Samstag, 13. Juli 2013

Trotzki - Aufstieg und Fall eines Revolutionärs (2007)


Trotzki - Aufstieg und Fall eines Revolutionärs ist ein Dokumentarfilm von Daniel und Jürgen Ast. Die Dokumentation zeichnet die historische Person und den Menschen Leo Trotzki nach. Ergänzt, hinterfragt und gesprochen wird die Filmbiographie durch Kommentatoren. Gezeigt werden Lebensstationen und Fluchtpunkte Trotzkis.

Sankt Petersburg, 7. November 1917 ist ein Wendepunkt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Mit einem Streich erobert Leo Trotzki die Macht für die Kommunisten in Russland.

Er ist neben Lenin der Manager der Oktoberrevolution. Bald darauf, als oberster Kriegsherr, führt Trotzki die von ihm gegründete Rote Armee in den blutigen Bürgerkrieg. Ihm gelingt das Unmögliche, die junge Sowjetunion überlebt. Für die Kommunisten ist Trotzki der Held der russischen Revolution und wird verehrt wie ein Heiliger.

Aber für ihn sind Oktoberrevolution und Bürgerkrieg nur Etappen auf dem Weg zu seinem eigentlichen Ziel: Der Weltrevolution. Doch aus dem Gefeierten wird ein Gejagter. Sein erbitterter Gegenspieler Stalin, den er lange unterschätzt hat, nimmt ihm Stück für Stück die Macht und er verbannt ihn aus der Geschichte der Revolution. Was ist dran am Mythos Trotzki?

Die Rolle Trotzkis ist bis heute umstritten; in Russland ist er immer noch die große Unperson.

http://dfiles.eu/files/txk5jc6nh

Das Leben der Anderen (2006)


Das Leben der Anderen ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2006. Mit seinem Langfilmdebüt gelang dem Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck, der auch das Drehbuch verfasste, ein weltweiter Besuchererfolg. Das Drama stellt den Staatssicherheits-Apparat und die Kulturszene Ost-Berlins in den Mittelpunkt und setzt sich zudem allgemein ernsthaft und kritisch mit der Geschichte der DDR auseinander. Es greift das Thema auf, dass wahre Kunst das Gute im Menschen hervorzubringen vermag und zeichnet die Möglichkeit einer Versöhnung zwischen Opfern und Tätern. In den wichtigsten Rollen sind Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck und Ulrich Tukur zu sehen. Die Produktion entstand mit relativ geringem Budget und unüblich niedrigen Darstellergagen.

Handlung:

Im Ost-Berlin des Jahres 1984 wird der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Kürzel HGW XX/7) damit beauftragt, gegen den Theaterschriftsteller Georg Dreyman in einem „Operativen Vorgang“ belastendes Material zu sammeln. Der als „Staatsschriftsteller“ gefeierte Dramatiker kommt Wiesler verdächtig vor. Er hält den Künstler selbst für beobachtenswert, ahnt aber nicht, aus welchem Motiv Kulturminister Bruno Hempf dieses Vorhaben unterstützt. Hempf möchte Dreyman ausschalten, um dessen unpolitische Lebensgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland, für sich allein zu gewinnen...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Florian Henckel von Donnersmarck
Drehbuch     Florian Henckel von Donnersmarck
Produktion     Max Wiedemann, Quirin Berg, Dirk Hamm (Koproduzent)
Musik     Gabriel Yared,
Stéphane Moucha
Kamera     Hagen Bogdanski
Schnitt     Patricia Rommel
Besetzung:

    Ulrich Mühe: Gerd Wiesler
    Sebastian Koch: Georg Dreyman
    Martina Gedeck: Christa-Maria Sieland
    Ulrich Tukur: Anton Grubitz
    Thomas Thieme: Bruno Hempf
    Volkmar Kleinert: Albert Jerska
    Hans-Uwe Bauer: Paul Hauser
    Matthias Brenner: Karl Wallner
    Herbert Knaup: Gregor Hessenstein (Redakteur)
    Marie Gruber: Frau Meineke (Nachbarin)
    Bastian Trost: Häftling 227
    Thomas Arnold: Hempfs Assistent
    Charly Hübner: Udo Leye (Nachtschicht)
    Volker Zack Michalowski: Schriftexperte
    Hinnerk Schönemann: Axel Stigler (Witzerzähler)
    Ludwig Blochberger: kritischer Schüler

Für die Aufnahmen zwischen dem 26. Oktober und dem 17. Dezember 2004 standen lediglich 37 Drehtage zur Verfügung. Die knappe Zeit erlaubte keine Improvisation. Der Regisseur führte das Team höflich, aber hartnäckig fordernd, mit langen Arbeitstagen und kurzen Pausen. Die Macher betonten den hohen Aufwand, den sie für die geschichtliche Authentizität in der Ausstattung trieben: So handle es sich bei der gezeigten Abhörtechnik um originale Stasi-Aufnahmegeräte, an denen viel echtes Leid hafte. Für die Tonaufzeichnung bestand Donnersmarck auf einer alten analogen Nagra; der Tonmeister kopierte sie allabendlich in ein digitales Format um. Gedreht wurde auf 35-mm-Filmmaterial, um eine „Kinoästhetik“ zu erreichen; günstigere digitale Technik kam für die Macher nicht in Frage. Anschließend war der Regisseur sieben Monate mit dem Schnitt beschäftigt, den er zusammen mit der Schnittmeisterin Patricia Rommel in seinem Berliner Büro an einem Avid-Schnittsystem vornahm.

Der Film wurde mit Auszeichnungen überhäuft, darunter der Deutsche Filmpreis 2006 (in sieben Kategorien bei elf Nominierungen), der Bayerische Filmpreis 2006 (in vier Kategorien), der Europäische Filmpreis (in drei Kategorien) und der Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Im begleitenden Filmbuch und im DVD-Audiokommentar gab es Aussagen Mühes und Donnersmarcks, die sich auf eine Stasi-Tätigkeit von Jenny Gröllmann und Gregor Gysi bezogen. Darüber kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen, woraufhin die ursprünglichen Medien nicht mehr vertrieben werden durften.

Hier ist die amerikanische Version.

http://dfiles.eu/files/v87vmwdjj

Freitag, 12. Juli 2013

Der vergessene Führer 2 - Eine kleine Machtergreifung (1982)


1928 wird Hugenberg Vorsitzender der "Deutsch-Nationalen-Volkspartei". Unterstützt durch sein Presseimperium entwickelt sich die DNVP zur größten deutschen rechten Partei, bis ihr die NSDAP diesen Platz streitig macht. Hugenbergs Presseimperium hat die Weimarer Republik nachhaltig ausgehöhlt; doch damit machte sich Hugenberg lediglich zum Steigbügelhalter Hitlers...

http://dfiles.eu/files/isuyzwesm

Der vergessene Führer 1 - Kartell der Patrioten (1982)


Der vergessene Führer 1 - Kartell der Patrioten ist ein Dokumentarfilm über der Aufstieg des Medienzaren Alfred Hugenberg (1865-1951).

Im Mittelpunkt der zweiteiligen Reihe Der vergessene Führer steht die politische Lebensgeschichte Alfred Hugenbergs, sein Welt- und Deutschlandbild sowie seine politische Rolle als Vorsitzender der "Deutsch-Nationalen-Volkspartei" und zugleich als Chef eines Presse- und Filmimperiums.

1907 wird Hugenberg Generaldirektor der Waffenfirma Krupp, und 1916 übernimmt er einen Verlag in Berlin; sein Ziel ist es, in seinen Druckerzeugnissen eine "verantwortungsbewusste, monarchistische Gesinnung" zu vermitteln. Systematisch kauft er konkurrierende Unternehmen auf. 1927 erwirbt er mit der UFA die größte Filmfirma Deutschlands. Die Macht seiner Medien setzt er ein zum Kampf gegen die ihm verhasste Demokratie der Weimarer Republik...

http://dfiles.eu/files/cxhgf80lg

Mittwoch, 10. Juli 2013

Nazi-Kollaborateure 13 - Hitlers Helfer im Osten


Letzte Folge der Reihe Nazi-Kollaborateure.

Die Ostlegionen des Zweiten Weltkrieges waren, im Gegensatz zur Russischen Befreiungsarmee („Wlassow-Armee“), ausschließlich aus Angehörigen der nichtrussischen Minderheitenvölker der Sowjetunion zusammengesetzte Verbände der deutschen Wehrmacht.

Dazu zählten militärische Verbände, die aus Kalmücken, Aserbaidschanern, Nordkaukasiern, Armeniern, Georgiern, Turkestanern, Krimtataren und Wolgatataren bestanden. Nicht zu verwechseln ist der Begriff der Ostlegionen mit jenem der Osttruppen, welcher die Gesamtheit aller Truppen aus dem russischen Raum beschrieb, die in der Wehrmacht dienten, mit Ausnahme der baltischen und der ukrainischen Formationen.

Die Zahl der Freiwilligen war sechsstellig.

http://dfiles.eu/files/e1d35p8r9

Nazi-Kollaborateure 12 - Finnlands Allianz (2010)


Im Winterkrieg 1939/40 kämpfte Finnland tapfer gegen die übermächtige Sowjetunion. Finnland und Deutschland waren zwar formell keine Verbündeten, aber im Krieg gegen die Sowjetunion kämpften finnische Truppen ab 1941 an der Seite der Wehrmacht. Die finnische Staatspolizei Valpo, unter der Führung von Arno Anthoni, hatte eng mit lokalen Staatsbehörden unter deutschem Kommando zusammengearbeitet. Am 4. Juni 1942 hatte Adolf Hitler Finnland besucht. Er war Überraschungsgast am Fest zum 75. Geburtstag des finnischen Generals und Marschalls Carl Gustav Mannerheim, der bis heute den Status eines Nationalhelden hat.

http://dfiles.eu/files/3t9syf7iz

Nazi-Kollaborateure 11 - Ioannis Rallis (2010)


Ioannis Rallis (* 1878 in Athen; † 26. Oktober 1946 ebenda) war ein griechischer Politiker.

Rallis studierte im Deutschen Reich Rechtswissenschaften und zog 1906 in das griechische Parlament ein. 1920 wurde er Marineminister, 1921 Finanzminister und war zeitweise auch Justizminister.

1932 diente er im Auswärtigen Amt, 1933 im Innenministerium und als Luftwaffenminister.

Nachdem Griechenland durch die zuvor erfolgte britische Intervention von der Deutschen Wehrmacht besetzt wurde befürwortete Rallis die Zusammenarbeit mit den Achsenmächten. Auf Vorschlag des Deutschen Reiches und in Absprache mit Georg II. übernahm er am 7. April 1943 den Posten des griechischen Ministerpräsidenten. Er bemühte sich um Wahrung der Souveränität und bekämpfte entschlossen gegen die bolschewistischen ELAS-Partisanen.

Nach dem Abzug der deutschen Kräfte wurde er von den „Befreiern“ als Kollaborateur verhaftet. Im Februar 1945 wurde im in einem Verfahren der Vorwurf des Hochverrats gemacht. Rallis verteidigte sich mit dem Argument, stets als griechischer Patriot gehandelt zu haben. Er erhielt eine lebenslange Gefängnisstrafe und starb in einer Athener Haftanstalt.

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Nazi-Kollaborateure 10 - Anton Mussert (2010)


Anton Adriaan Mussert (* 11. Mai 1894 in Werkendam, Niederlande; † 7. Mai 1946 in Den Haag) war ein niederländischer Wasserbauingenieur und Politiker sowie Begründer und Leiter der niederländischen Nationalsozialisten (NSB). Während des Zweiten Weltkriegs wurde ihm von reichsdeutscher Seite der Ehrentitel „Führer des niederländischen Volkes" verliehen.
Leben

Mussert wuchs als Sohn des Schullehrers Joannes Leonardus Mussert und dessen Frau Frederika Witlam in der niederländischen Provinz Brabant auf. Nach dem Schulbesuch in Gorinchem studierte er an der Technischen Hochschule in Delft 1918 und schloß sein Studium der Straßen- und Wasserbaukunde mit der Ingenieursprüfung ab. Am 19. September 1917 heiratete er seine 18 Jahre ältere Halbtante Maria Witlam. Die Ehe blieb kinderlos. Seine erste Arbeitsstelle war bei der Niederländischen Obersten Straßen- und Wasserbaubehörde (Rijkswaterstaat), anschließend fand er eine Anstellung bei der Wasserbaubehörde der Provinz Utrecht, wo er eine steile Karriere machte und ab 1927 Leitender Ingenieur war.
Politik

Seit 1920 betätigte er sich in verschiedenen nationalen Organisationen, wie dem Dietsche Bond, der den Anschluß Flanderns an die Groß-Niederlande forderte. Gemeinsam mit Cornelis van Geelkerken und zehn weiteren Personen gründete Mussert am 14. Dezember 1931 in Utrecht, die sich an der NSDAP orientierende National-Sozialistische Bewegung (NSB) mit ihm als Leiter. Als Pendant zur SA wurde eine uniformierte „Weerafdeling“ aufgebaut. Mussert gab seine Karriere als Tiefbauingenieur auf, um sich ganz der politischen Tätigkeit zu widmen. Er wurde schnell zum prominentesten Nationalsozialisten der Niederlande und traf Adolf Hitler im November 1936 zum ersten Mal; drei weitere Treffen sollten folgen. Sogar Papst Pius der XI, empfing ihn am 16. Juni 1936. Die NSB wuchs auf über 50.000 Mitglieder und erhielt Mitte der 1930er Jahre bei den Provinzialwahlen landesweit knapp 8 Prozent der Stimmen. Sie war damit zu einem ernstzunehmenden politischen Faktor geworden. So konnten sie einige Sitze in der Kammer erringen. 1937 allerdings hatte die Partei viele Sympathisanten verloren und erreichte bei den Parlamentswahlen nur 4 Prozent. Die politische Nähe der Partei zum deutschen Reich war in der niederländischen Gesellschaft zu unpopulär, was durch den Staat, die etablierten Parteien und die Kirchen nachdrücklich bekräftigt wurde. Schon 1934 war niederländischen Beamten der Beitritt zur NSB untersagt worden; ein Jahr später wurde auch die „Weerbaarheidsafdeling“ verboten und damit aufgelöst. Bis April 1940 arbeitete die NSB unter starkem Wiederstand von außen weiter.

Ab Mai 1940 setzte sich die NSB mit der Besetzung deutscher Truppen in den Niederlanden wieder durch. Mussert und seine Partei gewann wieder an Bedeutung. Er begrüßte die Neuordnung Europas unter deutscher Führung und hoffte, Regent oder niederländischer Ministerpräsident nach dem Vorbild des Norwegers Vidkun Quisling zu werden, was ausblieb. Seine Bewegung erhielt jedoch später durch den deutschen Reichskommissar in Holland, Seiß-Inquardt, die gleiche politische Monopolstellung wie die NSDAP in Deutschland. Im Jahre 1942 ernannte ihn der Reichskommissar zum „Führer des niederländischen Volkes“. 1941 gründete Mussert die SS-Freiwilligen-Legion Niederlande, die zahlreichen Freiwilligen beteiligten sich an dem Kampf um Europa. Mit dem Vormarsch der Alliierten, wurde Mussert festgenommen und wegen „Kollaboration mit dem Feind“ im November vor Gericht gestellt und wegen Landesverrat zum Tode durch Erschießen verurteilt. Auf ein Gnadengesuch verzichtete Mussert. Aber seine Familie stellte es trotzdem für ihn, die Königin lehnte ab. Mussert wurde am 7. Mai 1946, vier Tage vor seinem 52. Geburtstag, in Den Haag hingerichtet. Sein Grab war nicht gekennzeichnet und war nur engsten Angehörigen bekannt. Dennoch wurden die sterblichen Überreste Musserts im Juni 1956 von Unbekannten ausgegraben und verschleppt.

http://dfiles.eu/files/gak5rh1fx

Nazi-Kollaborateure 09 - Juden auf Seiten Hitlers (2010)


Juden in Wehrmachtsuniform - Unter diesem Titel publizierte die britische Tageszeitung The Daily Telegraph am 2.12.1996 einen Artikel über die Arbeit des US-Studenten Bryan Rigg (25 Jahre, Yale Universität) über Juden in der Wehrmacht. Demnach stellte die Wehrmacht im Januar 1944 eine Liste mit 77 hochrangigen Offizieren jüdischen oder gemischt jüdisch-deutschen Blutes zusammen, darunter 15 Generäle und 2 Feldmarschälle, die alle von Hitler persönlich versichert bekamen, sie seien "deutschen Blutes". Rigg, der selbst jüdisch-deutsche Vorfahren hat, meint, er könne dieser Liste 60 weitere Namen hochrangiger Offiziere hinzufügen. Bei 17 Ritterkreuzträgern des Zweiten Weltkrieges konnte Rigg jüdische Eltern nachweisen. Insgesamt hat Rigg in vier Jahren mehr als 300 Juden interviewt, die in Hitlers Wehrmacht gedient hatten. Er hat bisher bei 1.200 Angehörigen der Wehrmacht jüdische Vorfahren nachweisen können.

Aufgrund von statistischen Hochrechnungen meint Rigg, es habe in der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges mindestens 100.000 jüdische "Mischlinge" in der Definition der Nürnberger Gesetze gegeben. Die meisten dieser Mischlinge seien Nachfahren nichtjüdischer Deutscher und assimilierter bzw. getaufter deutscher Juden gewesen. Aus Riggs Analyse ergibt sich, daß ein Teil dieser Soldaten deshalb diente, um der Verfolgungsdrohung als Mischlinge zu entgehen, ein anderer Teil aber schlicht deshalb, weil sie sich wie selbstverständlich als Deutsche empfanden und nichts anderes taten als alle anderen Deutschen auch, nämlich dem Vaterland treu zu dienen.

http://dfiles.eu/files/swkz2uec1

Nazi-Kollaborateure 08 - Der Gross-Mufti (2010)


Mohammed Amin al-Husseini (arabisch ‏محمد أمين الحسيني‎, DMG Muḥammad Amīn al-Ḥusainī; * vermutlich 1893 in Jerusalem; † 4. Juli 1974 in Beirut), auch Haj/Hajj Amin al-Husseini oder auch al-Hussaini, war ein islamischer Geistlicher und palästinensischer arabischer Nationalist aus einer der einflussreichsten Familien Jerusalems. Er wurde bekannt als Großmufti von Jerusalem, obwohl er diesen Titel nicht offiziell besaß. Daneben war sein wichtigstes Amt die Präsidentschaft des obersten islamischen Rats.

Er studierte in Kairo und zeichnete sich als Offizier in türkischen Diensten im Ersten Weltkrieg beim Kampf gegen die Engländer aus. 1920 organisierte er den ersten großen Araberaufstand in Palästina und wurde von den Briten inhaftiert. Seit 1921 war er Mufti von Jerusalem und damit einer der höchsten Religionsführer des Islam. 1929 gründete er das Arabische Exekutivkomitee, das den Freiheitskampf der Araber organisierte. Im Zweiten Weltkrieg erhielt er eine Unabhängigkeitsgarantie des Deutschen Reiches für alle arabischen Staaten. Al-Husseini förderte die moslemischen Einheiten der Waffen-SS und entkam nach Kriegsende dem Zugriff der Alliierten. 1949 vertrat er die Palästinenser vor der “Palästina-Kommission” der Vereinten Nationen und war einflußreicher Berater arabischer Staatsmänner. Er beherrschte die deutsche Sprache in Wort und Schrift und war zeitlebens ein Freund des Deutschen Volkes. An seinem Begräbnis in Beirut nahmen hochrangige arabische Repräsentanten teil.

http://dfiles.eu/files/ns89lc92w

Nazi-Kollaborateure 07 - Die IRA (2010)


Im Sommer 1936 zeichnete sich eine Umorientierung der bislang vorwiegend auf die Machtergreifung in Südirland fixierten IRA ab. Am 15. August veröffentlichte der "Daily Telegraph" ein Interview mit Séan Russell, dem neuen Stabschef der IRA. Der weitsichtige Russell erkannte die Zeichen der Zeit und erklärte, man werde eine militärische Auseinandersetzung zwischen Großbritannien und Deutschland auszunutzen wissen. Die Ereignisse der Jahre 1937 und 1938 trieben die Umorientierung voran. Fianna Fáil rückte politisch immer weiter nach rechts und glich sich 1938 mit den Briten aus, so daß die republikanische Bewegung ohne jeden Verbündeten dastand.

Schon am 13. Mai 1937 sprengte ein IRA-Kommando ein britisches Königsstandbild in Dublin in die Luft. Der Besuch des britischen Königspaares in Nordirland wurde Anlaß der ersten großangelegten Terroroffensive in den Six Counties. In Belfast scheiterte ein Bombenanschlag auf die Monarchen. Am 8. Dezember 1938 übertrugen die letzten Überbleibsel des 1921 gewählten Zweiten Dáil, des letzten von der IRA anerkannten irischen Parlaments, alle Exekutivbefugnisse auf die IRA Army Executive, eine Art Politbüro mit 12 Mitgliedern. Diese von der Army Convention gewählte "Regierung" wiederum bestimmte die Mitglieder des Army Council, des IRA-Oberkommandos. In militärischen Dingen operierte das Oberkommando völlig autonom, stellte also die eigentliche Machtzentrale der Untergrundarmee dar. Die IRA schloß sich wieder mit dem politischen Republikanismus zusammen, der nun rasch von ihr absorbiert wurde. Fortan stellte die Army Executive in republikanischen Augen die einzig legitime Regierung Irlands dar.

Russell orientierte die Strategie der IRA neu. Die britischen Kolonialherren sollten nun dort getroffen werden, wo sie am verwundbarsten waren - in England selbst. Hauptziele waren militärische Einrichtungen und die Infrastruktur, wobei Menschenleben möglichst zu schonen waren. Die geplante Offensive erhielt den Namen S-Plan - S wie Sabotage. Schottland und Wales wurden von den Operationen ausgenommen, da deren Bewohner als keltische Brudervölker galten. Eine Minderheit im Oberkommando plädierte dafür, den operativen Schwerpunkt nach Nordirland zu verlegen. Hier hatte jedoch vor allem die IRA-Einheit in Belfast schwere Schläge infolge nachrichtendienstlicher Unterwanderung hinnehmen müssen und befand sich nachhaltig in der Defensive.

Am 12. Januar 1939 ließ die Army Executive dem britischen Außenminister Lord Halifax ein Ultimatum zukommen. Das IRA-"Politbüro" erklärte sich zur einzig legalen Regierung Irlands und forderte den Abzug aller britischen Truppen von der Insel. London wurden vier Tage für die Abgabe einer entsprechenden Absichtserklärung gegeben. Diese erfolgte aus begreiflichen Gründen nicht, und am 16. Januar detonierten sieben Sprengsätze in britischen Kraftwerken, die u.a. London, Manchester und Birmingham mit Strom versorgten. Bis zur Jahresmitte verübte die IRA 127 Anschläge in England (davon 57 in London), wobei es nur zwei Todesopfer gab. Im Juni 1939 verabschiedete das irische Parlament zur Beruhigung der Briten die Offences against the State Act - Militärtribunale und Internierungslager sollten Südirland endlich befrieden. Die Treason Act drohte bei besonders schweren Fällen staatsfeindlicher Untergrundaktivitäten die Todesstrafe an.

Seit Anfang 1939 stand Séan Russell in Verbindung mit Carl Heinz Petersen, dem Irlandkorrespondenten des Deutschen Nachrichtenbüros in Dublin. Das Reichspropagandaministerium begann jedoch erst im Mai mit einer zaghaften Unterstützung der Republikaner, nachdem die Briten eindeutig Stellung für Polen und gegen Deutschland bezogen hatten. Anfang Juni reiste Russell als Sondergesandter der republikanischen Bewegung in die USA. Er versuchte, die Amerika-Iren zum Widerstand gegen die probritische Politik Roosevelts zu mobilisieren. Mittlerweile hatte das RPM durch die Fichte-Gesellschaft Fühlung zur IRA aufgenommen, und auch die deutsche Abwehr trat auf den Plan. James O´Donovan reiste im Sommer dreimal nach Berlin und Hamburg und erhielt Geld und Waffen ausgehändigt. Als Gegenleistung bot er Berlin für den Kriegsfall die Einrichtung eines Funkdienstes an.

Im Juli 1939 traten auch in Großbritannien verschärfte Antiterrorgesetze in Kraft. Als am 25. August eine gegen eine Transformatorenstation in Coventry gerichtete Operation ihr Ziel verfehlte, detonierte der Sprengsatz inmitten einer belebten Straße. Es gab 5 Tote und 70 Verletzte. Die britische Öffentlichkeit war entsetzt, und zur Beruhigung richteten die Briten 1940 mit Peter Barnes und James McCormack zwei Unschuldige hin, was den prodeutschen Gefühlen in Irland Auftrieb gab.

England dämmte die IRA-Kampagne nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges mit massiven Polizeimaßnahmen ein, und auch Valera ging gegen die IRA vor, da er sein Land nicht als Aufmarschbasis sehen wollte. Die Bombenkampagne der Republikaner gefährdete die irische Neutralität und konnte einen idealen Vorwand für einen britischen Einmarsch darstellen. Die IRA überzog ihr Konto endgültig, als sie am 23. Dezember 1939 das Armeedepot Phoenix Park/Dublin ausräumte. Bis Kriegsende wurden 6 IRA-Aktivisten hingerichtet, 3 weitere hungerten sich im Gefängnis zu Tode. Irland inhaftierte 500 Republikaner ohne und 600 mit Gerichtsverfahren. Der Höchststand wurde 1943 mit 653 Internierten erreicht.

Der in den USA vom Kriegsausbruch überraschte Russell kehrte im Januar 1940 nach Europa zurück. In Genua ersuchte er den deutschen Generalkonsul, ihn zur Organisation des antibritischen Kampfes nach Irland zu schleusen. Während die Abwehr dem Vorschlag positiv gegenüberstand, warnte Deutschlands Gesandter Hempel aus Dublin, die Briten könnten die IRA-Aktivitäten als Anlaß für eine militärische Besetzung des für den Schutz der transatlantischen Seewege bedeutenden Irland nutzen. Unterstaatssekretär Woermann, Leiter der Politischen Abteilung im Auswärtigen Amt, warnte Reichsaußenminister Ribbentrop, ein Bündnis mit der IRA habe erst Erfolgsaussichten, wenn London in Schwierigkeiten sei. Russell wurde nach Deutschland gebracht und dort vom Sonderbeauftragten Veesenmeyer betreut. Immerhin griff die deutsche Propaganda nach der Hinrichtung von zwei IRA-Aktivisten in Birmingham im Februar das Thema Irland begierig auf.

Abwehrchef Canaris machte sich im Sommer 1940 selbständig und beauftragte Hauptmann Goertz, eine Kooperation mit den Iren einzuleiten. Mit kleinen Yachten und Kuttern wurden wiederholt deutsche Agentenkommandos und Spezialeinheiten der "Brandenburger" nach Irland gebracht. Diese Kommandos steuerten - stets behindert durch mangelnde Landeskenntnis und Dilettantismus - funktechnisch Luftangriffe, befreiten abgesprungene Flieger und sprengten u.a. ein Kraftwerk bei Edinburgh in die Luft. Die Zusammenarbeit mit der IRA gestaltete sich infolge der Eigenwilligkeit der Iren wenig produktiv. Als Lösung wurde der Transport Russells nach Irland angesehen, aber dieser erlag am 14. August 1941 auf der Überfahrt an Bord eines deutschen U-Bootes einem Herzinfarkt. Zu allem Überfluß flog kurz vorher der kommissarische IRA-Stabschef Séan Hayes als britischer Doppelagent auf.

Gegen den Willen des Auswärtigen Amtes wollte die Abwehr Russell nach Irland schleusen, um die IRA zur Unterstützung der irischen Truppen gegen eine etwaige britische Invasion vorzubereiten. Im Falle einer deutschen Landung in England oder Irland sollte die IRA das Landungskorps unterstützen. Ribbentrop unterrichtete jedoch im Spätsommer durch Hempel die irische Regierung, das Reich beabsichtige keinesfalls eine Invasion auf der Insel. Deutschland werde keinerlei Aktionen unternehmen, solange Irland seine Neutralität bewahre. Es gebe auch keine Fünfte Kolonne der Deutschen auf der Insel. Im November verhafteten die Briten den mittlerweile in Nordirland befindlichen Goertz, der unter maßloser Überschätzung seiner Möglichkeiten davon träumte, mit Hilfe der IRA 8000 Mann gegen England zu mobilisieren. Das bedeutete auch das Ende von Planungen, eine deutsche Militärmission zur IRA zu entsenden. Mit dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 war eine Zusammenarbeit in den Augen der IRA ohnehin als rechtslastiges Abenteurertum diskreditiert. Bis 1944 stellte die deutsche Gesandtschaft in Dublin eine nachrichtendienstliche Drehscheibe des Krieges dar, was letztlich zur völligen Isolation Irlands durch Briten und Amerikaner führte.

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Dienstag, 9. Juli 2013

Nazi-Kollaborateure 06 - Vidkun Quisling (2010)


Vidkun Abraham Lauritz Jonssøn Quisling (* 18. Juli 1887 in Fyresdal; † 24. Oktober 1945 in Oslo) war ein norwegischer Politiker und von 1942 bis 1945 Ministerpräsident von Norwegen.

Vidkun Quisling wurde am 18. Juli 1887 als Sohn eines Pfarrers in Fyresdal in Telemarken geboren. Nach Besuch der höheren Schule wählte er die Offizierslaufbahn. Er zeichnete sich hierbei durch eine überdurchschnittliche Auffassungsgabe aus, verließ die Militärakademie mit dem besten Examen seit Menschengedenken und wurde deshalb schon 1911 in den Generalstab berufen. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges ging er dann 1918 als Militärattaché nach Petrograd und übernahm 1919 den gleichen Posten auch in Helsinki (bis 1921).

In diesen Jahren konnte er die Entwicklung des Bolschewismus von seinen Anfängen an und auch die Auseinandersetzung mit Finnland verfolgen. Die Verhältnisse in der Sowjetunion berührten ihn derart, daß er einem Ruf Fridtjof Nansens zur Teilnahme an einer Hilfsaktion für die von einer Hungersnot bedrohte Bevölkerung der UdSSR Folge leistete. Während Nansen die Geldmittel sammelte, organisierte Quisling von 1922 - 1926 in der Ukraine die Verteilung der Mittel. Nach Abschluss seiner Tätigkeit erhielt er ein offizielles Dankschreiben der Sowjetregierung. Im Anschluss an diese Tätigkeit war Quisling Vertreter der norwegisch-englischen Wald-Konzessionen in Nordrussland und nach Abbruch der anglo-sowjetischen Beziehungen ab 1927 Legationssekretär an der norwegischen Gesandtschaft in Moskau (von 1927 bis 1929 war er Diplomat in Moskau). Er kehrte 1930 nach Norwegen zurück, worauf ihm jedoch der Wiedereintritt in die Armee verweigert wurde. Daraufhin widmete er sich der publizistischen Bekämpfung des Bolschewismus, dessen Wesen er, wie nur wenige andere, kennengelernt hatte. Seine Hauptschrift war „Russland und wir“. Als sich die Anzeichen einer verstärkten kommunistischen Untergrundarbeit mehrten, wurde Quisling im Mai 1931 als Wehrminister (von 1931-1933 norwegischer Kriegsminister) in das Bauernkabinett Kolstadt berufen. Ein Jahr später trat er dann mit dem Kabinett Hundsleit wieder zurück, nachdem kurz vorher ein Attentat auf ihn verübt worden war.

Am 13. Mai 1933 gründete Quisling die Partei Nasjonal Samling („Nationale Einheit“). Nach der Rettung Norwegens vor einem englischen Überfall im Norwegenfeldzug rief er eine vorläufige Regierung aus, die dann am 25. September durch den Reichskommissar Terboven in eine provisorische Regierung umgewandelt wurde.

Er erklärte zuvor in Berlin, „...daß Absprachen der norwegischen Regierung mit den Engländern über eine mögliche Landung in Norwegen bestünden.“ Im Juni 1940 wurden beim Frankreich-Feldzug in La Charité an der Loire, von deutschen Truppen Geheimakten des französischen Generalstabs erbeutet, die alliierte Pläne für die Schaffung von Fronten in Skandinavien und auf dem Balkan enthielten. Bereits für den 23. März 1940 war ein britischer Vorstoß gegen die norwegische Küste mit anschließender Besetzung geplant gewesen. Endgültig beschloß der Kriegsrat in London am 28. März 1940, den direkten Angriff auf die norwegische Neutralität. Deutschland war durch den „Altmark-Zwischenfall gewarnt und kam dann mit seiner Besetzung des Landes ab 7. April 1940 den Briten, die am 8. April landen wollten, nur um Stunden zuvor.“

Auf Initiative von Josef Terboven wurde er dann am 1. Februar 1942 norwegischer Ministerpräsident.
Vidkun Quisling, Heinrich Himmler, Reichskommissar Josef Terboven, Generaloberst Nikolaus von Falkenhorst bei einer Veranstaltung in Norwegen

Der Begriff „Quisling“ wurde von der englischen Propaganda aus Hass für die Warnung vor dem geplanten englischen Überfall auf Norwegen als Synonym für „Verrat“ verbreitet. Am 15. April 1940 gebrauchte die Londoner „Times“ das Wort erstmals, und wenige Tage später, am 19. April 1940, brachte diese Zeitung bereits einen Leitartikel mit der Überschrift „Quisling is as Quisling does“.

Vidkun Quisling war jedoch weder ein Verräter noch ein Karrierist. Er war ein norwegischer Patriot, dessen einziges „Vergehen“ darin bestand, Deutschland vor der englisch-französischen Landungsabsicht in Norwegen zum Frühjahr 1940 gewarnt zu haben. Nach einer erfolgreichen Landung hätten England und Frankreich dann versucht, Deutschland vom nordschwedischen Eisenerz abzuschneiden, womit auch noch Schweden in den Krieg hineingezogen worden wäre. Quislings Warnung dürfte also dazu beigetragen haben, Schweden das Schicksal einer englischen Okkupation erspart zu haben.

Vidkun Quisling wurde am 24. Oktober 1945 in der Festung Akershus, nach der Invasion Norwegens durch englische Besatzungstruppen, erschossen. Grundlage war unter anderem ein 1944 von der norwegischen Exilregierung beschlossenes Gesetz, das die Mitgliedschaft in der Nasjonal Samling unter Strafe stellte. Von dieser Verfolgung waren rund 90.000 Norweger betroffen, etwa 20.000 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, 25 leitende Nasjonal Samling-Mitglieder, allen voran der Parteiführer, Vidkun Quisling, wurden zum Tode verurteilt und hingerichtet. Neben dieser Siegerjustiz fanden aber in der unmittelbaren Nachkriegszeit auch weitere Pogrome statt. Sie richtete sich gegen Menschen, die mutmaßlich enge Kontakte zu Deutschen gehabt hatten. Zu ihnen zählten auch Norwegerinnen, die während des Krieges einen deutschen Freund gehabt hatten und Kinder, die sogenannten Tyskerbarna, bekamen. Außerdem wurden in Norwegen 80 Deutsche verurteilt und 13 hingerichtet.

http://dfiles.eu/files/cd915s0bm

Nazi-Kollaborateure 05 - Dinko Sakic (2010)


Dinko Šakić (* 8. September 1921 in Studenci; † 20. Juli 2008 in Zagreb) wurde 1941 mit 21 Jahren stellvertretender Lagerkommandant des Konzentrationslager Jasenovac. Im April 1944 wurde er Kommandant des Lagers.

Im Jahr 1998 wurde er von Argentinien an Kroatien ausgeliefert. Er wurde im Oktober 1999 vom Zagreber Kreisgericht der Kriegsverbrechen an Zivilisten im Sinne der Anklage für schuldig befunden und zu 20 Jahren Haft verurteilt.

http://dfiles.eu/files/gqkbrdb0z

Nazi-Kollaborateure 04 - Die Legion Wallonie (2010)

 Léon Degrelle

1941 stellte die deutsche Wehrmacht einen Truppenverband in Bataillonsstärke auf, der an der Ostfront unter dem Kommando von Georges Jacobs zum Einsatz kam. Die „Wallonische Legion“ trug zunächst Heeresuniformen mit dem belgischen Wappen auf dem linken Ärmel. Diese verpflichteten sich in der Wehrmacht zunächst für zwei Jahre mit der Option, sich danach weiterzuverpflichten oder die Heimreise anzutreten.

Mit der Vorstellung von einem "Gemeinsamen Europa" schlug Léon Degrelle zunächst Himmler, dann Hitler selbst eine Beteiligung von Wallonen im Rahmen der Wehrmacht vor, unter der Bedingung, dass diese Beteiligung nur im „Osten“, also gegen den Kommunismus zu erfolgen habe.

Mit der Anordnung, sämtliche nichtdeutschen Freiwilligen in die Waffen-SS zu überführen, wurden auch die Reste der an der Ostfront zerschlagenen Wallonischen Legion reorganisiert und – materiell und personell verstärkt – zu einer SS-Sturmbrigade umgebildet. Degrelle wurde zum SS-Sturmbannführer ernannt und übernahm die politische, nicht aber die militärische (das war SS-Obersturmbannführer Lucien Lippert und später SS-Oberführer Karl Burk) Führung der Brigade. Nach verlustreichen Kämpfen wurde die Brigade gegen Kriegsende noch zur 28. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Wallonien” (wallonische Nr. 1) umbenannt, blieb jedoch hinsichtlich der Personalstärke und der Ausrüstung eine Brigade.

Im September 1944 wurde Degrelle Kommandeur der 28. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Wallonien“. Bei Kriegsende entging Degrelle der Gefangennahme durch Flucht nach Spanien. Am 14. Dezember 1945 wurde er in Belgien in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

http://dfiles.eu/files/goyxasvpr

Nazi-Kollaborateure 03 - Unter Arajs Kommando (2010)


Viktors Arājs (* 13. Januar 1910 in Baldone bei Riga; † 13. Januar 1988 in Kassel) war ein lettischer Kollaborateur und SS-Offizier.

Viktors Arājs (deutsche Schreibung Viktor Bernhard Arajs, auch Victors Arājs) wurde in Baldone in den Ostseegouvernements geboren, eines Teils des zaristischen Russlands. Der Name "Arājs" bedeutet im Deutschen der Pflüger. Sein Vater war ein lettischer Schmied, seine Mutter entstammte einer vermögenden baltendeutschen Familie. Arājs besuchte das Gymnasium in Mitau, das er 1930 mit dem Abitur verließ, um als Wehrpflichtiger in der lettischen Armee zu dienen. Arājs studierte ab 1932 Jura an der Universität Lettlands in Riga, beendete sein Studium jedoch nicht. Er war Mitglied der elitären Studentenverbindung „Lettonija“, was ihm nach dem Abbruch des Studiums möglicherweise dabei half, eine Anstellung bei der lettischen Polizei zu finden, wo er bis zum Polizei-Leutnant befördert wurde. Unter Gewaltandrohung musste Lettland 1940 der Stationierung von sowjetischen Truppen zustimmen, welche Lettland am 17. Juni 1940 besetzten.

Am 22. Juni 1941 begann der Krieg Deutschlands gegen die Sowjetunion. Nachdem die Rote Armee Riga vor der heranrückenden Wehrmacht verlassen hatte, übernahm Arājs am 1. Juli 1941 eine verlassene Polizeipräfektur in der Waldemarstraße 19. Die bald darauf unter Führung von Walter Stahlecker und Robert Stieglitz eintreffenden Deutschen führten den lettischstämmigen Übersetzer Hans Dressler mit sich, der Arājs noch aus dessen Zeit vom Gymnasium und von der lettischen Armee her kannte. Dank dieser Bekanntschaft erhielt Arājs die besten Empfehlungen gegenüber den deutschen Besatzern und genoss deren Vertrauen.

Ab dem 4. Juli 1941 verließ sich die deutsche Führung auf die „Sicherungsgruppe Arajs“ (in der Literatur meist Kommando Arajs oder Sonderkommando Arajs). In der nationalistischen Zeitung Vaterland (lett. Tēvija) erschien an diesem Tag ein Aufruf "An alle national denkenden Letten, Donnerkreuzler, Studenten, Offiziere, Schutztruppen und Bürger, die bereit sind, aktiv an der Säuberung unseres Landes von schädlichen Elementen teilzunehmen",[5] sich am Sitz der „Sicherungsgruppe“ in der Waldemarstr. 19 zu melden.

Dem Kommando Arajs gehörten bis zu 1.200 Freiwillige an. Arājs wurde 1942 zum Major der Polizei befördert, 1943 dann zum SS-Sturmbannführer. Der Adjutant von Arājs war der ehemalige lettische Pilot Herberts Cukurs.

Nach der Eroberung Lettlands durch die Rote Armee und der Auflösung seines Kommandos absolvierte Arājs 1945 einen militärischen Kurs in Güstrow und war kurzzeitig Bataillonskommandeur in der 15. lettischen SS-Division.

Arājs war bis 1949 in britischen Internierungslagern und arbeitete danach als Militärkraftfahrer für die britische Militärregierung in Delmenhorst. In Deutschland nahm er den Namen Viktor Zeibots an, wobei ihm die lettische Exilregierung in London behilflich war. Er arbeitete in Frankfurt am Main als Hilfsarbeiter in einer Druckerei.

Arājs wurde am 21. Dezember 1979 vom Landgericht Hamburg für schuldig befunden, die im Großen Rigaer Ghetto lebenden Juden am 8. Dezember 1941 im Wald von Rumbula durch Massenerschießung getötet zu haben. Für gemeinschaftlich begangenen Mord an 13.000 Menschen wurde er mit lebenslänglicher Haft bestraft. Arājs verstarb 1988 in Haft in einer Justizvollzugsanstalt in Kassel.

http://dfiles.eu/files/i3ouz63a5

Nazi-Kollaborateure 02 - Chaim Rumkowski (2010)


Mordechai Chaim Rumkowski (* 27. Februar 1877; † 28. August 1944 oder später im KZ Auschwitz-Birkenau) war während der deutschen Besetzung Polens seit dem 13. Oktober 1939 bis zum 28. August 1944 Vorsitzender des Judenrates im Ghetto Łódź/Litzmannstadt.

http://dfiles.eu/files/3bo37hhpo

Nazi-Kollaborateure 01 - Pierre Laval (2010)


Nazi-Kollaborateure 01 - Pierre Laval ist die erste Folge der weniger historisch als politisch korrekten Reihe Nazi-Kollaborateure. Die Reihe ist eine Übersetzung der britischen Nazi Collaborators.

Pierre Etienne Laval (* 28. Juni 1883 in Châteldon (Auvergne); † hingerichtet 15. Oktober 1945 in Paris) war ein französischer Politiker.

Laval war französisch-arabischer Herkunft und ließ sich nach seinem Studium der Rechtswissenschaften als erfolgreicher Anwalt in Paris nieder. Zunächst schloß er sich den Sozialisten an, trennte sich aber wieder von ihnen und zog 1919 erstmalig in das Parlament ein. Ab 1923 fungierte er als Bürgermeister von Aubevilliers nahe Paris. Seit 1925 mehrfach Minister wurde er 1931/1932 erstmals Ministerpräsident. 1934 übernahm er das Außenministerium und war 1935/36 abermals Regierungschef. Laval trat für einen Ausgleich mit dem Deutschen Reich ein und vertrat Frankreich bei Verhandlungen des Völkerbundes über die Saarfrage. Laval suchte auch eine Annäherung an Italien und die Sowjetunion bei gleichzeitigem Bündnis mit Großbritannien und konsequenter Aufrüstung. Er bewegte die Nationalversammlung dazu, Marschall Pétain nach Frankreichs Niederlage alle Vollmachten zu übertragen und war 1940 sowie ab 1942 Ministerpräsident der Vichy-Regierung. Nach dem Krieg wurde er wegen Hochverrats und Kollaboration in einem Schauprozeß zum Tode verurteilt, nahm vor der Vollstreckung Gift, wurde wiederbelebt und dann erschossen. Den ihm angebotenen Stuhl lehnte er mit den Worten ab: „Ein Ministerpräsident von Frankreich stirbt aufrecht“. 1948 erschienen in Genf seinen Erinnerungen, herausgegeben von seiner Tochter Gräfin J. de Chambrun.

http://dfiles.eu/files/krqq4rwos

Sonntag, 7. Juli 2013

Carnuntum - Weltstadt im Land der Barbaren (2006)


Der römische Offizier und Historiker Velleius Paterculus berichtete im Jahre 6 nach Christus, dass ein unter dem Feldherrn Tiberius stehendes römisches Heer sein Winterlager im keltischen Königreich Noricum errichtete. Der genaue Ort der Niederlassung wird als "Carnuntum" bezeichnet. Das war die Geburtsstunde der legendären, römischen Großstadt im "Land der Barbaren", später auch als Klein-Rom an der Donau bezeichnet.

http://dfiles.eu/files/7e3afognq

Samstag, 6. Juli 2013

Die Eroberer der Neuen Welt (2004)


Die Eroberer der Neuen Welt ist ein dramatisierter Dokumentarfilm aus Großbritannien.

Wer waren die Ureinwohner des nordamerikanischen Kontinents und woher kamen sie? Der Dokumentarfilm stellt die gängige Theorie infrage, nach der die die ersten Amerikaner über die zugefrorene Beringstraße von Asien aus nach Amerika eingewandert seien. Archäologische Funde unterstützen ebenso die Annahme verschiedener Wissenschaftler, dass bereits während der Steinzeit Menschen aus Europa die Küsten Amerikas erreichten und von hier aus den amerikanischen Kontinent besiedelten.

Die rekonstruierte Sprache ist deutsch untertitelt.

http://dfiles.eu/files/ycaz7zpq7

Freitag, 5. Juli 2013

Apokalypse in der Steinzeit (2010)


Apokalypse in der Steinzeit zeigt wie die Menschheit angeblich fast ganz ausgerottet wurde.

Vor etwa 67.500 bis 75.500 Jahren ereignete sich dort, wo sich heute auf der Insel Sumatra der Toba-See befindet, ein Vulkanausbruch ungeheuren Ausmaßes. Auf einen Schlag wurde die Energie von einer Teratonne TNT freigesetzt. Die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt waren dramatisch. Diese Dokumentation zeichnet den Verlauf und die Nachwirkungen der Toba-Katastrophe nach und wagt einen Ausblick in die Zukunft: Was würde ein ähnlich starker Vulkanausbruch in der dicht besiedelten und global vernetzten Welt von heute anrichten?

Übersetzung eines amerikanischen Dokumentarfilms.

http://dfiles.eu/files/kk6haghjh

Dienstag, 2. Juli 2013

Die Entstehung der Welt - Vom Urknall bis heute (2011)


Die Entstehung der Welt - Vom Urknall bis heute skizziert die 14 Milliarden Jahre alte Vergangenheit des Universums, der Erde und der Menschheit aus einer neuen Perspektive. Wie sind Festland, Inseln und Berge entstanden? Wie entwickelten sich die ersten Lebensformen, der Mensch und all die verschiedenen Pflanzen- und Tierarten? Welche kulturellen Entwicklungen durchlief die Menschheit bis zur modernen Gesellschaft? Experten aus Astrophysik, Chemie, Biologie, Paläontologie und Anthropologie geben die Antworten. Beeindruckende Bilder, aufwendige Computeranimationen und die unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven erwecken die Entstehungsgeschichte der Erde zu neuem Leben. Sie zeigen die erstaunliche Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Kosmische Energien, die beim Urknall entstanden sind, beeinflussen in faszinierender Weise auch heute noch das Leben unseres blauen Planeten.

Deutsche Übersetzung eines amerikanischen Dokumentarfilms. Schöne Bilder ohne Tiefgang, wie üblich bei HISTORY.

http://dfiles.eu/files/886mpd2f4

Montag, 1. Juli 2013

Das Kind der Donau (1950)


Kind der Donau ist ein österreichischer Musikfilm von Georg Jacoby aus dem Jahr 1950. Es war der erste österreichische Farbfilm. In Deutschland lief der Film auch unter dem Verleihtitel Das Kind der Donau.

Handlung:

Die drei Freunde Georg, Heinrich und Oskar ziehen an der Donau entlang und suchen eine Bleibe für den Sommer. Nachdem ein ums andere Mal weder Vermieterin noch Zimmerpreis ihren Vorstellungen entsprechen, lässt sich Schriftsteller Georg allein auf ein altes Donauschiff übersetzen, das verlassen scheint. Heinrich und Oskar kehren währenddessen in eine unweit gelegene Gaststätte ein, in der sie die junge Marika tanzen sehen und ihren Liedern lauschen. Beide planen bereits, aus ihr einen Star zu machen, ist der eine doch Schlagertexter und der andere Bühnenbauer.

Georg hat unterdessen auf dem Kahn ein Bett gefunden und wundert sich, als nachts mit einem Mal Marika vor ihm steht und ihn unsanft weckt. Sie lebt auf dem Schiff, das einst ihrem Vater gehörte. Sie weist Georg in die kleine Kabine, in der der Freund ihres verstorbenen Vaters, Christoph, früher nächtigte. Georg und Marika verstehen sich gut, bis Georg eines nachts wegbleibt und erst am frühen Morgen zurück auf das Schiff kommt. Während Marika denkt, er sei bummeln gewesen, hat sich Georg in Wirklichkeit bei einer Zeitung beworben und wurde in die Nachtschicht zum Zeitungsverpacken eingeteilt. Er plant, Marika mit dem Geld ihren größten Traum zu erfüllen: das Schiff wieder flott zu kriegen und wie früher die Donau entlang fahren zu können...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Georg Jacoby
Drehbuch     Friedrich Schreyvogel, Georg Jacoby
Produktion     Karl Brenneis für Nova-Film, Wien-Film
Musik     Nico Dostal
Kamera     Walter Riml, Hanns König
Schnitt     Paula Dworak, Leontine Klicka

Besetzung:

    Marika Rökk: Marika
    Fred Liewehr: Georg
    Harry Fuß: Heinrich
    Fritz Muliar: Oskar
    Joseph Egger: Christoph
    Annie Rosar: Frau Kovacs
    Helli Servi: Edith
    Nadja Tiller: Schauspielerin
    Erich Auer: Tenor
    Karl Skraup: Redakteur

Kind der Donau wurde 1949 im Wiener Atelier Rosenhügel und in Linz gedreht. Das Atelier Rosenhügel stand zu dieser Zeit unter sowjetischer Generaldirektion und Kontrolle.

Zum Teil wurde für den Film Material genutzt, das noch vor Ende des Zweiten Weltkriegs 1944 aufgenommen wurde. Die Uraufführung des Films fand am 18. August 1950 in Wien statt. In der BRD lief der Film am 24. Februar 1951 an.

Der Film wurde in Agfacolor gedreht und war der erste Farbfilm der österreichischen Filmgeschichte. Marika Rökk hatte bereits im ersten deutschen Farbfilm Frauen sind doch bessere Diplomaten die Hauptrolle innegehabt.

Die Filmmusik stammte von Nico Dostal, die Liedtexte schrieb Erich Meder. Begleitet wurden die Titel von den Wiener Symphonikern. In Tanzszenen sind Mitglieder des Wiener Staatsopernballetts zu sehen.

http://dfiles.eu/files/ryhckf9p9

Freitag, 28. Juni 2013

Die Kronzeugin (1972)



Die Kronzeugin zeigt eine reflektierende Zita, die letzte österreichische Kaiserin und Königin von Ungarn.

Wer war diese Zita? Hier die nüchternen Lebensdaten: Zita wurde als 5. von 12 Kindern geboren, Tochter des Herzogs Robert von Bourbon-Parma und seiner Frau Maria Antonia, wuchs abwechselnd in Österreich und Italien auf, inmitten der großen Familie, genoss eine intensive Ausbildung (Klosterschule in Zangberg/Bayern) und wurde mehrsprachig, kosmopolitisch und streng katholisch erzogen, - in ihrer Erinnerung eine glückliche Kindheit. Studien in Sprachen und Musik auf der Insel Wight vervollständigen ihre Ausbildung. Sie heiratete 1911 Karl Franz Joseph, einen Großneffen des österreichischen Kaisers Franz Joseph. 1912 wurde der 1.Sohn geboren, der spätere Otto von Habsburg. Zita übernahm 1916 ihrer Auffassung gemäß die ihr aufgetragene Verantwortung als Monarchin, nicht nur als Beraterin ihres Mannes.

Zita versuchte 1917 zusammen mit ihrem Mann, Karl I. von Österreich, durch geheime Verhandlungen mit den Alliierten einen Separat-Friedensabschluss zu erreichen und den ersten Weltkrieg auf diese Weise vorzeitig zu beenden - als „Sixtus-Affäre“ in die Annalen eingegangen. Beide hatten sich ein eigenes Bild von den Schrecken des Krieges verschafft - Karl bei Besuchen an der Front, Zita im unermüdlichen Einsatz in Lazaretten. Karl wurde von seinen Anhängern als „Friedenskaiser“ bezeichnet, Zita wurde diffamiert - entweder als Französin oder als Italienerin beschimpft und so mit den „Erzfeinden“ identifiziert. Karl I. musste sich 1919 aus der Regierung zurückziehen, dankte formal jedoch nicht ab und ging mit seiner Familie ins Exil. Damit waren beide von der politischen Bühne verschwunden, auch wenn Karl weiter unbeirrt versuchte, für die österreichische Unabhängigkeit vom Deutschen Reich einzutreten. Beide unternahmen 1921 einen abenteuerlichen Versuch, in Ungarn die „verfassungsmäßige Ordnung“ (d.h. die 1000-jh. des hl. König Stephan) wieder herzustellen, Karl scheiterte endgültig und starb ein Jahr später. Zita blieb zurück als Witwe mit acht kleinen Kindern, das Jüngste nach dem Tod ihres Mannes im Exil. Zita war fortan in der Öffentlichkeit nur noch schlicht gekleidet und in Schwarz zu sehen.

Sie lebte bis 1929 in Spanien, danach 11 Jahre in Steenockerzeel bei Brüssel. Die Kinder gingen zur Schule, Otto nahm sein Studium an der Universität Löwen auf - eine sorgenfreie Zeit, bis im Mai 1940 die Invasion der Deutschen die Familie zur Flucht zwang. Die ‘Reise’ endete schließlich in Quebec, Kanada.

Zitas intensiver Einsatz für Österreich begann jetzt erst richtig. Sie kämpfte um die Wiedererrichtung eines unabhängigen Österreichs und knüpfte an ihre „stille Diplomatie“ seinerzeit an: u.a. mehrmalige Treffen mit Präsident Roosevelt. Sie erreichte die Aufnahme Österreichs in die Liste der zu befreienden oder wieder zu errichtenden Ländern nach einem Sieg über Hitler. Nach Kriegsende ging Zita in USA und Kanada auf große „Betteltour“, um Geld und Lebensmittel für ihre Landsleite zu sammeln. Aber sie verstand es auch, den heranwachsenden Kindern ihre politischen Werte zu vermitteln und sie einzubeziehen in ihre Aktivitäten. Mehrere, besonders Adelhaid, übernahmen später Verantwortung in sozialen Berufen.

1953 kehrte Zita zunächst nach Luxemburg zurück, wo sie ihre kranke Mutter pflegte, 1962 siedelte sie in das Johannesstift Zizers/Graubünden über. Nur 1982 durfte sie in die Republik Österreich einreisen, ohne die ursprünglich geforderte Verzichterklärung auf den österreichischen Thron abzugeben. Noch zur Beerdigung ihrer Tochter Adelhaid 1971 war ihr die Einreise verwehrt worden. Jetzt besuchte sie mehrere der geschichtsträchtigen Orte, wurde bejubelt, genoss das Bad in der Menge und konnte sich noch einmal als Landesmutter fühlen. Die letzten Lebensjahre verbrachte sie hellwach, interessiert am Zeitgeschehen, aber immer mehr erblindend. Sie starb 1989 in Zizers, betrauert von einer großen Familie und von vielen ehemaligen „Landeskindern“, wurde im Stephansdom aufgebahrt und in der Kapuzinergruft in Wien beigesetzt.

http://dfiles.eu/files/8od1esmb4

Montag, 24. Juni 2013

Bambule (1970)


Irene (Dagmar Biener) tut und sieht aus wie Ulrike!

Bambule ist ein deutsches Fernsehspiel aus dem Jahr 1970; Regie führte Eberhard Itzenplitz, das Drehbuch stammte von Ulrike Meinhof. Die Ausstrahlung des Films war für den 24. Mai 1970 in der ARD geplant, wurde nach der Beteiligung der Drehbuchautorin Ulrike Meinhof an der Befreiung von Andreas Baader am 14. Mai aber abgesetzt. Die Ähnlichkeiten zwischen dem Film und der Geschichte der RAF sind unübersehbar.

Stab:

Regie     Eberhard Itzenplitz
Drehbuch     Ulrike Meinhof
Produktion     Dieter Waldmann
Musik     Rolf A. Wilhelm
Kamera     Ulrich Burtin
Schnitt     Helga Brüning

Besetzung:

    Petra Redinger: Iv
    Christine Diersch: Monika
    Dagmar Biener: Irene
    Barbara Schöne: Heidi
    Antje Hagen: Frau Lack
    Marlene Riphahn: Frau Timm
    Hansi Jochmann: Karin
    Ursula Diestel: Irenes Mutter

Ulrike Meinhof sollte den fertigen Film bis auf ein paar Szenen nie zu sehen bekommen. Die Journalistin verschwand nach der Befreiung Andreas Baaders im Untergrund. Bambule ist 1994, also mit 24 Jahren Verspätung, erstmals in den dritten Programmen der ARD gezeigt worden.

http://dfiles.eu/files/2glvmwto5

Dienstag, 18. Juni 2013

1914-18 - Europa in Schutt und Asche (2008)


1914-18 - Europa in Schutt und Asche schildert in seinen Erzählungen die Entstehung und den Gang des WW1 aus Sicht eines einfachen französischen Soldaten. Ob diese Geschichte rein fiktiv ist, oder aus Soldatenbriefen erstellt wurde, ist mir nicht bekannt, aber es verdeutlicht einfach viel eher die Schrecken, denen die jungen Männer an den Fronten ausgesetzt waren. Hier geht der Regisseur auch in der Reihenfolge der Ereignisse in den Jahren 1914 bis 1918 historisch korrekt vor. Jedes Jahr bekommt ein eigenes Kapitel. Die Originalaufnahmen aus der damaligen Zeit wurde zudem großteils nachcoloriert, und sind somit zum ersten Mal in Farbe zu sehen. Auf Doku-typische Interviews oder Sprecher wird verzichtet. Alleine die Stimme des Soldaten führt durch den Film.

Diese Dokumentation des renommierten Journalisten und Dokumentarfilmers Jean-François Delassus versucht das Unerklärliche zu erklären: Wie konnten Millionen von Männern vier Jahre lang die unglaubliche Härte des Lebens in den Schützengräben ertragen, Jahreszeit für Jahreszeit, Tag für Tag, Nacht für Nacht? Wie konnten sie die Vorstellung des fast sicheren Todes akzeptieren, wenn sie den genauen Grund, warum sie kämpften, nicht einmal benennen konnten? Delassus und die Historikerin Annette Becker stellen eine provokante These zur Diskussion: Der 1. Weltkrieg wurde durch allgemeines und wechselseitiges Einverständnis aufrecht erhalten.

http://dfiles.eu/files/1udqmtad5

Freitag, 14. Juni 2013

Wer fuhr den grauen Ford? (1950)


Wer fuhr den grauen Ford? ist eine 1950 gedrehte Verfilmung eines tatsächlichen Postraubs. Die Produktion war die einzige Regiearbeit von Otto Wernicke, der mitspielt als Kriminalkommissar Thieme.

Handlung:

Die Handlung spielt im Deutschland kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in der Zeit kurz vor Gründung der Bundesrepublik. Penny, Heiner und der „Chef“, drei junge Männer, die noch aus Soldatenzeiten in der Wehrmacht miteinander befreundet sind, betreiben eine Spedition. Diese dient jedoch lediglich zur Tarnung ihrer kriminellen Taten. Regelmäßig werden auf den noch leeren Autobahnen Lkw der Großhändler durch (im Film am Anfang gezeigtes) „Lkw-Springen“ ausgeraubt und die erbeutete Ware verkauft.
Als Penny sich in die Buchhändlerin Renate Münster verliebt, entschließt er sich, aus der Bande auszusteigen. Obwohl der „Chef“ ein gewisses Verständnis für Penny hat, will er ihn nur gehen lassen, wenn er zuvor bei einem letzten, spektakulärem Überfall mitmacht. Der Raubüberfall auf Postgelder, die mit einem Lkw befördert werden, wird perfekt geplant und mit Hilfe eines gestohlenen grauen Fords durchgeführt...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Max Diekhout, Otto Wernicke
Drehbuch     Otto Wernicke, Kurt Joachim Fischer
Produktion     Pfeiffer Filmproduktion (Produktionsleiter: Karl Ritter)
Musik     Emil Ferstl
Kamera     Paul Pfeiffer
Schnitt     Walter Boos

Besetzung:

    Otto Wernicke: Kriminalkommissar Thieme
    Ruth Hambrock: Renate Münster
    Erich Schulz : Peter „Penny“
    Ursula Herking: Hertha Sattler, Kriminalassistentin
    Til Kiwe: Polizeirat Proske
    Hilde Sessak: Kellnerin bei Edu Schröder
    Marianne Gerzner: Rosl
    Günther Erich Marsch: Jonny Dempf
    Wolfgang Neuss: Uwe Lauterbach „Chef"
    Dieter Sommer: Franz Heiner
    Walter Vits-Mühlen: Nelson, US-Kriminalkommissar
    Walter Pott: Edu Schröder, Wirt
    Abi von Haase: Gillhausen, Kriminalassistent

Der Film basiert auf einem tatsächlich ausgeführten Postraub aus dem Jahr 1949 in Mannheim. Dieser Überfall wurde von Günther Hörner, einem der größten Gauner der frühen Nachkriegszeit und seinen Mitstreitern, den Gebrüdern Stuck, Peter Breuning und Robert Panko alias „Knabenschuh“ begangen. Bei diesem Postraub, der im Film fast komplett nach den Tatsachen dargestellt wurde, wurden tatsächlich "nur" 160.000 Mark erbeutet, was nach damaligen Verhältnissen aber immer noch eine gigantische Summe war und somit in ganz Westdeutschland für Aufsehen sorgte. Da der Postraub so erfolgreich begangen wurde und Begehensweisen der sonst eher in den USA tätigen Gangsterbanden benutzt wurden, vermutete der im besetzten Deutschland zuständige US-Major von der Criminal-Investigation-Division der Besatzungstruppe, die Täter könnten eigentlich nur aus dem für seine Gangster berühmten Chicago und somit aus der Besatzungsarmee stammen. Zusätzlich hatten die Täter zuvor in Zwingenberg (Bergstraße) den roten Chevrolet eines US-Leutnants als Fluchtfahrzeug gestohlen. Weil dieser Wagen aber eine Panne hatte, stahlen sie demselben Leutnant ein paar Tage später seinen grauen Ford Modell 48 mit US-C-Kennzeichen der Besatzungstruppen. In diesem Ford warteten die Täter, die durch einen Informanten genau über den Zeitplan des Geldtransportes und die Summe des transportierten Geldes informiert waren, vor dem Postamt am Mannheimer Hauptbahnhof. Als der Geldtransporter um die Ecke der Schloßstraße bog, schnitten die Posträuber ihm mit dem grauen Ford den Weg ab und zwangen ihn so zum Anhalten. Sie bedrohten die Beamten mit ihren amerikanischen Pistolen und entrissen ihnen die Geldsäcke. Eine sofortige Verfolgung blieb zunächst wirkungslos, der Fluchtwagen wurde später leer und vermeintlich ohne Spuren aufgefunden, nicht weit von der Stelle, wo zuvor der rote Chevrolet abgestellt wurde. Panko wurde 1950, kurz nach seinem 22. Geburtstag, zu einer Zuchthausstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

http://dfiles.eu/files/qufp773f0

Donnerstag, 13. Juni 2013

Drei Mann in einem Boot (1961)


Drei Mann in einem Boot ist eine Filmkomödie von Helmut Weiss aus dem Jahr 1961. Das Drehbuch wurde von dem gleichnamigen Roman von Jerome K. Jerome inspiriert. Neben dem Kerngenre Filmkomödie lässt sich der Film auch dem Schlagerfilm und dem Roadmovie zuordnen.

Handlung:

Die beiden Lebemänner und Werbestrategen Harry Berg und Jo Sommer halten sich zum Ausspannen am Bodensee auf. Während Jo versucht, mit der jungen Frau Grit aus seinem Hotel anzubandeln, braucht Harry dringend Urlaub von seiner Ex-Freundin Julischka, genannt Jule. Die taucht allerdings unvermittelt auf und nimmt Harry mit ihren Launen sogleich in Beschlag, woraufhin er und Jo beschließen ein Motorboot zu kaufen und raus auf den Bodensee zu flüchten.

Der Kunsthändler Georg sucht derweil Ruhe und Ausgleich beim Angeln, da er von seiner Frau genervt und davon gestresst ist, dass sich seine Tochter Grit „mit jungen Männern herumtreibt“. Seine Frau Carlotta versucht ihn vom Angelsteg weg und hin zu öffentlichen Anlässen zu locken. Als er ihr entrinnen kann und mit seinem Anglerkollegen in einer Kneipe sitzt, belauscht er den Bootskauf von Harry und Jo. Um sich ihnen anzuschließen bietet er sich ihnen als Smutje an. Die drei Männer stechen in See, wobei Harry und Georg ihren Frauen nichts davon erzählt haben...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Helmut Weiss
Drehbuch     Wolf Neumeister
Produktion     Alfred Stöger, Kurt Ulrich
Musik     Werner Müller
Kamera     Sepp Ketterer
Schnitt     Wolfgang Wehrum

Besetzung:

    Walter Giller: Graphiker Jérome „Jo“ Sommer
    Heinz Erhardt: Kunsthändler Georg Nolte
    Hans-Joachim Kulenkampff: Werbetexter Harry Berg
    Susanne Cramer: Betje Ackerboom, „Steuermann“ auf der Bertha
    Ina Duscha: Grit Nolte
    Loni Heuser: Carlotta Nolte
    Josef Sieber: Kapitän Ackerboom
    Ida Boros: Julischka von Wendorf
    Bum Krüger: Melman
    Willy Reichert: Mägele
    Sepp Rist: Guggenmos
    Rolf Wanka: Dr. Flüeli

Die Romanvorlage wird nicht nur im Vorspann („unter freier Verwendung des weltbekannten Romans von Jerome K. Jerome“) erwähnt, sondern auch von den drei Hauptfiguren während ihres ersten Treffens namentlich mit dem vollen Titel "Drei Mann in einem Boot, vom Hunde ganz zu schweigen" genannt.

http://dfiles.eu/files/o160dmc4g

Dienstag, 11. Juni 2013

Alraune (1952)


Alraune ist ein deutscher Horrorfilm aus dem Jahr 1952. Der Film basiert auf dem 1911 erschienenen Roman Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens von Hanns Heinz Ewers. Es ist die sechste und letzte Verfilmung des Romans.

Handlung:

Der junge Medizinstudent Frank Braun verliebt sich in Alraune, die angebliche Tochter seines Onkels Professor Jakob ten Brinken. Als sein Onkel von der Beziehung erfährt, offenbart er seinem Neffen, dass Alraune kein natürlicher Mensch, sondern das Produkt eines wissenschaftlichen Experiments sei, bei dem die Erbanlagen eines Doppelmörders und einer Prostituierten gekreuzt worden seien...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Arthur Maria Rabenalt
Drehbuch     Kurt Heuser
Produktion     Günther Stapenhorst
Musik     Werner Richard Heymann
Kamera     Friedl Behn-Grund
Schnitt     Doris Zeltmann

Besetzung:

    Hildegard Knef: Alraune
    Erich von Stroheim: Professor Jacob ten Brinken
    Karlheinz Böhm: Frank Braun
    Harry Meyen: Graf Geroldingen
    Rolf Henniger: Wolf Gontram
    Harry Halm: Dr. Mohn
    Hans Cossy: Mathieu, der Kutscher
    Gardy Brombacher: Lisbeth, Dienstmädchen
    Trude Hesterberg: Fürstin Wolkonska
    Julia Koschka: Olga
    Denise Vernac: Mademoiselle Duvaliere, Gouvernante
    Arno Ebert
    Willem Holsboer

Die Bildqualität ist sehr gut.

http://dfiles.eu/files/q21se2te4

Montag, 10. Juni 2013

Kaiserball (1956)


Kaiserball ist ein österreichischer Film des Regisseurs Franz Antel aus dem Jahr 1956 mit dem Traumpaar Sonja Ziemann und Rudolf Prack.

Handlung:

Prinzessin Christine zu Schenckenberg-Nürtlingen soll sich gemäß dem Familienrat mit dem Reichsgraf von Hohenegg verloben, eine Verbindung, welche durch Vermittlung des Erzherzogs Benedikt zustande gekommen ist, der in früherer Zeit mit der Mutter der Prinzessin befreundet war.

Zu diesem Zweck reist sie mit ihrer Mutter nach Bad Ischl, wo ihr designierter Ehemann mit dem Erzherzog weilt, da dieser in Vertretung für seine Majestät den jährlichen "Kaiserball" eröffnen soll. Allerdings verliebt sie sich dort in den preußischen Grafen Nicolaus von der Görzen, der mit seinen Freunden ebenfalls in Ischl weilt und ein enger Freund des Reichsgrafen von Hohenegg ist.

So wie sich Christine in den Grafen von der Görzen verliebt, so verliebt sich auch der Reichsgraf in eine andere Frau - in eine Näherin aus Wien...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Franz Antel
Drehbuch     Karl Leiter, Jutta Bornemann
Produktion     Frank Hoffmann
Musik     Johannes Fehring, Hans Lang, Heinz Musil, Lothar Olias (als Lotar Olias)
Kamera     Hans Heinz Theyer
Schnitt     Arnfried Heyne (als Arnd Heyne)

Besetzung:

    Sonja Ziemann: Franzi
    Rudolf Prack: Reichsgraf Georg von Hohenegg
    Hannelore Bollmann: Prinzessin Christine
    Maria Andergast: Fürstin zu Schenckenberg
    Hans Moser: Portier Rienössl
    Jane Tilden: Gräfin Reichenbach
    Ilse Peternell: Direktrice
    Bully Buhlan: Graf Nicolaus von der Görzen
    Hans Olden: Erzherzog Benedikt
    Rolf Olsen: Richard Müller
    Paul Löwinger: Portier Bichler
    Thomas Hörbiger: Willi
    C. W. Fernbach: Offizier
    Raoul Retzer: Kriminalkommissär

http://dfiles.eu/files/g7406map7

Sonntag, 9. Juni 2013

Hindenburg (2013)


Der 90-minütige Film Hindenburg arbeitet den Menschen Hindenburg heraus, seit frühester Jugend streng preußisch-militärisch geprägt, für breite Bevölkerungsschichten in der Weimarer Republik eine Vaterfigur. Das spiegelt sich wider in den Erinnerungen Hubertus von Hindenburgs, des Enkels des Reichspräsidenten. In dem Film beschreibt er ihn als liebevollen Großvater, dem das Familienleben sehr wichtig war. Auch in der Gegenwart des als rastlos geltenden „Reise-Kaisers“ Wilhelm II. wirkt der stattliche Hindenburg in Filmaufnahmen geradezu wie ein Ruhepol und wie die eigentliche Autorität.

Mit Hilfe von Historikern wie Hindenburg-Biograf Wolfram Pyta kommt Weinert zu dem Urteil, dass der General bis Stunden vor seinem Tod am 2. August 1934 „bei klarem Verstand“ war. Nur einen Monat zuvor hatte Hindenburg die von Hitler veranlassten Mordaktionen im Zuge des sogenannten Röhm-Putsches ausdrücklich verteidigt. „Das ist richtig so. Ohne Blutvergießen geht es nicht“, sagte er. An Hitler schickte er ein Glückwunschtelegramm.

http://dfiles.eu/files/vxh7xka8q

Freitag, 7. Juni 2013

Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern (1970)


Das kann doch unsren Willi nicht erschüttern ist eine deutsche Filmkomödie des Regisseurs Rolf Olsen, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrolle übernahm Heinz Erhardt. Die Uraufführung fand am 26. November 1970 im Ufa-Theater in Hannover statt.

Handlung:

Willi Hirsekorn und seine Familie liegen ständig mit den Nachbarn Buntje im Streit. Eine Familie will stets die andere übertreffen. Als im Geschäft die beiden Frauen der Familien aufeinandertreffen, prahlt Mizzi Buntje mit dem Urlaub, den man in Italien zu verbringen gedenke. Sieglinde Hirsekorn steht dem in nichts nach und erzählt, dass man im Urlaub auch in Italien weilt. Nur weiß der Rest der Familie noch nichts davon...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Rolf Olsen
Drehbuch     Rolf Olsen
Produktion     Allianz Filmproduktion GmbH, Berlin (Heinz Willeg), Terra Filmkunst GmbH
Musik     Erwin Halletz
Kamera     Franz Xaver Lederle
Schnitt     Renate Willeg

Besetzung:

    Heinz Erhardt: Willi Hirsekorn
    Ruth Stephan: Sieglinde Hirsekorn
    Günther Jerschke: Heimo Buntje
    Käte Jaenicke: Mizzi Buntje
    Hans Terofal: Luitbert
    Irina von Bentheim: Lotti Hirsekorn
    Nicolai von Bentheim: Kuno Hirsekorn
    Angelika Baumgart-Frey: Petra Buntje
    Klaus-Hagen Latwesen: Herbert
    Almut Berg: Clementine
    Siegfried Munz: Adrian
    Giulia del Fabro: Paola
    Rolf Olsen: Romolo
    Totò Mignone: Giuseppe

Heinz Erhardt sang in dem Film das bekannte Lied „Immer wenn ich traurig bin (trink ich einen Korn)“.

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Dienstag, 28. Mai 2013

Ooh ... diese Ferien (1958)


Ooh … diese Ferien ist eine österreichische Filmkomödie von Franz Antel aus dem Jahr 1958.

Die Familie Petermann reist zu sechst in den Urlaub nach Italien. Sie wissen nicht, dass in ihrem Leihwagen durch eine Verwechslung Geheimpapiere versteckt wurden. Die Gangster – die Baronin, Direktor Antonowitsch, der dümmliche Otto Muffler und der junge, gerade erst von den Gangstern engagierte Willi Boltz – verfolgen die Petermanns...

Altersfreigabe     FSK 12

Stab:

Regie     Franz Antel
Drehbuch     John Andersen
Produktion     Franz Hoffmann für Cosmos-Film
Musik     Johannes Fehring
Kamera     Hans Heinz Theyer
Schnitt     Arnfried Heyne

Besetzung:

    Heidi Brühl: Monika Petermann
    Georg Thomalla: Max Petermann
    Hannelore Bollmann: Brigitte „Biggi“ Petermann
    Mara Lane: Baby, „Baronin“
    Michael Cramer: Willi Boltz
    C. W. Fernbach: Direktor Antonowitsch
    Rolf Olsen: Otto Muffler
    Elke Aberle: Stupsi Petermann
    Ossi Wanka: Andi Petermann
    Hans Moser: Großvater Seidelbast
    Raoul Retzer: italienischer Kellner

Die Uraufführung des Films war am 5. August 1958 in München in den Kammer-Lichtspielen und im Europa-Palast.

Das im Film gesungene Lied Chou-Chou-Chou schrieb Lotar Olias.

http://dfiles.eu/files/x9enchtkz

Samstag, 18. Mai 2013

Das Dreimäderlhaus (1958)


Das Dreimäderlhaus ist ein schweizerisch-österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 1958. Es handelt sich hierbei um eine Verfilmung der Operette Das Dreimäderlhaus, die Hauptfigur von Film und Operette ist der Komponist Franz Schubert.

Handlung:

Der Hofglasermeister Christian Tschöll und seine Frau Marie haben drei hübsche Töchter im heiratsfähigen Alter: Hederl, Haiderl und Hannerl. Alle drei wohnen noch bei ihren Eltern, weshalb deren Anwesen von vielen liebevoll als „Dreimäderlhaus“ bezeichnet wird. Auch der Komponist Franz Schubert hat in diesem Haus eine Bleibe gefunden...

Altersfreigabe     FSK 6

Stab:

Regie     Ernst Marischka
Drehbuch     Ernst Marischka
Produktion     Ernst Marischka, Karl Ehrlich
Musik     Anton Profes
Kamera     Bruno Mondi
Schnitt     Alfred Srp

Besetzung:

    Karlheinz Böhm: Franz Schubert
    Gustav Knuth: Christian Tschöll
    Magda Schneider: Frau Tschöll
    Johanna Matz: Hannerl Tschöll
    Gerda Siegl: Hederl Tschöll
    Helga Neuner: Heiderl Tschöll
    Rudolf Schock: Franz von Schober
    Ewald Balser: Ludwig van Beethoven
    Erich Kunz: Johann Mayrhofer
    Helmut Lohner: Moritz von Schwind
    Eberhard Waechter: Johann Michael Vogl
    Albert Rueprecht: Leopold Kupelwieser
    Lotte Lang: Kathi
    Else Rambausek: Frau Prametzberger
    Edith Elmay: Franzi Seidl

http://dfiles.eu/files/gzs978tnz