Mittwoch, 10. Juli 2013

Nazi-Kollaborateure 07 - Die IRA (2010)


Im Sommer 1936 zeichnete sich eine Umorientierung der bislang vorwiegend auf die Machtergreifung in Südirland fixierten IRA ab. Am 15. August veröffentlichte der "Daily Telegraph" ein Interview mit Séan Russell, dem neuen Stabschef der IRA. Der weitsichtige Russell erkannte die Zeichen der Zeit und erklärte, man werde eine militärische Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und Deutschland auszunutzen wissen. Die Ereignisse der Jahre 1937 und 1938 trieben die Umorientierung voran. Fianna Fáil rückte politisch immer weiter nach rechts und glich sich 1938 mit den Briten aus, so daß die republikanische Bewegung ohne jeden Verbündeten dastand.

Schon am 13. Mai 1937 sprengte ein IRA-Kommando ein britisches Königsstandbild in Dublin in die Luft. Der Besuch des britischen Königspaares in Nordirland wurde Anlaß der ersten großangelegten Terroroffensive in den Six Counties. In Belfast scheiterte ein Bombenanschlag auf die Monarchen. Am 8. Dezember 1938 übertrugen die letzten Überbleibsel des 1921 gewählten Zweiten Dáil, des letzten von der IRA anerkannten irischen Parlaments, alle Exekutivbefugnisse auf die IRA Army Executive, eine Art Politbüro mit 12 Mitgliedern. Diese von der Army Convention gewählte "Regierung" wiederum bestimmte die Mitglieder des Army Council, des IRA-Oberkommandos. In militärischen Dingen operierte das Oberkommando völlig autonom, stellte also die eigentliche Machtzentrale der Untergrundarmee dar. Die IRA schloß sich wieder mit dem politischen Republikanismus zusammen, der nun rasch von ihr absorbiert wurde. Fortan stellte die Army Executive in republikanischen Augen die einzig legitime Regierung Irlands dar.

Russell orientierte die Strategie der IRA neu. Die britischen Kolonialherren sollten nun dort getroffen werden, wo sie am verwundbarsten waren - in England selbst. Hauptziele waren militärische Einrichtungen und die Infrastruktur, wobei Menschenleben möglichst zu schonen waren. Die geplante Offensive erhielt den Namen S-Plan - S wie Sabotage. Schottland und Wales wurden von den Operationen ausgenommen, da deren Bewohner als keltische Brudervölker galten. Eine Minderheit im Oberkommando plädierte dafür, den operativen Schwerpunkt nach Nordirland zu verlegen. Hier hatte jedoch vor allem die IRA-Einheit in Belfast schwere Schläge infolge nachrichtendienstlicher Unterwanderung hinnehmen müssen und befand sich nachhaltig in der Defensive.

Am 12. Januar 1939 ließ die Army Executive dem britischen Außenminister Lord Halifax ein Ultimatum zukommen. Das IRA-"Politbüro" erklärte sich zur einzig legalen Regierung Irlands und forderte den Abzug aller britischen Truppen von der Insel. London wurden vier Tage für die Abgabe einer entsprechenden Absichtserklärung gegeben. Diese erfolgte aus begreiflichen Gründen nicht, und am 16. Januar detonierten sieben Sprengsätze in britischen Kraftwerken, die u.a. London, Manchester und Birmingham mit Strom versorgten. Bis zur Jahresmitte verübte die IRA 127 Anschläge in England (davon 57 in London), wobei es nur zwei Todesopfer gab. Im Juni 1939 verabschiedete das irische Parlament zur Beruhigung der Briten die Offences against the State Act - Militärtribunale und Internierungslager sollten Südirland endlich befrieden. Die Treason Act drohte bei besonders schweren Fällen staatsfeindlicher Untergrundaktivitäten die Todesstrafe an.

Seit Anfang 1939 stand Séan Russell in Verbindung mit Carl Heinz Petersen, dem Irlandkorrespondenten des Deutschen Nachrichtenbüros in Dublin. Das Reichspropagandaministerium begann jedoch erst im Mai mit einer zaghaften Unterstützung der Republikaner, nachdem die Briten eindeutig Stellung für Polen und gegen Deutschland bezogen hatten. Anfang Juni reiste Russell als Sondergesandter der republikanischen Bewegung in die USA. Er versuchte, die Amerika-Iren zum Widerstand gegen die probritische Politik Roosevelts zu mobilisieren. Mittlerweile hatte das RPM durch die Fichte-Gesellschaft Fühlung zur IRA aufgenommen, und auch die deutsche Abwehr trat auf den Plan. James O´Donovan reiste im Sommer dreimal nach Berlin und Hamburg und erhielt Geld und Waffen ausgehändigt. Als Gegenleistung bot er Berlin für den Kriegsfall die Einrichtung eines Funkdienstes an.

Im Juli 1939 traten auch in Großbritannien verschärfte Antiterrorgesetze in Kraft. Als am 25. August eine gegen eine Transformatorenstation in Coventry gerichtete Operation ihr Ziel verfehlte, detonierte der Sprengsatz inmitten einer belebten Straße. Es gab 5 Tote und 70 Verletzte. Die britische Öffentlichkeit war entsetzt, und zur Beruhigung richteten die Briten 1940 mit Peter Barnes und James McCormack zwei Unschuldige hin, was den prodeutschen Gefühlen in Irland Auftrieb gab.

England dämmte die IRA-Kampagne nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mit massiven Polizeimaßnahmen ein, und auch Valera ging gegen die IRA vor, da er sein Land nicht als Aufmarschbasis sehen wollte. Die Bombenkampagne der Republikaner gefährdete die irische Neutralität und konnte einen idealen Vorwand für einen britischen Einmarsch darstellen. Die IRA überzog ihr Konto endgültig, als sie am 23. Dezember 1939 das Armeedepot Phoenix Park/Dublin ausräumte. Bis Kriegsende wurden 6 IRA-Aktivisten hingerichtet, 3 weitere hungerten sich im Gefängnis zu Tode. Irland inhaftierte 500 Republikaner ohne und 600 mit Gerichtsverfahren. Der Höchststand wurde 1943 mit 653 Internierten erreicht.

Der in den USA vom Kriegsausbruch überraschte Russell kehrte im Januar 1940 nach Europa zurück. In Genua ersuchte er den deutschen Generalkonsul, ihn zur Organisation des antibritischen Kampfes nach Irland zu schleusen. Während die Abwehr dem Vorschlag positiv gegenüberstand, warnte Deutschlands Gesandter Hempel aus Dublin, die Briten könnten die IRA-Aktivitäten als Anlaß für eine militärische Besetzung des für den Schutz der transatlantischen Seewege bedeutenden Irland nutzen. Unterstaatssekretär Woermann, Leiter der Politischen Abteilung im Auswärtigen Amt, warnte Reichsaußenminister Ribbentrop, ein Bündnis mit der IRA habe erst Erfolgsaussichten, wenn London in Schwierigkeiten sei. Russell wurde nach Deutschland gebracht und dort vom Sonderbeauftragten Veesenmeyer betreut. Immerhin griff die deutsche Propaganda nach der Hinrichtung von zwei IRA-Aktivisten in Birmingham im Februar das Thema Irland begierig auf.

Abwehrchef Canaris machte sich im Sommer 1940 selbständig und beauftragte Hauptmann Goertz, eine Kooperation mit den Iren einzuleiten. Mit kleinen Yachten und Kuttern wurden wiederholt deutsche Agentenkommandos und Spezialeinheiten der "Brandenburger" nach Irland gebracht. Diese Kommandos steuerten - stets behindert durch mangelnde Landeskenntnis und Dilettantismus - funktechnisch Luftangriffe, befreiten abgesprungene Flieger und sprengten u.a. ein Kraftwerk bei Edinburgh in die Luft. Die Zusammenarbeit mit der IRA gestaltete sich infolge der Eigenwilligkeit der Iren wenig produktiv. Als Lösung wurde der Transport Russells nach Irland angesehen, aber dieser erlag am 14. August 1941 auf der Überfahrt an Bord eines deutschen U-Bootes einem Herzinfarkt. Zu allem Überfluß flog kurz vorher der kommissarische IRA-Stabschef Séan Hayes als britischer Doppelagent auf.

Gegen den Willen des Auswärtigen Amtes wollte die Abwehr Russell nach Irland schleusen, um die IRA zur Unterstützung der irischen Truppen gegen eine etwaige britische Invasion vorzubereiten. Im Falle einer deutschen Landung in England oder Irland sollte die IRA das Landungskorps unterstützen. Ribbentrop unterrichtete jedoch im Spätsommer durch Hempel die irische Regierung, das Reich beabsichtige keinesfalls eine Invasion auf der Insel. Deutschland werde keinerlei Aktionen unternehmen, solange Irland seine Neutralität bewahre. Es gebe auch keine Fünfte Kolonne der Deutschen auf der Insel. Im November verhafteten die Briten den mittlerweile in Nordirland befindlichen Goertz, der unter maßloser Überschätzung seiner Möglichkeiten davon träumte, mit Hilfe der IRA 8000 Mann gegen England zu mobilisieren. Das bedeutete auch das Ende von Planungen, eine deutsche Militärmission zur IRA zu entsenden. Mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 war eine Zusammenarbeit in den Augen der IRA ohnehin als rechtslastiges Abenteurertum diskreditiert. Bis 1944 stellte die deutsche Gesandtschaft in Dublin eine nachrichtendienstliche Drehscheibe des Krieges dar, was letztlich zur völligen Isolation Irlands durch Briten und Amerikaner führte.

http://dfiles.eu/files/z31lctv80

Dienstag, 9. Juli 2013

Nazi-Kollaborateure 06 - Vidkun Quisling (2010)


Vidkun Abraham Lauritz Jonssøn Quisling (* 18. Juli 1887 in Fyresdal; † 24. Oktober 1945 in Oslo) war ein norwegischer Politiker und von 1942 bis 1945 Ministerpräsident von Norwegen.

Vidkun Quisling wurde am 18. Juli 1887 als Sohn eines Pfarrers in Fyresdal in Telemarken geboren. Nach Besuch der höheren Schule wählte er die Offizierslaufbahn. Er zeichnete sich hierbei durch eine überdurchschnittliche Auffassungsgabe aus, verließ die Militärakademie mit dem besten Examen seit Menschengedenken und wurde deshalb schon 1911 in den Generalstab berufen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ging er dann 1918 als Militärattaché nach Petrograd und übernahm 1919 den gleichen Posten auch in Helsinki (bis 1921).

In diesen Jahren konnte er die Entwicklung des Bolschewismus von seinen Anfängen an und auch die Auseinandersetzung mit Finnland verfolgen. Die Verhältnisse in der Sowjetunion berührten ihn derart, daß er einem Ruf Fridtjof Nansens zur Teilnahme an einer Hilfsaktion für die von einer Hungersnot bedrohte Bevölkerung der UdSSR Folge leistete. Während Nansen die Geldmittel sammelte, organisierte Quisling von 1922 - 1926 in der Ukraine die Verteilung der Mittel. Nach Abschluss seiner Tätigkeit erhielt er ein offizielles Dankschreiben der Sowjetregierung. Im Anschluss an diese Tätigkeit war Quisling Vertreter der norwegisch-englischen Wald-Konzessionen in Nordrussland und nach Abbruch der anglo-sowjetischen Beziehungen ab 1927 Legationssekretär an der norwegischen Gesandtschaft in Moskau (von 1927 bis 1929 war er Diplomat in Moskau). Er kehrte 1930 nach Norwegen zurück, worauf ihm jedoch der Wiedereintritt in die Armee verweigert wurde. Daraufhin widmete er sich der publizistischen Bekämpfung des Bolschewismus, dessen Wesen er, wie nur wenige andere, kennengelernt hatte. Seine Hauptschrift war „Russland und wir“. Als sich die Anzeichen einer verstärkten kommunistischen Untergrundarbeit mehrten, wurde Quisling im Mai 1931 als Wehrminister (von 1931-1933 norwegischer Kriegsminister) in das Bauernkabinett Kolstadt berufen. Ein Jahr später trat er dann mit dem Kabinett Hundsleit wieder zurück, nachdem kurz vorher ein Attentat auf ihn verübt worden war.

Am 13. Mai 1933 gründete Quisling die Partei Nasjonal Samling („Nationale Einheit“). Nach der Rettung Norwegens vor einem englischen Überfall im Norwegenfeldzug rief er eine vorläufige Regierung aus, die dann am 25. September durch den Reichskommissar Terboven in eine provisorische Regierung umgewandelt wurde.

Er erklärte zuvor in Berlin, „...daß Absprachen der norwegischen Regierung mit den Engländern über eine mögliche Landung in Norwegen bestünden.“ Im Juni 1940 wurden beim Frankreich-Feldzug in La Charité an der Loire, von deutschen Truppen Geheimakten des französischen Generalstabs erbeutet, die alliierte Pläne für die Schaffung von Fronten in Skandinavien und auf dem Balkan enthielten. Bereits für den 23. März 1940 war ein britischer Vorstoß gegen die norwegische Küste mit anschließender Besetzung geplant gewesen. Endgültig beschloß der Kriegsrat in London am 28. März 1940, den direkten Angriff auf die norwegische Neutralität. Deutschland war durch den „Altmark-Zwischenfall gewarnt und kam dann mit seiner Besetzung des Landes ab 7. April 1940 den Briten, die am 8. April landen wollten, nur um Stunden zuvor.“

Auf Initiative von Josef Terboven wurde er dann am 1. Februar 1942 norwegischer Ministerpräsident.
Vidkun Quisling, Heinrich Himmler, Reichskommissar Josef Terboven, Generaloberst Nikolaus von Falkenhorst bei einer Veranstaltung in Norwegen

Der Begriff „Quisling“ wurde von der englischen Propaganda aus Hass für die Warnung vor dem geplanten englischen Überfall auf Norwegen als Synonym für „Verrat“ verbreitet. Am 15. April 1940 gebrauchte die Londoner „Times“ das Wort erstmals, und wenige Tage später, am 19. April 1940, brachte diese Zeitung bereits einen Leitartikel mit der Überschrift „Quisling is as Quisling does“.

Vidkun Quisling war jedoch weder ein Verräter noch ein Karrierist. Er war ein norwegischer Patriot, dessen einziges „Vergehen“ darin bestand, Deutschland vor der englisch-französischen Landungsabsicht in Norwegen zum Frühjahr 1940 gewarnt zu haben. Nach einer erfolgreichen Landung hätten England und Frankreich dann versucht, Deutschland vom nordschwedischen Eisenerz abzuschneiden, womit auch noch Schweden in den Krieg hineingezogen worden wäre. Quislings Warnung dürfte also dazu beigetragen haben, Schweden das Schicksal einer englischen Okkupation erspart zu haben.

Vidkun Quisling wurde am 24. Oktober 1945 in der Festung Akershus, nach der Invasion Norwegens durch englische Besatzungstruppen, erschossen. Grundlage war unter anderem ein 1944 von der norwegischen Exilregierung beschlossenes Gesetz, das die Mitgliedschaft in der Nasjonal Samling unter Strafe stellte. Von dieser Verfolgung waren rund 90.000 Norweger betroffen, etwa 20.000 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, 25 leitende Nasjonal Samling-Mitglieder, allen voran der Parteiführer, Vidkun Quisling, wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Neben dieser Siegerjustiz fanden aber in der unmittelbaren Nachkriegszeit auch weitere Pogrome statt. Sie richtete sich gegen Menschen, die mutmaßlich enge Kontakte zu Deutschen gehabt hatten. Zu ihnen zählten auch Norwegerinnen, die während des Krieges einen deutschen Freund gehabt hatten und Kinder, die sogenannten Tyskerbarna, bekamen. Außerdem wurden in Norwegen 80 Deutsche verurteilt und 13 hingerichtet.

http://dfiles.eu/files/cd915s0bm

Nazi-Kollaborateure 05 - Dinko Sakic (2010)


Dinko Šakić (* 8. September 1921 in Studenci; † 20. Juli 2008 in Zagreb) wurde 1941 mit 21 Jahren stellvertretender Lagerkommandant des Konzentrationslager Jasenovac. Im April 1944 wurde er Kommandant des Lagers.

Im Jahr 1998 wurde er von Argentinien an Kroatien ausgeliefert. Er wurde im Oktober 1999 vom Zagreber Kreisgericht der Kriegsverbrechen an Zivilisten im Sinne der Anklage für schuldig befunden und zu 20 Jahren Haft verurteilt.

http://dfiles.eu/files/gqkbrdb0z

Nazi-Kollaborateure 04 - Die Legion Wallonie (2010)

 Léon Degrelle

1941 stellte die deutsche Wehrmacht einen Truppenverband in Bataillonsstärke auf, der an der Ostfront unter dem Kommando von Georges Jacobs zum Einsatz kam. Die „Wallonische Legion“ trug zunächst Heeresuniformen mit dem belgischen Wappen auf dem linken Ärmel. Diese verpflichteten sich in der Wehrmacht zunächst für zwei Jahre mit der Option, sich danach weiterzuverpflichten oder die Heimreise anzutreten.

Mit der Vorstellung von einem "Gemeinsamen Europa" schlug Léon Degrelle zunächst Himmler, dann Hitler selbst eine Beteiligung von Wallonen im Rahmen der Wehrmacht vor, unter der Bedingung, dass diese Beteiligung nur im „Osten“, also gegen den Kommunismus zu erfolgen habe.

Mit der Anordnung, sämtliche nichtdeutschen Freiwilligen in die Waffen-SS zu überführen, wurden auch die Reste der an der Ostfront zerschlagenen Wallonischen Legion reorganisiert und – materiell und personell verstärkt – zu einer SS-Sturmbrigade umgebildet. Degrelle wurde zum SS-Sturmbannführer ernannt und übernahm die politische, nicht aber die militärische (das war SS-Obersturmbannführer Lucien Lippert und später SS-Oberführer Karl Burk) Führung der Brigade. Nach verlustreichen Kämpfen wurde die Brigade gegen Kriegsende noch zur 28. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Wallonien” (wallonische Nr. 1) umbenannt, blieb jedoch hinsichtlich der Personalstärke und der Ausrüstung eine Brigade.

Im September 1944 wurde Degrelle Kommandeur der 28. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Wallonien“. Bei Kriegsende entging Degrelle der Gefangennahme durch Flucht nach Spanien. Am 14. Dezember 1945 wurde er in Belgien in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

http://dfiles.eu/files/goyxasvpr

Nazi-Kollaborateure 03 - Unter Arajs Kommando (2010)


Viktors Arājs (* 13. Januar 1910 in Baldone bei Riga; † 13. Januar 1988 in Kassel) war ein lettischer Kollaborateur und SS-Offizier.

Viktors Arājs (deutsche Schreibung Viktor Bernhard Arajs, auch Victors Arājs) wurde in Baldone in den Ostseegouvernements geboren, eines Teils des zaristischen Russlands. Der Name "Arājs" bedeutet im Deutschen der Pflüger. Sein Vater war ein lettischer Schmied, seine Mutter entstammte einer vermögenden baltendeutschen Familie. Arājs besuchte das Gymnasium in Mitau, das er 1930 mit dem Abitur verließ, um als Wehrpflichtiger in der lettischen Armee zu dienen. Arājs studierte ab 1932 Jura an der Universität Lettlands in Riga, beendete sein Studium jedoch nicht. Er war Mitglied der elitären Studentenverbindung „Lettonija“, was ihm nach dem Abbruch des Studiums möglicherweise dabei half, eine Anstellung bei der lettischen Polizei zu finden, wo er bis zum Polizei-Leutnant befördert wurde. Unter Gewaltandrohung musste Lettland 1940 der Stationierung von sowjetischen Truppen zustimmen, welche Lettland am 17. Juni 1940 besetzten.

Am 22. Juni 1941 begann der Krieg Deutschlands gegen die Sowjetunion. Nachdem die Rote Armee Riga vor der heranrückenden Wehrmacht verlassen hatte, übernahm Arājs am 1. Juli 1941 eine verlassene Polizeipräfektur in der Waldemarstraße 19. Die bald darauf unter Führung von Walter Stahlecker und Robert Stieglitz eintreffenden Deutschen führten den lettischstämmigen Übersetzer Hans Dressler mit sich, der Arājs noch aus dessen Zeit vom Gymnasium und von der lettischen Armee her kannte. Dank dieser Bekanntschaft erhielt Arājs die besten Empfehlungen gegenüber den deutschen Besatzern und genoss deren Vertrauen.

Ab dem 4. Juli 1941 verließ sich die deutsche Führung auf die „Sicherungsgruppe Arajs“ (in der Literatur meist Kommando Arajs oder Sonderkommando Arajs). In der nationalistischen Zeitung Vaterland (lett. Tēvija) erschien an diesem Tag ein Aufruf "An alle national denkenden Letten, Donnerkreuzler, Studenten, Offiziere, Schutztruppen und Bürger, die bereit sind, aktiv an der Säuberung unseres Landes von schädlichen Elementen teilzunehmen",[5] sich am Sitz der „Sicherungsgruppe“ in der Waldemarstr. 19 zu melden.

Dem Kommando Arajs gehörten bis zu 1.200 Freiwillige an. Arājs wurde 1942 zum Major der Polizei befördert, 1943 dann zum SS-Sturmbannführer. Der Adjutant von Arājs war der ehemalige lettische Pilot Herberts Cukurs.

Nach der Eroberung Lettlands durch die Rote Armee und der Auflösung seines Kommandos absolvierte Arājs 1945 einen militärischen Kurs in Güstrow und war kurzzeitig Bataillonskommandeur in der 15. lettischen SS-Division.

Arājs war bis 1949 in britischen Internierungslagern und arbeitete danach als Militärkraftfahrer für die britische Militärregierung in Delmenhorst. In Deutschland nahm er den Namen Viktor Zeibots an, wobei ihm die lettische Exilregierung in London behilflich war. Er arbeitete in Frankfurt am Main als Hilfsarbeiter in einer Druckerei.

Arājs wurde am 21. Dezember 1979 vom Landgericht Hamburg für schuldig befunden, die im Großen Rigaer Ghetto lebenden Juden am 8. Dezember 1941 im Wald von Rumbula durch Massenerschießung getötet zu haben. Für gemeinschaftlich begangenen Mord an 13.000 Menschen wurde er mit lebenslänglicher Haft bestraft. Arājs verstarb 1988 in Haft in einer Justizvollzugsanstalt in Kassel.

http://dfiles.eu/files/i3ouz63a5

Nazi-Kollaborateure 02 - Chaim Rumkowski (2010)


Mordechai Chaim Rumkowski (* 27. Februar 1877; † 28. August 1944 oder später im KZ Auschwitz-Birkenau) war während der deutschen Besetzung Polens seit dem 13. Oktober 1939 bis zum 28. August 1944 Vorsitzender des Judenrates im Ghetto Łódź/Litzmannstadt.

http://dfiles.eu/files/3bo37hhpo

Nazi-Kollaborateure 01 - Pierre Laval (2010)


Nazi-Kollaborateure 01 - Pierre Laval ist die erste Folge der weniger historisch als politisch korrekten Reihe Nazi-Kollaborateure. Die Reihe ist eine Übersetzung der britischen Nazi Collaborators.

Pierre Etienne Laval (* 28. Juni 1883 in Châteldon (Auvergne); † hingerichtet 15. Oktober 1945 in Paris) war ein französischer Politiker.

Laval war französisch-arabischer Herkunft und ließ sich nach seinem Studium der Rechtswissenschaften als erfolgreicher Anwalt in Paris nieder. Zunächst schloß er sich den Sozialisten an, trennte sich aber wieder von ihnen und zog 1919 erstmalig in das Parlament ein. Ab 1923 fungierte er als Bürgermeister von Aubevilliers nahe Paris. Seit 1925 mehrfach Minister wurde er 1931/1932 erstmals Ministerpräsident. 1934 übernahm er das Außenministerium und war 1935/36 abermals Regierungschef. Laval trat für einen Ausgleich mit dem Deutschen Reich ein und vertrat Frankreich bei Verhandlungen des Völkerbundes über die Saarfrage. Laval suchte auch eine Annäherung an Italien und die Sowjetunion bei gleichzeitigem Bündnis mit Großbritannien und konsequenter Aufrüstung. Er bewegte die Nationalversammlung dazu, Marschall Pétain nach Frankreichs Niederlage alle Vollmachten zu übertragen und war 1940 sowie ab 1942 Ministerpräsident der Vichy-Regierung. Nach dem Krieg wurde er wegen Hochverrats und Kollaboration in einem Schauprozeß zum Tode verurteilt, nahm vor der Vollstreckung Gift, wurde wiederbelebt und dann erschossen. Den ihm angebotenen Stuhl lehnte er mit den Worten ab: „Ein Ministerpräsident von Frankreich stirbt aufrecht“. 1948 erschienen in Genf seinen Erinnerungen, herausgegeben von seiner Tochter Gräfin J. de Chambrun.

http://dfiles.eu/files/krqq4rwos

Sonntag, 7. Juli 2013

Carnuntum - Weltstadt im Land der Barbaren (2006)


Der römische Offizier und Historiker Velleius Paterculus berichtete im Jahre 6 nach Christus, dass ein unter dem Feldherrn Tiberius stehendes römisches Heer sein Winterlager im keltischen Königreich Noricum errichtete. Der genaue Ort der Niederlassung wird als "Carnuntum" bezeichnet. Das war die Geburtsstunde der legendären, römischen Großstadt im "Land der Barbaren", später auch als Klein-Rom an der Donau bezeichnet.

http://dfiles.eu/files/7e3afognq

Samstag, 6. Juli 2013

Die Eroberer der Neuen Welt (2004)


Die Eroberer der Neuen Welt ist ein dramatisierter Dokumentarfilm aus Großbritannien.

Wer waren die Ureinwohner des nordamerikanischen Kontinents und woher kamen sie? Der Dokumentarfilm stellt die gängige Theorie infrage, nach der die die ersten Amerikaner über die zugefrorene Beringstraße von Asien aus nach Amerika eingewandert seien. Archäologische Funde unterstützen ebenso die Annahme verschiedener Wissenschaftler, dass bereits während der Steinzeit Menschen aus Europa die Küsten Amerikas erreichten und von hier aus den amerikanischen Kontinent besiedelten.

Die rekonstruierte Sprache ist deutsch untertitelt.

http://dfiles.eu/files/ycaz7zpq7

Freitag, 5. Juli 2013

Apokalypse in der Steinzeit (2010)


Apokalypse in der Steinzeit zeigt wie die Menschheit angeblich fast ganz ausgerottet wurde.

Vor etwa 67.500 bis 75.500 Jahren ereignete sich dort, wo sich heute auf der Insel Sumatra der Toba-See befindet, ein Vulkanausbruch ungeheuren Ausmaßes. Auf einen Schlag wurde die Energie von einer Teratonne TNT freigesetzt. Die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt waren dramatisch. Diese Dokumentation zeichnet den Verlauf und die Nachwirkungen der Toba-Katastrophe nach und wagt einen Ausblick in die Zukunft: Was würde ein ähnlich starker Vulkanausbruch in der dicht besiedelten und global vernetzten Welt von heute anrichten?

Übersetzung eines amerikanischen Dokumentarfilms.

http://dfiles.eu/files/kk6haghjh

Dienstag, 2. Juli 2013

Die Entstehung der Welt - Vom Urknall bis heute (2011)


Die Entstehung der Welt - Vom Urknall bis heute skizziert die 14 Milliarden Jahre alte Vergangenheit des Universums, der Erde und der Menschheit aus einer neuen Perspektive. Wie sind Festland, Inseln und Berge entstanden? Wie entwickelten sich die ersten Lebensformen, der Mensch und all die verschiedenen Pflanzen- und Tierarten? Welche kulturellen Entwicklungen durchlief die Menschheit bis zur modernen Gesellschaft? Experten aus Astrophysik, Chemie, Biologie, Paläontologie und Anthropologie geben die Antworten. Beeindruckende Bilder, aufwendige Computeranimationen und die unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven erwecken die Entstehungsgeschichte der Erde zu neuem Leben. Sie zeigen die erstaunliche Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Kosmische Energien, die beim Urknall entstanden sind, beeinflussen in faszinierender Weise auch heute noch das Leben unseres blauen Planeten.

Deutsche Übersetzung eines amerikanischen Dokumentarfilms. Schöne Bilder ohne Tiefgang, wie üblich bei HISTORY.

http://dfiles.eu/files/886mpd2f4

Montag, 1. Juli 2013

Das Kind der Donau (1950)


Kind der Donau ist ein österreichischer Musikfilm von Georg Jacoby aus dem Jahr 1950. Es war der erste österreichische Farbfilm. In Deutschland lief der Film auch unter dem Verleihtitel Das Kind der Donau.

Handlung:

Die drei Freunde Georg, Heinrich und Oskar ziehen an der Donau entlang und suchen eine Bleibe für den Sommer. Nachdem ein ums andere Mal weder Vermieterin noch Zimmerpreis ihren Vorstellungen entsprechen, lässt sich Schriftsteller Georg allein auf ein altes Donauschiff übersetzen, das verlassen scheint. Heinrich und Oskar kehren währenddessen in eine unweit gelegene Gaststätte ein, in der sie die junge Marika tanzen sehen und ihren Liedern lauschen. Beide planen bereits, aus ihr einen Star zu machen, ist der eine doch Schlagertexter und der andere Bühnenbauer.

Georg hat unterdessen auf dem Kahn ein Bett gefunden und wundert sich, als nachts mit einem Mal Marika vor ihm steht und ihn unsanft weckt. Sie lebt auf dem Schiff, das einst ihrem Vater gehörte. Sie weist Georg in die kleine Kabine, in der der Freund ihres verstorbenen Vaters, Christoph, früher nächtigte. Georg und Marika verstehen sich gut, bis Georg eines nachts wegbleibt und erst am frühen Morgen zurück auf das Schiff kommt. Während Marika denkt, er sei bummeln gewesen, hat sich Georg in Wirklichkeit bei einer Zeitung beworben und wurde in die Nachtschicht zum Zeitungsverpacken eingeteilt. Er plant, Marika mit dem Geld ihren größten Traum zu erfüllen: das Schiff wieder flott zu kriegen und wie früher die Donau entlang fahren zu können...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Georg Jacoby
Drehbuch     Friedrich Schreyvogel, Georg Jacoby
Produktion     Karl Brenneis für Nova-Film, Wien-Film
Musik     Nico Dostal
Kamera     Walter Riml, Hanns König
Schnitt     Paula Dworak, Leontine Klicka

Besetzung:

    Marika Rökk: Marika
    Fred Liewehr: Georg
    Harry Fuß: Heinrich
    Fritz Muliar: Oskar
    Joseph Egger: Christoph
    Annie Rosar: Frau Kovacs
    Helli Servi: Edith
    Nadja Tiller: Schauspielerin
    Erich Auer: Tenor
    Karl Skraup: Redakteur

Kind der Donau wurde 1949 im Wiener Atelier Rosenhügel und in Linz gedreht. Das Atelier Rosenhügel stand zu dieser Zeit unter sowjetischer Generaldirektion und Kontrolle.

Zum Teil wurde für den Film Material genutzt, das noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs 1944 aufgenommen wurde. Die Uraufführung des Films fand am 18. August 1950 in Wien statt. In der BRD lief der Film am 24. Februar 1951 an.

Der Film wurde in Agfacolor gedreht und war der erste Farbfilm der österreichischen Filmgeschichte. Marika Rökk hatte bereits im ersten deutschen Farbfilm Frauen sind doch bessere Diplomaten die Hauptrolle innegehabt.

Die Filmmusik stammte von Nico Dostal, die Liedtexte schrieb Erich Meder. Begleitet wurden die Titel von den Wiener Symphonikern. In Tanzszenen sind Mitglieder des Wiener Staatsopernballetts zu sehen.

http://dfiles.eu/files/ryhckf9p9

Freitag, 28. Juni 2013

Die Kronzeugin (1972)



Die Kronzeugin zeigt eine reflektierende Zita, die letzte österreichische Kaiserin und Königin von Ungarn.

Wer war diese Zita? Hier die nüchternen Lebensdaten: Zita wurde als 5. von 12 Kindern geboren, Tochter des Herzogs Robert von Bourbon-Parma und seiner Frau Maria Antonia, wuchs abwechselnd in Österreich und Italien auf, inmitten der großen Familie, genoss eine intensive Ausbildung (Klosterschule in Zangberg/Bayern) und wurde mehrsprachig, kosmopolitisch und streng katholisch erzogen, - in ihrer Erinnerung eine glückliche Kindheit. Studien in Sprachen und Musik auf der Insel Wight vervollständigen ihre Ausbildung. Sie heiratete 1911 Karl Franz Joseph, einen Großneffen des österreichischen Kaisers Franz Joseph. 1912 wurde der 1.Sohn geboren, der spätere Otto von Habsburg. Zita übernahm 1916 ihrer Auffassung gemäß die ihr aufgetragene Verantwortung als Monarchin, nicht nur als Beraterin ihres Mannes.

Zita versuchte 1917 zusammen mit ihrem Mann, Karl I. von Österreich, durch geheime Verhandlungen mit den Alliierten einen Separat-Friedensabschluss zu erreichen und den ersten Weltkrieg auf diese Weise vorzeitig zu beenden - als „Sixtus-Affäre“ in die Annalen eingegangen. Beide hatten sich ein eigenes Bild von den Schrecken des Krieges verschafft - Karl bei Besuchen an der Front, Zita im unermüdlichen Einsatz in Lazaretten. Karl wurde von seinen Anhängern als „Friedenskaiser“ bezeichnet, Zita wurde diffamiert - entweder als Französin oder als Italienerin beschimpft und so mit den „Erzfeinden“ identifiziert. Karl I. musste sich 1919 aus der Regierung zurückziehen, dankte formal jedoch nicht ab und ging mit seiner Familie ins Exil. Damit waren beide von der politischen Bühne verschwunden, auch wenn Karl weiter unbeirrt versuchte, für die österreichische Unabhängigkeit vom Deutschen Reich einzutreten. Beide unternahmen 1921 einen abenteuerlichen Versuch, in Ungarn die „verfassungsmäßige Ordnung“ (d.h. die 1000-jh. des hl. König Stephan) wieder herzustellen, Karl scheiterte endgültig und starb ein Jahr später. Zita blieb zurück als Witwe mit acht kleinen Kindern, das Jüngste nach dem Tod ihres Mannes im Exil. Zita war fortan in der Öffentlichkeit nur noch schlicht gekleidet und in Schwarz zu sehen.

Sie lebte bis 1929 in Spanien, danach 11 Jahre in Steenockerzeel bei Brüssel. Die Kinder gingen zur Schule, Otto nahm sein Studium an der Universität Löwen auf - eine sorgenfreie Zeit, bis im Mai 1940 die Invasion der Deutschen die Familie zur Flucht zwang. Die ‘Reise’ endete schließlich in Quebec, Kanada.

Zitas intensiver Einsatz für Österreich begann jetzt erst richtig. Sie kämpfte um die Wiedererrichtung eines unabhängigen Österreichs und knüpfte an ihre „stille Diplomatie“ seinerzeit an: u.a. mehrmalige Treffen mit Präsident Roosevelt. Sie erreichte die Aufnahme Österreichs in die Liste der zu befreienden oder wieder zu errichtenden Ländern nach einem Sieg über Hitler. Nach Kriegsende ging Zita in USA und Kanada auf große „Betteltour“, um Geld und Lebensmittel für ihre Landsleite zu sammeln. Aber sie verstand es auch, den heranwachsenden Kindern ihre politischen Werte zu vermitteln und sie einzubeziehen in ihre Aktivitäten. Mehrere, besonders Adelhaid, übernahmen später Verantwortung in sozialen Berufen.

1953 kehrte Zita zunächst nach Luxemburg zurück, wo sie ihre kranke Mutter pflegte, 1962 siedelte sie in das Johannesstift Zizers/Graubünden über. Nur 1982 durfte sie in die Republik Österreich einreisen, ohne die ursprünglich geforderte Verzichterklärung auf den österreichischen Thron abzugeben. Noch zur Beerdigung ihrer Tochter Adelhaid 1971 war ihr die Einreise verwehrt worden. Jetzt besuchte sie mehrere der geschichtsträchtigen Orte, wurde bejubelt, genoss das Bad in der Menge und konnte sich noch einmal als Landesmutter fühlen. Die letzten Lebensjahre verbrachte sie hellwach, interessiert am Zeitgeschehen, aber immer mehr erblindend. Sie starb 1989 in Zizers, betrauert von einer großen Familie und von vielen ehemaligen „Landeskindern“, wurde im Stephansdom aufgebahrt und in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt.

http://dfiles.eu/files/8od1esmb4

Montag, 24. Juni 2013

Bambule (1970)


Irene (Dagmar Biener) tut und sieht aus wie Ulrike!

Bambule ist ein deutsches Fernsehspiel aus dem Jahr 1970; Regie führte Eberhard Itzenplitz, das Drehbuch stammte von Ulrike Meinhof. Die Ausstrahlung des Films war für den 24. Mai 1970 in der ARD geplant, wurde nach der Beteiligung der Drehbuchautorin Ulrike Meinhof an der Befreiung von Andreas Baader am 14. Mai aber abgesetzt. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Film und der Geschichte der RAF sind unübersehbar.

Stab:

Regie     Eberhard Itzenplitz
Drehbuch     Ulrike Meinhof
Produktion     Dieter Waldmann
Musik     Rolf A. Wilhelm
Kamera     Ulrich Burtin
Schnitt     Helga Brüning

Besetzung:

    Petra Redinger: Iv
    Christine Diersch: Monika
    Dagmar Biener: Irene
    Barbara Schöne: Heidi
    Antje Hagen: Frau Lack
    Marlene Riphahn: Frau Timm
    Hansi Jochmann: Karin
    Ursula Diestel: Irenes Mutter

Ulrike Meinhof sollte den fertigen Film bis auf ein paar Szenen nie zu sehen bekommen. Die Journalistin verschwand nach der Befreiung Andreas Baaders im Untergrund. Bambule ist 1994, also mit 24 Jahren Verspätung, erstmals in den dritten Programmen der ARD gezeigt worden.

http://dfiles.eu/files/2glvmwto5

Dienstag, 18. Juni 2013

1914-18 - Europa in Schutt und Asche (2008)


1914-18 - Europa in Schutt und Asche schildert in seinen Erzählungen die Entstehung und den Gang des WW1 aus Sicht eines einfachen französischen Soldaten. Ob diese Geschichte rein fiktiv ist, oder aus Soldatenbriefen erstellt wurde, ist mir nicht bekannt, aber es verdeutlicht einfach viel eher die Schrecken, denen die jungen Männer an den Fronten ausgesetzt waren. Hier geht der Regisseur auch in der Reihenfolge der Ereignisse in den Jahren 1914 bis 1918 historisch korrekt vor. Jedes Jahr bekommt ein eigenes Kapitel. Die Originalaufnahmen aus der damaligen Zeit wurde zudem großteils nachcoloriert, und sind somit zum ersten Mal in Farbe zu sehen. Auf Doku-typische Interviews oder Sprecher wird verzichtet. Alleine die Stimme des Soldaten führt durch den Film.

Diese Dokumentation des renommierten Journalisten und Dokumentarfilmers Jean-François Delassus versucht das Unerklärliche zu erklären: Wie konnten Millionen von Männern vier Jahre lang die unglaubliche Härte des Lebens in den Schützengräben ertragen, Jahreszeit für Jahreszeit, Tag für Tag, Nacht für Nacht? Wie konnten sie die Vorstellung des fast sicheren Todes akzeptieren, wenn sie den genauen Grund, warum sie kämpften, nicht einmal benennen konnten? Delassus und die Historikerin Annette Becker stellen eine provokante These zur Diskussion: Der 1. Weltkrieg wurde durch allgemeines und wechselseitiges Einverständnis aufrecht erhalten.

http://dfiles.eu/files/1udqmtad5

Freitag, 14. Juni 2013

Wer fuhr den grauen Ford? (1950)


Wer fuhr den grauen Ford? ist eine 1950 gedrehte Verfilmung eines tatsächlichen Postraubs. Die Produktion war die einzige Regiearbeit von Otto Wernicke, der mitspielt als Kriminalkommissar Thieme.

Handlung:

Die Handlung spielt im Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in der Zeit kurz vor Gründung der Bundesrepublik. Penny, Heiner und der „Chef“, drei junge Männer, die noch aus Soldatenzeiten in der Wehrmacht miteinander befreundet sind, betreiben eine Spedition. Diese dient jedoch lediglich zur Tarnung ihrer kriminellen Taten. Regelmäßig werden auf den noch leeren Autobahnen Lkw der Großhändler durch (im Film am Anfang gezeigtes) „Lkw-Springen“ ausgeraubt und die erbeutete Ware verkauft.
Als Penny sich in die Buchhändlerin Renate Münster verliebt, entschließt er sich, aus der Bande auszusteigen. Obwohl der „Chef“ ein gewisses Verständnis für Penny hat, will er ihn nur gehen lassen, wenn er zuvor bei einem letzten, spektakulärem Überfall mitmacht. Der Raubüberfall auf Postgelder, die mit einem Lkw befördert werden, wird perfekt geplant und mit Hilfe eines gestohlenen grauen Fords durchgeführt...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Max Diekhout, Otto Wernicke
Drehbuch     Otto Wernicke, Kurt Joachim Fischer
Produktion     Pfeiffer Filmproduktion (Produktionsleiter: Karl Ritter)
Musik     Emil Ferstl
Kamera     Paul Pfeiffer
Schnitt     Walter Boos

Besetzung:

    Otto Wernicke: Kriminalkommissar Thieme
    Ruth Hambrock: Renate Münster
    Erich Schulz : Peter „Penny“
    Ursula Herking: Hertha Sattler, Kriminalassistentin
    Til Kiwe: Polizeirat Proske
    Hilde Sessak: Kellnerin bei Edu Schröder
    Marianne Gerzner: Rosl
    Günther Erich Marsch: Jonny Dempf
    Wolfgang Neuss: Uwe Lauterbach „Chef"
    Dieter Sommer: Franz Heiner
    Walter Vits-Mühlen: Nelson, US-Kriminalkommissar
    Walter Pott: Edu Schröder, Wirt
    Abi von Haase: Gillhausen, Kriminalassistent

Der Film basiert auf einem tatsächlich ausgeführten Postraub aus dem Jahr 1949 in Mannheim. Dieser Überfall wurde von Günther Hörner, einem der größten Gauner der frühen Nachkriegszeit und seinen Mitstreitern, den Gebrüdern Stuck, Peter Breuning und Robert Panko alias „Knabenschuh“ begangen. Bei diesem Postraub, der im Film fast komplett nach den Tatsachen dargestellt wurde, wurden tatsächlich "nur" 160.000 Mark erbeutet, was nach damaligen Verhältnissen aber immer noch eine gigantische Summe war und somit in ganz Westdeutschland für Aufsehen sorgte. Da der Postraub so erfolgreich begangen wurde und Begehensweisen der sonst eher in den USA tätigen Gangsterbanden benutzt wurden, vermutete der im besetzten Deutschland zuständige US-Major von der Criminal-Investigation-Division der Besatzungstruppe, die Täter könnten eigentlich nur aus dem für seine Gangster berühmten Chicago und somit aus der Besatzungsarmee stammen. Zusätzlich hatten die Täter zuvor in Zwingenberg (Bergstraße) den roten Chevrolet eines US-Leutnants als Fluchtfahrzeug gestohlen. Weil dieser Wagen aber eine Panne hatte, stahlen sie demselben Leutnant ein paar Tage später seinen grauen Ford Modell 48 mit US-C-Kennzeichen der Besatzungstruppen. In diesem Ford warteten die Täter, die durch einen Informanten genau über den Zeitplan des Geldtransportes und die Summe des transportierten Geldes informiert waren, vor dem Postamt am Mannheimer Hauptbahnhof. Als der Geldtransporter um die Ecke der Schloßstraße bog, schnitten die Posträuber ihm mit dem grauen Ford den Weg ab und zwangen ihn so zum Anhalten. Sie bedrohten die Beamten mit ihren amerikanischen Pistolen und entrissen ihnen die Geldsäcke. Eine sofortige Verfolgung blieb zunächst wirkungslos, der Fluchtwagen wurde später leer und vermeintlich ohne Spuren aufgefunden, nicht weit von der Stelle, wo zuvor der rote Chevrolet abgestellt wurde. Panko wurde 1950, kurz nach seinem 22. Geburtstag, zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

http://dfiles.eu/files/qufp773f0

Donnerstag, 13. Juni 2013

Drei Mann in einem Boot (1961)


Drei Mann in einem Boot ist eine Filmkomödie von Helmut Weiss aus dem Jahr 1961. Das Drehbuch wurde von dem gleichnamigen Roman von Jerome K. Jerome inspiriert. Neben dem Kerngenre Filmkomödie lässt sich der Film auch dem Schlagerfilm und dem Roadmovie zuordnen.

Handlung:

Die beiden Lebemänner und Werbestrategen Harry Berg und Jo Sommer halten sich zum Ausspannen am Bodensee auf. Während Jo versucht, mit der jungen Frau Grit aus seinem Hotel anzubandeln, braucht Harry dringend Urlaub von seiner Ex-Freundin Julischka, genannt Jule. Die taucht allerdings unvermittelt auf und nimmt Harry mit ihren Launen sogleich in Beschlag, woraufhin er und Jo beschließen ein Motorboot zu kaufen und raus auf den Bodensee zu flüchten.

Der Kunsthändler Georg sucht derweil Ruhe und Ausgleich beim Angeln, da er von seiner Frau genervt und davon gestresst ist, dass sich seine Tochter Grit „mit jungen Männern herumtreibt“. Seine Frau Carlotta versucht ihn vom Angelsteg weg und hin zu öffentlichen Anlässen zu locken. Als er ihr entrinnen kann und mit seinem Anglerkollegen in einer Kneipe sitzt, belauscht er den Bootskauf von Harry und Jo. Um sich ihnen anzuschließen bietet er sich ihnen als Smutje an. Die drei Männer stechen in See, wobei Harry und Georg ihren Frauen nichts davon erzählt haben...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Helmut Weiss
Drehbuch     Wolf Neumeister
Produktion     Alfred Stöger, Kurt Ulrich
Musik     Werner Müller
Kamera     Sepp Ketterer
Schnitt     Wolfgang Wehrum

Besetzung:

    Walter Giller: Graphiker Jérome „Jo“ Sommer
    Heinz Erhardt: Kunsthändler Georg Nolte
    Hans-Joachim Kulenkampff: Werbetexter Harry Berg
    Susanne Cramer: Betje Ackerboom, „Steuermann“ auf der Bertha
    Ina Duscha: Grit Nolte
    Loni Heuser: Carlotta Nolte
    Josef Sieber: Kapitän Ackerboom
    Ida Boros: Julischka von Wendorf
    Bum Krüger: Melman
    Willy Reichert: Mägele
    Sepp Rist: Guggenmos
    Rolf Wanka: Dr. Flüeli

Die Romanvorlage wird nicht nur im Vorspann („unter freier Verwendung des weltbekannten Romans von Jerome K. Jerome“) erwähnt, sondern auch von den drei Hauptfiguren während ihres ersten Treffens namentlich mit dem vollen Titel "Drei Mann in einem Boot, vom Hunde ganz zu schweigen" genannt.

http://dfiles.eu/files/o160dmc4g

Dienstag, 11. Juni 2013

Alraune (1952)


Alraune ist ein deutscher Horrorfilm aus dem Jahr 1952. Der Film basiert auf dem 1911 erschienenen Roman Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens von Hanns Heinz Ewers. Es ist die sechste und letzte Verfilmung des Romans.

Handlung:

Der junge Medizinstudent Frank Braun verliebt sich in Alraune, die angebliche Tochter seines Onkels Professor Jakob ten Brinken. Als sein Onkel von der Beziehung erfährt, offenbart er seinem Neffen, dass Alraune kein natürlicher Mensch, sondern das Produkt eines wissenschaftlichen Experiments sei, bei dem die Erbanlagen eines Doppelmörders und einer Prostituierten gekreuzt worden seien...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Arthur Maria Rabenalt
Drehbuch     Kurt Heuser
Produktion     Günther Stapenhorst
Musik     Werner Richard Heymann
Kamera     Friedl Behn-Grund
Schnitt     Doris Zeltmann

Besetzung:

    Hildegard Knef: Alraune
    Erich von Stroheim: Professor Jacob ten Brinken
    Karlheinz Böhm: Frank Braun
    Harry Meyen: Graf Geroldingen
    Rolf Henniger: Wolf Gontram
    Harry Halm: Dr. Mohn
    Hans Cossy: Mathieu, der Kutscher
    Gardy Brombacher: Lisbeth, Dienstmädchen
    Trude Hesterberg: Fürstin Wolkonska
    Julia Koschka: Olga
    Denise Vernac: Mademoiselle Duvaliere, Gouvernante
    Arno Ebert
    Willem Holsboer

Die Bildqualität ist sehr gut.

http://dfiles.eu/files/q21se2te4

Montag, 10. Juni 2013

Kaiserball (1956)


Kaiserball ist ein österreichischer Film des Regisseurs Franz Antel aus dem Jahr 1956 mit dem Traumpaar Sonja Ziemann und Rudolf Prack.

Handlung:

Prinzessin Christine zu Schenckenberg-Nürtlingen soll sich gemäß dem Familienrat mit dem Reichsgraf von Hohenegg verloben, eine Verbindung, welche durch Vermittlung des Erzherzogs Benedikt zustande gekommen ist, der in früherer Zeit mit der Mutter der Prinzessin befreundet war.

Zu diesem Zweck reist sie mit ihrer Mutter nach Bad Ischl, wo ihr designierter Ehemann mit dem Erzherzog weilt, da dieser in Vertretung für seine Majestät den jährlichen "Kaiserball" eröffnen soll. Allerdings verliebt sie sich dort in den preußischen Grafen Nicolaus von der Görzen, der mit seinen Freunden ebenfalls in Ischl weilt und ein enger Freund des Reichsgrafen von Hohenegg ist.

So wie sich Christine in den Grafen von der Görzen verliebt, so verliebt sich auch der Reichsgraf in eine andere Frau - in eine Näherin aus Wien...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Franz Antel
Drehbuch     Karl Leiter, Jutta Bornemann
Produktion     Frank Hoffmann
Musik     Johannes Fehring, Hans Lang, Heinz Musil, Lothar Olias (als Lotar Olias)
Kamera     Hans Heinz Theyer
Schnitt     Arnfried Heyne (als Arnd Heyne)

Besetzung:

    Sonja Ziemann: Franzi
    Rudolf Prack: Reichsgraf Georg von Hohenegg
    Hannelore Bollmann: Prinzessin Christine
    Maria Andergast: Fürstin zu Schenckenberg
    Hans Moser: Portier Rienössl
    Jane Tilden: Gräfin Reichenbach
    Ilse Peternell: Direktrice
    Bully Buhlan: Graf Nicolaus von der Görzen
    Hans Olden: Erzherzog Benedikt
    Rolf Olsen: Richard Müller
    Paul Löwinger: Portier Bichler
    Thomas Hörbiger: Willi
    C. W. Fernbach: Offizier
    Raoul Retzer: Kriminalkommissär

http://dfiles.eu/files/g7406map7

Sonntag, 9. Juni 2013

Hindenburg (2013)


Der 90-minütige Film Hindenburg arbeitet den Menschen Hindenburg heraus, seit frühester Jugend streng preußisch-militärisch geprägt, für breite Bevölkerungsschichten in der Weimarer Republik eine Vaterfigur. Das spiegelt sich wider in den Erinnerungen Hubertus von Hindenburgs, des Enkels des Reichspräsidenten. In dem Film beschreibt er ihn als liebevollen Großvater, dem das Familienleben sehr wichtig war. Auch in der Gegenwart des als rastlos geltenden „Reise-Kaisers“ Wilhelm II. wirkt der stattliche Hindenburg in Filmaufnahmen geradezu wie ein Ruhepol und wie die eigentliche Autorität.

Mit Hilfe von Historikern wie Hindenburg-Biograf Wolfram Pyta kommt Weinert zu dem Urteil, dass der General bis Stunden vor seinem Tod am 2. August 1934 „bei klarem Verstand“ war. Nur einen Monat zuvor hatte Hindenburg die von Hitler veranlassten Mordaktionen im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches ausdrücklich verteidigt. „Das ist richtig so. Ohne Blutvergießen geht es nicht“, sagte er. An Hitler schickte er ein Glückwunschtelegramm.

http://dfiles.eu/files/vxh7xka8q

Freitag, 7. Juni 2013

Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern (1970)


Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern ist eine deutsche Filmkomödie des Regisseurs Rolf Olsen, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle übernahm Heinz Erhardt. Die Uraufführung fand am 26. November 1970 im Ufa-Theater in Hannover statt.

Handlung:

Willi Hirsekorn und seine Familie liegen ständig mit den Nachbarn Buntje im Streit. Eine Familie will stets die andere übertreffen. Als im Geschäft die beiden Frauen der Familien aufeinandertreffen, prahlt Mizzi Buntje mit dem Urlaub, den man in Italien zu verbringen gedenke. Sieglinde Hirsekorn steht dem in nichts nach und erzählt, dass man im Urlaub auch in Italien weilt. Nur weiß der Rest der Familie noch nichts davon...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Rolf Olsen
Drehbuch     Rolf Olsen
Produktion     Allianz Filmproduktion GmbH, Berlin (Heinz Willeg), Terra Filmkunst GmbH
Musik     Erwin Halletz
Kamera     Franz Xaver Lederle
Schnitt     Renate Willeg

Besetzung:

    Heinz Erhardt: Willi Hirsekorn
    Ruth Stephan: Sieglinde Hirsekorn
    Günther Jerschke: Heimo Buntje
    Käte Jaenicke: Mizzi Buntje
    Hans Terofal: Luitbert
    Irina von Bentheim: Lotti Hirsekorn
    Nicolai von Bentheim: Kuno Hirsekorn
    Angelika Baumgart-Frey: Petra Buntje
    Klaus-Hagen Latwesen: Herbert
    Almut Berg: Clementine
    Siegfried Munz: Adrian
    Giulia del Fabro: Paola
    Rolf Olsen: Romolo
    Totò Mignone: Giuseppe

Heinz Erhardt sang in dem Film das bekannte Lied „Immer wenn ich traurig bin (trink ich einen Korn)“.

http://dfiles.eu/files/hz6q2srm6

Dienstag, 28. Mai 2013

Ooh ... diese Ferien (1958)


Ooh … diese Ferien ist eine österreichische Filmkomödie von Franz Antel aus dem Jahr 1958.

Die Familie Petermann reist zu sechst in den Urlaub nach Italien. Sie wissen nicht, dass in ihrem Leihwagen durch eine Verwechslung Geheimpapiere versteckt wurden. Die Gangster – die Baronin, Direktor Antonowitsch, der dümmliche Otto Muffler und der junge, gerade erst von den Gangstern engagierte Willi Boltz – verfolgen die Petermanns...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Franz Antel
Drehbuch     John Andersen
Produktion     Franz Hoffmann für Cosmos-Film
Musik     Johannes Fehring
Kamera     Hans Heinz Theyer
Schnitt     Arnfried Heyne

Besetzung:

    Heidi Brühl: Monika Petermann
    Georg Thomalla: Max Petermann
    Hannelore Bollmann: Brigitte „Biggi“ Petermann
    Mara Lane: Baby, „Baronin“
    Michael Cramer: Willi Boltz
    C. W. Fernbach: Direktor Antonowitsch
    Rolf Olsen: Otto Muffler
    Elke Aberle: Stupsi Petermann
    Ossi Wanka: Andi Petermann
    Hans Moser: Großvater Seidelbast
    Raoul Retzer: italienischer Kellner

Die Uraufführung des Films war am 5. August 1958 in München in den Kammer-Lichtspielen und im Europa-Palast.

Das im Film gesungene Lied Chou-Chou-Chou schrieb Lotar Olias.

http://dfiles.eu/files/x9enchtkz

Samstag, 18. Mai 2013

Das Dreimäderlhaus (1958)


Das Dreimäderlhaus ist ein schweizerisch-österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 1958. Es handelt sich hierbei um eine Verfilmung der Operette Das Dreimäderlhaus, die Hauptfigur von Film und Operette ist der Komponist Franz Schubert.

Handlung:

Der Hofglasermeister Christian Tschöll und seine Frau Marie haben drei hübsche Töchter im heiratsfähigen Alter: Hederl, Haiderl und Hannerl. Alle drei wohnen noch bei ihren Eltern, weshalb deren Anwesen von vielen liebevoll als „Dreimäderlhaus“ bezeichnet wird. Auch der Komponist Franz Schubert hat in diesem Haus eine Bleibe gefunden...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Ernst Marischka
Drehbuch     Ernst Marischka
Produktion     Ernst Marischka, Karl Ehrlich
Musik     Anton Profes
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Alfred Srp

Besetzung:

    Karlheinz Böhm: Franz Schubert
    Gustav Knuth: Christian Tschöll
    Magda Schneider: Frau Tschöll
    Johanna Matz: Hannerl Tschöll
    Gerda Siegl: Hederl Tschöll
    Helga Neuner: Heiderl Tschöll
    Rudolf Schock: Franz von Schober
    Ewald Balser: Ludwig van Beethoven
    Erich Kunz: Johann Mayrhofer
    Helmut Lohner: Moritz von Schwind
    Eberhard Waechter: Johann Michael Vogl
    Albert Rueprecht: Leopold Kupelwieser
    Lotte Lang: Kathi
    Else Rambausek: Frau Prametzberger
    Edith Elmay: Franzi Seidl

http://dfiles.eu/files/gzs978tnz

Montag, 29. April 2013

Versailles 1919 - Ein Vertrag und kein Frieden (2008)


Die Friedens-Konferenz von Paris nach dem Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges 1918 mit der Vertragsunterzeichnung in Versailles 1919 hatte weitreichende Folgen bis in die heutige Zeit. Manche Historiker sehen in ihr sogar den Wegbereiter des Zweiten Weltkriegs. Doch wird diese These den Teilnehmern dieser Friedenskonferenz gerecht, die angeblich nichts Geringeres als den Weltfrieden errichten wollten?

Der Erste Weltkrieg: vier Jahre, 19 Millionen Verwundete, 16 Millionen Tote; Paris 1919: 500 Diplomaten, 32 Nationen, sechs Monate, ein Ziel: der Weltfrieden. Der Erste Weltkrieg sollte keineswegs der letzte bleiben. Dennoch ging mit ihm eine ganze Epoche zu Ende. Reiche zerfielen, und die Schlachten an der Front hinterließen tiefe Spuren im kollektiven Gedächtnis der Völker. Bereits nach Unterzeichnung des Waffenstillstands im November 1918 entstand der Gedanke zu einer Friedenskonferenz.
Sechs Monate lang war Paris Hauptstadt der Welt und Sitz einer virtuellen Regierung, in der die drei Großmächte USA, Frankreich und Großbritannien den Ton angaben. Alles, was weltweit Rang und Namen hatte - Politiker, Generäle, Journalisten, Schriftsteller, Dichter, Kommunisten und Rebellen - versammelte sich, um über Revanche, Gerechtigkeit und Frieden zu diskutieren.

Die damaligen Beschlüsse bestimmten das Schicksal ganzer Nationen und legten den Keim für Entwicklungen, die immer noch aktuell sind. Damals vorgenommene Grenzziehungen wirkten sich auf die Geschichte des Iraks, auf die Entstehung und den Untergang Jugoslawiens sowie auf den israelisch-palästinensischen Konflikt aus. In den Augen der Nachwelt gilt die Pariser Friedenskonferenz als Misserfolg. Die Verteidigung von Sonderinteressen - Kolonialansprüche der einen und Revanchegelüste der anderen - sowie kurzfristiges Denken hätten die Friedensabsichten in ihr Gegenteil verkehrt, Hitler den Weg gebahnt und schließlich zum Zweiten Weltkrieg geführt.
Der Dokumentarfilm zeigt, dass die Teilnehmer der Konferenz die Interessen ihrer Nationen mit großer Geduld verteidigten und sich sechs Monate lang von der Vision leiten ließen, eine "bessere" Welt zu errichten. Unter schwierigen Umständen leisteten sie eine intensive, von Fehlern nicht freie, aber immer anspruchsvolle, oft sogar heldenhafte Arbeit.

"Versailles 1919, ein Vertrag und kein Frieden" erzählt die Geschichte dieser einmaligen und bewegten Konferenz. Der Dokumentarfilm beruht auf dem Buch "Paris 1919, Six Months That Changed the World" von Margaret Macmillan und arbeitet mit Reenactment-Szenen, unveröffentlichtem Archivmaterial und Spezialeffekten.

http://dfiles.eu/files/he7qq1wp5

Sonntag, 28. April 2013

Der schwarze Freitag (1966)


Der Fernsehfilm Der schwarze Freitag ist ein deutsches Dokumentarspiel aus dem Jahre 1966 mit Curd Jürgens in der Hauptrolle.

Handlung:

Im Jahr 1929 begann mit dem sogenannten „Schwarzen Freitag“, die Weltwirtschaftskrise. Die Aktienkurse an den Börsen fielen ins Bodenlose. Und zunächst waren es die Börsenmakler, die ihre Arbeit verloren. Doch bald darauf rollte eine Entlassungswelle durch die Handelsunternehmen und Fabriken der Welt. So mussten die tätigen Arbeiter und Angestellten zusehen, wie ihre Arbeitsplätze verloren gingen. Insbesondere in Deutschland fühlten sich viele Menschen vom Staat im Stich gelassen und begannen, sich für politisch radikale Ideen zu begeistern.

Wie konnte es zu diesem Fall der Aktienkurse und damit auch der Gesellschaft kommen? Dies ist die Frage, die dieser Film beantworten will.

Im Mittelpunkt des Filmgeschehens befindet sich Curd Jürgens als Richard Whitney, dem Börsenmakler und Präsident der New Yorker Börse. Steht dieser am Anfang des Filmes noch als strahlender Held da, der noch am Vortag des Börsencrashs versucht, den Zusammenbruch durch Stützungskäufe aufzuhalten, so steht er dann am Ende doch als waghalsiger Spekulant und als Ganove da.

Stab:

Regie     August Everding, Günter Meincke
Drehbuch     Maria Matray, Answald Krüger
Kamera     Günther Senftleben
Schnitt     Werner Preuss

Besetzung:

    Curd Jürgens: Richard Whitney
    Hans Christian Blech: Senator Caldwell
    Paul Hoffmann: George Whitney
    Dieter Borsche: Everett Gardener
    Wolfgang Reichmann: Senator Melotti
    Erik Ode: Senator O'Keefe
    Ullrich Haupt: Frederic Hart
    Heinz Engelmann: Senator Brown
    Hermann Lenschau: Lex Dennison
    Wolfgang Neuss: Jones
    Franz Rudnick: Senator Henderson
    Peter Capell: William Stewart
    Manfred Steffen: Ferris
    Hans Ulrich: Walker
    Hans Schellbach
    Horst Beck
    Horst Tappert: Erzähler

http://dfiles.eu/files/f2t8o1uy1

Donnerstag, 25. April 2013

Erich von Däniken - Die grossen Rätsel dieser Welt (2001)


Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Erich von Däniken mit dem Blödsinn Nachweis, dass Ausserirdische vor Jahrtausenden Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit genommen und Spuren auf der Erde hinterlassen haben.

http://dfiles.eu/files/pk8qze9ai

Dienstag, 23. April 2013

U 47 – Kapitänleutnant Prien (1958)


Der 1958 in der Bundesrepublik Deutschland gedrehte Kriegsfilm U 47 – Kapitänleutnant Prien schildert vor den historischen Ereignissen um das U-Boot U 47 und dessen Kommandanten Günther Prien die Schrecken des U-Boot-Kriegs im Atlantik während des Zweiten Weltkriegs. Der Film gilt als einer der ersten filmischen Versuche der Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs in der Bundesrepublik.

Handlung:

Kapitänleutnant Günther Prien gilt zu Beginn des Krieges als einer der fähigsten deutschen U-Boot-Kommandanten. Er wird deshalb vom Befehlshaber der U-Boote, Karl Dönitz, zu einer besonderen Mission ausgewählt: Er soll in den schwer bewachten britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow eindringen und dort größtmöglichen Schaden anrichten...

Gleichzeitig erinnert sich der Pfarrer Kille, der vom Naziregime Verfolgten Unterschlupf gewährt, an seine gemeinsame Schulzeit mit Prien. In der Hoffnung, er könne mit Prien einen Kriegshelden als prominenten Unterstützer gewinnen, spricht er ihn auf sein Anliegen an und bittet um Hilfe...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Harald Reinl
Drehbuch     Joachim Bartsch, Udo Wolter
Produktion     Gero Wecker
Musik     Norbert Schultze
Kamera     Ernst W. Kalinke
Schnitt     Hein Haber

Besetzung:

    Dieter Eppler: Kapitänleutnant Günther Prien
    Dieter Borsche: Pfarrer Kille
    Joachim Fuchsberger: Oberleutnant z. See Birkeneck
    Rolf Moebius: Stabschef
    Richard Häussler: Admiral Dönitz
    Harald Juhnke: Smut
    Sabina Sesselmann: Ingeborg Prien
    Uta Hallant: Alwine Kille
    Olga Tschechowa: Fürstin
    Matthias Fuchs: Jörg
    Horst Naumann: Ingenieur
    Peter Carsten: Besatzungsmitglied
    Michael Cramer: Besatzungsmitglied
    Heinz Engelmann: Besatzungsmitglied
    Peter Herzog: Besatzungsmitglied
    Werner Stock: Maat Piontek
    Emmerich Schrenk

Der Film basiert auf der wahren Geschichte des U-Bootes U 47, das im Oktober 1939 unter dem Befehl Günther Priens in den britischen Stützpunkt Scapa Flow eindrang und dort das Schlachtschiff HMS Royal Oak versenkte. Prien galt als einer der fähigsten deutschen U-Boot-Kommandanten des Zweiten Weltkriegs.

Bis auf Prien und den nicht namentlich genannten Admiral Dönitz (Befehlshaber der U-Boote) sind sämtliche Figuren des Filmes wohl frei erfunden, auch die Darstellung Priens als sich bekennender und aktiver Widerständler ist fiktiv. Auch das Ende Priens im Film ist frei erfunden, da er seit 1941 mit seinem Boot im Nordatlantik verschollen ist.

http://dfiles.eu/files/x6bpeb363

Samstag, 20. April 2013

Peter Voss, der Held des Tages (1959)


Peter Voss, der Held des Tages ist eine deutsche Kriminalkomödie von Regisseur Georg Marischka aus dem Jahr 1959. Sie ist die Fortsetzung von Peter Voss, der Millionendieb aus dem Jahr 1958. Die Hauptrolle wird wie schon beim Vorgänger von O. W. Fischer gespielt. Weitere Schauspieler übernahmen wieder ihre Rolle aus dem ersten Teil.

Handlung:

Anwalt Perrier bittet Peter Voss um Hilfe. Denn sein Mündel Mary beabsichtigt, den Prinzen Villarossa zu heiraten. Dieser hat es aber nur auf Marys Geld abgesehen. Um ihr zu helfen soll Peter Voss acht gestohlene Ming-Figuren von unschätzbarem Wert finden. In aberwitzigen Maskeraden jagt er rund um den Globus. Doch trifft er nicht nur auf zwielichtige Gangster, sondern auch auf den altbekannten Privatdetektiv Bobby Dodd. Ganz zu schweigen von den hinreißenden Damen, die dringend seiner Dienste bedürfen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Georg Marischka
Drehbuch     Curt J. Braun, Peter Dronte, Gustav Kampendonk
Produktion     Kurt Ulrich
Musik     Erwin Halletz
Kamera     Klaus von Rautenfeld
Schnitt     Hermann Haller

Besetzung:

    O. W. Fischer: Peter Voss
    Linda Christian: Grace McNaughty
    Walter Giller: Bobby Dodd
    Peter Vogel: Prinz José Villarossa
    Ingmar Zeisberg: Dolly
    Peter Mosbacher: Baron de Clock
    Helga Sommerfeld: Mary de la Roche
    Ludwig Linkmann: Rechtsanwalt Perrier
    Ralf Wolter: Charley, der Jockey
    Ady Berber: Leslie aus Texas
    Stanislav Ledinek: Präsident
    Lucie Englisch: Haushälterin

http://dfiles.eu/files/g5kj3zqgu

Montag, 15. April 2013

Peter Voss, der Millionendieb (1958)


Peter Voss, der Millionendieb ist ein deutscher Film des Regisseurs Wolfgang Becker aus dem Jahr 1958. Die Titelrolle spielt O. W. Fischer. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ewald Gerhard Seeliger.  1932 gab es schon eine Verfilmung als Peter Voß, der Millionendieb. 1959 folgte, ebenfalls mit Fischer in der Hauptrolle, die Fortsetzung Peter Voss, der Held des Tages.

Handlung:

Peter Voss, ein Reiseschriftsteller und Weltenbummler sorgt mal wieder für Schlagzeilen: „Peter Voss rettet Prinzessin“, „Peter Voss beim Autorennen verletzt“, „Peter Voss zum Häuptling gewählt“, „Peter Voss im Ozean verschollen“ usw. Die junge Barbara Rottmann hört im Radio, dass Peter Voss aufgespürt worden ist und bereits wieder in Cuxhaven sei und reagiert freudig erregt. Kurz darauf steht er auch schon vor ihr und schließt sie in die Arme. Auch ihr Vater Hans Rottmann, ein Bankier, freut sich, den Freund wiederzusehen. Er erzählt Voss, dass er ein Juwelengeschäft mit Hongkong in den Sand gesetzt habe und nun in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei. Voss macht den Vorschlag, einen Banküberfall zu inszenieren, um so das Geld, das die Versicherung zahlen müsse, zu kassieren, womit Rottmann dann saniert sei. Obwohl es im Tresor nichts zu stehlen gibt, zieht der Tausendsassa Peter Voss den Plan durch...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Wolfgang Becker
Drehbuch     Curt Johannes Braun, Gustav Kampendonk, E. G. Seeliger (Buch)
Produktion     Kurt Ulrich, Heinz Willeg
Musik     Hans-Martin Majewski
Kamera     Günther Senftleben, Klaus von Rautenfeld
Schnitt     Wolfgang Flaum

Besetzung:

    O. W. Fischer: Peter Voss
    Ingrid Andree: Barbara Rottmann
    Walter Giller: Bobby Dodd
    Margit Saad: Marion
    Mara Lane: Monique
    Peter Mosbacher: „der Baron“
    Peter Carsten: Willy
    Henri Cogan: Otto
    Boy Gobert: Ramon Cadalso
    Hans Leibelt: Hans Rottmann
    Ludwig Linkmann: Van Zanten, Juwelier
    Franz-Otto Krüger: Uhl
    Stanislav Ledinek: Hotel-Manager in Rio
    Panos Papadopulos: Doktor in Hongkong
    Gisela Schlüter: Krankenschwester in Hongkong

Der Film wurde mit sehr großem Aufwand an den folgenden Originalschauplätzen gedreht: In Lissabon, Rio de Janeiro, Mexiko-Stadt, Tokio, Hongkong, Barcelona, Berlin, Genua, Hamburg sowie in Marseille. Weitere Aufnahmen entstanden in den Bavaria Film-Studios in München-Geiselgasteig.

Es handelt sich um eine Kurt Ulrich-Filmproduktion für die UFA. Der Produzent Kurt Ulrich hatte für die Rolle Peter Voss ursprünglich fest mit Eddie Constantine gerechnet. Nachdem dieser kurzfristig abgesagt hatte, sprang O. W. Fischer ein.

Der Film lief in der Bundesrepublik Deutschland am 16. Oktober 1958 in der Lichtburg in Essen an.

http://dfiles.eu/files/lgwikavjm

Samstag, 13. April 2013

Nachts auf den Straßen (1951)


Nachts auf den Straßen ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1952 unter der Regie von Rudolf Jugert. Die Hauptrollen sind mit Hans Albers und Hildegard Knef besetzt.

Handlung:

Heinrich Schlüter arbeitet als selbstständiger Fernfahrer. Die Schulden, die er für den Kauf eines Anhängers auf sich genommen hat, drücken und zwingen ihn, immer wieder Extratouren zu fahren. Eines Nachts kommt er auf der Autobahn als erster zu einem Verkehrsunfall, bei dem gerade ein Mann ums Leben gekommen ist. Heinrich findet bei dem Toten einen Umschlag mit 20.000 DM, den er an sich nimmt. Er erfährt wenig später von der eingetroffenen Polizei, dass das nun vermisste Geld aus einem kriminellen Geschäft stammte. Seinen Plan, das Geld sofort zurückzugeben, gibt Heinrich auf, als die Polizei vermutet, dass ein Komplize des Toten mit dem Geld geflüchtet ist. In der gleichen Nacht nimmt Heinrich die attraktive Anhalterin Inge Hoffmann mit. Inge beginnt mit dem verheirateten Heinrich zu flirten...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Rudolf Jugert
Drehbuch     Fritz Rotter, Helmut Käutner
Produktion     Erich Pommer
Musik     Werner Eisbrenner
Kamera     Václav Vich
Schnitt     Fritz Stapenhorst

Besetzung:

    Hans Albers: Heinrich Schlüter
    Hildegard Knef: Inge Hoffmann
    Lucie Mannheim: Anna Schlüter
    Marius Goring: Kurt Willbrand
    Heinrich Gretler: Carl Falk, Spediteur
    Karin Andersen: Lieschen Brunnhuber
    Martin Urtel: Martin Brunnhuber
    Gertrud Wolle: Frau Jaguweit
    Hans Reiser: Franz, ihr Sohn
    Wolf Ackva: Klatte, Inhaber der Broadway-Bar
    Johanna König: Tänzerin in der Broadway-Bar
    Hans Zesch-Ballot: Kriminalinspektor Busch
    Hans Elwenspoek
    Hans Pössenbacher
    Margot Hielscher: Sängerin

Margot Hielscher singt in dem Film das Chanson "Schwarzer Kaffee" von Werner Eisbrenner (Musik) und Fritz Rotter (Text).

http://dfiles.eu/files/3rruxbix6

Donnerstag, 11. April 2013

Zeit zu Leben und Zeit zu sterben (1958)


Zeit zu leben und Zeit zu sterben ist ein in den USA unter der Regie von Douglas Sirk produzierter Film aus dem Jahr 1958. Der häufig genannte Titel Zeit zu leben Zeit zu sterben ist falsch. Der Filmtitel wurde nach dem für den US-Markt leicht abgewandelten Romantitel gewählt.

Handlung:

Ernst Gräber und seine Truppe befinden sich in Russland auf dem Rückzug. Obgleich sein Gewissen revoltiert, beteiligt er sich an der Liquidation russischer Partisanen...Das Ende dieses typisch amerikanischen Films ist sehr überraschend.

Stab:

Regie     Douglas Sirk
Drehbuch     Orin Jannings, Erich Maria Remarque
Produktion     Robert Arthur
Musik     Miklos Rozsa
Kamera     Russell Metty
Schnitt     Ted J. Kent

Besetzung:

    John Gavin: Ernst Gräber
    Liselotte Pulver: Elisabeth Kruse
    Jock Mahoney: Immermann
    Don DeFore: Hermann Böttcher
    Keenan Wynn: Reuter
    Erich Maria Remarque: Professor Pohlmann
    Dieter Borsche: Hauptmann Rahe
    Barbara Rütting: Partisanin
    Thayer David: Oscar Binding
    Charles Regnier: Joseph
    Dorothea Wieck: Frau Lieser
    Kurt Meisel: Heini
    Agnes Windeck: Frau Witte
    Clancy Cooper: Sauer
    John van Dreelen: Führungsoffizier
    Klaus Kinski: Untersturmführer
    Alice Treff: Frau Langer
    Alexander Engel: Luftschutzwart
    Dana J. Hutton: Hirschland
    Bengt Lindström: Steinbrenner
    Wolf Harnisch: Mücke
    Karl Ludwig Lindt: Dr. Karl Fresenburg
    Lisa Helwig: Frau Kleinert
    Alexander Welbat: Otto Binding
    Ralf Wolter: Feldmann

Der Film war bei der Oscarverleihung 1959 für den Besten Ton nominiert sicherlich vor allem deshalb, weil er die Luftangriffe der Alliierten eindrucksvoll allein über den ständig präsenten knurrenden Brummton der Geschwader zeigt. Eine weitere Nominierung erhielt er bei den Golden Globe Awards 1959 in der Kategorie Bester Film zur Förderung der Völkerverständigung. John Gavin gewann in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 1958 lief er in der Auswahl.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque. Er wurde von Universal Pictures als Drehbuchautor angekündigt, jedoch hatte Remarque fast gar keinen Einfluss auf seine Gestaltung. Remarque protestierte in einem Brief an seinen Agenten Felix Guggenheim gegen seine Nennung als Drehbuchautor. Deshalb wurde er in den Credits auch nur als Autor der Vorlage genannt.

Verschiedene Kriegsszenen des Films wurden in den Ruinen der Ortschaften Hopfenohe, Bernreuth und Altenweiher auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr gedreht.

http://dfiles.eu/files/5b7qzzomg

Mittwoch, 10. April 2013

Franco - Wächter des Westens (2005)


Die biografische Dokumentation über den Mann, der fast 40 Jahre lang die Geschicke Spaniens lenkte, entstand aus Anlass seines 30. Todestages im Jahr 2005. Das filmische Porträt zeichnet den Lebensweg des Mannes nach, der sich selbst als Caudillo - als Retter Spaniens - sah, und versucht die auf Militarismus, reaktionäre Wertvorstellungen und Katholizismus basierende Weltsicht des Diktators auszuleuchten. Dabei wird das widersprüchliche Bild Francos vor allem durch die gegensätzlichen Aussagen von Kritikern sowie von treuen Gefolgsleuten und Verwandten und durch Archivbilder gezeichnet.

http://dfiles.eu/files/iohtcsj2l