weiterhin finanziell zu unterstützen...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Alfred Braun
Drehbuch Hans Scheffel, Werner P. Zibaso
Produktion Willie Hoffmann-Andersen für Apollo-Film
Musik Willy Schmidt-Gentner
Kamera Georg Krause
Schnitt Erwin Marno

Besetzung:

 Willy Birgel: Albrecht Finke
 Hans Holt: Michael Storm
 Julia Fjorsen: Rosemarie Brenda
 Maria Holst: Gloria Römer
 Paul Hörbiger: Lehrer Storm
 Käthe Haack: Frau Brenda
 Peter Voß: Gutsherr Brenda
 Rudolf Platte: Musiker
 Hilde Körber: Kindermädchen
 Aribert Wäscher: Musikverleger
 Hilde Sessak: Michaels Liebschaft
 Otto Gebühr: Küster
 Wolfgang Benzer: Michael als Kind
 Barbara Richter: Rosemarie als Kind

Wenn die Abendglocken läuten entstand nach dem gleichnamigen Lied von Jean Villard. Die Filmmusik schrieb Willy Schmidt-Gentner. Es spielt das Orchester Egon Kaiser, zu hören sind Kurt Reimann, Walter Hauck und die Schöneberger Sängerknaben. Das Szenenbild stammt von Gabriel Pellon und Hans-Jürgen Kiebach. Der Film kam am 21. Dezember 1951 per Massenstart ins Kino.

http://dfiles.eu/files/2368cujat

Montag, 9. Dezember 2013

Das Sonntagskind (1956)

Heinz Rühmann, Hannelore Bollmann

Das Sonntagskind, Alternativtitel Schneider Wibbel, ist eine deutsche Filmkomödie von Kurt Meisel aus dem Jahr 1956. Sie beruht auf Motiven des Bühnenstücks Schneider Wibbel von Hans Müller-Schlösser.

Handlung:

Deutschland im Jahr 1948 zur Karnevalszeit: Am Tag der Weiberfastnacht versucht Schneider Anton Wibbel, bei den britischen Besatzern ein Grammophon gegen Zigaretten einzutauschen. Der schottische Militärpolizist Bosty McMillar bietet ihm zwei Flaschen Whisky und fährt ihn nach Hause. Anton vergisst beide Flaschen im Auto und findet wenig später auch die Kurbel für das Grammophon in seiner Jackentasche. Am Abend steht Bosty im Kilt in der Tür und bringt die Flaschen vorbei. Antons Ehefrau Fin wiederum hat sich gerade als Hexe verkleidet, um sich mit ihren Freundinnen in den Faschingstrubel zu stürzen, auch wenn der eifersüchtige Anton davon wenig begeistert ist. Er betrinkt sich mit Bosty und bald tauschen beide beschwipst die Kleidung: Bosty geht als Seemann zum Karneval, während Anton als Schotte geht. Als im Karnevalstrubel plötzlich die Militärpolizei erscheint, wird Anton wegen unberechtigten Tragens einer Uniform verhaftet. Bei der Verhandlung vor dem Militärgericht deckt er Bosty und wird daher selbst zu drei Wochen Haft verurteilt, die er bereits in zwei Tagen antreten soll. Anton überredet seinen kränklichen Gesellen Mattes, unter seinem Namen ins Gefängnis zu gehen, werde ihm die Ruhe doch gut tun. Anton und Fin fahren unterdessen zu Antons Großmutter an den Rhein.
Zehn Tage später erreicht Anton und Fin ein Telegramm, in dem ihnen vom Tod „Antons“, also Mattes’, berichtet wird, der an einer verschleppten Lungenentzündung verstorben sei. Anton ist verzweifelt, gilt er doch nun als verstorben. Zurück in seiner Wohnung muss er sich ständig in der Abstellkammer verstecken und darf nicht aus dem Haus gehen. Fin wiederum tritt öffentlich als trauernde Witwe auf...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Kurt Meisel
Drehbuch Gustav Kampendonk
Produktion Kurt Ulrich für Berolina
Musik Friedrich Schröder
Kamera Kurt Schulz
Schnitt Hermann Haller

Besetzung:

 Heinz Rühmann: Anton Wibbel/Jimmy Wibbel
 Hannelore Bollmann: Fin, seine Frau
 Werner Peters: Mölfes, Schneidergeselle
 Günther Lüders: Mattes, Schneidergeselle
 Walter Giller: Bosty McMillar, Militärpolizist
 Carla Hagen: Mariechen
 Ellen Waldeck: Großmutter
 Carl Napp: Herr Knipperling
 Jupp Flohr: Herr Fisternölles
 Otto Wernicke: Willowitz
 Siegfried Lowitz: Kriminalinspektor
 Lilo Hartmann: Frau Kladders
 Toni Treutler: Frau Knipperling
 Emmy Burg: Meta Hubbelrath
 Waltraud Runze: Kläre
 Marina Orschel: Tilde
 Edward Melotte: englischer Richter
 Hellmut Grube: Dolmetscher
 Kurt Pratsch-Kaufmann: Pförtner der Strafanstalt
 Alexa von Porembsky: Kundin im Fleischerladen
 Wolfgang Müller: Kriminalangestellter
 Wulf Rittscher: Mann mit Fernglas

Das Sonntagskind wurde in Berlin, in Königswinter und an der Ruine auf dem Drachenfels unweit von Schloss Drachenburg sowie in den Filmstudios Berlin-Tempelhof gedreht. Der Film erlebte am 12. September 1956 im Düsseldorfer Apollo seine Premiere und lief am 30. Juli 1966 erstmals auf dem ZDF im Fernsehen.
Die Lieder des Films komponierte Friedrich Schröder, die Liedtexte stammen von Hans Bradtke.

http://dfiles.eu/files/b6fsmjprt

Dienstag, 12. November 2013

Herrn Josefs letzte Liebe (1959)

Wolf Albach-Retty, Hans Moser

Herrn Josefs letzte Liebe ist ein Film von Hans Moser aus dem Jahr 1959, in dem er selbst am Drehbuch mitarbeitete.

Handlung:

Der alte Diener Josef, der sein ganzes Leben lang im Haus der wohlhabenden Bankiersfamilie Türkheim diente, führt ein anspruchsloses, von täglicher Routine geprägtes Leben. Der tägliche Spaziergang zu seinem Lieblingsgasthof und die liebevollen Sticheleien mit dem Ober sind die einzige Abwechslung in seinem Leben.
Eines Tages läuft Josef bei seinem Spaziergang ein Hund zu, der von einer Bande Halbstarker gequält wird und von da an an seiner Seite bleibt. Josef versteckt den Hund in seinem Quartier im Haus der Türkheims, bis dieser von der Schwester Gusti des Hausherrn entdeckt wird. Da diese in ihrer Verbitterung dem Diener Josef die Schuld daran gibt, eine alte Jungfer zu sein, besteht sie darauf, den Hund aus dem Haus zu entfernen. Der Hausherr, der Angst vor Hunden hat, stimmt nach anfänglichem Zögern seiner Schwester zu.
Herr Josef gibt mit schwerem Herzen seinen Hund an eine alte Dame ab, doch der Hund kehrt wieder zu ihm zurück. Damit beginnt für Josef der Kampf um seine letzte große Liebe, der beinahe tragisch endet...

Altersfreigabe FSK 6

Stab:

Regie Hermann Kugelstadt
Drehbuch Hans Moser, Peter Loos
Produktion Rex-Film Bloemer & Co
Musik Kurt Werner
Kamera Walter Partsch

Besetzung:

 Hans Moser: Diener Josef
 Gerlinde Locker: Hausmeistertochter
 Wolf Albach-Retty: Herr Türkheim
 Adrienne Gessner: Gusti
 Ernst Waldbrunn: Franz, der Ober

Moser, der ein großer Hundefreund war, schrieb selbst am Drehbuch mit, was diesem Film eine persönliche Note des Schauspielers verleiht und neben der schauspielerischen Leistung dafür sorgt, dem Film in Mosers Karriere eine herausragende Stellung zu verleihen.

http://dfiles.eu/files/93najzvzt

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Mein Schulfreund (1960)

Heinz Rühmann, Fritz Wepper, Loni von Friedl

Mein Schulfreund ist eine deutsche Literaturverfilmung von Robert Siodmak aus dem Jahr 1960. Sie entstand nach dem Theaterstück Der Schulfreund von Johannes Mario Simmel.

Inhalt:

München im Jahr 1944: Der Geldbriefträger Ludwig Fuchs hat gerade miterlebt, wie der Freund seiner Tochter bei einem Luftangriff ums Leben gekommen ist. Seine Wohnung ist zerstört, und der tägliche Bombenalarm raubt die letzten Kräfte. So schreibt er einen Brief an Hermann Göring und bittet ihn, den sinnlosen und sowieso schon verlorenen Krieg endlich zu beenden. Göring und er waren früher Schulfreunde. Der Brief wird in Görings Vorzimmer von Hauptmann Sander und Hauptmann Kühn geöffnet und Ludwig daraufhin als „Politischer“ verhaftet und später zum Psychiater geschickt. Obwohl Professor Strohbach ihn als vollkommen gesund einstuft, wird Ludwig auf Geheiß Görings für unzurechnungsfähig erklärt, da ihn nur dies vor der Hinrichtung bewahren kann. Strohbach stellt die nun falsche Diagnose, woraufhin sein ihm untergebener Kollege Dr. Lerch offizielle Beschwerde gegen Strohbach einreicht...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Robert Siodmak
Drehbuch Robert A. Stemmle
Produktion Robert Siodmak für KG Divina-Film
Musik Raimund Rosenberger
Kamera Helmuth Ashley
Schnitt Walter Boos

Besetzung:

 Heinz Rühmann: Ludwig Fuchs
 Robert Graf: Dr. Lerch
 Ernst Schröder: Hauptmann Kühn
 Hertha Feiler: Frau Kühn
 Mario Adorf: Niedermoser
 Alexander Kerst: Hauptmann Sander
 Hans Leibelt: Professor Strohbach
 Loni von Friedl: Rosi
 Alexander Golling: Krögelmeier
 Carsta Löck: Frau Wenzel
 Werner Hessenland: Postrat
 Hans Epskamp: Postvorstand
 Wolfgang Reichmann: Dr. Dorn
 Reinhard Glemnitz: Geldbriefträger
 Heini Göbel: Richter
 Fritz Wepper: Paul

Mein Schulfreund wurde unter dem Arbeitstitel Der Schulfreund unter anderem in München gedreht. Die Premiere des Films fand am 22. Juli 1960 im Kölner Capitol statt.

http://dfiles.eu/files/6tqjwjx1c

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Das Letzte U-Boot - Geheimmission Tokio (1993)


Ulrich Tukur

Das letzte U-Boot - Geheimmission Tokio ist ein vorwiegend deutscher Film, gedreht von Frank Beyer im Jahr 1993. Entfernt angelehnt an eine wahre Begebenheit wird die Fahrt eines deutschen U-Boots mit dem Ziel Japan geschildert, die jedoch unterwegs von der deutschen Kapitulation in Frage gestellt wird.

Handlung:

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wird im norwegischen Kristiansand ein deutsches U-Boot mit geheimer Fracht beladen, die aus einer großen Menge von Uranoxid, einem Flugzeugtriebwerk und Plänen von Raketen und Funkmessgeräten besteht. Als Gäste besteigen ein Luftwaffengeneral, ein Militärrichter und zwei japanische Offiziere und Ingenieure das Boot. Ziel der Reise ist Tokio. Die Fracht soll das verbündete Japan unter anderem beim Bau einer Atombombe unterstützen.
Bei der Abfahrt wird die britische Flotte von einem norwegischen Seemann über seine Beobachtung eines deutschen U-Boots mit japanischen Passagieren unterrichtet. Ein britischer Zerstörer wird auf die Suche geschickt. Später werden auch die USA unterrichtet, ein US-amerikanischer Zerstörer schließt sich der Verfolgung an.
Zwischen den höherrangigen U-Boot-Insassen gibt es bald Streit über den Sinn einer weiteren Kriegsführung. Kapitänleutnant Gerber ist sich über die bevorstehende Niederlage im Klaren und kriegsmüde. General Mellenberg teilt diese Einschätzung und gibt sich nach einiger Zeit als bislang unentdeckter Teilnehmer des Umsturzversuchs gegen Hitler vom 20. Juli 1944 zu erkennen, der in letzter Minute auf das U-Boot entkommen ist. Der Kapitänleutnant erhält per Funk den Befehl, ihn zu verhaften, bleibt aber außer der symbolischen Wegnahme der Pistole untätig und will Mellenberg bei Erreichen Japans sogar die Flucht ermöglichen.
Als Gegenspieler wird der Marinerichter Beck gezeigt, der als fanatischer Nationalsozialist unter keinen Umständen den Kampf aufgeben will. Mehrfach versucht er, gegen den General und später auch gegen den Kapitän vorzugehen, kommt jedoch mangels Unterstützung nicht zum Ziel.
In dieser angespannten Situation trifft die Nachricht vom Tod Hitlers ein...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Frank Beyer
Drehbuch Knut Boeser
Musik Oskar Sala
Kamera Witold Sobociński
Schnitt Rita Hiller

Besetzung:

 Ulrich Mühe: Kapitänleutnant Gerber
 Ulrich Tukur: 1. Wachoffizier Röhler
 Kaoru Kobayashi: Fregattenkapitän Tatsumi
 Goro Ohashi: Fregattenkapitän Kimura
 Manfred Zapatka: Geschwaderrichter Beck
 Matthias Habich: General Mellenberg
 Udo Samel: Dr. Falke
 Sylvester Groth: Funker Maschke
 Johannes Herrschmann: LI Silowsky
 Tom Jahn: Koch Riedel
 Thore Seeberg: Führer der U-Boote
 Magne Brekke: Norwegischer Lokführer
 Kiyosho Kodama: Japanischer Minister
 Isao Natsuyagi: Japanischer Vizeadmiral
 Takehiko Ono: Japanischer Staatssekretär
 Lloyd Johnston: Britischer Captain Toynbee
 Paul Herzberg: Britischer Offizier Mayhew
 Barry Bostwick: US-Captain Hawkins

Als Vorlage für diesen Film dient eine wahre Begebenheit, die sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ereignete. Das deutsche U-Boot U 234 vom Typ X sollte im März 1945 eine geheime Fracht, bestehend aus einem zerlegten Düsenflugzeug vom Typ Me 262, Bauplänen, Bauteilen einer V2-Rakete, Blaupausen der wichtigsten Waffenentwicklungen Deutschlands, Quecksilber und 560 Kilogramm Uranoxid, nach Japan bringen.
Der Bordfunker, Wolfgang Hirschfeld, hat während dieser Fahrt trotz Verbots Tagebuchaufzeichnungen geführt und auf dieser Basis 1982 und 1989 die Bücher „Das letzte Boot“ und „Feindfahrten“ veröffentlicht. Der Film nimmt in seinem Abspann allerdings keinen Bezug auf das fast gleichnamige Buch.
Fast alle dramatischen Verwicklungen des Films sind frei erfunden, lediglich der Suizid der japanischen Offiziere ist belegt. Der Kommandant von U 234, Kapitänleutnant Johann-Heinrich Fehler, hat nach der Nachricht vom Kriegsende aus freien Stücken entschieden, die USA anzusteuern, um die britisch-kanadische Kriegsgefangenschaft zu vermeiden. Dabei täuschte er in der Tat eine falsche Position vor, um nicht den nächstgelegenen Hafen in Kanada ansteuern zu müssen, und wurde schließlich von einem US-amerikanischen Zerstörer aufgespürt. Kampfhandlungen oder auch nur -androhungen gab es dabei jedoch nicht.

Fremdsprachen sind in dieser Version nicht wie leider üblich deutsch synchronisiert, sondern deutsch untertitelt.

http://dfiles.eu/files/5ap1jeiah

Dienstag, 1. Oktober 2013

Die junge Sünderin (1960)

Grethe Weiser, Karin Baal

Die junge Sünderin ist ein romantischer Film.

Handlung:

An einem Tag im Jahr 1940 werden im selben Haus die arme Eva und die reiche Carola geboren. Sie werden Freundinnen, und als Evas Vater aus dem Krieg nicht zurückkehrt, wächst Eva bei Carolas Familie auf. Fast erwachsen, jagt Eva, "die junge Sünderin", von einer Liebschaft zur nächsten. Sie beschließt, aus eigener Kraft Reichtum zu erlangen und sich einen Millionär zu angeln...

Regie: Rudolf Jugert
Drehbuch: Maria Osten-Sacken, Peter Berneis
Kamera: Ekkehard Kyrath, Werner M. Lenz
Schnitt: Lilo Schumacher
Musik: Ernst Simon

Darsteller:

Karin Baal Eva Reck
Rudolf Prack Werner Ortmann
Vera Tschechowa Carola
Grethe Weiser Anna Reck
Inge Egger Marthe Ortmann
Rainer Brandt Robert
Lore Hartling Isa Sensbach
Peter Vogel Erich Kolp
Ruth Nimbach Fräulein Werth
Bum Krüger Hehedorn

Karin Baal wuchs auch ohne Vater auf, aber in sozial schwierigen Verhältnissen.

http://dfiles.eu/files/umizlvf55

Sonntag, 1. September 2013

Der Hofrat Geiger (1947)

Maria Andergast, Hans Moser, Paul Hörbiger

Der Hofrat Geiger ist ein Film von Hans Wolff von 1947 nach dem gleichnamigen musikalischen Lustspiel von Martin Costa. Die Uraufführung des Theaterstücks fand 1942 in Prag statt.

Handlung:

Hofrat Geiger und sein Faktotum Ferdinand Lechner, als Ministerialbeamte im Jahr 1938 pensioniert, leben sehr zurückgezogen. Um dem Hofrat das Pensionistendasein zu erleichtern, redet ihm Lechner ein, dass dessen Nachfolger sich in der Materie nicht gut auskennt und ihn um Rat bittet. Zu diesem Zweck „borgt“ sich Lechner alte Akten, die der Hofrat bearbeitet. Aus einem dieser alten Akten erfährt Geiger, dass er mit Marianne Mühlhuber, die er im Sommer 1929 in Spitz an der Donau kennenlernte, eine Tochter hat.

In Spitz fristet Marianne Mühlhuber ein tristes Dasein als Wirtschafterin des heruntergekommen Gasthauses „Blaue Gans“, in die sie der alte Windischgruber seinerseits mit ihrem unehelichen Kind auf Kost und Quartier aufgenommen hat. Die Gäste bleiben aus, die Schulden drücken. Marianne wird von Matthias Pfüller, Bürgermeister, Fleischhauer und Inhaber des „Goldenen Ochsen“ heftig umworben. Ihre Tochter, Mariandl, 17, ist unsterblich in den Hausdiener Hans verliebt. Da Hans „nix ist und nix kann“ und um zu verhindern, dass auch ihre Tochter ein uneheliches Kind zur Welt bringt, versucht die Mutter vergeblich, diese Liebe zu unterbinden...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Hans Wolff
Drehbuch Hans Wolff, Martin Costa (Buchvorlage)
Produktion Willi Forst-Film
Musik Hans Lang
Kamera Rudolf Icsey, Ladislaus Szemte

Besetzung:

 Paul Hörbiger: Franz Geiger
 Hans Moser: Ferdinand Lechner
 Maria Andergast: Marianne Mühlhuber
 Waltraut Haas: Mariandl
 Hermann Erhardt: Matthias Pfüller
 Louis Soldan: Hans
 Josef Egger: der alte Windischgruber

Der Film spielt, obwohl das gleichnamige Theaterstück 1942 entstand, im Jahre 1947, also zwei Jahre nach Kriegsende, zur Zeit der Besatzung und Lebensmittelrationen. Im Vorspann heißt es: Dieser Film spielt im heutigen Österreich, das arm ist und voller Sorge. Doch - haben Sie keine Angst - davon zeigt er Ihnen wenig. Er geht an der Zeit nicht vorbei, er erzählt nur, dass vieles - wenn man will - auch eine heitere Seite haben kann.

 Anschluss 1938: Hofrat Geiger wurde beim Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland so wie andere missliebige Beamte aus seinem Amt entfernt.
 Wiedergutmachung: Geiger will „gutmachen“, was er angestellt hat. Marianne „kann das Wort schon nicht mehr hören“. Auch für Marianne sind die schweren Zeiten mit dem unehelichen Kind nicht einfach durch eine Heirat und finanzielle Sicherheit gutzumachen.
 Tauschgeschäfte: wie in der rauen Wirklichkeit, in der manche Städter ihren Familienschmuck für Schmalz und Milch hingeben mussten, hatte auch Lechner Probleme, die Eier für Geigers Gabelfrühstück zu bekommen.
 Endlose Schlangen vor den Ämtern: ein sich über ein ganzes Jahr hinziehender Amtsweg war auch in der Realität eher die Regel als die Ausnahme.
 Geschlossene Ämter wegen Strom- und/oder Kohlenmangel: ein Abbild der Zeit.
 Dorfkaiser: Pfüller ist der Prototyp des allmächtigen Dorfkaisers, Bürgermeister, Fleischhauer, Gastwirt und Weinbauer, der sich alles erlaubt und seine Machtstellung weidlich ausnützt.

Der Hofrat Geiger war mit der außergewöhnlich hohen Besucherzahl von 2.548.000 bis zum 30. April 1951 der wirtschaftlich erfolgreichste Film der Nachkriegsjahre. Für die Rolle der Marianne Mühlhuber war ursprünglich Christl Mardayn vorgesehen. Für die Film-Debütantin Waltraut Haas bedeutete der Film den Durchbruch zu einer erfolgreichen Karriere. Sie war auf Betreiben von Regisseur Hans Wolff ausgewählt worden und dabei unter anderem der damals allerdings noch wenig bekannten Maria Schell vorgezogen worden. Ihre Gage betrug 1500 Schilling. Das im Film mehrmals intonierte Lied Mariandl war in der Interpretation von Maria Andergast und Hans Lang bereits der erfolgreichste Schlager des Jahres 1947 überhaupt. Der Text dieses Liedes mit dem Reim von „Wachauer Landl“ auf „Mariandl“ stammte von Kurt Nachmann.

http://dfiles.eu/files/9cba8wlbr

Donnerstag, 15. August 2013

Anastasia, die letzte Zarentochter (1956)

Dorothea Wiecks, Lilli Palmer

Anastasia, die letzte Zarentochter ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1956. Er entstand unter der Regie von Falk Harnack und handelt von einer Unbekannten, die im Jahr 1920 in Berlin aus dem Landwehrkanal gezogen wurde und für die russische Zarentochter Anastasia Nikolajewna Romanowa gehalten wurde.

Handlung:

Im Jahr 1920 springt in Berlin eine unbekannte Frau in den Landwehrkanal. Im Krankenhaus weigert sie sich, Namen und Herkunft mitzuteilen. Der behandelnde Arzt stellt im Kopfbereich Narben fest, die möglicherweise von Schlag- und Schussverletzungen stammen, sowie deformierte Füße.

Fräulein Peuthert, die sich zur Untersuchung vorübergehend in der Klinik aufhält, erkennt in ihr die Zarentochter Anastasia wieder und informiert umgehend einige russische Adelige. Baronesse Frau von Pleskau kann die Identität der Unbekannten jedoch nicht bestätigen. Kammerdiener Wolkow jedoch erkennt Anastasia, da diese Einzelheiten über die Zarenfamilie weiß und auch ihn wiedererkennt...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Falk Harnack
Drehbuch     Herbert Reinecker
Produktion     Günter Matern
Musik     Herbert Trantow
Kamera     Friedl Behn-Grund
Schnitt     Kurt Zeunert

Besetzung:

    Lilli Palmer: Die Unbekannte
    Ivan Desny: Cleb Botkin
    Rudolf Fernau: Serge Botkin
    Tilla Durieux: Zarenmutter
    Dorothea Wieck: Großfürstin Olga Romanow
    Ellen Schwiers: Prinzessin Katharina
    Käthe Braun: Frau von Rathleff-Keilmann
    Margot Hielscher: Kronprinzessin Cäcilie
    Otto Graf: Herzog von Leuchtenberg
    Franziska Kinz: Herzogin von Leuchtenberg
    Hans Krull: Friedrich Ernst, Prinz von Sachsen-Altenburg
    Adelheid Seeck: Prinzessin Irene von Preußen
    Fritz Tillmann: Baron von Pleskau
    Alice Treff: Baronesse von Seekendorf
    Erik von Loewis: Baron Valepp
    Susanne von Almassy: Frau Stevens
    Eva Bubat: Gertrud Schanzkowsky
    Berta Drews: Fräulein Peuthert
    Maria Sebaldt: Leichtes Mädchen
    Reinhold Bernt: Landpolizist
    Paul Bildt: Wolkow
    Emmy Burg: Pflegerin Schwarzkopf
    Peter Carsten: Soldat Tschaikowski
    Erika Dannhoff: Frau von Pleskau
    Fritz Eberth: Jurowski
    Kurt Heintel: Kotow
    Lucie Höflich: Frau Bäumle
    Karl Klüsner: Dr. Kersten
    Reinhard Kolldehoff: Fichte
    Stanislav Ledinek: Woroneff
    Robert Meyn: Deutscher Rechtsanwalt
    Marina Ried: Doris Wingender
    Traute Rose: Aufwartefrau
    Edgar Ott: Förster

Mittlerweile haben DNA-Tests bestätigt, dass "Anastasia" die polnische Fabrikarbeiterin Franziska Schanzkowska war, ihr Name wurde im Film schon erwähnt.

Uraufführung war 27. September 1956.

http://dfiles.eu/files/au8449pyd

Sonntag, 11. August 2013

Ave Maria (1953)


Ave Maria ist ein deutsches Melodram von Alfred Braun aus dem Jahr 1953.

Handlung:

Die berühmte Konzertsängerin Karin Twerdy kehrt nach Jahren der Abwesenheit zu ihrer Tochter Daniela zurück. Die hatte sie als Kind in eine Klosterschule gegeben, wo aus Daniela inzwischen eine junge Frau geworden ist. Mit dem Gesang des Liedes Ave Maria in der Kirche lenkt Karin nicht nur Danielas Aufmerksamkeit auf sich, sondern auch die des reichen Industriellen Dietrich Gontard. Sein Sohn Thomas und Daniela sind ein Paar und Dietrich wiederum könnte sich eine Beziehung zu Karin vorstellen. Was er nicht weiß ist, dass Karin schon seit längerem keine Konzertreisen mehr unternimmt, sondern sich ihr Geld unter dem Namen Marita Talland als Sängerin in einem eigenen Nachtlokal in Hamburg verdient. Nun will sie das Lokal verkaufen, um ihr Leben neu zu beginnen.

Sie bricht ihren Urlaub bei Dietrich ab und geht nach Hamburg, um den Verkauf zu regeln. Der Käufer jedoch hält sie hin und so tritt sie an einem Abend entgegen ihrer Vorsätze noch einmal persönlich auf, um das Lokal voll zu kriegen und den Käufer zu einem schnelleren Kauf zu bewegen. Zufällig besucht Dietrich das Lokal und sieht sie als Verführerin auf der Bühne...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Alfred Braun
Drehbuch     Wolf Neumeister, Hans Wendel
Produktion     Ilse Kubaschewski für Divina-Film
Musik     Franz Grothe
Kamera     Werner Krien
Schnitt     Erwin Marno

Besetzung:

    Zarah Leander: Sängerin Karin Twerdy
    Hans Stüwe: Industrieller Dietrich Gontard
    Marianne Hold: Tochter Daniela Twerdy
    Hilde Körber: Schwester Benedikta
    Carl Wery: Dr. Melartin
    Ingrid Pan: Christa Gontard
    Hans Henn: Thomas Gontard
    Hedwig Wangel: Die Oberin
    Charlotte Scheier-Herold: Schwester Luitgard
    Bertha Picard: Schwester Ursula
    Ernst Stahl-Nachbaur: Justizrat Dr. Rieser
    Josef Sieber: Artist Conny
    Hans Stiebner: Hanke
    Berta Drews: Kerstin Melartin
    Elisabeth Wendt: Lisa Nilsson
    Etta Braun: Selma
    Zita Uhl: Schwester Beata
    Ingeborg von Freyberg: Schwester Gundula

Ave Maria wurde bis Mai 1953 am Starnberger See, im Hamburger Hafen und in Finnland gedreht. Die Uraufführung erfolgte am 8. September 1953 in Wattenscheid.

Obwohl Zarah Leander nach Ave Maria weitere Filme drehte, gilt dieser Film gemeinhin als Ende der eigentlichen Filmkarriere Leanders und „typisches Leander-Melodram“. Sie singt im Film die Schlager Ich kenn’ den Jimmy aus Havanna, Wenn die wilden Rosen blüh’n, Wart’ nicht auf die große Liebe sowie das Ave Maria.

http://dfiles.eu/files/eukb9c7yy

Donnerstag, 8. August 2013

Richard Sorge - Spion aus Leidenschaft (2003)


Richard Sorge – Spion aus Leidenschaft ist ein deutsch-japanischer Film über Richard Sorge, ein sowjetischer Kommunist.

Handlung:

Im Oktober 1941 werden in Tokio zwei Männer verhaftet: der deutsche Korrespondent Dr. Richard Sorge und der japanische Journalist Hotsumi Ozaki. Unter Androhung der Todesstrafe bezichtigt man sie der Spionage für die Sowjetunion. Auf Grund der Beweislast des unter Folter erpressten Geständnisses seines Freundes Ozaki bleibt auch Sorge keine andere Wahl als zu gestehen. Während Ozaki sich nicht als Spion sieht, bekennt sich Sorge zur Anklage. Ozakis Motiv war die Verwirklichung seines Traums – die Befreiung der asiatischen Völker vom Kolonialismus ausländischer Großmächte. Richard Sorge dagegen hatten die Kriegserlebnisse als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg zum Kommunisten werden lassen. Für diese Ideologie ist er Spion aus Leidenschaft. Einig aber sind sich beide Männer in dem Glauben, die Welt verbessern zu können.

Rückblickend erinnern sich die Inhaftierten an ihr gemeinsames Wirken im Laufe der vergangenen zwölf Jahre...

Regie    Masahiro Shinoda  
Drehbuch    Robert Mundy, Masahiro Shinoda

Darsteller:

Richard Sorge    Iain Glen   
Hotsumi Ozaki    Masahiro Motoki   
Eugen Ott    Ulrich Mühe   
Helma Ott    Karen Friesicke   
Staatsanwalt Yoshikawa    Kippei Shiina   
Agnes Smedley    Mia Yoo   
Max Clausen    Wolfgang Zechmayer   
Branco Vukelic    Armin Marewski   
Katja    Catherine H. Flemming   
Hanako Miyake    Riona Hazuki   

Deutsche Fernsehfassung.

http://dfiles.eu/files/klychh7b4

Montag, 29. Juli 2013

Die Spaziergängerin von Sans-Souci (1982)


Die Spaziergängerin von Sans-Souci (Originaltitel: La passante du Sans-Souci) ist ein französischer Film aus dem Jahr 1982. Leider ist er Romy Schneiders letzter Film.

Handlung:

Während eines Interviews erschießt Max Baumstein, der angesehene Präsident einer humanitären Hilfsorganisation, den Botschafter von Paraguay. Während der Gerichtsverhandlung wird in Rückblendung von dem jüdischen Jungen Max Baumstein erzählt, wie er zu seiner Gehbehinderung kam und zur Pflege bei dem Ehepaar Wiener unterkommt. Schließlich wanderte er mit Elsa Wiener nach Paris aus, während Michel Wiener noch im Deutschen Reich verweilt, um angeblich seinen Verlag zu verkaufen, jedoch dann verhaftet und zu fünf Jahren Haft in einem Konzentrationslager verurteilt wird...

Stab:

Regie     Jacques Rouffio
Drehbuch     Jacques Kirsner, Jacques Rouffio
Produktion     Artur Brauner, Raymond Danon, Jean Kerchner
Musik     Georges Delerue
Kamera     Jean Penzer
Schnitt     Anna Ruiz

Besetzung:

    Romy Schneider: Elsa Wiener/Lina Baumstein
    Michel Piccoli: Max Baumstein
    Helmut Griem: Michel Wiener
    Dominique Labourier: Charlotte Maupas
    Gérard Klein: Maurice Bouillard
    Mathieu Carrière: Ruppert/Frederico
    Jacques Martin: Marcel
    Wendelin Werner: junger Max
    Marcel Bozonnet: Mercier
    Christiane Cohendy: Helene Nolin
    Pierre Michaël: Me Jouffroy
    Véronique Silver: Präsidentin des Tribunals
    Maria Schell: Anna Helwig

Die Spaziergängerin von Sans-Souci ist der letzte Film mit Romy Schneider. Er trägt im Vorspann die Widmung Für David und seinen Vater. Gemeint sind Romy Schneiders Sohn David, der 1981 tödlich verunglückt war, und dessen Vater, Romy Schneiders geschiedener Ehemann Harry Meyen, der 1979 in Hamburg Selbstmord begangen hatte.
Aufgrund ihres plötzlichen Todes konnte Romy Schneider sich in diesem letzten Film nicht mehr selbst synchronisieren.
Das Chanson d'exil, eine bekannte Melodie aus diesem Film, ist in verschiedenen Besetzungen zu hören: Violine in Begleitung eines Streichensembles, Roma-Ensemble und am Filmende als Lied. Der Liedtext stammt von Jacques Kirsner sowie Micheline Gautron, der Ehefrau des Filmkomponisten Georges Delerue, und wird von der französischen Chansonnière Talila gesungen.

http://dfiles.eu/files/da1cg4dh6

Dienstag, 23. Juli 2013

Anders als du und ich [§ 175] (1957, English subtitles)


Anders als du und ich [§ 175] ist ein bundesdeutscher Film aus dem Jahre 1957 von Veit Harlan.

Handlung:

Der 17-jährige Gymnasiast Klaus Teichmann hat eine enge Beziehung zu seinem Schulfreund Manfred und gerät über diesen in homosexuelle Kreise um den Antiquitätenhändler Dr. Boris Winkler, in dessen Haus junge Männer mit elektronischer Musik und moderner Kunst bekannt gemacht werden. Die Eltern Teichmann sind wegen der homosexuellen Neigungen ihres Sohnes besorgt, und Vater Teichmann stellt eine Anzeige gegen Dr. Winkler. Da gegen diesen aber nichts vorliegt und ihm kein unsittliches Vergehen nachgewiesen werden kann, wird das Verfahren eingestellt.

Mutter Teichmann versucht mittels der hübschen Haustochter Gerda, ihren Sohn wieder auf die rechte Bahn zu bringen...

Altersfreigabe     FSK 18

Stab:

Regie     Veit Harlan
Drehbuch     Felix Lützkendorf
Wissenschaftliche Beratung: Hans Giese
Produktion     Arca-Filmproduktion GmbH (Gero Wecker)
Musik     Erwin Halletz, Oskar Sala
Kamera     Kurt Grigoleit
Schnitt     Walter Wischniewsky

Besetzung:

    Christian Wolff: Klaus Teichmann
    Paula Wessely: Christa Teichmann
    Paul Dahlke: Direktor Werner Teichmann
    Hans Nielsen: Max Mertens
    Ingrid Stenn: Gerda Böttcher
    Friedrich Joloff: Dr. Boris Winkler
    Herbert Hübner: Verteidiger Dr. Schwarz
    Kurt Vespermann: Dr. Schmidt
    Hilde Körber: Frau Glatz
    Gunther Theil: Manfred Glatz
    Paul Esser: Kommissar
    Siegfried Schürenberg: Staatsanwalt
    Peter Nijinski: Carlos
    Otto Graf: Gerichtspräsident
    Hans Schumm: Jugendpsychologe
    Marcel André: Travestiekünstler
    Heinz Lingen: Diener Maurice
    Susanne Paschen: Petra

Die FSK gab den Film, der zunächst unter dem Titel Das dritte Geschlecht eingereicht wurde, in West-Deutschland vorerst nicht frei. Später kam eine veränderte, von der FSK ab 18 freigegebene Fassung mit teils nachgedrehten, teils nachsynchronisierten Szenen in die Kinos. Die neue Fassung trug den Namen Anders als du und ich [§ 175]. In Österreich lief der Film unverändert unter dem alten Arbeitstitel Das dritte Geschlecht.

http://dfiles.eu/files/sghyjnps8

Montag, 22. Juli 2013

Hunde, wollt ihr ewig leben? (1959)


Hunde, wollt ihr ewig leben? ist ein Film unter der Regie von Frank Wisbar nach dem gleichnamigen Roman von Fritz Wöss.

Handlung:

Der junge, nationalsozialistisch geprägte Oberleutnant Wisse hilft der russischen Katja, wird dann im Herbst 1942 als Verbindungsoffizier zu den Rumänen nach Stalingrad versetzt. Die deutschen Truppen haben zwar unter großen Verlusten die Stadt erobert, werden aber bereits von der Roten Armee eingekesselt. Viele der einfachen Soldaten haben erkannt, dass sie dem Gegner chancenlos ausgeliefert sind.

Doch wegen der Befehle von „ganz oben“ glauben die Offiziere unter General Paulus immer noch an einen Sieg. Dank Wisses Fanatismus kann eine Offensive des Gegners nochmal abgeschlagen werden. Doch allmählich erkennt auch er die Aussichtslosigkeit der Lage...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Frank Wisbar
Drehbuch     Frank Wisbar, Frank Dimen, Heinz Schröter
Produktion     Deutsche Film Hansa GmbH & Co. (Alf Teichs)
Musik     Herbert Windt
Kamera     Helmut Ashley
Schnitt     Martha Dübber

Besetzung:

    Joachim Hansen: Oberleutnant Wisse
    Ernst Wilhelm Borchert: Generalfeldmarschall Friedrich Paulus
    Wolfgang Preiss: Major Linkmann
    Carl Lange: General von Seydlitz
    Horst Frank: Feldwebel Böse
    Peter Carsten: Obergefreiter Kraemer
    Richard Münch: Oberstleutnant Kesselbach
    Günter Pfitzmann: Wachtmeister Kunowski
    Sonja Ziemann: Katja
    Gunnar Möller: Leutnant Fuhrmann
    Ernst von Klipstein: General
    Armin Dahlen: Major Stanescu
    Paul Hoffmann: General Codreanu
    Karl John: Generaloberst Hoth
    Alexander Kerst: Kriegspfarrer Busch

Der Titel bedeutet eine Anspielung auf ein Zitat von Friedrich dem Großen. Dieser soll während der Schlacht bei Kolin, die Preußen gegen Österreich verlor, seinen fliehenden Soldaten im Zorn zugerufen haben: „Ihr verfluchten Racker, wollt ihr denn ewig leben?

Das Buch von Fritz Wöss diente wie erwähnt als Namensgeber und bildete die Grundlage für das Drehbuch, das Frank Wisbar zusammen mit Frank Dimen und Heinz Schröter über einen Zeitraum von zwei Jahren nach detaillierten Recherchen und der Auswertung zahlreicher Dokumente entwickelte.

Aus heutiger Sicht kommt der Film mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln aus. Die Außenaufnahmen, in denen Kriegshandlungen, z. B. Panzerschlachten oder Geschützkampf, zu sehen sind, sind weitgehend montiertes Archivmaterial. Für die Filmaufnahmen wurde lediglich eine Panzerattrappe benötigt, die auf einen Traktor montiert worden war. Die Kampfszenen in der Stadt selbst sind das Ergebnis von Studioaufnahmen. Walter Haag zeichnete verantwortlich für die preisgekrönten Studiokulissen, in denen für die Aufnahmen scharf geschossen wurde. Für die Szenen mit Verwundeten hat Wisbar ausschließlich echte Kriegsversehrte als Statisten eingesetzt.

Der Film wurde in und bei Göttingen gedreht.

http://dfiles.eu/files/awbzzk6un

Sonntag, 21. Juli 2013

Kaisermanöver (1954)


Kaisermanöver ist ein österreichischer Spielfilm von Franz Antel aus dem Jahr 1954.

Handlung:

Bei den K.u.k. Kaiserjägern sorgt ein Buch für Unruhe: Die Alteingesessenen beschweren sich über das Buch Kaisermanöver eines anonymen Autors, die Jungen verehren den Mann für seine klare Kritik an überkommenen Strukturen. Was keiner weiß, ist, dass der beliebte Hauptmann Gustl Eichfeld der Autor des Buches ist. Der wiederum liebt die Tochter seines Vorgesetzten von Trattenbach und sie würde ihn jederzeit dem Major von Jurinic vorziehen, der sie verehrt. Von Trattenbach wiederum favorisiert eine Ehe seiner Tochter mit dem Major und ahnt nichts von der Liebe Valeries zu Gustl. Beide müssen sich daher heimlich treffen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Franz Antel
Drehbuch     Jutta Bornemann, Karl Leiter, Gunther Philipp
Produktion     Franz Hoffermann, Erich von Neusser für Hope-Film, Neusser-Film
Musik     Hans Lang
Kamera     Georg Bruckbauer
Schnitt     Arnfried Heyne

Besetzung:

    Rudolf Prack: Hauptmann Gustl Eichfeld
    Winnie Markus: Valerie von Trattenbach
    Hans Moser: Radler
    Hannelore Bollmann: Steffi
    Gunther Philipp: Hauptmann Török
    Walter Müller: Zugsführer Franz Radler
    Josef Meinrad: Pfeifendeckel Wondrasch
    Erik Frey: Major von Jurinic
    Oskar Sima: Feldwebel
    Susi Nicoletti: Gräfin Trangini
    Harry Hardt: General von Trattenbach
    Benno Smytt: Franz Joseph I
    Ilse Peternell: Theres
    Hannerl Melcher

Die deutschsprachige Uraufführung fand am 3. August 1954 im Stuttgarter Universum statt. In Österreich wurde der Film erstmals am 7. September 1954 in Wien aufgeführt.

Erich Meder schrieb mehrere Schlager für den Film, für die Hans Lang die Musik komponierte.

    Ich war einmal ein Pfeiffendeckel – Interpret: Hans Moser
    Jeder Soldat, der hat seine Marie – Interpret: Walter Müller
    Kleines Glück im Winkel – Interpret: Hannelore Bollmann, Walter Müller
    Sonntagslied – Interpret: Gunther Philipp und andere

http://dfiles.eu/files/e628texe5

Freitag, 19. Juli 2013

13 kleine Esel und der Sonnenhof (1958)


13 kleine Esel und der Sonnenhof ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1958. Der Film entstand nach dem Roman Dreizehn alte Esel von Ursula Bruns.

Handlung:

Josef Krapp ist ein Weltenbummler. Einst verließ er seine Frau Martha, um rund um die Welt zu reisen und das Abenteuer zu suchen. Martha kümmerte sich unterdessen um Waisenkinder, die sie in ihrem „Sonnenhof“ unterbrachte. Liebevoll und mit strenger Hand kümmert sie sich um die Kinder. Plötzlich taucht Josef wieder in dem kleinen Dorf auf. Für die Waisenkinder ist er ein Cowboy, der allerhand Geschichten zu erzählen hat. Sie schließen ihn sogleich in ihr Herz. Martha fürchtet jedoch, dass ihr Mann einen schlechten Einfluss auf die Kinder hat...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Hans Deppe
Drehbuch     Janne Furch
Produktion     Gyula Trebitsch
Musik     Martin Böttcher
Kamera     Ekkehard Kyrath
Schnitt     Alice Ludwig

Besetzung:

    Hans Albers: Josef Krapp
    Marianne Hoppe: Martha Krapp
    Karin Dor: Monika
    Gunnar Möller: Walter
    Günther Lüders: Pastor
    Werner Peters: Oberlehrer Karsten
    Joseph Offenbach: Stationsvorsteher Bennekamp
    Robert Meyn: Direktor Ess
    Erna Sellmer: Frau Regierungsrat Steinberger
    Josef Dahmen: Dr. Köster
    Hans Fitze: Bürgermeister
    Carl Voscherau
    Helmut Peine
    Marga Maasberg: Frau Jensen
    Peter-Uwe Witt: Hubert
    Peter Badura: Leo
    Rainer Ehrhardt: Andreas
    Ursula Wolff: Änne
    Isabelle Stumpf: Franziska
    Sabine Schmiedel: Malwinchen
    Lutz Ludwig: Max
    Jost Ludwig: Moritz

Albers hat in dem Film drei Lieder gesungen, die von Martin Böttcher komponiert wurden. Die Liedtexte stammen aus der Feder von Hanns Stani.

Der im Film dargestellte Bahnhof ist der Bahnhof Brest-Aspe an der Bahnstrecke Bremerhaven–Buxtehude.

http://dfiles.eu/files/pgqzubevw

Mittwoch, 17. Juli 2013

Lola rennt (1998, English subtitles)


Lola rennt ist ein Spielfilm des deutschen Regisseurs und Filmproduzenten Tom Tykwer mit Franka Potente und Moritz Bleibtreu in den Hauptrollen. Der Film zeigt dreimal dieselbe Zeitspanne von zwanzig Minuten, jedes Mal mit kleinen Detailunterschieden, die die Handlung jeweils zu einem völlig anderen Ausgang führen (Schmetterlingseffekt in einer Form ähnlich einer Zeitschleife).

Handlung:

Das Haus in der Albrechtstraße im Berliner Bezirk Mitte, in dem die drei Episoden beginnen.

Die Geschichte spielt in Berlin und beginnt mit Lolas Freund Manni, der als Kurier für einen Hehler arbeitet und sie aus einer Telefonzelle anruft. Er hat versehentlich eine Stofftüte mit 100.000 Mark in der U-Bahn liegen gelassen, auch aus der Verwirrung heraus, warum Lola ihn nicht wie abgesprochen abgeholt hat (ihr Mofa wurde gestohlen als sie Zigaretten holen gegangen ist). Er sieht nur noch wie ein Obdachloser das Geld findet. Nun bleiben Manni noch 20 Minuten, bis sein Auftraggeber kommt, um das Geld abzuholen. Das sind auch 20 Minuten für Lola, um ihrem Freund aus der Patsche zu helfen. In der Zeit soll Manni bei der Telefonzelle auf sie warten. Der Zuschauer verfolgt, wie Lola durch die Stadt rennt und versucht, das Geld zu beschaffen. Der Hauptteil des Films besteht aus drei verschiedenen "Läufen", die alle den gleichen Startpunkt haben, sich aber unterschiedlich entwickeln und das Leben der Leute, auf die Lola stößt, auf verschiedene Arten beeinflussen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Tom Tykwer
Drehbuch     Tom Tykwer
Produktion     Stefan Arndt
Musik     Tom Tykwer, Johnny Klimek, Reinhold Heil
Kamera     Frank Griebe
Schnitt     Mathilde Bonnefoy

Besetzung:

    Franka Potente: Lola
    Moritz Bleibtreu: Manni
    Herbert Knaup: Vater
    Ute Lubosch: Mutter
    Nina Petri: Jutta Hansen
    Armin Rohde: Herr Schuster
    Joachim Król: Norbert von Au
    Ludger Pistor: Herr Meier
    Suzanne von Borsody: Frau Jäger
    Lars Rudolph: Herr Kruse
    Julia Lindig: Doris
    Sebastian Schipper: Mike
    Beate Finckh: Casino-Kassiererin
    Heino Ferch: Ronnie
    Marc Bischoff: Der nervöse Polizist
    Monica Bleibtreu: Die blinde Frau

Die Stadtteile, durch die Lola während des Films rennt, liegen nicht auf einer Route, sondern in unterschiedlichen Gebieten Berlins, die man nicht in dieser Reihenfolge ablaufen könnte.

Bei einem Budget von rund 3,5 Mio. D-Mark spielte der Film ca. 7,2 Mio. US-Dollar in den USA ein. Lola rennt ist wahrscheinlich ‚der‘ deutsche Film der späten 90er Jahre. Schnell, pulsierend, dynamisch ist der Thriller, der auf herausragende Weise das Lebensgefühl dieser Zeit einfängt. Tom Tykwer schaffte es mit ‚Lola rennt‘, die deutsche Filmindustrie aus ihrem Schneewittchenschlaf zu wecken und auf dem internationalen Parkett zu beweisen, dass auch Filme ‚made in Germany‘ durch Originalität und Experimentierfreudigkeit glänzen können. Für den Regisseur und seine damalige Lebensgefährtin Franka Potente sollte das Werk, welches auf den Filmfestivals weltweit gefeiert und obendrein zu einer der kommerziell erfolgreichsten deutschen Produktionen im Ausland wurde, den großen Durchbruch bedeuten.

http://dfiles.eu/files/uva6cv53w

Samstag, 13. Juli 2013

Das Leben der Anderen (2006)


Das Leben der Anderen ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2006. Mit seinem Langfilmdebüt gelang dem Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck, der auch das Drehbuch verfasste, ein weltweiter Besuchererfolg. Das Drama stellt den Staatssicherheits-Apparat und die Kulturszene Ost-Berlins in den Mittelpunkt und setzt sich zudem allgemein ernsthaft und kritisch mit der Geschichte der DDR auseinander. Es greift das Thema auf, dass wahre Kunst das Gute im Menschen hervorzubringen vermag und zeichnet die Möglichkeit einer Versöhnung zwischen Opfern und Tätern. In den wichtigsten Rollen sind Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck und Ulrich Tukur zu sehen. Die Produktion entstand mit relativ geringem Budget und unüblich niedrigen Darstellergagen.

Handlung:

Im Ost-Berlin des Jahres 1984 wird der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Kürzel HGW XX/7) damit beauftragt, gegen den Theaterschriftsteller Georg Dreyman in einem „Operativen Vorgang“ belastendes Material zu sammeln. Der als „Staatsschriftsteller“ gefeierte Dramatiker kommt Wiesler verdächtig vor. Er hält den Künstler selbst für beobachtenswert, ahnt aber nicht, aus welchem Motiv Kulturminister Bruno Hempf dieses Vorhaben unterstützt. Hempf möchte Dreyman ausschalten, um dessen unpolitische Lebensgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland, für sich allein zu gewinnen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Florian Henckel von Donnersmarck
Drehbuch     Florian Henckel von Donnersmarck
Produktion     Max Wiedemann, Quirin Berg, Dirk Hamm (Koproduzent)
Musik     Gabriel Yared,
Stéphane Moucha
Kamera     Hagen Bogdanski
Schnitt     Patricia Rommel
Besetzung:

    Ulrich Mühe: Gerd Wiesler
    Sebastian Koch: Georg Dreyman
    Martina Gedeck: Christa-Maria Sieland
    Ulrich Tukur: Anton Grubitz
    Thomas Thieme: Bruno Hempf
    Volkmar Kleinert: Albert Jerska
    Hans-Uwe Bauer: Paul Hauser
    Matthias Brenner: Karl Wallner
    Herbert Knaup: Gregor Hessenstein (Redakteur)
    Marie Gruber: Frau Meineke (Nachbarin)
    Bastian Trost: Häftling 227
    Thomas Arnold: Hempfs Assistent
    Charly Hübner: Udo Leye (Nachtschicht)
    Volker Zack Michalowski: Schriftexperte
    Hinnerk Schönemann: Axel Stigler (Witzerzähler)
    Ludwig Blochberger: kritischer Schüler

Für die Aufnahmen zwischen dem 26. Oktober und dem 17. Dezember 2004 standen lediglich 37 Drehtage zur Verfügung. Die knappe Zeit erlaubte keine Improvisation. Der Regisseur führte das Team höflich, aber hartnäckig fordernd, mit langen Arbeitstagen und kurzen Pausen. Die Macher betonten den hohen Aufwand, den sie für die geschichtliche Authentizität in der Ausstattung trieben: So handle es sich bei der gezeigten Abhörtechnik um originale Stasi-Aufnahmegeräte, an denen viel echtes Leid hafte. Für die Tonaufzeichnung bestand Donnersmarck auf einer alten analogen Nagra; der Tonmeister kopierte sie allabendlich in ein digitales Format um. Gedreht wurde auf 35-mm-Filmmaterial, um eine „Kinoästhetik“ zu erreichen; günstigere digitale Technik kam für die Macher nicht in Frage. Anschließend war der Regisseur sieben Monate mit dem Schnitt beschäftigt, den er zusammen mit der Schnittmeisterin Patricia Rommel in seinem Berliner Büro an einem Avid-Schnittsystem vornahm.

Der Film wurde mit Auszeichnungen überhäuft, darunter der Deutsche Filmpreis 2006 (in sieben Kategorien bei elf Nominierungen), der Bayerische Filmpreis 2006 (in vier Kategorien), der Europäische Filmpreis (in drei Kategorien) und der Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Im begleitenden Filmbuch und im DVD-Audiokommentar gab es Aussagen Mühes und Donnersmarcks, die sich auf eine Stasi-Tätigkeit von Jenny Gröllmann und Gregor Gysi bezogen. Darüber kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen, woraufhin die ursprünglichen Medien nicht mehr vertrieben werden durften.

Hier ist die amerikanische Version.

http://dfiles.eu/files/v87vmwdjj

Samstag, 6. Juli 2013

Die Eroberer der Neuen Welt (2004)


Die Eroberer der Neuen Welt ist ein dramatisierter Dokumentarfilm aus Großbritannien.

Wer waren die Ureinwohner des nordamerikanischen Kontinents und woher kamen sie? Der Dokumentarfilm stellt die gängige Theorie infrage, nach der die die ersten Amerikaner über die zugefrorene Beringstraße von Asien aus nach Amerika eingewandert seien. Archäologische Funde unterstützen ebenso die Annahme verschiedener Wissenschaftler, dass bereits während der Steinzeit Menschen aus Europa die Küsten Amerikas erreichten und von hier aus den amerikanischen Kontinent besiedelten.

Die rekonstruierte Sprache ist deutsch untertitelt.

http://dfiles.eu/files/ycaz7zpq7