Dienstag, 28. Mai 2013

Ooh ... diese Ferien (1958)


Ooh … diese Ferien ist eine österreichische Filmkomödie von Franz Antel aus dem Jahr 1958.

Die Familie Petermann reist zu sechst in den Urlaub nach Italien. Sie wissen nicht, dass in ihrem Leihwagen durch eine Verwechslung Geheimpapiere versteckt wurden. Die Gangster – die Baronin, Direktor Antonowitsch, der dümmliche Otto Muffler und der junge, gerade erst von den Gangstern engagierte Willi Boltz – verfolgen die Petermanns...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Franz Antel
Drehbuch     John Andersen
Produktion     Franz Hoffmann für Cosmos-Film
Musik     Johannes Fehring
Kamera     Hans Heinz Theyer
Schnitt     Arnfried Heyne

Besetzung:

    Heidi Brühl: Monika Petermann
    Georg Thomalla: Max Petermann
    Hannelore Bollmann: Brigitte „Biggi“ Petermann
    Mara Lane: Baby, „Baronin“
    Michael Cramer: Willi Boltz
    C. W. Fernbach: Direktor Antonowitsch
    Rolf Olsen: Otto Muffler
    Elke Aberle: Stupsi Petermann
    Ossi Wanka: Andi Petermann
    Hans Moser: Großvater Seidelbast
    Raoul Retzer: italienischer Kellner

Die Uraufführung des Films war am 5. August 1958 in München in den Kammer-Lichtspielen und im Europa-Palast.

Das im Film gesungene Lied Chou-Chou-Chou schrieb Lotar Olias.

http://dfiles.eu/files/x9enchtkz

Samstag, 18. Mai 2013

Das Dreimäderlhaus (1958)


Das Dreimäderlhaus ist ein schweizerisch-österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 1958. Es handelt sich hierbei um eine Verfilmung der Operette Das Dreimäderlhaus, die Hauptfigur von Film und Operette ist der Komponist Franz Schubert.

Handlung:

Der Hofglasermeister Christian Tschöll und seine Frau Marie haben drei hübsche Töchter im heiratsfähigen Alter: Hederl, Haiderl und Hannerl. Alle drei wohnen noch bei ihren Eltern, weshalb deren Anwesen von vielen liebevoll als „Dreimäderlhaus“ bezeichnet wird. Auch der Komponist Franz Schubert hat in diesem Haus eine Bleibe gefunden...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Ernst Marischka
Drehbuch     Ernst Marischka
Produktion     Ernst Marischka, Karl Ehrlich
Musik     Anton Profes
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Alfred Srp

Besetzung:

    Karlheinz Böhm: Franz Schubert
    Gustav Knuth: Christian Tschöll
    Magda Schneider: Frau Tschöll
    Johanna Matz: Hannerl Tschöll
    Gerda Siegl: Hederl Tschöll
    Helga Neuner: Heiderl Tschöll
    Rudolf Schock: Franz von Schober
    Ewald Balser: Ludwig van Beethoven
    Erich Kunz: Johann Mayrhofer
    Helmut Lohner: Moritz von Schwind
    Eberhard Waechter: Johann Michael Vogl
    Albert Rueprecht: Leopold Kupelwieser
    Lotte Lang: Kathi
    Else Rambausek: Frau Prametzberger
    Edith Elmay: Franzi Seidl

http://dfiles.eu/files/gzs978tnz

Montag, 29. April 2013

Versailles 1919 - Ein Vertrag und kein Frieden (2008)


Die Friedens-Konferenz von Paris nach dem Waffenstillstand des Ersten Weltkrieges 1918 mit der Vertragsunterzeichnung in Versailles 1919 hatte weitreichende Folgen bis in die heutige Zeit. Manche Historiker sehen in ihr sogar den Wegbereiter des Zweiten Weltkriegs. Doch wird diese These den Teilnehmern dieser Friedenskonferenz gerecht, die angeblich nichts Geringeres als den Weltfrieden errichten wollten?

Der Erste Weltkrieg: vier Jahre, 19 Millionen Verwundete, 16 Millionen Tote; Paris 1919: 500 Diplomaten, 32 Nationen, sechs Monate, ein Ziel: der Weltfrieden. Der Erste Weltkrieg sollte keineswegs der letzte bleiben. Dennoch ging mit ihm eine ganze Epoche zu Ende. Reiche zerfielen, und die Schlachten an der Front hinterließen tiefe Spuren im kollektiven Gedächtnis der Völker. Bereits nach Unterzeichnung des Waffenstillstands im November 1918 entstand der Gedanke zu einer Friedenskonferenz.
Sechs Monate lang war Paris Hauptstadt der Welt und Sitz einer virtuellen Regierung, in der die drei Großmächte USA, Frankreich und Großbritannien den Ton angaben. Alles, was weltweit Rang und Namen hatte - Politiker, Generäle, Journalisten, Schriftsteller, Dichter, Kommunisten und Rebellen - versammelte sich, um über Revanche, Gerechtigkeit und Frieden zu diskutieren.

Die damaligen Beschlüsse bestimmten das Schicksal ganzer Nationen und legten den Keim für Entwicklungen, die immer noch aktuell sind. Damals vorgenommene Grenzziehungen wirkten sich auf die Geschichte des Iraks, auf die Entstehung und den Untergang Jugoslawiens sowie auf den israelisch-palästinensischen Konflikt aus. In den Augen der Nachwelt gilt die Pariser Friedenskonferenz als Misserfolg. Die Verteidigung von Sonderinteressen - Kolonialansprüche der einen und Revanchegelüste der anderen - sowie kurzfristiges Denken hätten die Friedensabsichten in ihr Gegenteil verkehrt, Hitler den Weg gebahnt und schließlich zum Zweiten Weltkrieg geführt.
Der Dokumentarfilm zeigt, dass die Teilnehmer der Konferenz die Interessen ihrer Nationen mit großer Geduld verteidigten und sich sechs Monate lang von der Vision leiten ließen, eine "bessere" Welt zu errichten. Unter schwierigen Umständen leisteten sie eine intensive, von Fehlern nicht freie, aber immer anspruchsvolle, oft sogar heldenhafte Arbeit.

"Versailles 1919, ein Vertrag und kein Frieden" erzählt die Geschichte dieser einmaligen und bewegten Konferenz. Der Dokumentarfilm beruht auf dem Buch "Paris 1919, Six Months That Changed the World" von Margaret Macmillan und arbeitet mit Reenactment-Szenen, unveröffentlichtem Archivmaterial und Spezialeffekten.

http://dfiles.eu/files/he7qq1wp5

Sonntag, 28. April 2013

Der schwarze Freitag (1966)


Der Fernsehfilm Der schwarze Freitag ist ein deutsches Dokumentarspiel aus dem Jahre 1966 mit Curd Jürgens in der Hauptrolle.

Handlung:

Im Jahr 1929 begann mit dem sogenannten „Schwarzen Freitag“, die Weltwirtschaftskrise. Die Aktienkurse an den Börsen fielen ins Bodenlose. Und zunächst waren es die Börsenmakler, die ihre Arbeit verloren. Doch bald darauf rollte eine Entlassungswelle durch die Handelsunternehmen und Fabriken der Welt. So mussten die tätigen Arbeiter und Angestellten zusehen, wie ihre Arbeitsplätze verloren gingen. Insbesondere in Deutschland fühlten sich viele Menschen vom Staat im Stich gelassen und begannen, sich für politisch radikale Ideen zu begeistern.

Wie konnte es zu diesem Fall der Aktienkurse und damit auch der Gesellschaft kommen? Dies ist die Frage, die dieser Film beantworten will.

Im Mittelpunkt des Filmgeschehens befindet sich Curd Jürgens als Richard Whitney, dem Börsenmakler und Präsident der New Yorker Börse. Steht dieser am Anfang des Filmes noch als strahlender Held da, der noch am Vortag des Börsencrashs versucht, den Zusammenbruch durch Stützungskäufe aufzuhalten, so steht er dann am Ende doch als waghalsiger Spekulant und als Ganove da.

Stab:

Regie     August Everding, Günter Meincke
Drehbuch     Maria Matray, Answald Krüger
Kamera     Günther Senftleben
Schnitt     Werner Preuss

Besetzung:

    Curd Jürgens: Richard Whitney
    Hans Christian Blech: Senator Caldwell
    Paul Hoffmann: George Whitney
    Dieter Borsche: Everett Gardener
    Wolfgang Reichmann: Senator Melotti
    Erik Ode: Senator O'Keefe
    Ullrich Haupt: Frederic Hart
    Heinz Engelmann: Senator Brown
    Hermann Lenschau: Lex Dennison
    Wolfgang Neuss: Jones
    Franz Rudnick: Senator Henderson
    Peter Capell: William Stewart
    Manfred Steffen: Ferris
    Hans Ulrich: Walker
    Hans Schellbach
    Horst Beck
    Horst Tappert: Erzähler

http://dfiles.eu/files/f2t8o1uy1

Donnerstag, 25. April 2013

Erich von Däniken - Die grossen Rätsel dieser Welt (2001)


Seit über 50 Jahren beschäftigt sich Erich von Däniken mit dem Blödsinn Nachweis, dass Ausserirdische vor Jahrtausenden Einfluss auf die Entwicklung der Menschheit genommen und Spuren auf der Erde hinterlassen haben.

http://dfiles.eu/files/pk8qze9ai

Dienstag, 23. April 2013

U 47 – Kapitänleutnant Prien (1958)


Der 1958 in der Bundesrepublik Deutschland gedrehte Kriegsfilm U 47 – Kapitänleutnant Prien schildert vor den historischen Ereignissen um das U-Boot U 47 und dessen Kommandanten Günther Prien die Schrecken des U-Boot-Kriegs im Atlantik während des Zweiten Weltkriegs. Der Film gilt als einer der ersten filmischen Versuche der Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs in der Bundesrepublik.

Handlung:

Kapitänleutnant Günther Prien gilt zu Beginn des Krieges als einer der fähigsten deutschen U-Boot-Kommandanten. Er wird deshalb vom Befehlshaber der U-Boote, Karl Dönitz, zu einer besonderen Mission ausgewählt: Er soll in den schwer bewachten britischen Flottenstützpunkt Scapa Flow eindringen und dort größtmöglichen Schaden anrichten...

Gleichzeitig erinnert sich der Pfarrer Kille, der vom Naziregime Verfolgten Unterschlupf gewährt, an seine gemeinsame Schulzeit mit Prien. In der Hoffnung, er könne mit Prien einen Kriegshelden als prominenten Unterstützer gewinnen, spricht er ihn auf sein Anliegen an und bittet um Hilfe...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Harald Reinl
Drehbuch     Joachim Bartsch, Udo Wolter
Produktion     Gero Wecker
Musik     Norbert Schultze
Kamera     Ernst W. Kalinke
Schnitt     Hein Haber

Besetzung:

    Dieter Eppler: Kapitänleutnant Günther Prien
    Dieter Borsche: Pfarrer Kille
    Joachim Fuchsberger: Oberleutnant z. See Birkeneck
    Rolf Moebius: Stabschef
    Richard Häussler: Admiral Dönitz
    Harald Juhnke: Smut
    Sabina Sesselmann: Ingeborg Prien
    Uta Hallant: Alwine Kille
    Olga Tschechowa: Fürstin
    Matthias Fuchs: Jörg
    Horst Naumann: Ingenieur
    Peter Carsten: Besatzungsmitglied
    Michael Cramer: Besatzungsmitglied
    Heinz Engelmann: Besatzungsmitglied
    Peter Herzog: Besatzungsmitglied
    Werner Stock: Maat Piontek
    Emmerich Schrenk

Der Film basiert auf der wahren Geschichte des U-Bootes U 47, das im Oktober 1939 unter dem Befehl Günther Priens in den britischen Stützpunkt Scapa Flow eindrang und dort das Schlachtschiff HMS Royal Oak versenkte. Prien galt als einer der fähigsten deutschen U-Boot-Kommandanten des Zweiten Weltkriegs.

Bis auf Prien und den nicht namentlich genannten Admiral Dönitz (Befehlshaber der U-Boote) sind sämtliche Figuren des Filmes wohl frei erfunden, auch die Darstellung Priens als sich bekennender und aktiver Widerständler ist fiktiv. Auch das Ende Priens im Film ist frei erfunden, da er seit 1941 mit seinem Boot im Nordatlantik verschollen ist.

http://dfiles.eu/files/x6bpeb363

Samstag, 20. April 2013

Peter Voss, der Held des Tages (1959)


Peter Voss, der Held des Tages ist eine deutsche Kriminalkomödie von Regisseur Georg Marischka aus dem Jahr 1959. Sie ist die Fortsetzung von Peter Voss, der Millionendieb aus dem Jahr 1958. Die Hauptrolle wird wie schon beim Vorgänger von O. W. Fischer gespielt. Weitere Schauspieler übernahmen wieder ihre Rolle aus dem ersten Teil.

Handlung:

Anwalt Perrier bittet Peter Voss um Hilfe. Denn sein Mündel Mary beabsichtigt, den Prinzen Villarossa zu heiraten. Dieser hat es aber nur auf Marys Geld abgesehen. Um ihr zu helfen soll Peter Voss acht gestohlene Ming-Figuren von unschätzbarem Wert finden. In aberwitzigen Maskeraden jagt er rund um den Globus. Doch trifft er nicht nur auf zwielichtige Gangster, sondern auch auf den altbekannten Privatdetektiv Bobby Dodd. Ganz zu schweigen von den hinreißenden Damen, die dringend seiner Dienste bedürfen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Georg Marischka
Drehbuch     Curt J. Braun, Peter Dronte, Gustav Kampendonk
Produktion     Kurt Ulrich
Musik     Erwin Halletz
Kamera     Klaus von Rautenfeld
Schnitt     Hermann Haller

Besetzung:

    O. W. Fischer: Peter Voss
    Linda Christian: Grace McNaughty
    Walter Giller: Bobby Dodd
    Peter Vogel: Prinz José Villarossa
    Ingmar Zeisberg: Dolly
    Peter Mosbacher: Baron de Clock
    Helga Sommerfeld: Mary de la Roche
    Ludwig Linkmann: Rechtsanwalt Perrier
    Ralf Wolter: Charley, der Jockey
    Ady Berber: Leslie aus Texas
    Stanislav Ledinek: Präsident
    Lucie Englisch: Haushälterin

http://dfiles.eu/files/g5kj3zqgu

Montag, 15. April 2013

Peter Voss, der Millionendieb (1958)


Peter Voss, der Millionendieb ist ein deutscher Film des Regisseurs Wolfgang Becker aus dem Jahr 1958. Die Titelrolle spielt O. W. Fischer. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ewald Gerhard Seeliger.  1932 gab es schon eine Verfilmung als Peter Voß, der Millionendieb. 1959 folgte, ebenfalls mit Fischer in der Hauptrolle, die Fortsetzung Peter Voss, der Held des Tages.

Handlung:

Peter Voss, ein Reiseschriftsteller und Weltenbummler sorgt mal wieder für Schlagzeilen: „Peter Voss rettet Prinzessin“, „Peter Voss beim Autorennen verletzt“, „Peter Voss zum Häuptling gewählt“, „Peter Voss im Ozean verschollen“ usw. Die junge Barbara Rottmann hört im Radio, dass Peter Voss aufgespürt worden ist und bereits wieder in Cuxhaven sei und reagiert freudig erregt. Kurz darauf steht er auch schon vor ihr und schließt sie in die Arme. Auch ihr Vater Hans Rottmann, ein Bankier, freut sich, den Freund wiederzusehen. Er erzählt Voss, dass er ein Juwelengeschäft mit Hongkong in den Sand gesetzt habe und nun in finanzielle Schwierigkeiten geraten sei. Voss macht den Vorschlag, einen Banküberfall zu inszenieren, um so das Geld, das die Versicherung zahlen müsse, zu kassieren, womit Rottmann dann saniert sei. Obwohl es im Tresor nichts zu stehlen gibt, zieht der Tausendsassa Peter Voss den Plan durch...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Wolfgang Becker
Drehbuch     Curt Johannes Braun, Gustav Kampendonk, E. G. Seeliger (Buch)
Produktion     Kurt Ulrich, Heinz Willeg
Musik     Hans-Martin Majewski
Kamera     Günther Senftleben, Klaus von Rautenfeld
Schnitt     Wolfgang Flaum

Besetzung:

    O. W. Fischer: Peter Voss
    Ingrid Andree: Barbara Rottmann
    Walter Giller: Bobby Dodd
    Margit Saad: Marion
    Mara Lane: Monique
    Peter Mosbacher: „der Baron“
    Peter Carsten: Willy
    Henri Cogan: Otto
    Boy Gobert: Ramon Cadalso
    Hans Leibelt: Hans Rottmann
    Ludwig Linkmann: Van Zanten, Juwelier
    Franz-Otto Krüger: Uhl
    Stanislav Ledinek: Hotel-Manager in Rio
    Panos Papadopulos: Doktor in Hongkong
    Gisela Schlüter: Krankenschwester in Hongkong

Der Film wurde mit sehr großem Aufwand an den folgenden Originalschauplätzen gedreht: In Lissabon, Rio de Janeiro, Mexiko-Stadt, Tokio, Hongkong, Barcelona, Berlin, Genua, Hamburg sowie in Marseille. Weitere Aufnahmen entstanden in den Bavaria Film-Studios in München-Geiselgasteig.

Es handelt sich um eine Kurt Ulrich-Filmproduktion für die UFA. Der Produzent Kurt Ulrich hatte für die Rolle Peter Voss ursprünglich fest mit Eddie Constantine gerechnet. Nachdem dieser kurzfristig abgesagt hatte, sprang O. W. Fischer ein.

Der Film lief in der Bundesrepublik Deutschland am 16. Oktober 1958 in der Lichtburg in Essen an.

http://dfiles.eu/files/lgwikavjm

Samstag, 13. April 2013

Nachts auf den Straßen (1951)


Nachts auf den Straßen ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1952 unter der Regie von Rudolf Jugert. Die Hauptrollen sind mit Hans Albers und Hildegard Knef besetzt.

Handlung:

Heinrich Schlüter arbeitet als selbstständiger Fernfahrer. Die Schulden, die er für den Kauf eines Anhängers auf sich genommen hat, drücken und zwingen ihn, immer wieder Extratouren zu fahren. Eines Nachts kommt er auf der Autobahn als erster zu einem Verkehrsunfall, bei dem gerade ein Mann ums Leben gekommen ist. Heinrich findet bei dem Toten einen Umschlag mit 20.000 DM, den er an sich nimmt. Er erfährt wenig später von der eingetroffenen Polizei, dass das nun vermisste Geld aus einem kriminellen Geschäft stammte. Seinen Plan, das Geld sofort zurückzugeben, gibt Heinrich auf, als die Polizei vermutet, dass ein Komplize des Toten mit dem Geld geflüchtet ist. In der gleichen Nacht nimmt Heinrich die attraktive Anhalterin Inge Hoffmann mit. Inge beginnt mit dem verheirateten Heinrich zu flirten...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Rudolf Jugert
Drehbuch     Fritz Rotter, Helmut Käutner
Produktion     Erich Pommer
Musik     Werner Eisbrenner
Kamera     Václav Vich
Schnitt     Fritz Stapenhorst

Besetzung:

    Hans Albers: Heinrich Schlüter
    Hildegard Knef: Inge Hoffmann
    Lucie Mannheim: Anna Schlüter
    Marius Goring: Kurt Willbrand
    Heinrich Gretler: Carl Falk, Spediteur
    Karin Andersen: Lieschen Brunnhuber
    Martin Urtel: Martin Brunnhuber
    Gertrud Wolle: Frau Jaguweit
    Hans Reiser: Franz, ihr Sohn
    Wolf Ackva: Klatte, Inhaber der Broadway-Bar
    Johanna König: Tänzerin in der Broadway-Bar
    Hans Zesch-Ballot: Kriminalinspektor Busch
    Hans Elwenspoek
    Hans Pössenbacher
    Margot Hielscher: Sängerin

Margot Hielscher singt in dem Film das Chanson "Schwarzer Kaffee" von Werner Eisbrenner (Musik) und Fritz Rotter (Text).

http://dfiles.eu/files/3rruxbix6

Donnerstag, 11. April 2013

Zeit zu Leben und Zeit zu sterben (1958)


Zeit zu leben und Zeit zu sterben ist ein in den USA unter der Regie von Douglas Sirk produzierter Film aus dem Jahr 1958. Der häufig genannte Titel Zeit zu leben Zeit zu sterben ist falsch. Der Filmtitel wurde nach dem für den US-Markt leicht abgewandelten Romantitel gewählt.

Handlung:

Ernst Gräber und seine Truppe befinden sich in Russland auf dem Rückzug. Obgleich sein Gewissen revoltiert, beteiligt er sich an der Liquidation russischer Partisanen...Das Ende dieses typisch amerikanischen Films ist sehr überraschend.

Stab:

Regie     Douglas Sirk
Drehbuch     Orin Jannings, Erich Maria Remarque
Produktion     Robert Arthur
Musik     Miklos Rozsa
Kamera     Russell Metty
Schnitt     Ted J. Kent

Besetzung:

    John Gavin: Ernst Gräber
    Liselotte Pulver: Elisabeth Kruse
    Jock Mahoney: Immermann
    Don DeFore: Hermann Böttcher
    Keenan Wynn: Reuter
    Erich Maria Remarque: Professor Pohlmann
    Dieter Borsche: Hauptmann Rahe
    Barbara Rütting: Partisanin
    Thayer David: Oscar Binding
    Charles Regnier: Joseph
    Dorothea Wieck: Frau Lieser
    Kurt Meisel: Heini
    Agnes Windeck: Frau Witte
    Clancy Cooper: Sauer
    John van Dreelen: Führungsoffizier
    Klaus Kinski: Untersturmführer
    Alice Treff: Frau Langer
    Alexander Engel: Luftschutzwart
    Dana J. Hutton: Hirschland
    Bengt Lindström: Steinbrenner
    Wolf Harnisch: Mücke
    Karl Ludwig Lindt: Dr. Karl Fresenburg
    Lisa Helwig: Frau Kleinert
    Alexander Welbat: Otto Binding
    Ralf Wolter: Feldmann

Der Film war bei der Oscarverleihung 1959 für den Besten Ton nominiert sicherlich vor allem deshalb, weil er die Luftangriffe der Alliierten eindrucksvoll allein über den ständig präsenten knurrenden Brummton der Geschwader zeigt. Eine weitere Nominierung erhielt er bei den Golden Globe Awards 1959 in der Kategorie Bester Film zur Förderung der Völkerverständigung. John Gavin gewann in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller. Bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 1958 lief er in der Auswahl.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque. Er wurde von Universal Pictures als Drehbuchautor angekündigt, jedoch hatte Remarque fast gar keinen Einfluss auf seine Gestaltung. Remarque protestierte in einem Brief an seinen Agenten Felix Guggenheim gegen seine Nennung als Drehbuchautor. Deshalb wurde er in den Credits auch nur als Autor der Vorlage genannt.

Verschiedene Kriegsszenen des Films wurden in den Ruinen der Ortschaften Hopfenohe, Bernreuth und Altenweiher auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr gedreht.

http://dfiles.eu/files/5b7qzzomg

Mittwoch, 10. April 2013

Franco - Wächter des Westens (2005)


Die biografische Dokumentation über den Mann, der fast 40 Jahre lang die Geschicke Spaniens lenkte, entstand aus Anlass seines 30. Todestages im Jahr 2005. Das filmische Porträt zeichnet den Lebensweg des Mannes nach, der sich selbst als Caudillo - als Retter Spaniens - sah, und versucht die auf Militarismus, reaktionäre Wertvorstellungen und Katholizismus basierende Weltsicht des Diktators auszuleuchten. Dabei wird das widersprüchliche Bild Francos vor allem durch die gegensätzlichen Aussagen von Kritikern sowie von treuen Gefolgsleuten und Verwandten und durch Archivbilder gezeichnet.

http://dfiles.eu/files/iohtcsj2l

Donnerstag, 28. März 2013

Stolz der Nation (2008)


Stolz der Nation. Der Vorspann rollt über die Leinwand wie eine Wolkenfront, die aus der Ferne näher kommt und über einen hinweg zieht. Oder – der wohl angebrachtere Vergleich – wie ein Bombergeschwader, das sich am Himmel bedrohlich auf den Betrachter zubewegt.

Zunächst erscheint der Hersteller, das "Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda", dann folgt der Filmtitel "Stolz der Nation", und schließlich werden wir informiert, dass das Werk "unter der Aufsicht von Dr. Joseph Goebbels" hergestellt worden sei. Das Produktionsdatum liegt allerdings nicht in den Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, sondern im Herbst 2008.

"Stolz der Nation" ist eine Fälschung. Auch wenn Goebbels tatsächlich Filme "beaufsichtigt" hat, hätte er dies nie im Vorspann publik gemacht. Er hätte sein Ministerium nicht als Auftraggeber enthüllt, denn die schnelle Lektion, welche er aus einer ersten Welle erfolgloser Propagandafilme gezogen hatte, lautete: Propaganda darf nicht als solche erkennbar sein.

Der sadistische Pornofilmer Eli Roth inszenierte den Kurzfilm Stolz der Nation mit Daniel Brühl als Frederick Zoller.

Als eine von Eli Roth sicher nicht gewollte Satire auf aktuelle Amerikanische Kriegsverherrlichungsfilme sehr gut gelungen!

http://dfiles.eu/files/d9nkn4pwu

Montag, 4. März 2013

Kriegerin (2011, nederlandse ondertitels)


Kriegerin ist ein deutscher Spielfilm von Regisseur David Wnendt über die Neonazi-Szene in Deutschland.

Handlung:

Die 20-jährige Marisa ist Teil einer rechtsradikalen Jugendclique in einer ostdeutschen Kleinstadt im ländlichen Raum. Ihr Leben ist geprägt von Hass auf Migranten, Juden, die Polizei und eigentlich jeden, der nicht in ihr Weltbild passt. Körperliche Gewalt spielt eine zentrale Rolle im Alltag der Clique, der auch ihr Freund Sandro angehört. Nachdem die Gruppe an einem Badesee die beiden afghanischen Asylbewerber Jamil und Rasul fremdenfeindlich beschimpft und erniedrigt, entsteht ein Streit, in dessen Folge Marisa Jamil und Rasul mit ihrem Auto rammt und Jamil schwer verletzt. Nicht zuletzt auch weil Rasul danach in dem örtlichen Supermarkt, in dem Marisa zusammen mit ihrer Mutter als Kassiererin arbeitet, auftaucht, um Essen bittet und ihr seine hilflose Lage schildert, bekommt sie Gewissensbisse und beginnt, Rasul zunächst mit Essen und einem Schlafplatz sowie später auch in dessen Vorhaben, zu seiner Familie nach Schweden zu fahren, zu unterstützen. Parallel zu Marisas allmählichem Ausstieg aus der Szene findet dagegen die 15-jährige, aus bürgerlichem Haus stammende Svenja verstärkt Anschluss zur rechten Szene, lernt Marisa auf einer Neonazi-Party kennen und ist ab diesem Zeitpunkt akzeptiertes Mitglied der rechten Clique...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     David Wnendt
Drehbuch     David Wnendt
Produktion     Eva-Marie Martens
Musik     Johannes Repka
Kamera     Jonas Schmager
Schnitt     Andreas Wodraschke

Besetzung:

    Alina Levshin: Marisa
    Jella Haase: Svenja
    Sayed Ahmad Wasil Mrowat: Rasul
    Gerdy Zint: Sandro
    Lukas Steltner: Markus
    Uwe Preuss: Oliver
    Winnie Böwe: Andrea
    Rosa Enskat: Bea
    Haymon Maria Buttinger: Clemens
    Klaus Manchen: Großvater Franz

Die gewaltverherrlichenden Nazisongs des Films schrieb der Musiker Johannes Repka speziell für den Soundtrack und spielte sie mit Mitgliedern von Oi!-Punk-Bands ein. Die Musiker distanzieren sich im Abspann von den Liedern. Eine Veröffentlichung der Stücke ohne Filmbilder wurde vertraglich ausgeschlossen.

 Der Film zeigt die rechte Szene so, wie die Mehrheit der Deutschen sie wohl gerne sehen will: Nazis sind saufende, prügelnde Verlierertypen mit eintätowierten Hakenkreuzen und Springerstiefeln. Die politischen Ansichten der Hauptfiguren bleiben holzschnittartig, Anknüpfungspunkte an gesellschaftlich mehrheitsfähige Diskurse werden nicht benannt. Der Blick wird auf den sogenannten Rand der Gesellschaft gelenkt, auf eine kleine Gruppe von Delinquenten mit Desintegrationserfahrungen.

http://dfiles.eu/files/tq1bucvcj

Freitag, 1. März 2013

Über Galgen wächst kein Gras (2005)


Zum ersten Mal brechen die "Rotjacken" von Landsberg ihr Schweigen - jene zum Tode Verurteilten, die oft jahrelang die "rote Jacke" des Todeskandidaten im "Death Block" der Feste Landsberg trugen. Und obwohl seitdem Jahrzehnte vergangen sind, haben die Misshandelten bis heute geschwiegen. Erst nachdem die Medien in jüngster Zeit über US-Folterungen in irakischen Gefängnissen berichteten und Fotos die Vorgehensweise amerikanischer "Verhörspezialisten" belegen, waren die letzten noch lebenden Augenzeugen bereit, ihr Schweigen zu brechen. Ihre Aussagen sind ebenso schockierend wie erschütternd, und nicht wenige der aufgezeigten Einzelheiten zeugen von einer Kontinuität US-amerikanischer Verhörpraktiken, wie sie vom Ende des Zweiten Weltkriegs über Vietnam bis hin zu Abu Ghraib zum Einsatz kamen.

Zugleich wird der historische Hintergrund um den sogenannten "Malmedyprozeß" des Jahres 1946 beleuchtet, bei dem in einem regelrechten Schauprozeß die US-Folterer "Geständnisse" erpressten und diese als Basis für zahllose Todesurteile und hohe Freiheitsstrafen mißbrauchten - ohne für ihr Tun jemals zur Verantwortung gezogen zu werden.

http://dfiles.eu/files/5hzygb5rc

Mittwoch, 27. Februar 2013

Canaris (1954)


Canaris ist eine deutsche Filmbiographie aus dem Jahr 1954. Im Mittelpunkt steht Admiral Wilhelm Canaris, der Leiter des deutschen Militär-Geheimdienstes während des Zweiten Weltkriegs.

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Alfred Weidenmann
Drehbuch     Erich Ebermayer, Herbert Reinecker
Produktion     Fama-Film (Friedrich A. Mainz)
Musik     Siegfried Franz
Kamera     Franz Weihmayr
Schnitt     Ilse Voigt

Besetzung:

    O. E. Hasse: Wilhelm Canaris
    Adrian Hoven: Oberleutnant Althoff
    Barbara Rütting: Irene von Harbeck
    Martin Held: Reinhard Heydrich
    Wolfgang Preiss: Oberst Holl
    Peter Mosbacher: Fernandez
    Arthur Schröder: Herr von Harbeck
    Charles Regnier : Baron Trenti
    Franz Essel: Beckmann
    Herbert Wilk: Oberst Degenhard
    Klaus Miedel: Französischer Hauptmann
    Alice Treff: Fräulein Winter, Sekretärin
    Ilse Fürstenberg: Frau Lüdtke
    Oskar Lindner: Beamter der Gestapo
    Nora Hagist: Luftwaffenhelferin
    Friedrich Steig: Major Ullmann
    Otto Braml: Hauptmann Behrens
    Joseph Offenbach: Taxifahrer in Paris
    Arno Paulsen: Taxifahrer in Berlin
    Arthur Wiesner: Techniker Radtke

Ein Ausschnitt aus der Wochenschau, der die jubelnde Bevölkerung beim Einmarsch Hitlers in Wien 1938 zeigte, musste auf Intervention der FSK und des Auswärtigen Amtes wegen befürchteter ungünstiger Auswirkungen bei der Präsentation des Filmes im Ausland entfernt werden.

Diese Version ist unzensuriert.

http://dfiles.eu/files/k0wugiswq

Freitag, 15. Februar 2013

Der Baader Meinhof Komplex (2008, TV-Fassung)


Der Baader Meinhof Komplex aus dem Jahr 2008 schildert Vorgeschichte und Aktionen der Rote Armee Fraktion von 1967 bis 1977.

Handlung:

Beim Staatsbesuch des Schah Mohammad Reza Pahlavi in West-Berlin kommt es zur gewaltsamen Auflösung einer Demonstration, bei der Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg vor der Deutschen Oper erschießt. Studentenführer Rudi Dutschke, Redner am Vietnam-Kongress im Audimax der TU Berlin, wird auf offener Straße von einem jungen Hilfsarbeiter angeschossen und schwer verletzt. Als Reaktion folgt ein Protest gegen den Axel-Springer-Verlag, an dem auch Ulrike Meinhof teilnimmt. Nach der Brandstiftung in zwei Frankfurter Kaufhäusern als Protest gegen den Vietnamkrieg werden die Täter am nächsten Tag festgenommen. Meinhof schreibt als Journalistin über den Prozess und lernt dabei die angeklagten Studenten Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Andreas Baader kennen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Uli Edel
Drehbuch     Bernd Eichinger
Produktion     Bernd Eichinger
Musik     Peter Hinderthür, Florian Tessloff
Kamera     Rainer Klausmann
Schnitt     Alexander Berner

Besetzung in der Reihenfolge ihres Auftretens:

    Martina Gedeck: Ulrike Meinhof
    Hans-Werner Meyer: Klaus Rainer Röhl
    Jasmin Tabatabai: Hanne
    Volker Bruch: Stefan Aust
    Jan Josef Liefers: Peter Homann
    Christian Näthe: Jochen
    Martin Glade: Benno Ohnesorg
    Leonie Brandis: Friederike Dollinger
    Johanna Wokalek: Gudrun Ensslin
    Michael Gwisdek: Helmut Ensslin
    Thomas Winter: Bernward Vesper
    Moritz Bleibtreu: Andreas Baader
    Johannes Suhm: Thorwald „Thorsten“ Proll
    Tom Schilling: Josef Bachmann
    Sebastian Blomberg: Rudi Dutschke
    Simon Licht: Horst Mahler
    Vinzenz Kiefer: Peter-Jürgen Boock
    Katharina Wackernagel: Astrid Proll
    Bruno Ganz: Horst Herold
    Heino Ferch: Herolds Assistent
    Susanne Bormann: Petra „Peggy“ Schoenau
    Peter Schneider: Gerhard Müller
    Anna Thalbach: Ingrid Schubert
    Alexandra Maria Lara: Petra Schelm
    Nina Eichinger: Telefonistin Springer Verlag
    Smail Mekki: Abu Hassan
    Daniel Lommatzsch: Christian Klar
    Andreas Tobias: Manfred Grashof
    Annika Kuhl: Irmgard Möller
    Stipe Erceg: Holger Meins
    Niels Bruno Schmidt: Jan-Carl Raspe
    Sunnyi Melles: Frau Buddenberg
    Nadja Uhl: Brigitte Mohnhaupt
    Hannah Herzsprung: Susanne Albrecht
    Michael Schenk: Siegfried Haag
    Britta Hammelstein: Hanna Krabbe
    Sandra Borgmann: Sieglinde Hofmann
    Christian Blümel: Siegfried Hausner
    Hans Peter Hallwachs: Günter von Drenkmann
    Thomas Thieme: Richter Dr. Prinzing
    Alexander Held: Siegfried Buback
    Hubert Mulzer: Jürgen Ponto
    Kirsten Block: Ignes Ponto
    Hannes Wegener: Willi-Peter Stoll
    Bernd Stegemann: Hanns Martin Schleyer
    Andreas Borcherding: Pastor
    Alexander Grünberg: Polizeibeamter
    Albert Mollenkopf: Anwalt

Der Film folgt weitgehend dem gleichnamigen Sachbuchbestseller von Stefan Aust. Eichinger und Edel erhoben den Anspruch größtmöglicher Authentizität. Sie betonten, mit welcher Akribie sie die Bilder nachgestellt hätten. Man brachte an Fahrzeugen übereinstimmende Kfz-Zeichen an und zählte die Schüsse gemäß der Polizeiberichte präzise ab. Das Regal in Meinhofs Zelle wurde mit jeder LP und jedem Buch in genau derselben Reihenfolge aufgebaut, und bei Nacktauftritten sorgten Schamhaar-Perücken für Übereinstimmung mit damaligen Gepflogenheiten.

http://dfiles.eu/files/o7xoee73i

Samstag, 9. Februar 2013

Heute heiratet mein Mann (1956)


Heute heiratet mein Mann ist eine deutsche Filmkomödie von Kurt Hoffmann aus dem Jahr 1956. Der Film basiert auf dem Exilroman "Heut heiratet mein Mann" (1940) von Annemarie Selinko.

Handlung:

Thesi Petersen aus Zürich ist eine junge Modeschöpferin und lebt, von ihrem Mann Robert geschieden, allein in einer kleinen Dachwohnung in Hamburg. Sie ist chaotisch, aber hübsch und immer fröhlich. Von Männern wird sie umschwärmt, sobald diese erfahren, dass sie von ihrem Mann geschieden ist. Nur ihr Zahnarzt Dr. Agartz zeigt sich bei einer Behandlung zerstreut, erkennt sie nicht und offenbart ihr in der Praxis, dass Robert wieder heiraten wird und sowieso nur seine Ex an der Trennung schuld war. Thesi zeigt sich verstimmt. Erinnerungen an ihre Ehe mit Robert führen zu der Erkenntnis, dass beide sich immer nur um Kleinigkeiten gestritten haben...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Kurt Hoffmann
Drehbuch     Johanna Sibelius, Eberhard Keindorff
Produktion     Georg Witt für Georg Witt-Film
Musik     Hans-Martin Majewski
Kamera     Günther Anders
Schnitt     Gertrud Hinz

Besetzung:

    Liselotte Pulver: Thesi Petersen
    Johannes Heesters: Robert Petersen
    Paul Hubschmid: Georg Lindberg
    Gustav Knuth: Karl Nielsen
    Charles Regnier: Niki Springer
    Gundula Korte: Karin Nielsen
    Eva Maria Meineke: Betsy
    Ingrid van Bergen: Ulla Radtke, Mannequin
    Ernst Waldow: Direktor Wilhelm Anders
    Lina Carstens: Tante Erna
    Margarete Haagen: Schwester Theophenia
    Werner Finck: Dr. Agartz, Zahnarzt
    Fritz Hinz-Fabricius: Chefarzt des Krankenhauses
    Herta Saal: Frau Nielsen
    Carla Rust

http://dfiles.eu/files/7a2ut6voi

Donnerstag, 7. Februar 2013

Das Phantom (2000)


Das Phantom ist eine preisgekrönte TV-Produktion des Jahres 2000. Der Film ist ein Politthriller auf der Grundlage des Buches Das RAF-Phantom, der die verbreitete Verschwörungstheorie zum Attentat auf Alfred Herrhausen in Szene setzt. Der Film spielt mit einigen Rückblenden und Originalmaterial des Attentats.

Handlung:

Eigentlich ist es nur eine Routineobservation der Polizisten Leo Kramer (Jürgen Vogel) und dessen Freund und Kollegen Pit Roth (Hilmi Sözer). Aus Langeweile vertreibt man sich die Zeit und singt alte Lieder aufs Observationsband (Rio Reisers König von Deutschland). Bis was passiert, kann man es ja wieder löschen. Dann verlässt Leo den Wagen, um Kaffee zu holen. Genau zu diesem Zeitpunkt erscheinen die erwarteten Personen, und als Leo nur eine Minute später zurückkommt, findet er alle kaltblütig ermordet...

http://dfiles.eu/files/z42gt5snr

Sonntag, 3. Februar 2013

Stammheim - Die Baader-Meinhof Gruppe vor Gericht (1986)


Dokumentarspielfilm, eine komprimierte Darstellung der szenisch verdichteten, wichtigsten Phasen des sogenannten Baader-Meinhof-Prozesses in Stuttgart Stammheim. Mehr Bühnespiel als Film.

Die Bundesrepublik im Mai 1975: Nachdem sie drei Jahre in Isolationshaft im Hochsicherheitsgefängnis von Stammheim verbracht haben, beginnt unter Leitung des Richters Foth (Ulrich Pleitgen) der Mordprozess gegen die vier führenden RAF-Kämpfer Andreas Baader (Ulrich Tukur), Ulrike Meinhof (Therese Affolter), Gudrun Ensslin (Sabine Wegner) und Jan-Carl Raspe (Hans Kremer). Schon zu Beginn des Prozesses, der von den Angeklagten als Schauprozess bezeichnet wird, gibt es jedoch die ersten Probleme. Die Angeklagten treten gemeinsam in einen Hungerstreik und verweigern jegliche Aussage, um bessere Haftbedingungen zu erreichen. Der Vorsitzende und der gesamte Justizapparat insgesamt sind mit dem Fall absolut überfordert und es beginnt ein fast zweijähriger Justizalbtraum für alle Beteiligten, der schließlich mit dem Tod der Angeklagten endet…

Regie:     Reinhard Hauff
Kamera:     Frank Brühne
Drehbuch:     Stefan Aust
Editor:     Heidi Handorf
Musik:     Marcel Wengler
Kostümbildner:     Sabine Birker
Maske:     Sybille Ehrl, Petra Peters-Wenthe

http://dfiles.eu/files/dd9vnp918

Donnerstag, 24. Januar 2013

Bevor die Friesen Christen wurden (1996)


Auf Spurensuche zwischen Sylt, der Insel der Toten, und Helgoland, heiliges Land des Fosite, untersucht diese Dokumentation die friesischen Kultorte vorchristlicher Zeit. Das heute noch praktizierte Biekebrennen, ein dem Gott Weda zugeordnetes Ritual, macht deutlich, dass manch ein heidnischer Brauch die Jahrhunderte überlebt hat, auch wenn der ursprüngliche Sinn oft in Vergessenheit geriet.

http://dfiles.eu/files/yebd9empd

Donnerstag, 10. Januar 2013

Des Teufels General (1955)


Des Teufels General ist ein deutscher Schwarzweiß-Spielfilm nach Carl Zuckmayers gleichnamigem Drama von 1945 mit Curd Jürgens in der Hauptrolle.

Handlung:

Deutschland im Dezember 1941. Während des Zweiten Weltkriegs sucht die Führung der gefürchteten SS aus strategischen Gründen die Nähe des berühmten Luftwaffengenerals Harras. Dieser ist ein erfahrener Veteran des Ersten Weltkriegs sowie passionierter Pilot. Der weltoffene, charmante Harras teilt allerdings nicht die Ideologie der NS-Diktatur und verspottet diese. Neben dem Fliegen hegt er nur Affinitäten zu Frauen und Alkohol.

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Helmut Käutner
Drehbuch     Georg Hurdalek, Helmut Käutner, Gyula Trebitsch
Produktion     Walter Koppel und Real-Film GmbH
Musik     Friedrich Schröder
Kamera     Albert Benitz

Besetzung:

    Curd Jürgens: General Harry Harras
    Marianne Koch: Dorothea 'Diddo' Geiss
    Viktor de Kowa: SS-Gruppenführer Schmidt-Lausitz
    Karl John: Oberst-Ingenieur Karl Oderbruch
    Eva Ingeborg Scholz: Waltraut 'Pützchen' Mohrungen
    Harry Meyen: Leutnant Hartmann
    Bum Krüger: Hauptmann Lüttjohann
    Paul Westermeier: Otto Korrianke, Fahrer von Harras
    Camilla Spira: Kammersängerin Olivia Geiss
    Erica Balqué: Anne Eilers
    Albert Lieven: Oberst Friedrich Eilers
    Karl Ludwig Diehl: Generaldirektor Mohrungen
    Beppo Brem: Hauptmann Pfundtmayer
    Werner Fuetterer: Baron von Pflunck
    Joseph Offenbach: Hauptsturmführer Zernick
    Wolfried Lier: Kellner Detlev
    Ingrid van Bergen: Lyra Schöppke
    Wolfgang Neuss: Polizei-Fotograf
    Robert Meyn: Generalleutnant von Stetten
    Hans Daniel: Hauptmann Hassdenteufel
    Inge Meysel: Frau Korrianke
    Werner Riepel: Kleinschmidt, Görings Fahrer
    Werner Schumacher: SS-Wachtmeister
    Gerd Vespermann: Theaterregisseur Rösler
    Horst Beck: 2. SD-Beamter

Als Vorbild für die Figur Harras diente der Flieger und Luftwaffengeneral Ernst Udet (flog im Ersten Weltkrieg gemeinsam mit Göring in Manfred von Richthofens Fliegerstaffel), der 1941 offiziell bei der Erprobung eines neuen Flugzeuges tödlich verunglückte, sich aber in Wirklichkeit selbst erschoss. Er war mit Zuckmayer befreundet.

Drehort waren die Real-Film-Studios in Hamburg-Wandsbek, die Außenaufnahmen fanden in Hamburg-Fuhlsbüttel und Berlin statt. Regisseur Helmut Käutner ist im Film als Görings Schatten zu sehen.

Bei den gezeigten zweimotorigen Kampfflugzeugen handelt es sich um Junkers Ju 86 in der "K"-Version mit Bristol-Mercury-Benzin-Sternmotoren, die, teilweise von SAAB in Lizenz gebaut, nur von der Schwedischen Luftwaffe eingesetzt worden waren und von dort für Aufnahmen zur Verfügung gestellt wurden.

http://depositfiles.com/files/izcrc9svc

Samstag, 29. Dezember 2012

Scampolo (1958)


Scampolo ist eine romantische Filmkomödie mit Romy Schneider aus dem Jahr 1958. Es handelt sich um eine Neuverfilmung von Scampolo, ein Kind der Straße (1932). Auf italienisch bedeutet Scampolo etwa „Stoffrest“ oder „übriggebliebenes Stück“.

Handlung:

Auf der italienischen Insel Ischia arbeitet das siebzehnjährige Waisenmädchen Scampolo als Fremdenführerin. Zudem trägt sie Wäsche für Marietta aus. Dabei trifft sie auf den mittellosen Nachwuchsarchitekten Costa. Obwohl Marietta sie vor den Männern warnt, beginnt zwischen Scampolo und ihm eine Liebe zu keimen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Alfred Weidenmann
Drehbuch     Franz Hoellering, Ilse Lotz-Dupont, Herbert Reinecker
Produktion     Herbert Tischendorf
Musik     Hans-Martin Majewski
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Carl Otto Bartning

Besetzung:

    Romy Schneider: Scampolo
    Paul Hubschmid: Costa
    Georg Thomalla: Andreas Michaelis
    Eva Maria Meineke: Sabina
    Franca Parisi: Franca
    Peter Carsten: Cesare
    Wolfgang Wahl: Baptiste
    Elisabeth Flickenschildt: Marietta
    Willy Millowitsch: Bürgermeister
    Stanislav Ledinek: Flavio
    Arno Paulsen
    Walter Rilla: Lombardo
    Viktor de Kowa: Minister
    Umberto Spadaro

http://depositfiles.com/files/k2ilq5and

Freitag, 28. Dezember 2012

Opernball (1956)


Opernball ist eine österreichische Verwechslungskomödie von Ernst Marischka aus dem Jahr 1956.

Handlung:

In Wien ist Opernball und so treffen die unterschiedlichsten Männer mit unterschiedlichsten Ausreden in Wien bei Georg Dannhauser ein, um unbemerkt von ihren Frauen am Ball teilnehmen zu können. Paul Hollinger ist mit seiner Frau Helene zu seinem Freund Georg gekommen und gibt vor, geschäftlich in der Stadt zu tun zu haben. Eduard von Lamberg, der Onkel Georgs, hat eine Krankheit vorgetäuscht und muss nun plötzlich in Wien zum Arzt, will in Wirklichkeit die Zeit jedoch für den Ball nutzen. Und auch Georg selbst will Arbeit vortäuschen, da er mit seiner heimlichen Geliebten Mizzi am Ball teilnehmen will.

Da Mizzi jedoch ständig in der Villa anruft, ahnt Georgs Frau Elisabeth, dass ihr Mann eine Affäre hat. Mit Pauls Frau Helene schmiedet sie einen Plan: Beide schreiben dem Gatten der jeweils anderen einen anonymen Brief, in dem sie sich mit ihnen auf dem Ball verabreden...

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Ernst Marischka
Drehbuch     Ernst Marischka
Produktion     Karl Ehrlich für Erma, Wien
Musik     Richard Heuberger
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Alfred Srp

Besetzung:

    Johannes Heesters: Georg Dannhauser
    Hertha Feiler: Elisabeth, seine Frau
    Josef Meinrad: Paul Hollinger
    Sonja Ziemann: Helene Hollinger, seine Frau
    Adrian Hoven: Richard Stelzer
    Rudolf Vogel: Eduard von Lamberg
    Fita Benkhoff: Hermine, seine Frau
    Theo Lingen: Philipp, Diener bei Dannhauser
    Dorit Kreysler: Hanni, Dienstmädchen bei Dannhauser
    Frances Martin: Mizzi Schuster
    Hans Moser: Anton Hatschek, Oberkellner

Opernball beruht auf Motiven der Operette Der Opernball von Richard Heuberger. Verschiedene Lieder sind im Film zu hören, darunter Heute ist Karneval, Komm’ mit mir ins chambre séparée und Wenn ich träume, träum ich nur von dir. Der Film erlebte am 30. August 1956 im Stuttgarter Gloria seine Premiere.

Bereits 1939 inszenierte Géza von Bolváry eine Filmversion dieser Operette. In der Fassung von 1956 übernahmen Theo Lingen und Hans Moser erneut ihre bereits 1939 gespielten Rollen.

Bis Ende der 1990er-Jahre galt der Streifen als verschollen. Dann fand sich durch Zufall eine Positivkopie in einem abbruchreifen Münchner Wohnhaus sowie in weiterer Folge eine längst verloren geglaubte Negativkopie im Österreichischen Filmmuseum. Die Kirch-Gruppe ließ den Film von der unternehmenseigenen Taurus-Filmgesellschaft in fünfmonatiger Detailarbeit aufwendig digital restaurieren, die Kosten beliefen sich auf rund 50.000 Euro. Der völlig wiederhergestellte Film wurde am 18. Februar 1998 erstmals im Fernsehen (ORF2) ausgestrahlt.

http://depositfiles.com/files/i27jdr6dl

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Der 20. Juli (1955)


Der Film Der 20. Juli erzählt die Geschichte des Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944. Die Geschehnisse des 20. Juli werden als Rückblende erzählt. Von den beiden sich an die Ereignisse erinnernden fiktiven Personen - der für Verschwörer arbeitende OKW-Sekretärin Hildegard Klee und den sich von Hitleranhänger zum Gegner wandelnden Hauptmann Lindner − erzählt der Film die Geschichte eng an den historischen Tatsachen in einem fast dokumentarischen Stil.

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Falk Harnack
Drehbuch     Falk Harnack, Werner Jörg Lüddecke, Günther Weisenborn
Produktion     Artur Brauner
Musik     Herbert Trantow
Kamera     Karl Löb
Schnitt     Kurt Zeunert

Besetzung:

    Wolfgang Preiss: Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg
    Annemarie Düringer: Hildegard Klee
    Robert Freitag: Hauptmann Lindner
    Fritz Tillmann: General Henning von Tresckow
    Werner Hinz: Generaloberst Ludwig Beck
    Paul Esser: Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben
    Wolfgang Büttner: General der Infanterie Friedrich Olbricht
    Hans Zesch-Ballot: Generalleutnant Erich Hoepner
    Karl Klüsner: General der Nachrichtentruppen Erich Fellgiebel
    Herbert Wilk: Oberst Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim
    Ernst Lothar: Oberleutnant Werner von Haeften
    Heinz Giese: Oberleutnant - Ordonnanz bei von Tresckow
    Paul Bildt: Oberbürgermeister a.D. Dr. Carl Friedrich Goerdeler
    Maximilian Schell: Mitglied des Kreisauer Kreises
    Erich Schellow: Evangelischer Pfarrer
    Ernst Stahl-Nachbaur: Feldmarschall, Oberbefehlshaber einer Heeresgruppe
    Georg Gütlich: Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
    Siegfried Schürenberg: Generaloberst Friedrich Fromm
    Werner Peters: Oberstleutnant H.
    Paul Wagner: General der Panzertruppen
    Rolf Möbius: Ordonnanzoffizier
    Konrad Wagner: Gewerkschaftsführer Küfer / Julius Leber
    Erwin Kalser: Dr. med. Adler
    Alfred Schieske: Arbeiter Juhnke
    Margot Leonard: Erika Juhnke
    Claus Holm: Oberleutnant
    Erich Dunskus: Nachbar
    Peter Mosbacher: Major Otto Ernst Remer
    Charlotte Ander: Frau Nessel
    Manfred Meurer: SS-Standartenführer
    Wolfgang Eichberger: Oberstleutnant
    Paul Hoffmann: Generalfeldmarschall Mitte
    Herbert Stass: Willy - junger Arbeiter
    Ernst Schröder: SS-Obergruppenführer Ernst Kaltenbrunner
    Axel Monjé: SS-Brigadeführer
    Edgar Ott: Adjutant
    Arno Paulsen: Luftschutzwart Nessel

Falk Harnack selbst engagierte sich während der nationalsozialistischen Zeit im Widerstand. Gemeinsam mit dem Widerstandskämpfer und Schriftsteller Günther Weisenborn erarbeitete er das Drehbuch. Einer der Berater war außerdem Rudolph-Christoph Freiherr von Gersdorff, der eng mit Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei der Vorbereitung des Attentats auf Hitler zusammengearbeitet hatte.

Der Film erlebte im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele Berlin 1955 am 21. Juni 1955 seine Welturaufführung. Schon während der Dreharbeiten entstand ein absurder Wettstreit um die frühere Fertigstellung des Films, da Georg Wilhelm Pabst zur gleichen Zeit zum gleichen Thema einen Film drehte. Sein Werk mit dem Titel Es geschah am 20. Juli hatte seine Uraufführung am 19. Juni 1955. Der Unterschied zwischen beiden Filmen besteht darin, dass Harnack auch dem weiteren Kreis des Widerstandes in dem Film eine Stimme gibt, während Pabst sich ausschließlich auf die Ereignisse des 20. Julis konzentriert.

http://depositfiles.com/files/foui4j4br

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Vater sein dagegen sehr (1957)


Vater sein dagegen sehr ist ein deutscher Spielfilm von Kurt Meisel aus dem Jahr 1957. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Horst Biernath aus dem Jahr 1953. Die Uraufführung war am 12. September 1957.

Handlung:

Schriftsteller Lutz Ventura bekommt eines Tages die Nachricht, dass seine Schwester gestorben ist. Sie hinterlässt zwei Kinder, die er nach der Beerdigung vorübergehend bei sich aufnimmt, da Frau Roeckel, die Schwester des vor fünf Jahren gestorbenen Vaters der Kinder, mit ihrem Mann in Urlaub fährt.

Lutz und die Kinder freunden sich sehr an. Die beiden möchten nicht mehr weg von ihrem Onkel, doch der hat in seiner Turmwohnung nicht viel Platz, hat nur wenig Geld und möchte demnächst heiraten...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Kurt Meisel
Drehbuch     Hans Jacoby
Produktion     Kurt Ulrich
Musik     Michael Jary
Kamera     Kurt Hasse
Schnitt     Wolfgang Wehrum

Besetzung:

    Heinz Rühmann: Lutz Ventura
    Marianne Koch: Margot Sonnemann
    Hans Leibelt: Pfarrer Miesbach
    Paul Esser: Friedrich Roeckel
    Edith Schollwer: Ottilie Roeckel
    Agnes Windeck: Fürsorgerin
    Luigi Malipiero: Briefträger
    Franz-Otto Krüger: Standesbeamter
    Kurt Meisel: Schneider
    Maren-Inken Bielenberg: Traudl
    Rolf Pinegger: Rudi, Knabe
    Hans Waldemar Anders: Schulvorsteher

http://depositfiles.com/files/fcibrn1v7

Montag, 24. Dezember 2012

Im weißen Rößl (1952)


Im weißen Rößl ist eine deutsche Operettenverfilmung von Willi Forst aus dem Jahr 1952.

Handlung:

Der neue Oberkellner im Weißen Rößl in Sankt Wolfgang im Salzkammergut, Leopold, ist in die Rößlwirtin Josefa verliebt. Er schickt ihr jeden Tag rote Rosen, doch glaubt Josefa, sie seien eine Liebesgabe von Dr. Otto Siedler, einem Stammgast des Rößl, den wiederum Josefa liebt...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Willi Forst
Drehbuch     Horst Budjuhn, Erik Charell, Harry Halm
Produktion     Günther Stapenhorst für Carlton/Styria
Musik     Ralph Benatzky, Werner Eisbrenner
Kamera     Günther Anders
Schnitt     Doris Zeltmann, Margot von Schlieffen

Besetzung:

    Johanna Matz: Rößlwirtin Josefa Vogelhuber
    Johannes Heesters: Dr. Otto Siedler
    Walter Müller: Oberkellner Leopold
    Rudolf Forster: Kaiser
    Paul Westermeier: Giesecke
    Marianne Wischmann: seine Tochter Ottilie
    Sepp Nigg: Prof. Hinzelmann
    Ingrid Pan: seine Tochter Klärchen
    Ulrich Beiger: Sigismund
    Walter Koch: Piccolo Gustl
    Klaus Pohl: Bettler Loidl
    Alfred Pongratz: Bürgermeister
    Meggie Rehrl-Hentze: verliebte Frau
    Jean Gargoet: verliebter Mann
    Ady Berber: Gepäckträger im Weißen Rößl
    Walter Jura: Sänger
    Christine Kaufmann

Im weißen Rößl entstand nach dem Lustspiel Im weißen Rößl von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg sowie dem gleichnamigen Singspiel von Hans Müller und Erik Charell. Der Film wurde im September und Oktober 1952 im Filmatelier München-Schwanthaler Höh gedreht. Ursprünglich war Paula Wessely für die Rolle der Rösslwirtin vorgesehen, war jedoch vertraglich an eine andere Produktionsfirma gebunden, sodass die Rolle der Wirtin für die jüngere Johanna Matz umgeschrieben wurde. Vor und während der Dreharbeiten kam es immer wieder zu Spannungen: Zunächst sprangen Karl Hartl und Helmut Käutner als Regisseure des Films ab, da sie mit dem als schwierig geltendem künstlerischen Oberleiter Erik Charell nicht zusammenarbeiten wollten. Willi Forst wiederum kam mit den Darstellern in Konflikt, da er ihnen keine Eigeninterpretation der Rollen erlaubte.

http://depositfiles.com/files/hpqbzazr6

Samstag, 22. Dezember 2012

So war der deutsche Landser (1955)


So war der deutsche Landser ist ein Dokumentarfilm der fast nur zusammengestellt ist aus Kriegswochenschauen. Gegen die Wochenschau-Ausschnitte an sich hatte die FSK nichts einzuwenden. Wochenschau-Montagen hatten schon die Filme "So war unser Rommel", "Beiderseits der Rollbahn" und "Bis fünf nach zwölf" in geschickterer Mischung geboten. Die "Süddeutsche Zeitung" jedenfalls bezeichnete Weckers Produkt (Herstellungskosten: ganze 200 000 Mark) treffend als "abendfüllende Klebe-Arbeit" und "Die Welt" fragte: " So war der deutsche Landser? Ach nein, so war die Wochenschau."

Was den Selbstkontrolleuren mißfiel, war der Text. "Die militaristische Tendenz des Landserfilms entsteht", so formulierte die FSK, "ganz allein durch die reißerische, pointierte Form (des Textes)..., die eine rückhaltlose Anerkennung der Waffenanwendung ohne ethischen Hintergrund ausdrückt, so daß das gezeigte Kriegsgeschehen glorifiziert und als Heldenepos wirkt."

Gerade den von ihm und seinem Militärberater Graf Bossi-Fedrigotti verfaßten Text aber hält Produzent Wecker, ehemaliger Panzerhauptmann und Träger des goldenen Verwundetenabzeichens, für das "wesentliche Stil-Element" des Filmes. "So war der deutsche Landser" solle den zweiten Weltkrieg ja aus der Sicht des Infanteristen zeigen. "Und da muß man den Landser denn auch so sprechen lassen, wie er es sieht."

Das hört sich in Weckers Film so an:

▷ "Wenn du auf freier Steppe aus der Hose mußt, muß das ganz schnell gehen, sonst hast du dir den Hintern angefroren... Kollektivschiß nennt man so was."

▷ "Wer in einer solchen Bratröhre (Panzer) durch die afrikanische Wüste rasselt, dem ringeln sich Dampfwölkchen aus den Ohren. Dafür (Soldaten braten

Spiegelei auf Panzerplatte) konnten wir in Rußland aus einer Feldflasche voll Negerschweiß in Sekundenschnelle Mokka-Eis machen."

▷ "Die Stellungen der Tommies (El Alamein) wurden von uns völlig zerackert und durch den Wolf gedreht."

▷ "Wir glauben ja nicht, daß die Tommies so dumm sind, sich hier (Atlantikwall) die Köpfe einzurennen. Aber man hat schon Pferde kotzen sehen."

In Weckers Text ist der deutsche Landser "kein Verrückter und kein Held". Er ist, "geduldig und stur wie ein Muli", in den Krieg "hineingeschlittert", bis 1944 bei der Invasion "auch dem Schützen A... im letzten Glied" klar wurde, daß er "bei der falschen Feldpostnummer war".

Die Gegner hatten es auch nicht besser: "Die anderen beißen genau so ungern ins Gras wie wir...", erläutert der Sprecher. "Den Landsern drüben paßt das natürlich auch nicht, aber was sollen sie machen? ... Im Augenblick (bei der Invasion) geht ihnen (den Tommies) aber bestimmt irgendwas mit Grundeis."

Die Selbstkontrolleure stießen sich weniger an dem selbstgefällig schnodderigen Jargon, mehr an den Akzenten, den der Text einigen Szenen gab. So werteten sie es zum Beispiel als nationalistische Pointe, daß der Sprecher betont, "Soldaten von der Division Hermann Göring" hätten die Kunstschätze des Klosters Monte Cassino vor den Bomben der Alliierten gerettet.

Als politisch bedenklich empfanden die FSK-Männer besonders die Betextung einiger Dokumentaraufnahmen vom Abzug der deutschen Truppen aus Paris. Ein Photo des Generals von Choltitz, des Stadtkommandanten von Paris, wird gezeigt. Der Sprecher sagt, daß General Choltitz Paris zur offenen Stadt erklären und kampflos habe räumen lassen. "Und wie danken sie es uns?" fragt der Kommentator. Die darauffolgenden Aufnahmen zeigen, wie französische Widerständler und Zivilisten aus Fensterhöhlen und Kellerlöchern einzelne in den Straßen herumirrende deutsche Soldaten wie auf dem Schießstand abknallen. "Das ist ein Kesseltreiben auf ein gehetztes, müdes Wild", sagt der Sprecher. "Der Tod überfällt uns nicht in ehrlichem Kampf."

Adolf Hitler ist entweder "der Führer" oder schlicht "Adolf", selten "Adolf Hitler". Zu Anfang des Films (bei einer Parade auf der Berliner Ost-West-Achse): "Diplomaten aus aller Welt gaben sich bei Adolf die Klinke in die Hand. Wo so viel Staatsmänner aus aller Welt Adolf Hitler aufsuchten, war es für uns ein klarer Fall, daß der Laden stimmte." Später, in Rußland: "Hat Adolf nicht schon genug gesiegt? Unser Bedarf an Siegen ist gedeckt!" Und noch später: "Am 2. Oktober befiehlt der Führer den letzten Vorstoß auf Moskau. Wenn er uns das persönlich gesagt hätte, dann hätten wir ihm geantwortet: 'Wie stellst du dir das vor? Sieh' dir das mal an! (Schlamm)'."

Die FSK legte Wecker nahe, seinen Film durch Schnitte und Textänderungen zu entnazifizieren und zu entglorifizieren. In solchen Änderungen ist Wecker bereits geübt. Sämtliche Filme, die er bisher in Wiesbaden vorlegte, wurden in erster Instanz beanstandet - immer aus moralischen Gründen.
Aber diesmal wollte Wecker nicht allzu weit nachgeben. Als die FSK ihm riet, den schnodderigen Jargon-Kommentar durch einen seriösen, kriegsgeschichtlichen Text zu ersetzen, spreizte er sich: "Wir ändern höchstens zehn Sätze."

Die Selbstkontrolleure ließen - wie immer - mit sich reden. Wenn Wecker schon nicht auf den Kommißton verzichten wolle, solle er wenigstens einige Änderungen vornehmen:

▷ Er müsse stärker herausarbeiten, daß der deutsche Landser ein Opfer des Regimes gewesen sei und nichts gegen den von Hitler angezettelten verbrecherischen Krieg habe tun können.

▷ Bei den Monte-Cassino-Bildern müsse bemerkt werden, daß die Kunstschätze des Klosters ausgerechnet von den Soldaten einer Division gerettet worden seien, deren Namensherr, Hermann Göring, selbst überall - in Holland, Frankreich, Belgien - Kunstschätze geraubt habe.

▷ Das Bild des Generals von Choltitz solle herausgeschnitten werden; der Kommentar müsse erwähnen, daß die Franzosen sich bei ihrer Jagd auf deutsche Soldaten für die Verbrechen der Deutschen in Oradour gerächt hätten.

Produzent Wecker besprach sich mit seinem Verleiher Herbert O. Horn (dessen "Neuer Filmverleih" als Empfänger von Bundesbürgschaften eng mit den Bonner Stellen zusammenarbeitet). Nächtelang brüteten die Männer der "Arca"-Produktion schließlich über einer Neufassung, in der die Wünsche der FSK berücksichtigt werden sollten. Die Änderungen, die sie dann vornahmen, gingen weit über die ursprüngliche Konzession ("höchstens zehn Sätze") hinaus: 380 Meter des einst 2880 Meter langen Filmes wurden herausgeschnitten, ganze Textpassagen weggelassen oder verändert.

Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Selbstkontrolle, die noch nie einen Film endgültig abgelehnt hat, kann Wecker auf eine Freigabe seines zusammengestoppelten Filmes bauen, wenn er auch eine einzige Empfehlung der FSK trotzig ignoriert hat: den Wunsch der Selbstkontrolleure, daß vor Hitlers Namen hin und wieder das Attribut "Verbrecher" gesetzt werde.

Regie: Albert Baumeister        
Buch: Fritz A. König
Erzähler (Sprechrolle): Herbert Stass

http://depositfiles.com/files/km814twxe

Freitag, 21. Dezember 2012

Monpti (1957)


Monpti ist der Titel einer deutschen Literaturverfilmung von Helmut Käutner, die am 12. September 1957 (Lichtburg Essen) Kinopremiere hatte.

Im Pariser Park Jardin du Luxembourg lernen sich ein junger, ungarischer Student und die 17-jährige Anne-Claire kennen. Sie nennt ihn Monpti – also mon petit – „mein Kleiner“. Die beiden verlieben sich ineinander und verleben eine glückliche Zeit. Anne-Claire behauptet, Tochter eines reichen Elternhauses zu sein, aber Monpti kommt bald dahinter, dass sie tatsächlich aus ärmlichen Verhältnissen kommt...

Parallel wird die Geschichte eines zweiten Paares gezeigt, dessen Beziehung in starkem Kontrast zur Haupthandlung steht.

Altersfreigabe     FSK 16

Stab:

Regie     Helmut Käutner
Drehbuch     Helmut Käutner, Gábor von Vaszary, Willibald Eser
Produktion     Harald Braun
Musik     Bernhard Eichhorn
Kamera     Heinz Pehlke
Schnitt     Anneliese Schönnenbeck

Besetzung:

    Romy Schneider: Anne-Claire
    Horst Buchholz: Monpti
    Mara Lane: Nadine
    Boy Gobert: Monpti II
    Olive Moorefield: Zaza
    Bum Krüger: Herr von Nr. 17
    Iska Geri: Frau von Nr. 17
    Bobby Todd: Fliegenäugiger
    Joseph Offenbach: Redaktionssekretär
    Helmut Käutner: Erzähler
    Willibald Eser: Bekannter von Monpti II

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Donnerstag, 13. Dezember 2012

Robinson soll nicht sterben (1957)


Robinson soll nicht sterben ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 1957. Der Film mit Romy Schneider, Horst Buchholz und Erich Ponto in den Hauptrollen entstand nach dem gleichnamigen Theaterstück von Friedrich Forster.

Handlung:

Daniel Defoe ist der berühmte Schriftsteller und Autor von Robinson Crusoe, aber zum Vergnügen auch Geschichtenerzähler für die Jungen Ben, Charly und Jim, die hart in der Baumwollfabrik arbeiten müssen, in der auch Maud Cantley (Romy Schneider) arbeitet, bei deren Mutter Defoe zur Untermiete lebt. Defoe war einst Berater von König Georg II. (Großbritannien), doch seitdem er bei dem in Ungnade gefallen ist und Defoes Bücher verboten wurden, weil zu viele Matrosen sich nach dem Vorbild des Robinson auf die Inseln flüchten, kann er sich nur mühsam durchs Leben schlagen. Noch dazu ist er mit seinem Sohn Tom (Horst Buchholz) zerstritten. Tom macht Schulden und kommt deshalb ins Schuldgefängnis. Doch sein Vater ist unbeugsam und möchte ihm auch jetzt nicht helfen...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Josef von Báky
Drehbuch     Emil Burri
Produktion     neue deutsche Filmgesellschaft (Harald Braun)
Musik     Georg Haentzschel
Kamera     Günther Anders
Schnitt     Claus von Boro

Besetzung:

    Romy Schneider: Maud Cantley
    Horst Buchholz: Tom
    Erich Ponto: Daniel Defoe
    Magda Schneider: Mrs. Cantley
    Mathias Wieman: König Georg II.
    Gustav Knuth: Carlton Heep
    Rudolf Vogel: Mr. Herodes Pum
    Elisabeth Flickenschildt: Miss Hackett
    Günther Lüders: Dr. Drinkwater
    Roland Kaiser: Ben
    Wolfgang Condrus: Charly
    Urs Hess: Jim
    Gert Fröbe: Mr. Gillis
    Joseph Offenbach: Mr. Miles
    Ernst Fritz Fürbringer: Lord Horace
    Siegfried Lowitz: Mr. Greene
    Mario Adorf: Bertie
    Heinrich Gretler: Mr. Wilde
    Karl-Heinz Peters: Benson
    Rudolf Rhomberg: Sam

Keine historische Biografie, aber warmherzige, munter inszenierte und gespielte Unterhaltung.

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Sonntag, 9. Dezember 2012

Majestät brauchen Sonne (1999)


Majestät brauchen Sonne ist ein deutsch-niederländischer Dokumentarfilm von Peter Schamoni aus dem Jahr 1999. Er beschäftigt sich mit dem Leben des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II.

Der Film folgt Wilhelms II. Leben vor allem aus kulturhistorischer Sicht. Der letzte deutsche Kaiser war ein Freund der realistischen Künste und ließ sich häufig porträtieren. In Potsdam und Berlin beschäftigte er 20 Hoffotografen und verschenkte Abbildungen von sich in unterschiedlichen Größen gleich Ehrenzeichen an verdiente Untergebene. Er war zudem – nach anfänglichem Misstrauen – ein begeisterter Anhänger der neuen Filmkunst, die ab 1908 auch hoffähig geworden war. Das früheste ihn zeigende Filmdokument stammt aus dem Jahr 1901 und entstand in London anlässlich der Beerdigung seiner Großmutter Queen Victoria. Großes Interesse zeigte Wilhelm II. an der Errichtung und Einweihung von Denkmälern, so ließ er im ganzen Land Denkmäler von Wilhelm I., dem Reichseinigungskaiser, aufstellen. In Berlin erfolgte 1901 die Einweihung der Siegesallee, die Statuen von Albrecht dem Bären bis Wilhelm I. umfasste.

Wilhelm waren bei seiner Geburt die Nerven der linken Schulter verletzt worden, was zu einer dauerhaften Behinderung führte. Er konnte den linken, zudem deutlich kürzeren Arm kaum bewegen. Dies zeigt sich besonders deutlich auf Filmaufnahmen. Diese durften stets nur bei „Kaiserwetter“, also Sonnenschein stattfinden.

Überraschend wurde Wilhelm 1888 im Dreikaiserjahr im Alter von 29 Jahren deutscher Kaiser. Er sah eine Hauptaufgabe in der Selbstrepräsentation und besuchte allein 1889 50 Städte. Auch in den Folgejahren absolvierte er auffallend viele Reisen im In- und Ausland, sodass er im Volksmund „Reisekaiser“ genannt wurde und der Namenszusatz „I. R.“ (Imperator Rex) in „immer reisefertig“ umgedeutet wurde. Fortschrittlich an der Entwicklung des Verkehrswesens interessiert, protegierte Wilhelm II. den Kaiserlichen Automobilclub, der sich später zum AvD entwickelte. Er interessierte sich für den Ausbau des Postwesens und den Fortschritt der Eisenbahn. Er selbst reiste per Automobil bzw. öfter mit der Bahn. Fuhr seine Gattin mit, umfasste der kaiserliche Zug elf Waggons, fuhr er ohne sie, kam er mit sieben oder acht Waggons aus. Besondere Aufmerksamkeit widmete Wilhelm II. der Marine. Er besaß die kaiserliche Dampfjacht Hohenzollern, auf der er jährlich unter anderem eine Norwegenreise unternahm. Auf sein Betreiben hin entstand der Kaiser-Wilhelm-Kanal, der 1895 eröffnet wurde. Als „Flottenkaiser“ förderte Wilhelm II. den Segelsport und rief das Reichsmarineamt ins Leben. Er unternahm regelmäßig Mittelmeerkreuzfahrten und steuerte neben Italien auch Korfu an. Hier erwarb er 1907 das Achilleion, das er als Sommersitz nutzte. Zudem widmete er sich archäologischen Ausgrabungen, die jedoch durch die Unruhen im Vorfeld des Ersten Weltkriegs abgebrochen wurden. Wie jedes Jahr reiste Wilhelm II. im Sommer 1913 nach Norwegen und machte sich 1913 mit der Schenkung der kolossalen Frithjof-Skulptur an Vangsnes nicht nur Freunde. Auf der Kieler Woche 1914 erfuhr Wilhelm II. vom Attentat von Sarajewo und fuhr ein letztes Mal in der Sommerurlaub nach Norwegen.

Während des Ersten Weltkriegs sank das Ansehen des Kaisers, woran auch erste Propagandafilme während seines Besuchs im Osmanischen Reich nichts ändern konnten. Wilhelm II. versank immer öfter in Depressionen, zumal er nur noch als Schattenkaiser regieren konnte, da die eigentliche politische Macht von der Obersten Heeresleitung ausging. Der Kieler Matrosenaufstand erschütterte ihn tief, hatte er die Flotte doch selbst ins Leben gerufen. Er ging ins niederländische Exil und ließ sich auf Haus Doorn nieder. Er rührte seit dieser Zeit nie wieder ein Jagdgewehr an – er war früher stets stolz auf seine einhändig ausgeführten Abschüsse und seine Jagderfolge gewesen – und gab das Reiten auf, das er ebenfalls einhändig erlernt hatte. Stattdessen widmete er sich begeistert dem Baumfällen und dezimierte den Baumbestand um Haus Doorn erheblich. Mit Verbitterung registrierte er den „Betrug“ durch Hindenburg, der sich auf seinen Thron gesetzt habe. Mit den Nationalsozialisten wollte er nicht zusammenarbeiten und befand in späten Jahren, dass in Berlin inzwischen alle Proleten geworden seien. Die Deutschen werden die Hakenkreuzfahne einst verfluchen, sah er voraus. Seine Beisetzung 1941 erfolgte mit militärischen Ehren im Gelände von Haus Doorn und nicht, wie von Hitler geplant, in Berlin.

Im Jahr 1950 wurden die Statuen der Siegesallee von den Alliierten demontiert und vergraben, jedoch in den 1980er-Jahren wieder ausgegraben und in einem Gebäude in Berlin-Kreuzberg abgestellt, wo sie sich noch heute befinden. Haus Doorn ist inzwischen ein Museum und kann besichtigt werden. Unter anderem findet sich in Wilhelms II. Nachtschrank ein Backenzahn des letzten deutschen Kaisers und ein Museumsführer merkt an, dass man Wilhelm II. auf dieser Basis klonen könnte.

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