Freitag, 29. November 2013

Der Haus-Tyran (1959)

Grethe Weiser, Heinz Erhardt

Der Haus-Tyran, auch bekannt als Der Haustyrann, ist eine deutsche Komödie aus dem Jahr 1959. Regie führte Hans Deppe, das Drehbuch schrieb Werner P. Zibaso nach dem Bühnenstück Das Ekel von Toni Impekoven und Hans Reimann.

Handlung:

Der Kaffeehausbesitzer Paul Perlacher ist ein richtiges Ekel. Er tyrannisiert nicht nur seine Familie (Schwester Trude, Tochter Inge, Sohn Alex), sondern auch seine Mieterin, die Klavierlehrerin Amalie Hartung, deren Neffen Hannes und die Klavierschüler. Perlacher will seine ebenfalls recht resolute Mieterin wegen Ruhestörung unbedingt zum Auszug bewegen und zerrt sie sogar vor Gericht – allerdings ohne Erfolg. Selbst die Kaffeehausgäste haben unter den Wutausbrüchen des Pedanten zu leiden und kommen nicht wieder. Zu allem Überfluss verliebt sich seine Tochter auch noch in den Neffen der „rebellischen“ Mieterin. Beide spielen auch noch in derselben Jazzband.
Perlacher ist trotz allem unbelehrbar, bis er wegen Beleidigung eines Polizeibeamten (das berühmte Goethe-Zitat aus Götz von Berlichingen) selbst vor dem Kadi landet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Hans Deppe
Drehbuch Werner P. Zibaso
Produktion Walter Traut
Musik Raimund Rosenberger, Joseph Niessen (Lieder), Bruno Balz (Liedtexte)
Kamera Oskar Schnirch
Schnitt Werner Preuss

Besetzung:

 Heinz Erhardt: Paul Perlacher
 Grethe Weiser: Amalie Hartung
 Peter Vogel: Hannes Hartung
 Helga Martin: Inge Perlacher
 Rudolf Platte: Kellner Gottlieb
 Stephan Schwartz: Alex Perlacher
 Arnulf Schröder: Professor
 Ernst Waldow: Dr. Wallner
 Beppo Brem: Polizist Rübsam
 Eduard Linkers: Staatsanwalt
 Hans Leibelt: Landgerichtsrat (als „Franz Leibelt“)
 Else Quecke: Trude Perlacher
 Dietrich Thoms: Postbote
 Alfred Pongratz: Tankwart
 Willy Hagara: Sänger Willy Hagara
 John Schapar: Trompeter / Tänzer

http://dfiles.eu/files/ffrg4e1dr

Dienstag, 19. November 2013

Witwer mit fünf Töchtern (1957)

Helmut Lohner, Heinz Erhardt

Witwer mit fünf Töchtern ist eine deutsche musikalische Filmkomödie des Regisseurs Erich Engels aus dem Jahr 1957 mit Heinz Erhardt in der Hauptrolle.

Handlung:

Schlossverwalter Friedrich Scherzer ist Vater von fünf Töchtern, um die er sich seit dem Tod seiner Frau kümmert. In dem Schloss, das nach dem Krieg in amerikanischen Besitz übergegangen ist, sorgt der Witwer für die Erhaltung des Schlosses, pflegt die Kunstschätze und die große Schlossbibliothek. Da er seinen Beruf sehr ernst nimmt, hat er nicht immer genügend Zeit, seinen Pflichten als Vater nachzukommen. Eine Krankheit der fünfjährigen Jule führt die Nachbarin Frau Hansen vorübergehend in das Haus der Scherzers. Sie hält es für ihre Pflicht, das Kind gesund zu pflegen. Während dieser Zeit lernt sie nach und nach die Sorgen und Nöte der Familie kennen.
Aufgrund von Verdächtigungen aus der Nachbarschaft besucht eine Mitarbeiterin des Jugendamts die Familie. Irrtümlich geht Scherzer davon aus, dass Frau Hansen die Anzeige erstattet hat...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Erich Engels
Drehbuch Rolf Becker,Alexandra Becker, Erich Engels
Produktion Filmatelier Göttingen
Musik Heino Gaze, Heinz Erhardt, Curth Flatow (Liedtexte), Frank Cornély-Wilczek, Delle Haensch
Kamera Willy Winterstein

Besetzung:

 Heinz Erhardt: Friedrich Scherzer
 Susanne Cramer: Karin Scherzer
 Helmuth Lohner: Dr. Klaus Hellmann
 Lotte Rausch: Frau Hansen
 Christine Kaufmann: Ulla Scherzer
 Angelika Meissner: Marie Scherzer
 Vera Tschechowa: Anne Scherzer
 Elke Aberle: Julchen Scherzer
 Iván Petrovich: Mr. Pepperkorn
 Michl Lang: Altfeld
 Peter Vogel: Fred
 Alexander Ebermayer von Richthofen: Jäcky
 Marina Ried: Frau Kostowitsch
 Carsta Löck: Frl. Nessel
 Lotte Brackebusch: Meta Sengstake
 Maly Delschaft: Berta Sengstake
 Nora Minor: Fräulein Forsch
 Chris Howland: Mr. Printice

Die Außenaufnahmen entstanden unter anderem auf Schloss Berlepsch bei Witzenhausen.

Susanne Cramer heiratete wie im Film auch in Wirklichkeit Helmuth Lohner, doch nach einer handgreiflichen Eifersuchtsszene liessen sich die beiden nach nur fünf Monaten scheiden, um danach ein zweites Mal zu heiraten. Doch auch diese Ehe hielt nur kurz.

http://dfiles.eu/files/y54339dgo 

Donnerstag, 14. November 2013

Der Onkel aus Amerika (1953)

Cowboy Hans Moser

Der Onkel aus Amerika ist eine deutsche Filmkomödie von Carl Boese aus dem Jahr 1953. Sie beruht auf dem Bühnenstück Man braucht kein Geld von Ferdinand Altenkirch.

Handlung:

Die Familie Hartung – Gertrud Hartung, ihr Bruder Hermann und dessen Tochter Elisabeth – ist hoch verschuldet. In der Kleinstadt Groditzkirchen begann Hermann Hartung nach Öl zu bohren, wobei er unter anderem Gelder der Industriebank lieh, die an der Öl-AG finanziell beteiligt war und wiederum Ölaktien erwarb. Es fand sich jedoch kein Öl, sodass nicht nur die Familie Hartung, sondern auch die Bank von Direktor Brenner vor dem Bankrott steht. Der einzige Bankangestellte Bodo Schmidt erhält seinen Lohn schon seit geraumer Zeit in Ölaktien ausgezahlt und will nun endlich kündigen, darf jedoch nicht. Die einzige Hoffnung liegt in Thomas Theodor Hoffmann, dem Onkel der Hartungs. Thomas lebt seit 40 Jahren in Texas und schickte der Familie einst eine Postkarte mit einer Fabrik, auf die er „klein, aber mein“ geschrieben hatte. Seither gilt er in der Kleinstadt als reicher Mann. Gertrud Hartung hat ihren Onkel daher nach Groditzkirchen eingeladen und Onkel Thomas hat versprochen zu kommen.
Eines Tages erhält die Familie ein Telegramm, dass Thomas noch am selben Tag in Groditzkirchen erscheinen wird. Sie will sich von der Industriebank Geld borgen, doch übernimmt Bodo Schmidt die Verwaltung der geforderten 500 Mark, die aus seinem eigenen Geldbeutel kommen. Er organisiert den Empfang, der schiefgeht, weil die Familie einen anderen Herrn für ihren Onkel hält. Thomas kommt allein am Haus der Familie an. Bald wird deutlich, dass Thomas sein gesamtes Vermögen in die Reise nach Groditzkirchen investiert hat. Ihm gehörte eine kleine Werkstatt, die auf der Postkarte vor der Fabrik zu sehen ist. Die Hartungs und auch Bodo Schmidt wollen fast aufgeben, als eine Äußerung Brenners Bodo die Augen öffnet: Es kommt nicht darauf an, ob Thomas Geld hat. Der Schein ist hier viel wichtiger...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Carl Boese
Drehbuch Curth Flatow
Peter Paulsen
Produktion Artur Brauner, Heinz Laaser für CCC-Film
Musik Lotar Olias
Kamera Albert Benitz
Schnitt Johanna Meisel

Besetzung:

 Hans Moser: Thomas Theodor Hoffmann
 Georg Thomalla: Bodo Schmidt
 Joe Stöckel: Bankdirektor Brenner
 Grethe Weiser: Gertrud Hartung
 Waltraut Haas: Elisabeth Hartung
 Ethel Reschke: Elli, Sekretärin
 Ruth Stephan: Rosa, Dienstmädchen
 Arno Paulsen: Hermann Hartung
 Walter Gross: Haberland, Gerichtsvollzieher
 Wolfgang Neuss: Conferencier
 Herbert Kiper: Rottmann, Sparkassendirektor
 Gert Kollat: Geissler, Hoteldirektor
 Ernst Sattler: Bürgermeister
 Erhard Ey-Steineck: Berndorf, Fabrikant
 Herbert Weissbach: Dr. Ernst
 Agnes Windeck: Telefonpartner in England

Der Onkel aus Amerika beruht auf dem Bühnenstück Man braucht kein Geld von Ferdinand Altenkirch, das unter dem Titel Man braucht kein Geld erstmals 1931 verfilmt wurde. Regie übernahm ebenfalls Carl Boese, wobei der Onkel aus Amerika schon 1931 von Hans Moser gespielt wurde.
Die Dreharbeiten fanden vom 27. November bis 20. Dezember 1952 in den CCC-Studios in Berlin-Spandau statt. Das Szenenbild schufen Erich Grave und Walter Kutz. Im Film singen das Sunshine Quartett und Horst Winter den Schlager Man braucht kein Geld. Hans Moser singt Wenn ich die Wolkenkratzer sehe.
Der Onkel aus Amerika erlebte am 26. Januar 1953 im Berliner Astor seine bundesdeutsche Filmpremiere und lief 1956 auch in den Kinos der DDR an.

http://dfiles.eu/files/0tk48jtcz

Dienstag, 12. November 2013

Herrn Josefs letzte Liebe (1959)

Wolf Albach-Retty, Hans Moser

Herrn Josefs letzte Liebe ist ein Film von Hans Moser aus dem Jahr 1959, in dem er selbst am Drehbuch mitarbeitete.

Handlung:

Der alte Diener Josef, der sein ganzes Leben lang im Haus der wohlhabenden Bankiersfamilie Türkheim diente, führt ein anspruchsloses, von täglicher Routine geprägtes Leben. Der tägliche Spaziergang zu seinem Lieblingsgasthof und die liebevollen Sticheleien mit dem Ober sind die einzige Abwechslung in seinem Leben.
Eines Tages läuft Josef bei seinem Spaziergang ein Hund zu, der von einer Bande Halbstarker gequält wird und von da an an seiner Seite bleibt. Josef versteckt den Hund in seinem Quartier im Haus der Türkheims, bis dieser von der Schwester Gusti des Hausherrn entdeckt wird. Da diese in ihrer Verbitterung dem Diener Josef die Schuld daran gibt, eine alte Jungfer zu sein, besteht sie darauf, den Hund aus dem Haus zu entfernen. Der Hausherr, der Angst vor Hunden hat, stimmt nach anfänglichem Zögern seiner Schwester zu.
Herr Josef gibt mit schwerem Herzen seinen Hund an eine alte Dame ab, doch der Hund kehrt wieder zu ihm zurück. Damit beginnt für Josef der Kampf um seine letzte große Liebe, der beinahe tragisch endet...

Altersfreigabe FSK 6

Stab:

Regie Hermann Kugelstadt
Drehbuch Hans Moser, Peter Loos
Produktion Rex-Film Bloemer & Co
Musik Kurt Werner
Kamera Walter Partsch

Besetzung:

 Hans Moser: Diener Josef
 Gerlinde Locker: Hausmeistertochter
 Wolf Albach-Retty: Herr Türkheim
 Adrienne Gessner: Gusti
 Ernst Waldbrunn: Franz, der Ober

Moser, der ein großer Hundefreund war, schrieb selbst am Drehbuch mit, was diesem Film eine persönliche Note des Schauspielers verleiht und neben der schauspielerischen Leistung dafür sorgt, dem Film in Mosers Karriere eine herausragende Stellung zu verleihen.

http://dfiles.eu/files/93najzvzt

Montag, 4. November 2013

Abenteuer im Roten Meer (1951)

Lotte Hass

Abenteuer im Roten Meer ist ein dokumentarischer Bericht mit Spielfilmhandlung über die Expedition des Tauchpioniers Hans Hass 1950 nach Port Sudan an das Rotes Meer. Handlungsfaden ist die Suche nach dem legendären Manta und die Annäherung an den Walhai. Die Hauptrolle spielt Lotte Hass. Der Film zählt heute zu den bedeutendsten Beiträgen des Unterwasserfilms.

Handlung:

Port Sudan ist der Ausgangspunkt für die Expedition ins Rote Meer. Drückende Hitze liegt über der Hafenstadt. Mitten im geschäftigen Treiben auf dem Marktplatz Lotte Hass (damals noch Lotte Baierl, Assistentin und noch nicht die Ehefrau von Hans Hass) beim Verhandeln über den Preis von Fisch - mit ihren langen blonden Haaren und Hosen eine sehr auffällige Erscheinung zwischen den Muslimen. Die Einheimischen drängen sich neugierig um sie.
Die ersten Tage vergehen mit kleineren Tauchfahrten und Ausflüge in die Umgebung. In der Ruinenstadt Suakin schwimmt Lotte zwischen den Korallenriffen und setzt durch, dass sie wie die anderen Expeditionsmitglieder auch ein Tauchgerät benutzen kann. Man taucht nach Muscheln und Korallen, harpuniert Zackenbarsche, macht Ausflüge auf eine Vogelinsel oder mit Kamelen in ein Dorf.
Plötzlich beginnt das Abenteuer: Der Fischer Machmoud berichtet von einem sagenumwobenen Wasserungeheuer, das die Fischer immer wieder in Aufregung versetzt...

Altersfreigabe FSK 6

Stab:

Regie Hans Hass
Drehbuch Hans Hass
Produktion Hans Hass
Musik Bert Grund
Kamera Hans Hass, Leo Rohrer
Schnitt Ilse Selckmann-Wienecke

Besetzung:

 Hans Hass: Expeditionsleiter
 Lotte Hass: Assistentin
 Leo Rohrer: Kameramann und Taucher
 Gerald Weidler: Taucher
 Alfons Hochhauser: „Xenophon“, Gerätewart
 Eduard Wawrowetz: Tontechniker
 Machmoud: Fischer
 Achmed: Koch
 Abdul Wahab Tachlowe: Kaufmann und Schiffsbesitzer

Die Überwasseraufnahmen wurden mit der 35-mm-Arriflexkamera gedreht, die Unterwasseraufnahmen mit 16-mm-Siemenskameras. Der Film ist durchgehend in Schwarzweiß.
Die Expeditionsmitglieder spielten sich selbst in ihren jeweiligen Rollen. Sie waren Laiendarsteller, keiner hatte schauspielerische Erfahrung.

Als Hans Hass im Sommer 1947 für sein Büro in Wien eine Sekretärin suchte, bewarb sich Lotte Baierl erfolgreich für die Stelle. Sie hatte gerade ihr Abitur bestanden und war ein großer Fan von Hass. Lotte lernte neben ihrer Büroarbeit den Umgang mit Tauchgeräten und Unterwasserkameras, denn sie hoffte, an der nächsten Expedition von Hass teilnehmen zu dürfen. Dafür trainierte sie in Schwimmbädern, tauchte und fotografierte in den Seen rund um Wien. Unterstützt und angelernt wurde sie dabei von dem Assistenten von Hans Hass, Kurt Schaefer.
Hans Hass war generell gegen die Teilnahme einer Frau an seinen Expeditionen. Die Teilnahme von Lotte wurde aber schließlich doch möglich, als die Wiener Sascha-Filmgesellschaft darauf bestand, dass Hass seinen nächsten Dokumentarfilm durch eine hübsche weibliche Hauptdarstellerin für ein größeres Publikum attraktiver macht. Die Wahl fiel auf Lotte Baierl. Die mehrmonatige Expedition 1950 an das Rote Meer war sehr mühsam, aber erfolgreich. Hass konnte als erster Mensch Mantas und Walhaie filmen. Lotte betätigte sich dort als Unterwasser-Fotografin und Unterwasser-Modell. Zur Freude des Publikums trug sie im Film stets besonders textilarme Bademodedekorationen.

http://dfiles.eu/files/rqhj3k6mj

Samstag, 2. November 2013

Die Geschichte der Deutschen Wehrmacht 3 - Tief im Feindesland (2006)


Die Geschichte der Deutschen Wehrmacht 3 - Tief im Feindesland zeigt die erbitterten Kämpfen an allen Fronten bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945.

http://dfiles.eu/files/4ut60vvia

Die Geschichte der Deutschen Wehrmacht 2 - Der Schritt über die Grenzen (2006)


Die Geschichte der Deutschen Wehrmacht 2 - Der Schritt über die Grenzen fangt an mit dem Kampf gegen Polen, von der Alliiertenpresse wegen seines schnellen Endes Blitzkrieg genannt, war eine Demonstration modernster Kriegsführung. In einer groß angelegten Zangenbewegung kesselten die schnellen deutschen Panzerarmeen die polnischen Verbände ein. Die pausenlosen Angriffe der deutschen Sturzkampfbomber und Schlachtflieger, denen die polnische Armee keine gleichwertigen Waffen entgegensetzen konnte, führte innerhalb weniger Tage zur Demoralisierung des Gegners. Ein Vergleich der Verluste macht deutlich wie dominierend die deutsche Seite war.

http://dfiles.eu/files/r6agxism3

Die Geschichte der Deutschen Wehrmacht 1 - Der Aufbau (2006)


Die Geschichte der Deutschen Wehrmacht 1 - Der Aufbau ist der erste Teil einer dreiteiligen Dokumentation. Sie zeigt in größtenteils unveröffentlichten Filmaufnahmen zum Teil in Farbe die drei Waffengattungen Heer, Marine und Luftwaffe von den frühen Anfängen, ersten Blitzsiegen, erbitterten Kämpfen an allen Fronten bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945.

Unmittelbar nach der Machtübernahme erkannte der neue Reichskanzler Adolf Hitler die im Versailler Vertrag beschränkte Heeresstärke von 100.000 Mann nicht mehr als bindend an. Nach der Liquidierung des SA-Führers Ernst Röhm erklärte Hitler die Reichswehr zum "einzigen Waffenträger des Reiches", was diese ihm am 2. August 1934 mit der Eidesleistung auf die Person des Führers dankte. Mit der Namensänderung von "Reichswehr" in "Wehrmacht" endete 1935 auch offen die Ära der Weimarer Republik. Am 1. September 1939 begann der Krieg.

http://dfiles.eu/files/210azo33v

Dienstag, 29. Oktober 2013

Damals in Ostpreußen (2008)



Damals in Ostpreußen ist eine Dokumentation. Sie erzählt die Geschichte der Jahre 1933-1952 anhand von zum Teil unveröffentlichtem Archivmaterial und mit beeindruckenden Landschaftsaufnahmen. Vor allem aber erzählen Menschen ihre Geschichte.

Ungefähr 20 Minuten sind Originalmaterial (Kriegs-,Vorkriegszeit); alles andere heutige Interviews und nachgestellte Erlebnisse der Interviewten.

Die politische Belehrung hätte man sich sparen können. Die Vertriebenen, sogar die Kinder, waren mal wieder selber schuld an ihrer Vergewaltigung, Entrechtung und Vertreibung. Irgendwie ist der ganze Film ein Trauerspiel. Noch trauriger ist, das die meisten Zuschauer dies garnicht bemerken werden, weil wir ja längst - Guido Knopp sei Dank - historisch-politisch umerzogen sind.

http://dfiles.eu/files/e1c1gzbu9

Sonntag, 27. Oktober 2013

Die Geschichte der Nordsee 3 - Küste zwischen Krieg und Frieden (2009)


Dritter und letzter Teil: Küste zwischen Krieg und Frieden.

In den letzten Tagen des Ersten Weltkriegs liegen die Schiffe der Kriegsmarine in Wilhelmshaven vor Anker. Der Obermatrose Richard Stumpf schreibt Tagebuch – und macht verständlich, wie aus einer Marine-Revolte die erste deutsche Revolution wurde, die das Ende der Herrschaft des Kaisers, der Könige und Fürsten in Deutschland besiegelte.

Wracks aus dem Krieg von 1914 bis 1918 liegen noch immer auf dem Meeresgrund, und sie markieren zugleich den Beginn der Umweltprobleme, die bis heute aktuell sind. Der Bau des „Adolf-Hitler-Kooges“, heute Dieksanderkoog, zeigt, wie die Nazis die Nordsee propagandistisch nutzen wollten. Helgoland wollten sie zu einem der größten Kriegshäfen Europas ausbauen, doch der Plan ging nicht auf. Dennoch hat das Felseneiland die Folgen der NS-Herrschaft so stark zu spüren bekommen wie wohl kein anderer Ort an der Nordsee. Der Insulaner Karl-Heinz Block erinnert sich an die Militarisierung der Insel, an die Evakuierung ihrer Bewohner und den „Big Bang“, die große Sprengung durch die Briten, wie auch an den Hummerfang auf Helgoland, der von den Ereignissen schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Nach dem Krieg gewann die Fischerei wieder an Bedeutung.
Charly Behrensen, ein ehemaliger Kapitän, erinnert sich an die große Zeit der deutschen Hochseefischerei und an ihr Ende. Zu den letzten Episoden gehört die Sturmnacht des 1. Januar 1995. Während vor Norwegen auf der Draupner-Plattform eine Monsterwelle gemessen wurde, die den Wissenschaftlern Rätsel aufgab, ist vor Borkum fast gleichzeitig ein Schiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger im Einsatz. Die „SK Alfried Krupp“ kenterte, zwei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Der tragische Unfall erinnert daran, dass die Nordsee auch im Zeitalter von Hightech ihre unbezähmbare Gewalt behalten hat.

http://dfiles.eu/files/84lydcnu5

Die Geschichte der Nordsee 2 - Kampf um die Küste (2009)


Teil 2 - Kampf um die Küste (2009)

Die Nordseeküste – ein geliebtes und umkämpftes Stück Erde. Die 2. Folge erzählt Schlüsselepisoden aus der Vergangenheit.
Um 1500 lebte in Dithmarschen Peter Swyn, ein – modern formuliert – einflussreicher Landespolitiker. Er wollte mit alten, überholten Traditionen brechen und wurde schließlich ermordet.
Der Film erzählt, wie es dazu kam. Nicht weniger bewegend ist das Schicksal der Maria von Jever, die zur gleichen Zeit erlebte, wie neue Machthaber die aufstrebenden Küstenstädte unter ihre Kontrolle bringen wollten. Hundert Jahre nach ihr lebte auf Föhr ein gewisser Matthias Petersen, genannt "Matthias der Glückliche", denn er führte ein ungewöhnlich erfolgreiches Leben als Walfänger.
Die erste große Blütezeit des Überseehandels, in der etwa das Königreich Preußen in Emden eine "Ostasiatische Handelskompanie" gründete, fand mit der Kontinentalsperre Napoleons ein abruptes Ende. Doch nicht ganz: Jetzt hatten Schmuggler ihre große Stunde. Einer von ihnen, Klaus Reimers aus Helgoland, kam dabei zu großen Ehren, und in dieser Episode spielt auch die schöne Tochter des Leuchtturmwärters von Neuwerk eine Rolle.

Die Zeit der Romantik entdeckte die Schönheit des Meeres, auf Norderney eröffnete das erste Seebad, und der Spötter Heinrich Heine machte sich Gedanken über die Insulanerinnen. Doch wenig später im 19. Jahrhundert gaben wiederum die Preußen den Anstoß für eine neue Entwicklung. Sie wollten an der Nordsee einen Kriegshafen bauen. Bis die Ländereien, die dafür nötig waren, von einem Strohmann auf trickreiche Art zusammengekauft wurden und schließlich die Stadt Wilhelmshaven gebaut werden konnte, musste einiges geschehen.
Kaiser Wilhelm II., der Bauherr des Nord-Ostsee-Kanals, begeisterte sich für die junge Kriegsmarine. Der Weg in den Ersten Weltkrieg begann.

http://dfiles.eu/files/qqn5yn6z1

Die Geschichte der Nordsee 1 - Erste Küstenbewohner (2009)


Die Geschichte der Nordsee ist eine dreiteilige Dokumentarfilmreihe.

Teil 1: Erste Küstenbewohner

Kaum etwas hat das Leben der Norddeutschen so sehr beeinflusst wie die Nähe zum Meer. Die Nordsee ist ein "junges" Meer. Dort, wo heute Schiffe fahren, lag am Ende der letzten Eiszeit trockenes Land.

Menschliche Spuren, die auf dem Meeresgrund gefunden wurden, zeigen, dass die Küste damals etwa auf der Höhe der heutigen Doggerbank verlief. Die Geschichte des roten Feuersteins, den es weltweit nur auf Helgoland gibt, beweist, dass Menschen schon vor 5.000 Jahren die gefährliche Fahrt über die Nordsee wagten. In der Bronzezeit waren die Marschen bereits dauerhaft besiedelt; ein archäologisches Experiment zeigt, warum die Epoche Bronzezeit heißt.
Mit der Ankunft der Römer in der Zeit um Christi Geburt gibt es die ersten schriftlichen Berichte von der Nordseeküste. Ausgrabungen in Bensersiel und Sievern, aber auch neue wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse einer Moorleiche aus dem Landesmuseum in Oldenburg bieten überraschende Erkenntnisse.

Der Film zeigt die Besiedelung Englands durch die Angelsachsen, die von der heute deutschen Küste über die Nordsee fuhren, die Christianisierung der Friesen durch Bonifatius und die Raubzüge der Wikinger. Mit den Niederländern, die im Jahre 1106 vom Bremer Bischof für den Deichbau angeworben wurden, erscheinen die ersten namentlich bekannten „einfachen Menschen“ in der Geschichte der Nordsee.
Das Drama der Groten Mandränke, der Zweiten Marcellusflut des Jahres 1362, beschäftigt bis heute die Gemüter. Nicht der Gelehrtenstreit um wissenschaftliche Einzelheiten jener Sturmflut und die Lage der untergegangenen Stadt Rungholt, sondern die bodenständige Sicht des Sammlers Hellmut Bahnsen aus Pellworm eröffnet im Film den Zugang zu dem Ereignis.

http://dfiles.eu/files/6ojxk82v6

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Mein Schulfreund (1960)

Heinz Rühmann, Fritz Wepper, Loni von Friedl

Mein Schulfreund ist eine deutsche Literaturverfilmung von Robert Siodmak aus dem Jahr 1960. Sie entstand nach dem Theaterstück Der Schulfreund von Johannes Mario Simmel.

Inhalt:

München im Jahr 1944: Der Geldbriefträger Ludwig Fuchs hat gerade miterlebt, wie der Freund seiner Tochter bei einem Luftangriff ums Leben gekommen ist. Seine Wohnung ist zerstört, und der tägliche Bombenalarm raubt die letzten Kräfte. So schreibt er einen Brief an Hermann Göring und bittet ihn, den sinnlosen und sowieso schon verlorenen Krieg endlich zu beenden. Göring und er waren früher Schulfreunde. Der Brief wird in Görings Vorzimmer von Hauptmann Sander und Hauptmann Kühn geöffnet und Ludwig daraufhin als „Politischer“ verhaftet und später zum Psychiater geschickt. Obwohl Professor Strohbach ihn als vollkommen gesund einstuft, wird Ludwig auf Geheiß Görings für unzurechnungsfähig erklärt, da ihn nur dies vor der Hinrichtung bewahren kann. Strohbach stellt die nun falsche Diagnose, woraufhin sein ihm untergebener Kollege Dr. Lerch offizielle Beschwerde gegen Strohbach einreicht...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Robert Siodmak
Drehbuch Robert A. Stemmle
Produktion Robert Siodmak für KG Divina-Film
Musik Raimund Rosenberger
Kamera Helmuth Ashley
Schnitt Walter Boos

Besetzung:

 Heinz Rühmann: Ludwig Fuchs
 Robert Graf: Dr. Lerch
 Ernst Schröder: Hauptmann Kühn
 Hertha Feiler: Frau Kühn
 Mario Adorf: Niedermoser
 Alexander Kerst: Hauptmann Sander
 Hans Leibelt: Professor Strohbach
 Loni von Friedl: Rosi
 Alexander Golling: Krögelmeier
 Carsta Löck: Frau Wenzel
 Werner Hessenland: Postrat
 Hans Epskamp: Postvorstand
 Wolfgang Reichmann: Dr. Dorn
 Reinhard Glemnitz: Geldbriefträger
 Heini Göbel: Richter
 Fritz Wepper: Paul

Mein Schulfreund wurde unter dem Arbeitstitel Der Schulfreund unter anderem in München gedreht. Die Premiere des Films fand am 22. Juli 1960 im Kölner Capitol statt.

http://dfiles.eu/files/6tqjwjx1c

Montag, 21. Oktober 2013

Hallo Dienstmann (1952)

Paul Hörbiger, Hans Moser

Hallo Dienstmann ist eine Verwechslungskomödie des Wiener Films mit Hans Moser und Paul Hörbiger rund um einen echten und einen falschen Dienstmann.

Handlung:

Der Musikprofessor Ferdinand Godai geht als Dienstmann Nr. 106 auf einen Maskenball, auf dem er seine geschiedene Frau Susi trifft, die ihn zurückhaben will. Auf demselben Ball flirtet der Pianist Alexander Lischka mit Hansi Scheidl und stellt sich ihr als Sohn eines angesehenen und einflussreichen Diplomaten vor. Am nächsten Morgen holt der Dienstmann Anton Lischka Gaby Brandstätter vom Südbahnhof ab. Da das Gepäck Gabys zu viel für Lischka ist, engagiert dieser kurzerhand den bereits stark angeheiterten Godai, der sich in einem nahegelegenen Wirtshaus zum Frühschoppen befindet, und gemeinsam transportieren sie die Koffer und Kisten nach Hause. Dort kämpfen beide mit einer großen Holzkiste (eine der berühmtesten Szenen der österreichischen Filmgeschichte). Godai wird in Gabys Wohnung vom Schlaf übermannt und verliert seine Zigarettendose. Am nächsten Tag tritt Gaby Brandstätter ihre Stelle im Konservatorium als Assistentin Godais an, erkennt in ihm aber zunächst nicht den falschen Dienstmann. Daraufhin entspinnt sich um die verlorene Zigarettendose ein amüsantes Katz-und-Maus-Spiel, in dessen Rahmen Lischka bemerkt, dass er einem falschen Dienstmann aufgesessen ist. Er schwört furchtbare Rache...

Altersfreigabe FSK ursprgl. 12, heute 6

Stab:

Regie Franz Antel
Drehbuch Franz Antel, Lilian Belmont und Rudolf Österreicher
Idee Paul Hörbiger
Produktion Schönbrunn-Film, Wien
Musik Hans Lang
Kamera Hans Heinz Theyer
Schnitt Arnfried Heyne

Besetzung:

 Hans Moser: Dienstmann Anton Lischka
 Harry Fuß: Alex, dessen Sohn
 Anni Rosar: Rosa, Lischkas Schwester
 Paul Hörbiger: Professor Ferdinand Godai
 Susi Nicoletti: Susi Godai, seine geschiedene Frau
 Maria Andergast: Gaby Brandstätter
 Rudolf Carl: Friseur Scheidl
 Waltraut Haas: Hansi Scheidl, seine Tochter

http://dfiles.eu/files/3k4npghgg

Freitag, 18. Oktober 2013

Ferien vom Ich (1952)

Grethe Weiser, Willy Fritsch

Ferien vom Ich ist eine deutsche Filmkomödie von Hans Deppe aus dem Jahr 1952. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Paul Keller wurde am 11. November 1952 im Capitol in Göttingen uraufgeführt.

Handlung:

Der amerikanische Milliardär George B. Stefenson bereist geschäftlich Europa, wobei er aufgrund seiner hohen beruflichen Belastung einen Herzanfall erleidet. Der herbeigerufene Arzt Dr. Hartung rät ihm dringend, ein Vierteljahr auszuspannen, also „Ferien vom Ich“ zu nehmen. Stefenson stimmt nach einigem Zögern zu und sagt auch die Finanzierung des Projektes zu, da eine solche Institution, die dieses bietet, bisher nur im Kopf des Arztes als Traum existiert. Im Rahmen der „Ferien vom Ich“ erhalten alle Teilnehmer einen neuen Vornamen und Arbeitskleidung, um keinem der anderen Mitbewohner ihre wahre Existenz preisgeben zu müssen.
Aus diesem Grund erwirbt Stefenson das heruntergewirtschaftete Gut Schloss Dornberg von der jungen Eva von Dornberg, die weiterhin als wirtschaftliche Leiterin fungiert, während Dr. Hartung die ärztliche Leitung übernimmt.
Stefenson selbst nimmt als Walter am Landleben teil und verliebt sich im Laufe der Zeit in Eva von Dornberg, die wie alle anderen Bewohner (mit Ausnahme des Arztes und des Kastellans) keine Ahnung hat, wer sich in Wirklichkeit hinter Walter verbirgt...

Stab:

Regie Hans Deppe
Drehbuch Peter Francke
Produktion H.D. Film (Hans Deppe)
Musik Marc Roland
Kamera Willy Winterstein
Schnitt Walter Wischniewsky

Besetzung:

 Rudolf Prack: Mr. George B. Stefenson, alias Walter
 Marianne Hold: Eva von Dornberg
 Willy Fritsch: Dr. Hartung
 Grethe Weiser: Käthe Greiser, Schauspielerin, alias Lieschen Müller
 Paul Henckels: Heinrich Stumpe, Notar, alias Philipp
 Oskar Sima: Ferdinand Unterkirchner, Schrottgroßhändler, alias August
 Hannelore Bollmann: Henny Busch, Journalistin, genannt Hannelore
 Gunnar Möller: Michael Matz, kaufm. Angestellter, genannt Thomas
 Werner Fuetterer: Stone, Stefensons Privatsekretär
 Ewald Wenck: Lehmann, Kastellan von Schloss Dornberg
 Hans Hermann Schaufuß: Heinz Tiedemann, Prokurist, genannt Alexander
 Carsta Löck: Frau Mohr, Wirtschafterin auf Dornberg
 Irene Naef: Liane Harrison, Stones Schwester, genannt Minna
 Erna Sellmer
 Ursula Barlen
 Karin Lüsebrink
 Else Reval: Klärchen Tiedemann
 Rudolf Kalvius
 Michael Chevalier
 Oskar Dimroth
 Edith Schneider

Die Dreharbeiten fanden ab 12. August 1952 am Kerßenbrockschen Schloss, am Gut Wierborn und in der Feldmark in und um Barntrup statt. Die Innenaufnahmen drehte man im Filmatelier Göttingen. Verantwortlicher Filmarchitekt war Ernst H. Albrecht.

Lieder im Film: Wanderlied und Abendlied (Musik: Marc Roland; Texte: Peter Francke).

http://dfiles.eu/files/4bhbz19rz

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Das Letzte U-Boot - Geheimmission Tokio (1993)


Ulrich Tukur

Das letzte U-Boot - Geheimmission Tokio ist ein vorwiegend deutscher Film, gedreht von Frank Beyer im Jahr 1993. Entfernt angelehnt an eine wahre Begebenheit wird die Fahrt eines deutschen U-Boots mit dem Ziel Japan geschildert, die jedoch unterwegs von der deutschen Kapitulation in Frage gestellt wird.

Handlung:

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wird im norwegischen Kristiansand ein deutsches U-Boot mit geheimer Fracht beladen, die aus einer großen Menge von Uranoxid, einem Flugzeugtriebwerk und Plänen von Raketen und Funkmessgeräten besteht. Als Gäste besteigen ein Luftwaffengeneral, ein Militärrichter und zwei japanische Offiziere und Ingenieure das Boot. Ziel der Reise ist Tokio. Die Fracht soll das verbündete Japan unter anderem beim Bau einer Atombombe unterstützen.
Bei der Abfahrt wird die britische Flotte von einem norwegischen Seemann über seine Beobachtung eines deutschen U-Boots mit japanischen Passagieren unterrichtet. Ein britischer Zerstörer wird auf die Suche geschickt. Später werden auch die USA unterrichtet, ein US-amerikanischer Zerstörer schließt sich der Verfolgung an.
Zwischen den höherrangigen U-Boot-Insassen gibt es bald Streit über den Sinn einer weiteren Kriegsführung. Kapitänleutnant Gerber ist sich über die bevorstehende Niederlage im Klaren und kriegsmüde. General Mellenberg teilt diese Einschätzung und gibt sich nach einiger Zeit als bislang unentdeckter Teilnehmer des Umsturzversuchs gegen Hitler vom 20. Juli 1944 zu erkennen, der in letzter Minute auf das U-Boot entkommen ist. Der Kapitänleutnant erhält per Funk den Befehl, ihn zu verhaften, bleibt aber außer der symbolischen Wegnahme der Pistole untätig und will Mellenberg bei Erreichen Japans sogar die Flucht ermöglichen.
Als Gegenspieler wird der Marinerichter Beck gezeigt, der als fanatischer Nationalsozialist unter keinen Umständen den Kampf aufgeben will. Mehrfach versucht er, gegen den General und später auch gegen den Kapitän vorzugehen, kommt jedoch mangels Unterstützung nicht zum Ziel.
In dieser angespannten Situation trifft die Nachricht vom Tod Hitlers ein...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Frank Beyer
Drehbuch Knut Boeser
Musik Oskar Sala
Kamera Witold Sobociński
Schnitt Rita Hiller

Besetzung:

 Ulrich Mühe: Kapitänleutnant Gerber
 Ulrich Tukur: 1. Wachoffizier Röhler
 Kaoru Kobayashi: Fregattenkapitän Tatsumi
 Goro Ohashi: Fregattenkapitän Kimura
 Manfred Zapatka: Geschwaderrichter Beck
 Matthias Habich: General Mellenberg
 Udo Samel: Dr. Falke
 Sylvester Groth: Funker Maschke
 Johannes Herrschmann: LI Silowsky
 Tom Jahn: Koch Riedel
 Thore Seeberg: Führer der U-Boote
 Magne Brekke: Norwegischer Lokführer
 Kiyosho Kodama: Japanischer Minister
 Isao Natsuyagi: Japanischer Vizeadmiral
 Takehiko Ono: Japanischer Staatssekretär
 Lloyd Johnston: Britischer Captain Toynbee
 Paul Herzberg: Britischer Offizier Mayhew
 Barry Bostwick: US-Captain Hawkins

Als Vorlage für diesen Film dient eine wahre Begebenheit, die sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ereignete. Das deutsche U-Boot U 234 vom Typ X sollte im März 1945 eine geheime Fracht, bestehend aus einem zerlegten Düsenflugzeug vom Typ Me 262, Bauplänen, Bauteilen einer V2-Rakete, Blaupausen der wichtigsten Waffenentwicklungen Deutschlands, Quecksilber und 560 Kilogramm Uranoxid, nach Japan bringen.
Der Bordfunker, Wolfgang Hirschfeld, hat während dieser Fahrt trotz Verbots Tagebuchaufzeichnungen geführt und auf dieser Basis 1982 und 1989 die Bücher „Das letzte Boot“ und „Feindfahrten“ veröffentlicht. Der Film nimmt in seinem Abspann allerdings keinen Bezug auf das fast gleichnamige Buch.
Fast alle dramatischen Verwicklungen des Films sind frei erfunden, lediglich der Suizid der japanischen Offiziere ist belegt. Der Kommandant von U 234, Kapitänleutnant Johann-Heinrich Fehler, hat nach der Nachricht vom Kriegsende aus freien Stücken entschieden, die USA anzusteuern, um die britisch-kanadische Kriegsgefangenschaft zu vermeiden. Dabei täuschte er in der Tat eine falsche Position vor, um nicht den nächstgelegenen Hafen in Kanada ansteuern zu müssen, und wurde schließlich von einem US-amerikanischen Zerstörer aufgespürt. Kampfhandlungen oder auch nur -androhungen gab es dabei jedoch nicht.

Fremdsprachen sind in dieser Version nicht wie leider üblich deutsch synchronisiert, sondern deutsch untertitelt.

http://dfiles.eu/files/5ap1jeiah

Montag, 14. Oktober 2013

1885 - Der Sturm auf Afrika - Ein Kontinent wird geteilt (2011)


1885: Der Sturm auf Afrika - Ein Kontinent wird geteilt ist ein geschichtlicher Dokumentarfilm.


Im November 1884 lud Reichskanzler Otto von Bismarck Diplomaten, Juristen und Geografen aus 14 Ländern zur sogenannten Kongokonferenz nach Berlin. Fünf Monate lang wurde über den afrikanischen Kontinent verhandelt, über Ländergrenzen und Einflusssphären, ohne einen einzigen Afrikaner an den Verhandlungen zu beteiligen. Der Dokumentarfilm - mangels Archivaufnahmen in Form nachgestellter Szenen - beweist unter anderem, dass die willkürlichen Grenzziehungen von damals noch heute zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in Afrika führen.

http://dfiles.eu/files/bkehj2rni

Freitag, 11. Oktober 2013

Geld oder Leben (1965)

Fernandel, Heinz Rühmann

Geld oder Leben ist die deutschsprachige Synchronversion der franzözischen Komödie La bourse et la vie. Interessant weil Heinz Rühmann eine Hauptrolle spielt.

Handlung:

Um den Prozess gegen sein neues, verheerendes Haarwuchsmittel abzuwenden, schickt Firmenchef Pelepan (Jean Poiret) seinen verschrobenen Buchhalter (Heinz Rühmann) und den Kassierer (Fernandel) für eine illegale Transaktion von Toulouse nach Paris. Die Bürokraten ahnen ja nicht, dass sie in krimineller Mission reisen…

Regie:   Jean-Pierre Mocky

Heinz Rühmann   Oberbuchhalter Schmidt
Fernandel   Hauptkassierer Migue
Jean Poiret   Direktor Pelepan
Marilù Tolo   Violette
Michel Galabru   Notar

http://dfiles.eu/files/w7emq37kv

Dienstag, 8. Oktober 2013

Lausbubengeschichten (1964)

Hansi Kraus

Lausbubengeschichten, auch bekannt als Ludwig Thoma´s Lausbubengeschichten, ist der erste von fünf Teilen einer Reihe von Verfilmungen der gleichnamigen Geschichten des bayerischen Heimatschriftstellers Ludwig Thoma (1867–1921) (Untertitel des Romans: „Aus meiner Jugendzeit“). Die Regie führte Helmut Käutner.
 
Handlung:

Der Film beginnt mit einer Rahmenhandlung: Anfang des 20. Jahrhunderts, konfisziert in Bayern ein katholischer Pfarrer und Religionslehrer während seines Unterrichts von einem seiner Schüler das Buch Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma, weil dieses auf dem Schulindex steht. Dieses hindert den Geistlichen jedoch nicht daran, das Buch im Pfarrhaus selbst zu lesen und herzhaft über die enthaltenen Geschichten zu lachen. Abends liest er seiner Haushälterin daraus vor:
Zur Zeit des Todes König Ludwig II. von Bayern, etwa 1886: Der Lausbub Ludwig Thoma hält, sehr zur Betrübnis seiner Mutter Therese, mit seinen Streichen sein bayerisches Heimatdorf in Atem. Er treibt hochnäsige Preußen, wie den Geheimrat Bischof, den frömmelnden Pfarrer und Religionslehrer Falkenberg alias Kindlein sowie nörgelnde Verwandte wie die Tante Frieda zur Verzweiflung. Verständnis findet er eigentlich nur bei seinem Patenonkel, dem Landtagsabgeordneten Josef Filser...

Altersfreigabe FSK 6

Stab:

Regie Helmut Käutner
Drehbuch Franz Seitz als „Georg Laforet“, Kurt Heuser
Produktion Franz Seitz Filmproduktion, München
Musik Rolf Wilhelm
Kamera Heinz Pehlke
Schnitt Klaus Dudenhöfer

Besetzung:

 Hansi Kraus: Ludwig Thoma
 Michl Lang: Filser
 Heidelinde Weis: Cora
 Käthe Braun: Theres Thoma
 Renate Kasche: Ännchen
 Friedrich von Thun: Franz
 Carl Wery: Semmelmaier
 Franz Muxeneder: Pedell
 Georg Thomalla: Geheimrat
 Michael Verhoeven: Karl Schultheiss
 Elisabeth Flickenschildt: Tante Frieda
 Harald Juhnke: Stuewe
 Rudolf Rhomberg: Pfarrer Falkenberg
 Rosl Mayr: Innocentia
 Willy Rösner: Dominikus Pfanzelter
 Beppo Brem: Bauer Rafenauer
 Ilse Pagé: Tochter des Geheimrats
 Ernst Fritz Fürbringer: Rektor
 Balduin Baas: Privatlehrer
 Else Quecke: Emilie, Frau Geheimrat
 Pierre Franckh: Arthur
 Oliver Hassencamp: Professor Bindinger
 Hans Terofal: Apotheker Seitz

In den mit authentischem Lokalkolorit ausgestatteten Filmen spielte fast die ganze Garde der führenden deutschen Kino- und Volksschauspieler mit, so Beppo Brem, Franz Muxeneder, Carl Wery, Harald Juhnke, Ernst Fritz Fürbringer, Rosl Mayr, Michael Verhoeven und nicht zuletzt Elisabeth Flickenschildt.
Nachdem die Thoma-Romane abgearbeitet waren, spielte Hauptdarsteller Hansi Kraus den Pepe Nietnagel in allen sieben Teilen der sogenannten Lümmelfilme.

http://dfiles.eu/files/8moumsk8p

Freitag, 4. Oktober 2013

Das Bad auf der Tenne (1956)

Herta Staal

Das Bad auf der Tenne ist eine deutsch-österreichische Komödie von Paul Martin.

Handlung:

Bei seiner Reise durch die flandrische Provinz durchquert Don Fernando, Stadthalter des Königs, die kleine spießbürgerliche Gemeinde Terbrügg. Dabei lernt er Antje, die Frau des Bürgermeisters, kennen. Um bei der schönen Dame Eindruck zu schinden, schenkt er ihr seine Badewanne. Eine Sensation in dem kleinen Städtchen, das so einen Zuber noch nie zuvor gesehen hat. Für Müllermeister Klaas, der schon lange nach dem Bürgermeisterposten schielt, ein gefundenes Fressen. Er prangert die Schamlosigkeit der Frau Bürgermeisterin an und unterstellt ihr auch noch, Modell für die nackte Brunnenfigur gestanden zu haben, die Bildhauer Ule Sleeks schuf. Klaas organisiert einen Ortstermin – Frau Bürgermeisterin soll auf frischer “Bade-Tat” gestellt werden. Die Ratsherren sind natürlich sehr begierig, die angeprangerte Schamlosigkeit mit eigenen Augen zu schauen...

FSK: ab 18 Jahre

Regie: Paul Martin
Buch: Rolf Meyer

Darsteller:

Sonja Ziemann ... Antje, Frau des Bürgermeisters
Paul Klinger ... Bürgermeister Hendrick
Herta Staal ... Saskia
Karl Schönböck ... Don Fernando
Willy A. Kleinau ... Müllermeister Klas (als W.A. Kleinau)
Rudolf Platte ... Bildhauer Ule
Manfred Inger ... Jan, Amtsdiener
Kai Fischer ... Großmagd Stin
Eve Dietrich ... Nele, Jungmagd
Bruno W. Pantel ... Bäckermeister Jeff
Else Reuss ... Frau Juliane (as Else Reuß)
Lou Seitz ... Frau Klas
Maria Krasna ... Frau Hasso
Elvira Schalcher ... Frau Jeff
Eleonore Tappert ... Frau Olaf
Wolf Harnisch ... Gemeinderat (als Wolfgang Harnisch)
Erwin Walter Zipfer ... Schneidermeister Hasse
Sigurd Lohde ... Olaf, Kantor
Eddi Nowakowski ... Mombolo
Nadja Tiller ... Evelyn Korff
Walter Giller ... Peter Korff

Der Film ist ein Remake der gleichnamigen Komödie aus 1943.

http://dfiles.eu/files/ky21tdi0u

Dienstag, 1. Oktober 2013

Die junge Sünderin (1960)

Grethe Weiser, Karin Baal

Die junge Sünderin ist ein romantischer Film.

Handlung:

An einem Tag im Jahr 1940 werden im selben Haus die arme Eva und die reiche Carola geboren. Sie werden Freundinnen, und als Evas Vater aus dem Krieg nicht zurückkehrt, wächst Eva bei Carolas Familie auf. Fast erwachsen, jagt Eva, "die junge Sünderin", von einer Liebschaft zur nächsten. Sie beschließt, aus eigener Kraft Reichtum zu erlangen und sich einen Millionär zu angeln...

Regie: Rudolf Jugert
Drehbuch: Maria Osten-Sacken, Peter Berneis
Kamera: Ekkehard Kyrath, Werner M. Lenz
Schnitt: Lilo Schumacher
Musik: Ernst Simon

Darsteller:

Karin Baal Eva Reck
Rudolf Prack Werner Ortmann
Vera Tschechowa Carola
Grethe Weiser Anna Reck
Inge Egger Marthe Ortmann
Rainer Brandt Robert
Lore Hartling Isa Sensbach
Peter Vogel Erich Kolp
Ruth Nimbach Fräulein Werth
Bum Krüger Hehedorn

Karin Baal wuchs auch ohne Vater auf, aber in sozial schwierigen Verhältnissen.

http://dfiles.eu/files/umizlvf55

Sonntag, 29. September 2013

Die grünen Teufel von Monte Cassino (1958)


Die grünen Teufel von Monte Cassino ist ein deutscher Kriegsfilm des Regisseurs Harald Reinl aus dem Jahr 1958.

Handlung:

Die 1. Fallschirmjäger-Division wird über Avignon abgesetzt. Einige Soldaten verletzen sich beim Absprung, darunter auch der Oberjäger Karl Christiansen. Er war einst Fähnrich und wurde degradiert, als er sich weigerte, einen feindlichen Soldaten zu exekutieren. Im Lazarett verarztet ihn Schwester Inge und beide verlieben sich ineinander. Auch Oberleutnant Reiter hat ein Auge auf Inge geworfen. Inge und die Soldaten trennen sich, als die Division überraschend nach Cassino verlegt wird. Hier soll sie helfen, den alliierten Angriff abzuwehren. Zudem soll die Stellung so lange wie möglich gehalten werden. Das Kloster Montecassino soll jedoch von jeglichen Kampfhandlungen verschont werden. Die italienischen Einwohner der Stadt suchen im Kloster Schutz und Inge, die inzwischen auch nach Cassino versetzt wurde, versorgt die Menschen medizinisch. Dabei wird sie von der Italienerin Gina als Deutsche beschimpft...

Stab:

Regie Harald Reinl
Drehbuch Michael Graf Soltikow, J. Joachim Bartsch
Produktion Franz Seitz Filmproduktion, München
Musik Rolf A. Wilhelm
Kamera Ernst W. Kalinke
Schnitt Ingeborg Taschner

Besetzung:

 Joachim Fuchsberger: Oberleutnant Reiter
 Antje Geerk: Schwester Inge
 Ewald Balser: Oberstleutnant Schlegel
 Elma Karlowa: Gina
 Dieter Eppler: Karl Christiansen
 Agnès Laurent: Hélène
 Carl Wery: General Heidenreich
 Wolfgang Preiss: Oberstabsarzt Munkler
 Wolfgang Wahl: Feldwebel Greinert
 Wolfgang Neuss: Neumann
 Armin Dahlen: Pater Emmanuel
 Harald Juhnke: Hugo Lembke
 Leonard Steckel: Erzabt
 Jan Hendriks: Fausto
 Albert Hehn: Major Zillert
 Hans von Borsody: Leutnant
 Michl Lang: LKW-Fahrer
 Hans Terofal: Friedrich

Die grünen Teufel von Monte Cassino sollte zunächst unter der Regie von Fernando Cerchio in deutsch-italienischer Koproduktion entstehen. Die italienische Filmproduktionsfirma Transmonde zog sich jedoch unter anderem aus Gründen des Filminhalts vom Projekt zurück. Das Projekt wurde zunächst dem Regisseur Veit Harlan angeboten, der mit dem Thema jedoch unvertraut war und ablehnte. Als neuer Regisseur wurde schließlich Harald Reinl ausgewählt, der 1955 mit Solange du lebst seinen ersten Kriegsfilm gedreht hatte. Statt Felix Lützkendorf verfasste nun Michael Graf Soltikow unter Mitarbeit von J. Joachim Bartsch das Drehbuch, das auf eine Idee von Kinobetreiber Albert Armin Lerche zurückging. Lerche hatte als Fallschirmjäger an der Schlacht von Monte Cassino teilgenommen. Die dem Film zugrundeliegende Geschichte, in der die Kunstschätze des Klosters Montecassino durch einen Soldaten der Wehrmacht gerettet werden, beruht auf einer wahren Begebenheit: Auf Julius Schlegels Initiative hin wurden im Zweiten Weltkrieg die Kunstschätze des Klosters per Armeelastwagen in die Engelsburg nach Rom evakuiert und so gerettet. Schlegel wird im Film von Ewald Balser dargestellt, das Geschehen selbst wird nur teilweise historisch korrekt wiedergegeben.
Die Dreharbeiten für den Film begannen am 25. November 1957 in Avignon und setzten sich an weiteren Originalschauplätzen fort. Julius Schlegel begleitete zum Teil die Dreharbeiten vor Ort. Da Dreharbeiten auf dem Montecassino nicht möglich waren, wurden die Innenszenen im Kloster in St. Jakobs in Regensburg sowie im Kloster Sankt Emmeram gedreht. Weitere Außenaufnahmen entstanden in der Fröttmaninger Heide. Anfang Februar 1958 waren die Dreharbeiten beendet. Neben zeitgenössischen Aufnahmen enthält der Film auch zahlreiche Originalaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg, darunter Bilder der Bombardierung des Klosters. Der Film erlebte am 23. April 1958 im Stuttgarter Universum seine Premiere.

https://dfiles.eu/files/4c6iccx31

Mittwoch, 25. September 2013

Die Abenteuer der Kauffahrtei im späten Mittelalter (1994)


Die Abenteuer der Kauffahrtei im späten Mittelalter ist ein Dokumentarfilm über die Hanse.

Norddeutsche Kaufleute schlossen sich in der Mitte des 14. Jahrhunderts zu einem Bund zusammen: Die Hanse, die in ihrer Glanzzeit fast 200 See- und Binnenstädte umfasste.
Abenteuerlich und gefährlich waren die Fahrten der Kaufleute, bis Niederlassungen und Verträge das Risiko begrenzten. Ein Schiffstyp, die Kogge, trug entscheidend zum Erfolg der Hanse bei. Der Nachlass des Kaufmanns Hildebrand Veccinghusen gibt Einblick in den Alltag, zeigt Reise- und Lebensspuren eines erfolgreichen Geschäftsmannes, der im Schuldturm endet.
Seine Geschichte steht auch für den Niedergang der Hanse, die gemeinsamen Interessen spalteten sich, der politische Druck von außen wurde stärker. Die Hanse reagierte zu spät, war zu konservativ und beharrte auf ihren Privilegien. Die Stürme einer neuen Zeit brachten den Untergang.

http://dfiles.eu/files/k84ia3se0

Dienstag, 24. September 2013

Ober, zahlen! (1957)

Paul Hörbiger, Hans Moser

Ober, zahlen! ist ein österreichischer Spielfilm von E. W. Emo aus dem Jahr 1957. Er entstand nach einer Filmnovelle von Jutta Bornemann, wurde im Atelier Sievering der Wien-Film gedreht und erlebte am 27. Juni 1957 im Stuttgarter Universum seine Premiere.

Handlung:

Die beiden Oberkellner Gustav und Franz sind beste Freunde und gemeinsam in einem Wiener Kaffeehaus angestellt. Die Geschäfte laufen schlecht, da die modernen Espressos den alteingesessenen Kaffeehäusern die Gäste nehmen. Nur wenige Stammgäste halten dem Haus die Treue und nicht alle können ihren Kaffee prompt bezahlen. Der neue Piccolo Fritz, Neffe der reichen Berlinerin Frieda, ist zudem ungeschickt und schnodderig, bleibt jedoch, da Gustav in Frieda verliebt ist. Beide Oberkellner träumen von einem eigenen kleinen Kaffeehaus...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie E. W. Emo
Drehbuch August Rieger, Hugo Wiener
Produktion ÖFA, Schönbrunn-Film
Musik Hans Lang
Kamera Sepp Riff
Schnitt Leopoldine Pokorny

Besetzung:

 Paul Hörbiger: Gustav
 Hans Moser: Franz
 Mady Rahl: Frieda Lempke
 Lucie Englisch: Marie
 Michael Cramer: Kurt
 Sabine Hahn: Mitzi
 Rudolf Carl: Panigl
 Lotte Ledl: Mali
 Wolfgang Jansen: Piccolo Fritz
 Karin Himboldt: Susi
 Fritz Muliar: Oswald
 Herta Konrad: Fräulein Hummel
 Peter Gerhard: Choleriker
 Hans Unterkircher: Schachspieler
 Ferdinand Mayerhofer: Hofrat
 Franz Böheim: Betrunkener

http://dfiles.eu/files/i5yt9ox5o

Donnerstag, 19. September 2013

Der müde Theodor (1957)

Loni Heuser. Heinz Erhardt

Der müde Theodor ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 1957 mit Heinz Erhardt in der Hauptrolle. Das Drehbuch entstand nach einem Bühnenstück von Max Neal und Max Ferner.

Handlung:

Theodor Hagemann steht unter der Fuchtel seiner herrischen Ehefrau Rosa Hagemann, Inhaberin einer Marmeladenfabrik. Sein Bemühen, junge Künstler zu fördern, ist ihr schon lange ein Dorn im Auge. Ihr Ratsuchen bei einem Psychiater scheitert jedoch, als sich dieser ebenfalls als Kunstliebhaber herausstellt. Die mütterliche Abneigung gegen die Kunst ist auch der Grund dafür, dass Tochter Jenny ihr ihre Verlobung mit dem Komponisten Harald Steinberg verheimlicht. Harald fiebert der Uraufführung seines jüngsten Werkes entgegen, die entscheidend für seine Karriere ist.
Als Theodor einen Prozess verliert, weil er für einen erfolglosen Dichter gebürgt hat, lässt ihn seine Frau, kurz bevor sie verreisen muss, für unmündig erklären. Jedoch braucht Theodor dringend Geld, da er - nach einigen Verwicklungen - die Schulden der jungen Sängerin Lilo Haase bezahlt hat, deren Hab und Gut samt Klavier sonst gepfändet worden wäre...

Altersfreigabe FSK 12

Stab:

Regie Géza von Cziffra
Drehbuch Franz Gribitz, Géza von Cziffra (als Peter Trenck)
Produktion Deutsche Film Hansa
Musik Heino Gaze
Kamera Willy Winterstein
Schnitt Martha Dübber

Besetzung:

 Heinz Erhardt: Theodor Hagemann
 Renate Ewert: Lilo Haase
 Peter Weck: Felix
 Loni Heuser: Rosa Hagemann
 Karin Baal: Jenny
 Albert Rueprecht: Harald Steinberg
 Werner Finck: Dr. Karl Findeisen
 Kurt Großkurth: Walter Steinberg
 Wolfgang Neuss: Direktor Noll
 Hubert von Meyerinck: Wilhelm Schulze
 Wolfgang Müller: Chefkoch
 Franz-Otto Krüger: Professor Linck
 Joseph Offenbach: Rafael Cacozzo
 Ralf Wolter: Gerichtsvollzieher Storch
 Wolfgang Heyer: Fritz Kümmel
 Reinhard Kolldehoff: Hotelgast
 Herbert Weißbach: Pfandleiher
 Balduin Baas: Hoteldiener Anton
 Horst Beck: Regierungsrat Stammfest
 Elfie Pertramer: Frieda

http://dfiles.eu/files/qw1fkgg1s

Donnerstag, 5. September 2013

Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin (1969)


Dr. med. Fabian – Lachen ist die beste Medizin ist eine deutsche Filmkomödie von Harald Reinl aus dem Jahr 1969.

Handlung:

Oberarzt Dr. Paul Fabian arbeitet in der chirurgischen Abteilung einer Klinik, die von Chefarzt Dr. Spalke geleitet wird. Paul ist bei den Medizinstudenten beliebt, die teilweise auch während des regelmäßigen Golfspiels der beiden Ärzte geprüft werden. Eines Tages wird Henriette Gambaroff wegen einer anstehenden Blinddarmoperation in die Klinik gebracht. Paul schwindelt vor Spalke, dass die Patientin eine ausgezeichnete Golfspielerin sei und Spalke operiert sie. Wenig später macht Spalke der attraktiven Endvierzigerin einen Heiratsantrag und kurz darauf geht er seine sechste Ehe ein. Henriette bringt die spätpubertierende Susanne mit in die Ehe. Während der Flitterwochen soll Paul auf die junge Frau aufpassen.
Paul ist seit Jahren mit Dr. Inge Vollmer zusammen, wehrt sich aber erfolgreich gegen eine Heirat. Susanne wiederum setzt alles daran, Paul zu erobern, führt ihn mit Inge in einen Tanzclub aus und zieht schließlich bei ihm ein...

Altersfreigabe FSK 6

Stab:

Regie Harald Reinl
Drehbuch Georg Laforet
Produktion Rialto Film (Horst Wendlandt)
Musik Martin Böttcher
Kamera Karl Löb
Schnitt Jutta Hering

Besetzung:

 Hans-Joachim Kulenkampff: Dr. med. Paul Fabian
 Martin Held: Professor Felix Spalke
 Maria Perschy: Dr. Inge Vollmer
 Gisela Uhlen: Henriette Gambaroff
 Agnes Windeck: Frau Nachtigall
 Ulrike Blome: Susanne
 Arthur Richelmann: Joachim Dorn
 Elisabeth Flickenschildt: Oberschwester Esmeralda
 Monika Peitsch: Renate Lürsen
 Hubert von Meyerinck: General voon Kottwitz
 Elsa Wagner: Kgl. Hoheit
 Edith Schneider: Frau Dorn
 Martin Jente: Herr Martin
 Beate Hasenau: Carla Ritter
 Hans Terofal: Furtmayer
 Otto Graf: Konsul Lürsen
 Kurd Pieritz: Arzt
 Harry Tagore: Max
 Oscar Sabo: Taxifahrer
 Heidrun Hankammer: Elisabeth Wahl
 Egon Vogel: Patient
 Thomas Danneberg: Korn
 Ewald Wenck: Herr Bollmann

Dr. med. Fabian – Lachen ist die beste Medizin wurde vom 11. Juni bis 17. Juli 1969 in einem Klinikum in Berlin sowie in den CCC-Studios gedreht. Hans-Joachim Kulenkampff war nach Drei Mann in einem Boot aus dem Jahr 1961 zum ersten Mal wieder in einem Kinofilm zu sehen. In der Zwischenzeit war er durch die Fernsehshow Einer wird gewinnen bundesweit populär geworden und auch Dr. med. Fabian – Lachen ist die beste Medizin enthält zahlreiche Verweise auf die Fernsehshow: Die Erkennungsmelodie der Sendung wird eingespielt, als „Paul“ einen Vorlesungssaal betritt. Martin Jente, der in EWG den Butler Kulenkampffs spielt, hat eine Nebenrolle als Butler der Königliche Hoheit genannten Patientin – bei der Visite merkt „Paul“ an, dass ihm das Gesicht des Butlers bekannt vorkomme.

http://dfiles.eu/files/y5gsunhgj

Montag, 2. September 2013

Idole der Nazis 03 - Marika Rökk. Ein Star für alle Jahreszeiten (2010)


Dritter und letzter Teil der Reihe Idole der Nazis ist Marika Rökk - Ein Star für alle Jahreszeiten.

Marie Karoline (Marika) Rökk wurde am 3. November 1913 in Kairo geboren, wo ihre Eltern – wegen der Gesundheit ihrer Mutter Maria Karoline Charlotte, geb. Karoly – einige Jahre lebten. Sie wächst im Ofenpester Stadtteil Pestujhej auf; ihr Vater, der Architekt Eduard Rökk, führte ein erfolgreiches Bauunternehmen. Marika erhält Tanzunterricht; mit neun Jahren arrangiert ihr Vater ihren ersten Tanzabend.

1924 zieht die Familie nach Paris, wo Rökk bei der Exilrussin Rudkowska ihre Tanzausbildung fortsetzt. Nachdem der Vater sein Vermögen verloren hat, tritt Marika Rökk, als elfjährig in die Ballett-Truppe Hoffmann Girls ein.
 "Akrobatik wurde zuerst noch ausgeklammert bei mir, die mußte ich erst studieren – und das tat ich. Mein Pensum war unheimlich reichhaltig, aber ich schaffte alles mit unverwüstlicher Gesundheit und einer überschäumenden Lebensfreude." (Rökk, 1974).
Mit dem Honorar für ihr Engagement im Moulin Rouge kann sie die Familie unterstützen. Ende 1925 fährt die Truppe nach Neuyork, tritt am Broadway auf und geht auf Tournee durch die USA. Danach löst Hoffmann die Truppe auf; Rökk besucht die Nat Wayburn-Tanzschule, bekommt kleinere Engagements. Ende 1929 kehrt sie nach Europa zurück und tritt als Tänzerin, dann auch als Sängerin, in Shows und Revuen in Hamburg, Berlin, Monte Carlo, Cannes, London, Paris auf, schließlich auch wieder in Ungarn. Sie hat in Ofenpest in Operetten und musikalischen Lustspielen Erfolg, spielt auch in Wien.

Ihre ersten Filmerfahrungen macht Rökk 1930 mit Auftritten in Monty Banks Kolonial-Komödien "Kiss me, Sergeant" und "Why Sailors Leave Home", dreht 1933 in Ungarn "Kisertetek vonata". Nach ihrem großen Erfolg in der Bühnenrevue "Stern der Manege" von Lászlo Bus-Fekete, erhält sie am 14. November 1934 von der Ufa einen Zweijahresvertrag. Ihr erster deutscher Film ist die Zirkus-Komödie "Leichte Kavallerie", die Werner Hochbaum im Sommer 1935 inszeniert.
Ab ihrem zweiten Ufa-Film, "Heißes Blut", wird der Regie-Routinier Georg Jacoby ihr Leibregisseur, mit dem sie bis Ende der 50er Jahre überwiegend zusammenarbeitet und den sie 1940 heiratet. Zu ihrer Gruppe gehören meist der Kameramann Konstantin (Irmen-)Tschet, die Choreografin Sabine Ress und die Komponisten Franz Grothe und Peter Kreuder. Nach anfangs zögernd einsetzendem Erfolg wird sie einer der Stars des Unterhaltungskinos des Dritten Reiches.
Zur Ausprägung ihres Star-Rufes gehört es, die Handlungsideen ihrer Drehbücher nicht allzu sehr zu differenzieren.
In "Der Bettelstudent", "Gasparone" (beide nach Millöcker-Operetten) und "Hallo Janine" bildet sie mit dem holländischen Schauspieler und Sänger Johannes Heesters ein Traumpaar des Revuefilms; danach zieht dieser es vor, seine Karriere allein fortzusetzen. 1940 entsteht mit "Kora Terry" Rökks ambitioniertester Film. Sie spielt, unterstützt durch zahlreiche Trickaufnahmen, zwei charakterlich sehr unterschiedliche Schwestern, die jahrelang gemeinsam als Tänzerinnen aufgetreten sind. Als die temperamentvolle Maha verunglückt, schlüpft die bislang stille und zurückhaltende Kora in deren Rolle. Ein Drehbericht zeigt, wie stark Rökk die gesamt Filmherstellung bestimmt: "Sie steht im Mittelpunkt der Tanzinszenierung mit ihrem großen Aufwand an Menschen und Dekorationen. Die Pause, in der die Beleuchtung umgeändert wird, benutzt sie unermüdlich zu Proben. Immer wieder erörtert sie mit dem Kameramann Konstantin Irmen-Tschet, wie sie die einzelnen Phasen ihres Tanzes am besten den Schwenkungs-Möglichkeiten der Kamera anpassen kann. Die oft gerühmte Arbeitsdisziplin der Rökk zeigt sich auch hier. Wir sahen mehr als zwei Stunden lang den Aufnahmen zu und es gab während der ganzen Zeit kaum eine Minute, in der diese Schauspielerin nicht in irgendeiner Weise aktiv an der Filmgestaltung beteiligt war." (Film Kurier, 6. Juni 1940).
Neben Willy Fritsch steht sie 1941 im ersten deutschen Farb-Spielfilm "Frauen sind doch bessere Diplomaten" vor der Kamera. Nach der Fertiggestellung des Farbfilms "Die Frau meiner Träume" erwartet das Ehepaar Rökk/Jacoby im österreichischen Radstadt die Geburt ihres Kindes. Tochter Gabriele (Gaby), die später selbst Schauspielerin wird, kommt am 13. April 1944 in Salzburg zur Welt. Während bis in den März 1945 in Babelsberg die Produktion des Films "Die Puppe" vorbereitet wird, versucht Rökk mit ihrer Familie – neben Jacoby auch ihre Eltern und ihr Korrepetitor Theo Nordhaus – in die Schweiz zu gelangen.

Nach Kriegsende, das sie im bayerischen Mayrhofen erlebt, macht Rökk zunächst Unterhaltungsabende für die amerikanischen Truppen. 1945 erhalten sie und Jacoby vorübergehend Betätigungsverbot in Deutschland und Österreich. Durch den Prozeß gegen eine Wiener Zeitung, die sie aufgrund einer amerikanischen Veröffentlichung der Spionage verdächtigt hat, kann Rökk sich rehabilitieren und wird 1947 vom Ehrengericht der Österreichischen Schauspielervereinigung freigesprochen. In Wien entsteht ihr erster Nachkriegsfilm ("Fregola"). "Kind der Donau", den Jacoby 1950 als Regisseur und Produzent für die Sovexport-Film herstellt, zeigt Rökk als Werktätige, die in ihrer Freizeit ein künstlerisches Kollektiv gründet. Ab 1951 arbeitet sie auch wieder für den deutschen Film, und setzt dabei – zunächst ausschließlich mit Jacoby als Regisseur – auf die alten Rezepte: "Die Czardasfürstin", "Die geschiedene Frau" und "Bühne frei für Marika" (alle mit Heesters als Partner). "Maske in Blau" entsteht 1952/53 als einziger Film der gemeinsamen Produktionsfirma Röja-Film, Berlin. In einem ihrer letzten Filme, "Die Fledermaus", war Peter Alexander ihr Partner.
Daneben wendet sie sich wieder mehr der Bühne zu, bestreitet – meist mit ihren Tanzpartnern Helmut Ketels und Claus Christofolini – Tourneen und spielt u.a. in Wien, Hamburg, München und Berlin en suite Operetten ("Maske in Blau", "Blume von Hawaii", "Gräfin Mariza", "Die Csardasfürstin"). Sie hat vor allem in der Titelrolle des Musicals "Hello, Dolly" (1968) und der für sie erarbeiteten musikalischen Komödie "Die Gräfin vom Naschmarkt" (Theater an der Wien, 1978; auch TV) Erfolg. Am 30. November 1984 gibt sie im Deutschen Theater München mit "Ball im Savoy" ihre offizielle Abschiedvorstellung. Nach einer mehrjährigen Pause – ausgelöst durch den Tod ihres zweiten Mannes Fred Raul – spielt sie 1986/87 in verschiedenen Städten die Hauptrolle in der Boulevard-Komödie "Das Kuckucksei".
Rökk weiß ihre Popularität und Vitalität auch in der Werbung (Schönheits-Präparat "Hormocenta") und zahlreichen Auftritten im Fernsehen einzusetzen, u.a. gemeinsam mit ihrer Tochter Gaby in der "Peter Alexander-Show" und in eigenen Shows wie "Eine Frau in unseren Träumen" (ZDF 1970). Ihren 75. Geburtstag begeht die ARD mit einem "Abend für Marika Rökk". Daneben bleibt ihre Hauptrolle als Wienerin im Berlin der Jahrhundertwende in der TV-Serie "Die Schöngrubers" (mit Gaby Jacoby) ein Einzelfall. Ihr letzter Film wird Peter Schamonis Veteraninnen-Treffen in "Schloß Königswald" (1986/87), in dem sie ihr Leinwand-Ansehen ironisch wendet. Eine von Radio Bremen produzierte und 1981 in der ARD gesendete Dokumentation der Reihe "Frauengeschichten" wird im August 1983 nach einer Intervention Rökks beim Intendanten aus dem Programm des ORF genommen.
Marika Rökk stirbt am 16. Mai 2004 in Baden bei Wien.

http://dfiles.eu/files/ec28dlp70

Idole der Nazis 02 - Hanna Reitsch. Hitlers Fliegerin (2010)


Zweiter Teil der Reihe Idole der Nazis ist Hanna Reitsch. Hitlers Fliegerin.

Hanna Reitsch wurde am 29. März 1912 im schlesischen Hirschberg als Tochter eines Augenarztes geboren, ihre Mutter entstammte dem österreichischen Adel. Nach Abitur und einigen Semestern Medizinstudium verschrieb sie sich ihrer großen Leidenschaft, der Fliegerei. Der weltbekannte Flugpionier Wolf Hirth war einer ihrer Lehrmeister.
Ab 1932 stellte sie zahlreiche ( insgesamt waren es 40 ) Höhen- und Dauerrekorde im Segel- und Motorflug auf. Als erste überquerte sie in einem Segelflugzeug die Alpen (1937). In ihrem Buch „Mein schönstes Flugerlebnis“ schildert sie diese Glanzleistung mit folgenden Worten:

 „Ein unheimliches Gefühl, die Bergwände immer höher anwachsen zu sehen! Unter mir keine Möglichkeit den Vogel heil zu landen. Der blasse Schatten meines ‚Sperber Junior‘ zieht schon ganz nahe unter mir über den steinigen Boden. Die Angst würgt und schnürt mir die Kehle zu. Da entdecke ich plötzlich, kaum dreißig Meter unter mir entfernt, zwei Bergdohlen, die dicht an den Bergwänden kreisen, ich fliege ganz nahe an sie heran, so nahe, daß ich fürchte, mit den Flächen die Felsen zu streifen. Und nun lupft es auch mich. Die ganze Bergwelt liegt unter mir und scheint wie für einen ewigen Feiertag in Licht und Glanz gehüllt. Einsam fliege ich über die glitzernde, schweigende, schneebedeckte Pracht. Grünlichblau schillern die Gletscher zu mir herauf. Der Sperber Junior hat mit mir erlebt, was bis jetzt noch niemand erlebt hat, er hat einen Menschen motorlos über die Alpen getragen.“

Noch 1937 wurde Hanna Reitsch zum ersten weiblichen Flugkapitän der Welt ernannt. Schon im Jahre 1938 führte sie der staunenden Öffentlichkeit in der Berliner Deutschlandhalle den weltweit ersten Hubschrauber FW 61 in Aktion vor. Als todesmutige Testpilotin flog sie für die deutsche Luftwaffe unter anderem riesige Lastensegler sowie die ersten Düsenflugzeuge. Dabei riskierte sie im wahrsten Sinne Kopf und Kragen. Als sie in Augsburg die Raketenmaschine Me 163a und Me 163b einflog, stürzte sie ab und wurde schwer verwundet (Anmerkung: Dazu schrieb sie in ihrem Buch „Fliegen mein Leben“, daß ihr Gleichgewichtssinn gestört gewesen war, und sie sich in eine Jagdhütte von ihrem Vater oder Freunden, zurückgezogen hatte. Nachts stieg sie dann auf den Dachfirst und balancierte so lange auf dem Dachfirst herum, bis sie den Gleichgewichtssinn wiedergewonnen hatte und wieder an Fliegen zu denken war.). Gegen Kriegsende absolvierte sie Probeflüge mit einer bemannten Variante der V1 und der Gleitbombe Me 323, ein todesmutiges Unterfangen. Vier der acht Versuchspiloten überlebten die Flüge nicht, zwei wurden schwer verletzt.

Im November 1944 wurde Hanna Reitsch bei einem Fliegerangriff erheblich verwundet. Anfang 1945 flog sie zweimal in die Festung Breslau, dann erkundete sie in Tirol Notlandeplätze für Verwundetentransporte.
Großes Aufsehen erregte ihr Flug von und nach Berlin in den letzten Kriegstagen. Mit dem neuen Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, Robert Ritter von Greim, landete sie unter schwerem Artilleriefeuer in Gatow. Von Greim erlitt dabei einen Beindurchschuß. Reitsch und von Greim blieben drei Tage im Kanzleibunker. Von dort sollte es mit einem „Storch“ weitergehen. Der spektakuläre Rückflug mit von Greim erfolgte am 28. April mit einem Schulungsflugzeug „Arado 96“ unter stärkstem russischem Dauerbeschuß, da die Russen darin wahrscheinlich Hitler vermuteten, der die Reichshauptstadt verlassen wolle. v. Greim und Reitsch landeten in Rechlin und fuhren dann weiter zum Stab von Dönitz.
Bis Kriegsende blieb die zierliche Frau Pilotin des letzten Oberbefehlshabers und unternahm für ihn waghalsige Flüge.
Reitsch flog zu Kriegsende nach Kitzbühel zu ihrer Familie. Sie wurde dort von VSA-Soldaten in einem Krankenhaus festgenommen, nachdem sie ein englischer Flieger verraten hatte. Ihr Vater wählte den Freitod, nachdem die VSA-Militärs ihm angekündigt hatten, ihn in die sowjetische Besatzungszone zurückzusenden.

Während der 18-monatiger US-Gefangenschaft wurde sie ausführlich über ihren Aufenthalt im Kanzleibunker vernommen. Die Protokolle der Vernehmungen gelangten in der VS-Soldatenzeitung Stars & stripes an die Öffentlichkeit und wurden vom späteren Prof. Hugh Trevor-Roper sehr frei bearbeitet und in seinem Buch The Last Days of Hitler (London 1946) verwendet. Reitsch wandte sich energisch gegen die ihr zugeschriebenen Äußerungen und bezeichnete sie als Fälschung.
Im Dezember 1947 wurde Reitsch als „Nichtbetroffene“ entnazifiziert, da sie keiner nationalsozialistischen Organisation angehört hatte.
In bundesdeutschen Medien hingegen wurde sie dennoch, weil sie sich gegen Umerziehung und antideutsche Bewältigung verwahrte sowie politisch rechts auftrat, von den etablierten Medien als ewig Gestrige beschimpft.

Hanna Reitsch flog wieder Segelmeisterschaften und Weltrekorde.
Ab 1959 pflegte sie eine Freundschaft mit dem indischen Ministerpräsidenten Pandit Nehru und organisierte den Aufbau des Segelfluges in dessen Land.
Ab 1963 baute sie unter Präsident Nkrumah das Flugwesen Ghanas auf.
1961 wurde Reitsch von Präsident Kennedy im Weißen Haus empfangen und wurde u. a. als erste Hubschauberpilotin der Welt hoch geehrt. Sie hielt Vorträge in den VSA und traf sich mit dem Raketenspezialisten Prof. Wernher von Braun.
1972 wurde sie zum „Pilot of the Year“ gekürt und vom Internationalen Komitee für Luft- und Raumfahrt mit der Pionierkette dekoriert (Vorbild als Frau und Flieger).
Reitsch flog begeistert bis zu ihrem Lebensende. Im Jahre 1978, schon kränklich, fand ihr letzter großer Flug über die Alpen statt. Dieser wurde mit einer Strecke von 715 km wieder ein neuer Weltrekord.
Hanna Reitsch starb 1979 67jährig überraschend in Frankfurt am Main an akutem Herzversagen. Auf dem Kommunalfriedhof Salzburg wurde sie im Grab ihrer Familienangehörigen beigesetzt.

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Idole der Nazis 01 - Otto Skorzeny. SS Agent für Hitler (2010)



Teil 1 der dreiteiligen Reihe Idole der Nazis ist Otto Skorzeny. SS Agent für Hitler.

Am 12. Juni 1908 wurde Otto Skorzeny in Wien geboren. Er entstammte einer alten Soldatenfamilie der k.u.k. Monarchie. Skorzeny erlebte als Zwölfjähriger den von allen relevanten politischen Kräften Deutschösterreichs, linker wie rechter, gewollten Anschluß Deutschösterreichs an das Deutsche Reich mit (Verfassung vom 23. März 1919). Erst im Oktober 1919 wurde das schon als vereint gesehene Land wieder von den alliierten Siegermächten unter Mißachtung des zuvor von ihnen propagierten „Selbstbestimmungsrechts der Völker“ zerissen.
Skorzeny prägten die alljährlich auf dem Wiener Heldenplatz stattfindenden Demonstrationen für die Wiedervereinigung Deutsch-Österreichs mit dem Deutschen Reich, aber auch 1921 die Volksabstimmung in Tirol, bei deren Ausgang 98,8% für einen Anschluß an das Deutsche Reich stimmten.
1926 begann er ein Studium der Ingenieurswissenschaften an der Technischen Hochschule Wien. Dort wurde er Mitglied der schlagenden „Burschenschaft Markomannia zu Wien“ und holte sich beim akademischen Fechtkampf seine auffälligen „Schmisse“ auf der linken Gesichtshälfte, weshalb er später von den Alliierten „Scarface“ (deutsch: Narbengesicht) genannt wurde. Nach dem Maschinenbaustudium wurde er 1931 Diplomingenieur.
In seiner Freizeit spielte er Fußball und freundete sich mit dem späteren Reichs- und Bundestrainer Sepp Herberger an.
1927 kam es zum sozialistischen Umsturzversuch des Republikanischen Schutzbundes in Wien, an dessen Bekämpfung Skorzeny durch die „Heimatwehr“ des Fürsten Ernst Rüdiger Starhemberg und den „Heimatschutz“ des Majors Emil Fey teilnahm.
Das Verbot selbst eines harmlosen Abkommens über gegenseitige Zollfreiheit zwischen Österreich und dem Deutschen Reich durch die Siegermächte des Ersten Weltkrieges motivierte Skorzeny für seinen Kampf um die Wiedervereinigung beider deutschen Länder.
Skorzeny, der sich als Gerüstbauer durchschlug, lernte im Jahre 1932 Joseph Goebbels kennen, als dieser in Wien eine Propagandarede hielt. Dieser mitreißende Augenblick veranlaßte Skorzeny, der NSDAP beizutreten.
1933 etablierte sich in Österreich eine christlich-autoritäre Diktatur unter Engelbert Dollfuß, der sämtliche Parteien verbot und das Parlament auflöste.
Der Aufstand im Juli 1934 gegen das Dollfuß-Regime hatte keinen Erfolg, obwohl Dollfuß selbst dabei umkam. Skorzeny befand sich zum Zeitpunkte des Aufstands in Italien auf einer Urlaubsreise. Dort lernte er Mussolini kennen. Dabei erfuhr er, daß der Duce fünf italienische Divisionen zum Einmarsch nach Österreich an der Grenze hatte aufmarschieren lassen für den Fall, daß der mit italienischem Geld finanzierte Aufstand gelungen wäre. Für Mussolini zählte das deutsche Österreich bis dahin zu seinem „römischen“ Interessensgebiet.
1935 wurde Skorzeny Mitglied des „Deutschen Turnerbundes“, der 60.000 militärisch geschulte Mitglieder hatte, und wurde dort Zugführer.
Auf Druck des Deutschen Reiches ernannte Bundespräsident Wilhelm Miklas im März 1938 den von Hitler geforderten Arthur Seyß-Inquart zum neuen Bundeskanzler. In der Nacht vom 10. auf den 11. März versuchte eine SA-Abteilung den Präsidentenpalast zu stürmen und Bundespräsident Miklas zu entführen, der aber von seiner Garde verteidigt wurde.
Skorzeny verhinderte durch sein Einschreiten als Zivilist ein Massaker. Seyß-Inquart bedankte sich persönlich bei Skorzeny.
Skorzeny machte nach dem Anschluß Österreichs einen selbst finanzierten Pilotenschein. Beruflich stieg er zum Teilhaber einer Gerüstebaufirma auf. Zu seinem Freundeskreise zählen Ingenieur Ferdinand Porsche und Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, dessen Tochter er in zweiter Ehe heiratete.

Skorzeny bewarb sich 1940 als Pilot bei der Luftwaffe, die ihn wegen seines zu hohen Alters von 31 Jahren ablehnte. Danach versuchte er es bei der Waffen-SS, die ihn als Ingenieur in einer Kfz-Instandsetzungskompanie einsetzte.
Den Westfeldzug durchlebte er in den Reihen des SS-Regimentes Germania. Am 30. Januar 1941 folgte seine Beförderung zum SS-Untersturmführer. Nachdem er im April 1941 in Serbien miteingerückt war, nahm er in den Reihen der SS-Division „Das Reich“ am Ostfeldzug teil. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet und kämpfte ostwärts von Kiew gegen eingeschlossene sowjetische Verbände. Danach stieß er mit seiner Division bis nach Moskau vor.
Im November 1941 wurde Skorzeny durch Stalinorgel-Raketen am Kopf verwundet, zog sich im Lazarett außerdem die Ruhr zu und litt an Gallenkoliken.
Skorzeny wurde 1942 nach seiner Entlassung aus einem Wiener Lazarett nur noch „GvH“ geschrieben und zu einer Wachsoldateneinheit der „Leibstandarte Adolf Hitler“ nach Berlin versetzt. Der Dienst langweilte ihn dort, deshalb meldete sich Skorzeny zur Panzerwaffe. Vor seinem Fronteinsatz bei der SS-Division „Totenkopf“ erlitt Skorzeny einen Ruhrrückfall und wurde erneut zur Reserve der LAH nach Berlin zurückversetzt.
Im April 1943 bot man Skorzeny eine neue Verwendung: Für den Sonderlehrgang „Oranienburg“ der Waffen-SS wurde ein neuer Chef gesucht, der gleichzeitig in Friedenthal bei Oranienburg eine Schule für den Agenteneinsatz hinter den feindlichen Linien aufbauen sollte. Skorzeny übernahm beide Aufgaben und wurde als SS-Obersturmführer der Reserve beim Amt VI, SD-Ausland (Auslandsnachrichtendienst) des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) kommandiert. Zusammen mit seinem Adjutanten, SS-Obersturmführer Karl Radl, zog er geeignete Soldaten für die neue Einheit heran und studierte gründlich alle Berichte über Ausbildung und Einsatz von Kommandotruppen. Zu den Aufgaben der Kommandotruppe gehörten Infanterie- und Pionierausbildung, der Umgang mit Granatwerfern, leichten Geschützen und Panzern, Fahrerausbildung an Motorrad, Auto, Motorboot und Lokomotive sowie Sport und Reitunterricht.
Danach wurde zum SS-Hauptsturmführer (Hauptmann) d. R. befördert. Viele der von ihm geplanten Operationen sahen die verantwortlichen Vorgesetzten als „zu riskant“ an und lehnten sie ab. Er bezeichnete sie selbst als „Einsätze, die Wunschträume blieben“ - von denen jeder einzelne im Erfolgsfall den Krieg hätte entscheiden können.

Am 25. Juli 1943 wurde Benito Mussolini durch ein Komplott, das von hohen Funktionären der faschistischen Partei vorbereitet worden war, abgesetzt, verhaftet und an einem unbekannten Ort untergebracht. Skorzeny wurde daraufhin, zusammen mit fünf anderen Offizieren, ins Führerhauptquartier befohlen.
Adolf Hitler wählte ihn für eine Aufgabe aus, die er ihm unter vier Augen erläuterte. Er sei davon überzeugt, daß Italien unter einer - vom König eingesetzten neuen Regierung - bald aus dem Kriege ausscheiden und den Duce an die Alliierten ausliefern werde.
Skorzenys Aufgabe sei es gewesen, den Aufenthaltsort Mussolinis ausfindig zu machen und ihn aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Der Einsatz sollte mit größter Geheimhaltung vorbereitet und durchgeführt werden. Nach Rücksprache mit General Student gab Skorzeny vom Führerhauptquartier aus seine Weisungen für die Bildung einer Einsatzgruppe nach Berlin durch. Bis zum nächsten Morgen mußten etwa 40 Mann mit Tropenuniformen, Zivilanzügen, Waffen, Sprengstoff, Funkgeräten, Fallschirmen und neuen Soldbüchern versehen werden, um in Italien die Anwesenheit von Angehörigen der Waffen-SS zu verbergen.
Es war vor allem das Verdienst des Polizeiattachés an der deutschen Botschaft in Rom, des SS-Sturmbannführers Herbert Kappler, daß die häufig wechselnden Aufenthaltsorte Mussolinis ermittelt werden konnten. Einer der Aufenthaltsorte, an denen Mussolini schwer bewacht wurde, war die nördlich von Sardinien gelegene Seefestung Maddalena. Skorzeny traf Vorkehrungen, Mussolini durch den Handstreich von Soldaten, die durch Schnellboote auf die Insel gebracht werden und die italienischen Wachen überwältigen sollten, zu befreien.
Die Aktion, die am 28. August 1943 durchgeführt werden sollte, mußte jedoch gestoppt werden, nachdem bekannt geworden war, daß man Mussolini unmittelbar vorher weggebracht hatte. Die neue italienische Regierung war also über die geplante Aktion auf Maddalena scheinbar unterrichtet und konnte deshalb Mussolini im letzten Augenblick von der Insel bringen lassen. Später stellte sich heraus, daß der Abwehr-Chef und später als Hoch- und Landesverräter entlarvte Admiral Canaris auch diese Aktion verraten hatte.
Glücklicherweise konnte der neue Aufenthaltsort Mussolinis schnell festgestellt werden. Es handelte sich um das Sporthotel am Gran Sasso im Abruzzen-Gebirge - in etwa 2.000 Metern Höhe. Skorzeny und Radl überflogen am 8. September 1943 das Gebiet und machten Aufnahmen vom Gran Sasso. Kurz darauf konnte auch die Entwaffnung der Italiener durch die deutschen Truppen durchgeführt werden. Da nach der Kapitulation der italienischen Armee die Auslieferung Mussolinis an die Alliierten zu erwarten war, mußte dessen Befreiung in höchster Eile versucht werden. Ein Einsatz gegen das Hotel war nur durch eine Luftlandeoperation mit Lastenseglern möglich.
Der 1,96 m große SS-Sturmbannführer Otto Skorzeny mit Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und Stahlhelm als Kommandeur des SS-Sonderverbands z. b. V. „Friedenthal“
Kurzfristig wurden aus Südfrankreich zwölf solcher Fluggeräte nach Italien befohlen. In ihnen konnten außer dem Piloten noch neun Mann untergebracht werden. Als Landeplatz legte Skorzeny eine Wiese in der Nähe des Hotels fest. Gleichzeitig sollte ein Fallschirmjäger-Bataillon im Tal die Bodenstation einer Seilbahn, welche zum Hotel führte, besetzen. Karl Radl machte noch den Vorschlag, den Carabinierigeneral Soleti mitzunehmen, der den italienischen Wachmannschaften gut bekannt war, um durch ihn den Befehl erteilen zu lassen, nicht auf die deutschen Soldaten zu schießen. Am 12. September 1943 kam es zum Start. General Student verabschiedete 17 Männer der Waffen-SS und 90 Fallschirmjäger am Flugplatz Pratica di mare. Einmal über dem Landegebiet erkannte Skorzeny jedoch, daß die von ihm als Wiese angesehene Fläche irrtümlicherweise ein Skisprunghügel war. Eine Landung war dort also nicht möglich. Skorzeny befahl nun dem Piloten, in einer Art abgefangenem Sturzflug möglichst nahe am Hotel zu landen. Sein Segler kam etwa 15 Meter vor dem Gebäude zum Stillstand.
Skorzeny, die Männer seines Flugzeuges und der Carabinierigeneral Soleti rannten auf das Hotel zu. Karl Radl, dessen Segler unmittelbar hinter dem von Skorzeny landete, hat diesen Moment in seinem Buch „Befreier fallen vom Himmel“ beschrieben:
 „Skorzeny nimmt seine Männer, sie laufen auf das Hotel zu. Da, ein italienischer Posten. General Soleti ruft ihn an: ‚Nicht schießen! Nicht schießen!’ Der Posten wird stehen gelassen, weiter auf das Hotel zu. Eine Tür fliegt auf. Das ist der Funkraum. Ein italienischer Soldat am Funkgerät. Er fliegt mit einem Ruck vom Stuhl. Ein, zwei Kolbenschläge mit der Maschinenpistole, und das Funkgerät ist unbrauchbar. Das wäre geschafft. Um Hilfe können die nicht mehr rufen. Doch keine Tür führt aus dem Kellerraum. Zurück, hinaus. Es geht um die Ecke am Vorbau. Wieder ein Posten. ‚Nicht schießen! Nicht schießen!’ ruft der General. Und auch dieser Posten schießt nicht. Da, eine zwei Meter hohe Betonmauer. Skorzeny steigt über die Schulter eines Mannes hinauf. Tritt ihn halb zusammen dabei. Der hilft den anderen aber auch noch hinauf. Sie stehen auf der Terrasse vor der Hausfront, wollen auf den Haupteingang zu, da fängt sich eben die 3, das ist mein Flugzeug, an der Fallschirmbremse in die Waagerechte vom Sturz auf, es ist vielleicht eine Minute vergangen. Alles zählt nur noch nach Sekunden. Meine Maschine schlägt auf, hebt sich nochmals, wird noch 50 Meter hinausgeschleudert und landet, zirka 100 Meter vor dem Hotel. Und schon eilen wir dem Chef zu Hilfe. Der sieht eben auch den Duce am Fenster. ‚Duce, treten Sie vom Fenster zurück, weg vom Fenster!’ ruft Skorzeny, er befürchtet doch noch das Entstehen einer Schießerei, und da kann leicht ein Unglück geschehen. Wir dringen weiter auf das Hotel vor… Noch bevor ich den Eingang erreiche, sind Skorzeny und Schwerdt eingedrungen, haben sich ohne Waffengebrauch einen Weg durch die Carabinieri gebahnt. Die sind völlig fassungslos und wollen aus dem Hotel heraus. Sie haben offenbar gerade Mittagsruhe gehalten. Zum Teil haben sie ihre Maschinenpistolen dabei, zum Teil sind sie ohne Waffen. Sie sehen ihren General, den viele kennen, und keiner schießt. Skorzeny und Schwerdt rasen eine Treppe in dem seinem Inneren nach vollkommen unbekannten Hotel hoch. Skorzeny reißt eine Tür auf im ersten Stock. Es ist die richtige. Drinnen steht Mussolini. Bei ihm sind zwei Offiziere und ein Mann in Zivil. Sie fliegen im Bogen heraus. Dann sind sie allein. Da erscheinen auch schon die Unteroffiziere Gföller und Gläsner in der Tür. Und als ich selbst durch die offene Tür trete, meldet Skorzeny gerade: ‚Duce, der Führer schickt uns, Sie zu befreien!’ Mussolini ist sehr bewegt. Er antwortet nur: ‚Ich wusste, daß mich der Führer nicht im Stich lassen würde.’ Drückt Skorzeny die Hand, umarmt ihn, küsst ihn auf die Wange, dasselbe geschieht mir, Schwerdt und Warger.“
Der italienische Kommandant des Hotels kapitulierte und wenig später konnte ein Fieseler Storch landen, der Mussolini und Skorzeny vom Gran Sasso zu einem Flugplatz brachte, von wo aus sie nach Wien flogen. Dort erhielt Skorzeny folgenden Anruf von Adolf Hitler:
 „Skorzeny, Sie haben eine militärische Tat glücklich zu Ende geführt, die in die Geschichte eingehen wird. Mir haben Sie meinen Freund Mussolini wiedergegeben. Ich habe Ihnen das Ritterkreuz verliehen und sie zum SS-Sturmbannführer befördert. Ich möchte Ihnen meine Glückwünsche aussprechen.“

Skorzeny war in den folgenden Monaten mit der Verstärkung seiner Kommandotruppen und der Entwicklung neuer Waffen für ihre Einsätze voll ausgelastet. Aus seinem Sonderverband z.b.V. Friedenthal entstand der Jagdverband Mitte mit fünf Bataillonen, einem Lehrbataillon und anderen Einheiten. Durch Zufall mußte er am 20. Juli 1944 wieder eine unvorhergesehene Aufgabe übernehmen. An diesem Tag brachte Oberst Stauffenberg während einer Lagebesprechung im Führerhauptquartier eine Sprengladung zur Explosion, die Adolf Hitler und seine engeren Mitarbeiter töten sollte. Nach der Ausschaltung des Führers sollte das Ersatzheer die Macht übernehmen. Das Attentat schlug aber fehl und Adolf Hitler wurde nur leicht verwundet. Skorzeny hatte am 20. Juli 1944 gerade einen Zug von Berlin nach Wien bestiegen, als er erfuhr, daß von den Verschwörern alarmierte Truppen auf Berlin vorrückten. Skorzeny rückte mit einer Kompanie seiner Soldaten gegen den Sitz des Befehlshabers des Ersatzheeres vor, in dem die Verschwörer jedoch schon von Offizieren des Heeres festgenommen und einige von ihnen erschossen worden waren. Der Befehlshaber des Ersatzheeres war inzwischen befreit, jedoch seines Postens enthoben worden. Skorzeny veranlaßte daraufhin die Offiziere, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, wärend er dafür sorgte, daß die für Rüstung, Nachschub und Ersatz zuständige Dienststelle des Heeres ihre Aufgaben wieder erfüllte.

Im September 1944 erteilte der Führer Skorzeny und Adrian Baron von Fölkersam einen neuen Auftrag. Der ungarische Reichsverweser Horthy hatte sowohl mit den West-Alliierten, als auch mit den Sowjets Fühlung aufgenommen und bereitete die Kapitulation seines Landes vor.
Skorzeny sollte diesen Abfall verhindern. Er versammelte seine Einheiten im Raum Wien, veranlaßte ihre Ausrüstung mit neuem Material und Fahrzeugen und begab sich in Zivil zur Erkundung nach Budapest. Fünf Wochen lang orientierte er sich über die örtlichen Verhältnisse. Es stellte sich heraus, daß als Beauftragter Horthys dessen Sohn Niklas über den jugoslawischen Partisanenführer Tito mit den Sowjets Kontakt aufgenommen hatte und die Waffenstillstandsverhandlungen vorbereitete. Am 15. Oktober 1944 wurde Niklas Horthy bei einem mit Titos Beauftragten geplanten Zusammentreffen von SS-Männern festgenommen, das Unternehmen „Panzerfaust“ hatte begonnen. Wenige Stunden später verkündete der ungarische Rundfunk, daß Horthy mit den Sowjets einen Waffenstillstand abgeschlossen habe.
Skorzeny befahl daraufhin für die Morgenstunden des 16. Oktober 1944 die Besetzung der Budapester Burg, in der Horthy seinen Amtssitz hatte. Um Mitternacht umzingelte ein Teil seiner Truppen den Burgberg, den anderen stellte Skorzeny zu einer Marschkolonne zusammen, mit der er bis zur Burg vorrücken und so den Eindruck erwecken wollte, es handle sich um eine vereinbarte Maßnahme. Der Plan gelang; die aufgestellten Pak-Geschütze der Ungarn feuerten nicht und schließlich kapitulierte der ungarische General. Am nächsten Tag wurde die ungarische Armee auf eine neue Regierung vereidigt, die den Kampf gegen die Sowjets an deutscher Seite fortsetzte. Eine große Gefahr für die deutschen Truppen war somit durch Skorzeny und seine Männer beseitigt worden. Als Skorzeny dem Führer seinen Einsatz in Budapest schilderte, sagte der zu ihm:
 „Das haben Sie gut gemacht, lieber Skorzeny. Ich habe Sie mit Wirkung vom 16. Oktober 1944 zum SS-Obersturmbannführer befördert und Ihnen das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.“ Daraufhin machte er Skorzeny mit seiner nächsten Aufgabe vertraut.

Im Westen war der Vorstoß der Engländer und Amerikaner an der Reichsgrenze zum Stehen gebracht worden. Der Führer plante eine neue Offensive, die aus dem Raum zwischen Aachen und Luxemburg durch die Ardennen bis an die Kanalküste führen und danach die feindlichen Kräfte nördlich der Linie Bastnach – Brüssel – Antwerpen vernichten sowie Antwerpen als Nachschubhafen der Alliierten ausschalten sollte. Skorzeny wurde im Rahmen der Operation Greif die Aufgabe übertragen, durch Soldaten in englischer und amerikanischer Uniform die Maasbrücken zwischen Lüttich und Namur in Besitz zu nehmen und sie bis zum Eintreffen der regulären Truppen vor Sprengungen zu schützen. Außerdem sollten kleine Kommandos in feindlicher Uniform hinter den amerikanischen Linien falsche Befehle erteilen, Nachrichtenverbindungen stören, alliierte Truppen irreleiten und in ihren Reihen Verwirrung stiften. Dieser Einsatz war bestimmt wirkungsvoll. Bald liefen brauchbare Nachrichten über die Situation hinter den feindlichen Linien ein . Der Führer einer Gruppe schickte zum Beispiel ein amerikanisches Panzerregiment in eine falsche Richtung, ließ Fernsprechleitungen zerstören und Wegweiser der amerikanischen Truppen entfernen. Noch größer als diese Wirkung waren aber Konfusion und Spionagehysterie, die nun hinter den amerikanischen Linien ausbrachen.

Nach dem Zusammenbruch der Ostfront erhielt Skorzeny den Befehl, mit seinen SS-Jagdverbänden, Friedenthaler (als Teil des SS-Jagdverbandes „Mitte“) und dem SS-Fallschirmjägerbataillon 500 (inzwischen zum SS-Fallschirmjägerbataillon 600 Umbenannt) ostwärts der Oder um Schwedt einen Brückenkopf zu bilden und zu halten, der für spätere Offensiven gegen die Rote Armee gedacht war. Skorzeny sicherte das Gebiet wie befohlen, sammelte zurückgehende deutsche Soldaten und SS-Freiwillige des fehlgeschlagenen Unternehmens Sonnenwende und füllte mit ihnen seine vier Bataillone auf, die den Grundstock der Division Schwedt (Kampfgruppe/Sperrverband Skorzeny) bildeten. Er konnte auch zahlreiche Flüchtlinge sicher über die Oder bringen.
Am 28. Februar 1945 sagte ihm der Führer:
 „Skorzeny, ich muß Ihnen danken für Ihre Leistungen an der Oderfront. Ihr Brückenkopf war lange Tage der einzige Lichtblick. Ich habe Ihnen das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen und werde es Ihnen in einigen Tagen aushändigen. Dann müssen Sie mir über Ihre Erfahrungen berichten.“
Bei Kriegsende geriet Skorzeny, am 20. April 1945 noch zum SS-Standartenführer der Reserve befördert, in der Nähe von Salzburg in VS-amerikanische Gefangenschaft. Skorzeny und die Reste seiner Jagdverbände hatten noch bis zum 20. Mai 1945 in der Alpenfestung ausgehalten.
Skorzeny sagte in einem Gespräch von 1953, daß er mit hundert zuverlässigen Männern und zwei Hubschraubern auch die Gefangenen aus dem Spandauer Kriegsverbrechergefängnis leicht hätte befreien können.

Im Jahre 1947 wurde er (gemeinsam mit Karl Radl und acht anderen) in Dachau wegen des Einsatzes von Soldaten in feindlicher Uniform im Zuge des Unternehmens „Greif“ angeklagt, jedoch freigesprochen. Bis zum Juli 1948 wartete er im Arbeitslager Darmstadt auf sein sogenanntes Entnazifizierungsverfahren, das aber immer wieder verschoben wurde, um Skorzeny lange in Haft zu behalten. Deshalb wählte er von sich aus am 27. Juli 1948 den Weg in die Freiheit. Er blieb noch zwei Jahre lang in Deutschland und Frankreich und ging 1951 nach Spanien, wo er sehr erfolgreich als Ingenieur tätig war. Auch hat er geholfen, einen ägyptischen Geheimdienst mit dem Namen Moukhabarat zu formieren. Ein schweres und unheilbares Lungenleiden führte ihn 1975 zur ärztlichen Behandlung nach Heidelberg. Dort waren die letzten Besucher vor seiner Rückkehr nach Spanien, acht Tage vor seinem Tod, Hans Ulrich Rudel und Waldemar Schütz. Otto Skorzeny berichtete ihnen bei dieser Gelegenheit von seinem Besuch im Führerhauptquartier im Herbst 1944, als der Führer erkrankt war und ihn an seinem Bett empfing. Der Führer sagte ihm an diesem Tag, er habe die Atombombe deshalb nicht bauen lassen, weil er nicht die Verantwortung dafür übernehmen wollte, daß die Menschheit durch ein solches „Teufelswerk“ vernichtet werde. Am 5. Juli 1975 starb Otto Skorzeny in Madrid. Seine Urne wurde in Wien beigesetzt.

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